Hallo Ihr Lieben,
es ist Sonntagfrüh, ich habe die Nacht nicht in unserem gemeinsamen Bett verbracht, weil er betrunken nach Hause kam…
Ich lese hier im Forum jetzt ein bisschen, das hilft vielleicht.
Ich habe mir vorgenommen nichts mehr zu sagen, nicht unnötig zu streiten - aber nichts sagen heißt ja nicht, dass man mir meine Stimmung (desillusioniert trifft es gerade wohl am besten) nicht anmerkt… Das ist das größte Problem für mich: MEINE emotionale Reaktion, das es MICH fertig macht….



Ich war ja eine Weile nicht mehr hier, aber ich habe einiges getan in der Zwischenzeit:
- Ein paar Personen eingeweiht, um weniger mit mir alleine auszumachen und gute Gespräche geführt: sein bester Freund, zwei alte Freundinnen von mir (davon hat eine ebenfalls einen alkholabhängigen Partner)
- Alle meine relevanten Unterlagen geordnet und vorallem digitalisiert (Versicherungen, Zeugnisse, Ausweise). Alles von meinem alten Rechner auf meinem neuen Ipad bzw Online verfügbar gemacht –> damit ich alles sofort parat habe, um zu gehen.
- Recherchiert, was es für mich finanziell und versicherungstechnisch bedeutet, wenn ich von Österreich nach Deutschland zurückgehe, was ich tun muss.
- Geld, das ich noch bekomme, zur Seite geschafft.
- Mir grob überlegt, wie ich die Trennung machen würde (wer hilft am Tag x mir, wer ist für ihn da)
….
Und das hat mich ganz schön mitgenommen. Es hat mich auch erkennen lassen, dass ich mich noch nicht trennen will, dass ich weiterhin hoffe einen Weg zu finden damit zurechtzukommen, ihn machen zu lassen, mich nicht aufzureiben.
Ob ich das kann?
Sieht momentan nicht so aus. Ich bezweifle, dass ich das kann.
Sein Trinken gestern Abend trifft mich auch deshalb wieder mal so doll, weil ich etwa 10 Tage Ruhe hatte. Er hat nämlich weder gegessen noch Kaffee oder Alkohol getrunken, weil er Magenbluten hatte. Schlimme Sache, er wäre als 3-jähriger fast an einem Magendurchbruch gestorben und hat daher immer mal wieder Magengeschwüre.
Wie dem auch sei, er hat kurz durchgehalten, aber seit Mittwoch geht es schon wieder langsam los, gestern volle Pulle. Er hängt schon wieder voll drin. DAS ist schlimm für mich. Seine Sucht, seine Abhängigkeit so vor Augen geführt zu bekommen. Zu realisieren, dass es so ist - ob Kopfsache oder nicht - er entscheidet sich wieder fürs Bier 😨
Puh, jetzt ist es raus. Eigentlich wollte ich ja nur lesen.
Egal.
Tut gut.
Macht es leider aber auch noch „realistischer“, wenn Ihr versteht, was ich meine.