Beiträge von Hera

    Überlege, ob es wirklich etwas ändern würde, wenn er nicht heimlich trinkt. Was denkst du, wäre dann anders? Ihm würde es vielleicht damit "besser" gehen. Aber dir? Dann guckst ihm offiziell dabei zu. Ich seh den Sinn darin nicht so ganz.

    Hallo Hera, trinkst du als Langzeitabstinenzler nach wie vor Kinderpunsch auf dem Weihnachtsmarkt? Wird ja hier im Forum als

    nicht empfehlenswert bewertet Ich denke schon, das es triggern kann. Ist somit tatsächlich nicht empfehlenswert. Auch ich muss auf alle

    Fälle vorsichtiger sein.Die Fallen lauern halt überall!

    Hi Bono.

    Ich war dieses Jahr auf keinem Weihnachtsmarkt, hat sich nicht ergeben. Hab aber ein paar Mal woanders Kinderpunsch getrunken und getriggert hat mich da gar nix. Aus solchen Tassen trink ich schliesslich auch täglich meinen Tee. Und der Geruch triggert mich sowieso nicht (Apfel- oder O-Saft) Ich denke es geht eher um den Weihnachtsmarkt, nicht um den Punsch. Vor Allem geht es aber um die Einstellung, die Klarheit. Mir ist klar, dass ich nie wieder Alkohol trinken will. Wenn ich mir in irgendeiner Weise auch nur ein kleines bisschen unsicher wäre, dass mir eine Umgebung oder bestimmte Menschen oder Anlässe nicht gut tun, geh ich einfach nicht hin. Und das Beste ist, dass es mir null ausmacht. Ich seh auch nirgends Fallen, ausser vielleicht bei Lebensmitteln. Alles andere ist eigentlich ziemlich berechenbar.

    Witzig, ich würde mich nach 2,5 abstinenten Jahren noch lange nicht als "Langzeitabstinenzler" bezeichnen. Aber ich bin sehr bemüht, einer zu werden.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir klar machst, dass du absolut nichts dagegen hättest tun können. Nur er allein hätte die Macht gehabt, mit dem Trinken aufzuhören. Mein herzliches Beileid!

    Hera (Alkoholikerin)

    Hallo Koda,

    Danke für Deine Zeilen.

    Natürlich will ich nicht dabeisein wenn sie trinkt oder die ganzen Auswirkungen miterleben.

    Es hilft nur eine klare Grenze und den ganzen Fokus auf mich zu richten. Ich habe mich für mein Leben entschieden.

    Dann herzlichen Glückwunsch!

    Sieh es doch mal so. Du gehst mit dem Gedanken hin, wieder zu gehen, falls es eng wird, bedeutet: RISIKO

    Du schreibst, du schätzt das Risiko ein und minimierst es. Du gehst also mit dem totalen Bewusstsein dorthin, dass es eins ist. Merkst was?

    Soziale Isolation sei Gift, was ist Alkohol für dich? Am Alleinsein stirbst du erstmal nicht.

    Hi Naira, ich hab bei deinem Text auch direkt weitergescrollt. Nicht, weil ich dachte, das ist bestimmt nicht interessant, sondern weil ich lieber über selbsterlebte Dinge lese. Alles andere kann ich nämlich googeln. So Selbsthilfe-Ratgeber, Podcasts, Bücher etc kann man ja empfehlen, aber im diesem Forum hier, stehen hunderte verschiedene Menschen an hundert verschiedenen Punkten in ihrem Leben oder Prozess. Wie man Dinge erlebt, empfindet, gemeistert hat, was einem im Alltag als Co oder Alkoholiker passiert und wie man damit umgeht, sowas interessiert mich (persönlich). Deshalb klick ich manchmal schneller weg oder scrolle dann. Das ist nie was persönliches, nur für mich im Moment nicht relevant. Ich hoffe, das kommt richtig rüber.

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende!

    Ja genau so fühle ich mich auch..als die nervige Person, die grade im Weg steht... und genau das ist so verletzend. Das alles hat doch nichts mit einer Beziehung zu tun, bei der der Eine für den Anderen einsteht und da ist. Das ist alles eher sehr einseitig. Mittlerweile stelle ich mir die Frage ob ein Alkoholkranker überhaupt Liebe empfinden kann oder überhaupt Beziehungsfähig sein kann oder ob man eigentlich nur solange praktisch ist, solange man alles hinnimmt und das Trinken duldet.

    Hi und willkommen.

    Zuerst einmal kann ein Alkoholkranker Liebe empfinden. Aber der Alkohol steht an erster Stelle. Und wenn er nicht von sich zu aufhören möchte zu trinken, wird das nichts. Sobald Abstinenz an eine Bedingung oder eine andere Person geknüpft wird, hat das nichts mehr mit eigenem Willen zu tun. Und der Alkoholiker lässt sich zudem ein Hintertürchen auf.

    LG, Hera

    Ich hätte gern ein Herz gegeben, aber finde es echt schade und bedenklich, dass du nach über einem Jahr noch immer so intensive Cravings hast. Was tust du denn dann dagegen? Kannst du ein Muster erkennen?

    Liebe Grüße

    Ich bin da total bei dir. Du musst dir deine Zone schaffen. Bei mir wäre es auch verheerend, wenn meine Krankheit publik werden würde. Es gibt auch einfach unberechenbare und geschwätzige Menschen, denen muss man gar nix auf die Nase binden. Ich hab anfangs auch das alkoholfreie Jahr als Erklärung benutzt und inzwischen fragt mich keiner mehr bzw wissen alle, dass ich keinen Alk mehr trinke, weil er mir null gefehlt hat.