Beiträge von Livingthedream90

    Guten Morgen Gunther,

    Da bist du ja wunderbar aufgestellt. Du hast dir Gedanken gemacht und vor allem du "lässt" dir helfen.

    Ich sehe keinen Grund, warum du es nicht schaffen solltest. Du bist gut vorbereitet, hast Strategien und du hast den Willen.

    Vielleicht hilft es dir, den langen Weg in kleine Stückchen aufzuteilen. Wer kann schon sagen, ob er ewig trocken bleibt. Aber heute nichts saufen, morgen auch nicht! Das sind nur zwei kurze Tage. Und wenn du dir das täglich vor nimmst, wirst du überrascht sein, wie schnell die Wochen verfliegen. Und mit jeder Woche wird es dir leichter fallen.

    Du hast unglaubliches geschafft, an diesen Punkt zu kommen. Du darfst ruhig ein bisschen zuversichtlich sein.

    Alle Kraft für deine Zukunft!


    Living

    Ganz so einfach ist das leider nicht. Diese Leute haben ein gutes Standing in der Gemeinde und sind quasi Meinungsmacher. Das bedroht meinen Job, der einen repräsentativen Teil hat, auf den Sie leicht Einfluss nehmen können. Sie wollten mir schon öfter Schaden, weil ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin. Ich kann mich nur noch rechtfertigen, den für Erklärungenn ist es längst zu spät.

    Aber nein, ich hab keinen Sichtdruck. Dafür sind das Grübeln und die Unsicherheit zurück. Worst Case Szenarien will ich mir nicht ausmalen.

    Mein letzter Konsum war am 15.1.20 (also fast 6 Jahre trocken). Am Tag danach habe ich meine Entgiftung stationär in einer Klinik begonnen. So schnell wie möglich habe ich eine Entwöhnungstherapie gemacht. Danach 3 Monate ambulante Gesprächstherapie bei der örtlichen Caritas. Danach 2 Jahre SHG. Das lief nicht so gut, da der Altersunterschied (ich war damals Anfang / jetzt Mitte 30) und die Lebensrealität zwischen mir und der Gruppe zu unterschiedlich waren. Ich habe vor ein Leben lang trocken zu bleiben. Außerdem bin ich Herzkrank, auch eine Motivation trocken zu bleiben.

    Ich bedanke mich schonmal sehr für die Nachrichten und die Ratschläge. Sollte ich in meiner Stadium, Situation oder meinem Problem falsch hier sein, bitte gebt Bescheid.

    Dann entschuldige ich mich von Herzen und das war meine letzte Nachricht.

    Guten Abend allerseits,


    Ich bin Alkoholiker und habe es geschafft seit ein paar Jahren trocken zu sein.

    Gestern hat mich meine Schwiegermutter, in meiner Abwesenheit, im großen Familienkreis geoutet.

    Ein Teil der Familie sind fundamentalistische, erzkonservative Christen und bekannt dafür öffentlich Ihre Urteile über Menschen zu verbreiten.

    Ich lebe in einem kleinen Dorf und hab gerade eine super Stelle gefunden, in der ich mich aber noch in der Probezeit befindet.

    Nun weiß ich nicht wie ich reagieren soll, weil meine Schwiegermutter absolut uneinsichtig in der Sache zu sein scheint und auf Ihren Fauxpas angesprochen, verglich sie es mit "Witze über Dicke machen"; Das sei genauso wenig schlimm...

    Mich hat sie weder kontaktiert noch direkt mit mir gesprochen.

    Ich fühle mich in meiner Trockenheit bedroht und habe Angst, dass ich die Kontrolle über meine Lebenssituation verliere.

    Therapeuten sind unter normalen Umständen schon Mangelware, vor Weihnachten ist es quasi unmöglich.

    Hat jemand einen Rat?


    Danke für die Unterstützung und einen schönen Abend.