Beiträge von Rosanna22

    Inwieweit die Angehörigen einen zur Abstinenz „drängen“ können? Eher nicht.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Ich als Angehörige kann in meinen Augen nur zur Seite stehen und unterstützen wenn Hilfe vom Abhängigen erbeten wird.

    Wenn die innere Motivation fehlt, ist es ein Kampf gegen Windmühlen, wie Seeblick schon schrieb.

    Das einzige was ich als Angehörige tun kann, ist Grenzen setzen, um nicht in die Co-Abhängigkeit zu gelangen.

    Viele Grüße

    Claudi

    Ein schönes Ritual ist es auch, alle schönen Erlebnisse auf kleinen Zettel aufzuschreiben und diese in einem Schraubglas od. ähnlich sammeln…. Das kann man dann immer nachlesen unr geht nicht verloren.

    Ich will das jetzt schon seit Januar machen…. das Glas steht schon bereit, aber immer noch leer…. :roll:

    Diese Einsicht, dass ich mich zurückhalten muss ist mir durch die vielen Beiträge hier gekommen.

    Es ist wirklich etwas leichter für mich, seitdem ich mich hier öffnen kann und ebenfalls habe ich 2 Freundinnen davon berichtet. Die wissen zwar gerade auch keinen Rat, aber diese Gespräche befreien meine Gedanken.

    Vielen Dank für eure Beiträge

    Liebe Anita,

    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Mit seiner Freundin habe/hatte ich engen Kontakt, denn ich war eigentlich ihre einzige Bezugsperson, der sie sich im akuten Fall zuwenden konnte.

    Ich hatte ihr schon länger geraten die Trennung zu vollziehen, weil ich merkte, dass beide in einem Fahrwasser aus Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit leben. Und ich denke dass beide da nur durch eine Kontaktsperre raus kommen.

    Das Problem einer Mutter im Gegenteil zu einer Partnerin ist, dass es ein Band gibt, dass sich nicht so schnell trennen lässt. Eine Mutter trägt und erträgt viel.

    Ich versuche jetzt erst einmal mir klar zu machen, dass ich ihn nicht retten kann, wenn er sich nicht retten lassen möchte.

    Ich versuche die Sachlage realistisch zu sehen. Ich bin allerdings nicht sicher, ob ich das richtige mache.

    Prinzipiell würde ich so fast alles tun, damit er trocken wird, aber ich weiß, dass ich mich zurück halten muss, auch wenn es total schwer fällt . Denn nur wenn er auf mich zukommt, kann ich ihm helfen.

    Viele Grüße

    Claudi

    Hallo kttnlos,

    diese Fragen die du stellst, sind auch in meinem Hinterkopf und leider bisher unbeantwortet.

    Ich lebe momentan nur im Hier und Heute. Ich bin schon mal froh wenn er heute nicht trinkt und morgen auch nicht.

    Und alles andere kann ich nicht planen. Pläne habe ich in der Vergangenheit genug gemacht und diese wurden alle zerschlagen durch den Suff.

    Liebe Grüße

    Claudi

    Hallo Maritha, auch mein Sohn (27) ist Alkoholabhängig und lebt gerade wieder bei mir, weil ich er nach der Trennung mit seiner Freundin, keine andere Unterkunft hat und er auch finanziell schlecht da steht, weil er sich noch in Ausbildung befindet, nach 2 vorangehenden abgebrochenen Ausbildungen.

    Hinzu kommt, dass er in 5 Wochen Abschlussprüfung hat und sich überhaupt nicht darauf vorbereitet, weil er in einer tiefen Depression durch Trennung und Alkohol steckt.

    Deine Ausführungen erschrecken mich, weil es jetzt schon seit einem halben Jahr so weitergeht und scheinbar gerade kein Ende nimmt.

    Ich kann so gut nachfühlen wie du dich fühlst.

    Es ist schlimm das eigene Kind, egal welchen Alters, sich so zugrunde richten, zu sehen. Immer wieder keimt die Hoffnung auf, dass er zur Besinnung kommt. Auch ich habe gesagt, dass bei mir alkoholfreie Zone ist. Aber mittlerweile habe ich ihn schon 2x besoffen hier Herberge gegeben. Also er hat nicht hier getrunken , sondern wurde besoffen abgegeben.! Das macht mich unsicher, ob das richtig war.

    Da kann mein Mutterherz noch nicht wegsehen….

    Ich habe meine eigene Deadline bis zur Prüfung….

    Viele Grüße

    Claudia

    Mein Sohn , 27 , ist Alkoholkrank seit mindestens 5 Jahren . Er lebte bis letzte Woche mit seiner Freundin zusammen, die ihn nun endgültig vor die Tür gesetzt hat. Da er sich immer mehr von allen Freunden und Familie isoliert hat, ist sein einziger Unterschlupf nun meine Wohnung. Er hat mittlerweile 2 Ausbildungen abgebrochen und hätte nun eigentlich bei der 3. Anfang Mai Abschlussprüfung. Ich bezweifele stark, dass er das schafft.

    Aber letztendlich wäre es das wichtigste, erstmal trocken zu werden. Er hat bereits einen Entzug in einer Klinik erfolglos hinter sich.

    Am meisten erschreckt mich die Tatsache, dass wir angehörigen so machtlos sind . Mein Verstand sagt mir, dass ich ihn abweisen muss, damit er zur Einsicht kommt (oder auch nicht). Das es seine eigene Entscheidung ist, ob er trinkt oder nicht.

    Ich weiß das alles und habe viel über diese Krankheit gelesen usw. und doch komme ich mit meiner Situation jetzt nicht mehr klar.

    Unsere Geschichten der Angehörigen sind letztendlich alle austauschbar. Und gerade das ist das, was ich mittlerweile so unendlich schlimm finde.

    Mein Verstand weiß was ich tun sollte, doch mein Herz bringt es nicht fertig ihn vor die Tür zu setzen. Gerade jetzt, weil ich immer noch die Hoffnung habe, dass er es doch irgendwie schafft diese Prüfung zu bestehen , um endlich finanziell unabhängig zu sein.

    Ich bin fest davon überzeugt, ihn hier nur bis zum Ende seiner Ausbildung zu beherbergen. Ich weiß , dass ich mich sonst zugrunde richte.

    Warum muss das alles so schwer sein? Warum hat er nicht die Einsicht sich Hilfe zu holen? Ich weiß er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Ich weiß es und dennoch versuche ich ihn zu beeinflussen….. Es ist wirklich so schwer…..

    Hallo ich bin Mutter eines 27 jährigen alkoholkranken Sohnes. Er wohnte bislang seit 4 Jahren mit seiner Freundin zusammen, die ihn seit letzter Woche kurzfristig vor die Tür gesetzt hat.

    In seiner Verzweiflung hat er sich an mich gewendet, in der Hoffnung dass ich ihm Asyl gebe.

    Das hab ich jetzt auch getan, bin aber doch total verunsichert, ob das der richtige Weg ist. Allerdings hat er sich von allen weiteren Freunden und Familie isoliert und ich bin die einzige zu der er noch Kontakt hat.

    Als Mutter ist es natürlich auch total schwer NEIN zu sagen.

    Bin ich hie richtig um von euren Erfahrungen zu hören?

    Viele Grüße Claudia