Beiträge von Api

    dass ich den Kindern den Vater nehme. Er ist ja nicht den ganzen Tag betrunken, er funktioniert ja. Auch mit einer Flasche Vodka intus. Ja, ich weiß, es ist Blödsinn. Verstärkt wird sowas natürlich auch durch den Mitbewohner der dann wieder sagt, dass ich ihm auch noch in den Rücken falle. Ja, die Stimme kann man nicht so leicht ausschalten.

    Ja, es IST Blödsinn.

    Und es sagt ja auch niemand, dass es leicht ist, die Stimme auszuschalten.

    Aber für die Kids ist Eure Situation noch weniger leicht.

    Was den Wohnungsmarkt angeht: Hast Du mal bei Kleinanzeigen o.ä. nach "Wohnen auf Zeit" oder nach "Monteurwohnungen" geschaut? Auch Ferienwohnungen können bezahlbar sein, wenn man für etwas längere Zeit mietet. Dann kämst Du erstmal raus und könntest in Ruhe und mit klarem Kopf weitersuchen!

    Hallo Sundancer

    ja, lass es sein. Als ich es geschafft habe, nicht mehr (so oft) zu kontrollieren, war das ein Stück weit schon eine Befreiung! Ein Schritt in die richtige Richtung. Sich nicht ständig mit der Sucht des Partners/der Partnerin zu beschäftigen.

    Was könntest Du in der zB halben Stunde, die Du Verstecke suchen würdest bewusst anderes tun? Für Dich oder Deine Kinder oder einfach etwas ganz sinnfreies (tut auch mal gut)?

    LG

    und auch noch herzlich Willkommen von mir


    Api

    Liebe Laura

    Ich habe es frisch geschafft zu gehen. Und bin dennoch immernoch verstrickt, habe dennoch immernoch von Zeit zu Zeit die gleichen Denkmuster.. Das mit den Denkmustern ist echt harte und schmerzhafte Arbeit. Aber das Weggehen, das mir so lange Zeit immer wieder unmöglich erschien, das war gar nicht SO schwer wie ich dachte! Ein bisschen wie im Hochseilgarten oder so. Du denkst, das schaff ich nie oder das trau ich mich nie, aber dann machst Du es und schwupps hast Du ein neues Plateau erreicht, obwohl Dein vertrautester Mensch die ganze Zeit hinter dir stand und dir zugeraunt hat "mach das nicht, ich liebe dich doch, du schaffst das nicht, ich sterbe vor Angs wenn Du das machst" (ich weiß jetzt nicht, ob Du mit Klettern was anfangen kannst, aber es gibt ja auch andere spaßige oder sportliche Herausforderungen, die jemanden ähnliches erleben lassen).

    Ich wünsche Dir ganz viel Selbstvertrauen, denn Du schaffst das und Du hast viel mehr Sicherheitsgurte an Dir, als Du denkst! So fühlt es sich wenigstens für mich an. Hilfe und Unterstützungsangebote, wo auch immer ich mich öffne...

    Lg

    Api

    rabenweibchen

    ein Gedanke kommt mir noch in den Sinn, da Du schreibst :

    Es ist so schon ein großer Gewissenskonflikt und alles noch so irreal

    Es ist ja, wenn ich Dich richtig verstehe, vor über einem Jahrzehnt schonmal real gewesen, nur mit anderer Rollenverteilung... was hättest Du Dir denn im Nachhinein gewünscht, wie eine etwas außenstehende Person gehandelt hätte, um Deine damals junge Tochter zu schützen? Damals kam sie zu kurz, weil die Erwachsenen sich um Alkohol und Co gekümmert haben, oder?

    Liebe rabenweibchen

    Ich kann Dir nur empfehlen, dich an das Jugendamt zu wenden. Das geht auch erstmal per Anruf und anonym. Ich selbst habe das schonmal gemacht. Es war eine richtig gute anonyme Beratung, die auch einiges ins Rollen gebracht hat. Die Familie hat soweit ich weiß nie erfahren, dass ich diejenige war, die da Anstöße gegeben habe. Das Kind war in der Schule schon auffällig, aber die Schulsozialarbeit hatte keinen Draht zur Mutter bekommen (die sich auch sehr gut verkaufen konnte). Daher waren sie sehr dankbar für meine Einblicke und konnten zielgerichteter auf Hilfe hin arbeiten. Mittlerweile gibt es eine Familienhilfe und das Kind hat einen I-Helfer.

    Das Jugendamt hatte auch vollstes Verständnis dafür dass ich anonym bleiben wollte, da auch ich einen wichtigen Part für das Kind hatte und auch ich Sorge hatte, dass die Mutter den Kontakt verbieten würde.

    Ich war gerade Schwimmen. Alleine. Ohne Kind, ohne Freundin, ohne alles. Nur mit mir, in meinem Tempo. Hab ich in der Weihnachtszeit schon einmal so ähnlich gemacht, aber eher als Flucht aus meinem alten Haus, in dem wir noch mal zusammen Weihnachten verbracht haben. Heute nur weil ich frei habe und für mich einfach so. Fühlt sich seltsam an, aber auch schön. Hatte paar mal ein schlechtes Gewissen, konnte es aber immer wieder weg schieben. Fast ganz.

    Letztes Jahr war ich ja 6 Wochen stationär mit Sohni und da gab es für uns Eltern auch die Möglichkeit, in die Sauna zu gehen, sich Massagen verschreiben zu lassen etc. Das hab ich kein einziges mal in Anspruch genommen und wusste selber nicht, was mich da blockiert. Ich konnte mir einfach nichts gutes tun (lassen), obwohl ich alle beneidet habe, die das genutzt haben. Es ging nicht.

    Also: Ich schließe mich momo an: Das kann wieder kommen!

    Hallo rabenweibchen

    das stelle ich mir echt schwierig vor! Gut, Dich hier ein bisschen zu sortieren!

    Wie alt ist denn Dein Enkelchen und geht es schon in eine Kita oder so?

    Zur Suchtberatung zu gehen hört sich doch erst schonmal gut an...da kannst Du Dich sicher weiter sortieren.

    Wenn Du allerdings schreibst, es sind tatsächlich drogeninduzierte Psychosen zu befürchten, finde ich es gar nicht übergriffig, zum Jugendamt oder der Psychologin Deiner Tochter zu gehen. Denn Dein Enkelchen kann das ja nun mal nicht.

    LG

    Api

    Klasse! Bewegung ist doch das A und O! (Also natürlich außer wenn man sich im Kreis bewegt). Mir ging es so, dass durch diese Bewegung wie Wohnungsbesichtigun etc ganz viel Energie und Schwung kam! Vllt ist das ja bei Dir auch der Fall?!

    Lg

    Api

    Irgendwann hab ich nicht mehr für ihn mitgekocht und seine Wäsche nicht mehr gewaschen. DAS ist mir allerdings sehr schwer gefallen und ich musste viele schlimme Gefühle, die ich hatte, aushalten. Als ich hier dann im Forum ankam war ich soweit, es tatsächlich durchziehen zu können.

    Oh das hatte mir meine Therapeutin auch geraten. Ich fand es erst furchtbar und den Vorschlag voll daneben. Habe dann aber nach und nach ein paar Sachen umgesetzt und gemerkt, dass das richtig so war.

    Ich bin noch so orientierungslos und gerade voll Emotionen, find gerade meinen Beitrag nicht. Kopiere es da bitte rein. Er hat sich sehr gefreut, dass sein Kind nach zwei Jahren wieder mit ihm gesprochen hat. Die beiden haben eine Stunde allein geredet. Dann haben wir drei ganz harmonisch Kaffee und Kuchen gehabt. Als der Besuch weg war ist er hektisch durch die Wohnung gelaufen und musste Alkohol suchen, den er jetzt auch gerade konsumiert. Auf die Frage nach dem Warum, kam als Antwort wir beide hätten ja letzte Woche gestritten und das würde ihn immer noch ärgern. Er sitzt also da und freut sich riesig über das erste Gespräch mit seinem Kind nach ca. 2 Jahren . Es ging auch um Alkohol und seinen Konsum, ärgert sich aber über unseren Streit ( es ging um seine Sucht)!!!! und säuft da wieder. Ich kann über soviel Blödheit nur den Kopf schütteln , ich bin fassungslos. Hinzufügen möchte ich noch, dass er wirklich einen anspruchsvollen Job hat und täglich funktioniert, aber beim Thema Alkohol setzt der Verstand wohl aus !!!!

    Esther ich erkenne mich da sehr wieder. Bei mit ist es zwar jetzt endlich die Vergangenheit (bin nun getrennt), aber dieses "grade noch harmonisch und dann..." oder "anspruchsvoller Job...funktionieren auf wirklich hohem Level, aber beim Thema Alkohol setzt der Verstand wohl aus"

    Mich hat das über die Jahre einfach unheimlich geschlaucht! Von außen aber unsichtbar, zb für seine Kolleg*innen oder manche Besuche

    Dir alles Gute für Deinen Weg!

    Api

    Es ist gut, dass du weiterhin schreibst. Einiges muss auch erst einmal sacken lassen.

    Es lag nicht in meiner Absicht, dich persönlich anzugreifen. Meine Gedanken waren nicht auf dich allein gerichtet; jede andere Person mit ähnlichen Ansichten hätte dieselbe Reaktion von mir erhalten.

    Ich wollte lediglich durch deine Beiträge und meine Erfahrungen verdeutlichen, wie eine Co-Abhängigkeit aussieht .

    Ich gebe zu, dass der Zeitpunkt, insbesondere angesichts der Situation mit deinem Partner im Krankenhaus, unglücklich gewählt war.

    Alles Gute weiterhin

    Und das ist es halt in diesem Forum hier: Dich, wieweiter hat manches verständlicherweise getroffen, was mir, die ich in einer ganz anderen Situation stecke total geholfen hat, obwohl es in Deinem Faden war. Oder WEIL es nicht in meinem Faden war?

    Alles was hier geschrieben wird ist so vielschichtig: es sagt etwas über den/die Schreiber*in selber aus, es richtet sich an diejenige, deren Faden es ist und es berührt oft ganz viele andere, an die es gar nicht adressiert war.

    Ich wünsch Dir alles Gute und dass Du genau so im Forum bleibst, wie es für Dich gut ist und Dich weiter bringt!

    Lg

    Api

    Hallo Matrix,

    klar, das ist erschreckend...

    Aber vllt ist es auch eine Chance! Spiele jetzt mit offenen Karten, zeige dass auch Du grade dabei bist, Dein Kind aus dieser unguten Situation zu nehmen, dass Du Dir Adressen von Beratungsstellen geholt hast etc.

    Das Jugendamt ist ja für das Wohl der Kinder und Jugendlichen da. Nicht um Eltern zu drangsalieren oder sich schlecht fühlen zu lassen. Und für das Wohl Deines Sohnes setzt Du Dich ja auch gerade ein. Also könnt ihr im Idealfall zusammenarbeiten (kommt wie immer natürlich auf den / die Sachbearbeiter*in an. Aber das sind alles Sozpäds, die mal angetreten sind, um Kindern zu helfen. Und das möchtest Du ja auch.

    Versuche mal, es so zu sehen und Dich nicht schlecht zu fühlen?!

    VG

    Api