Beiträge von Bolle

    Hallo Carl Friedrich

    Im allgemeinen ist ,so mein Empfinden,der Begriff Alkoliker sehr negativ besetzt.

    Willensschwach,unzuverlässig, unter der Brücke hausend und einiges mehr.also insgesamt abwertend.

    Mit dem trocken davor hört sich das doch ein wenig anders an.

    Ich hab das schon ein paarmal ausprobiert und den gegenüber genau angeschaut bei der Aussage:ich bin Alkoholiker. Steinernes Gesicht, eher ablehnend.

    Beim trockenen Alkoholiker konnte ich beobachten das ein fragender Ausdruck dabei mitspielte und auch gleich mal nachgefragt wurde.eher mit einem ahaeffekt.

    Das Schubladendenken der meisten verortet einen alki eben dorthin ins absolut negative. Einen trocken eher in eine andere Schublade.

    So zumindest versuche ich mir das vorzustellen. Obs letztlich stimmt weiß ich auch nicht.

    Ich mache das so,aber lange nicht bei jedem.

    Grüße

    Bolle

    Hallo Mexico

    bin beim stöbern im Forum auf deinen Beitrag gestoßen

    Hier ist noch einer :lol:

    trocken seit 1.1.14(letzte Entgiftung von sehr vielen vorher)

    Und zum Thema Alkoholiker sag ich,wenns denn jemand wissen will:ich bin trockener Alkoholiker.

    hört sich für mich besser an und ist nicht so sehr mit der Denke vieler Zeigenossen verbunden.

    LG

    Bolle

    Hallo Erna

    Halte durch.Sprich mit ihm und sage:Heute kriegst du mich nicht und jetzt schleich dich.

    Zieh die Schuhe an und geh raus,power dich ein wenig aus,am besten im Grünen.

    Und morgen ist es schon etwas besser

    :thumbup:Drück dir beide Daumen

    Lg

    Bolle

    Hallo

    Ein Ereigniss in dieser woche möchte ich mit euch teilen.

    Anfang der Woche war ich einkaufen.ruck zuck und gezielt wie immer.Und noch schnell Mundwasser.

    Das billige :wink: ohne genau zu kucken,denn mittlerweile kenn ich die Dinge die Alk enthalten und nicht in Frage Kommen.

    Vor der ersten Anwendung hab ich dran gerochen,nix,der Geschmack war auch nicht verdächtig.Bin in Bezug auf Alkohol

    sehr sensibel geworden inzwischen.

    Nach dem zweiten Gebrauch fiel mir auch nichts auf,ausser der sehr scharfe Minzgeschmack.

    dann hab ich mal die Brille genommen und genau gelesen :roll: ohh.War also doch drin.

    Auf dem nachfolgenden Spaziergang mit meinem Hund,wo ich so ganz allein im wald unterwegs bin und dort auch gut und sortiert

    nachdenken kann,hab ich das Thema nochmal kurz durchgekaut.

    Bin ich zu übervorsichtig oder spinn ich? man schmeckt nichts man riecht nichts also...=alte Denkmuster.

    Ich habs gelesen und das war entscheidend.

    Also Handy raus und neues bestellen.

    Hab mir danach noch überlegt wie heimtückisch und hinterhältig mein Unterbewusstsein manchmal agiert.

    Unter dem Radar laufen dann Dinge ab die man nicht beeinflussen kann.Auch mit noch so starkem Willen nicht.

    Ob man es nun Suchtgedächtnis,Belohnungszentum oder wie auch immer nennen mag.

    Es läuft verdeckt ab und kommt irgendwann hoch.

    Deshalb bin ich froh diesmal einen Grünen Haken an diese Geschichte gemacht zu haben.

    Schönen Sonntag noch euch allen.

    LG

    bolle

    Hallo Hartmut

    Das Forum ist meine einzigste Gruppe

    Hatte bevor ich mich anmeldete leichte Bedenken ob ich nicht dem Alkohol Zuviel Raum geben könnte. War ja lange allein unterwegs und auch jeglichen gedanklichen Kontakt zum alk möglichst kurz und knapp gehalten.das hat gut funktioniert, denn es gibt praktisch nur Argumente dagegen.

    Meine letzte Gruppe war nicht schlecht, aber sehr oft ermüdend und langatmig und langweilig. Deshalb dachte ich mir es wäre an der Zeit auch mal ein Stück alleine zu gehen.und auch ein kleiner Teil Faulheit und Bequemlichkeit ;)

    Nun bin ich schon ein paar Wochen hier und es gefällt mir ganz gut,also nicht belastend.klar denk ich mir manchmal meinen Teil und oft zuckts einen Kommentar abzugeben, aber in der Ruhe liegt die Kraft.

    Und geradegerückt wirds dann von euch.

    Beim Mitlesen denk ich oft an mich zurück und viele Gedanken und Situationen hatte ich auch schon.

    Da bin ich dann froh,das es mir heute gut geht.LG

    Bolle

    Hallo Linde

    Das Gefühl der Zufiedenheit stellte sich erst etwas später ein,weil im hinterkopf immer noch die Angst vor einem Rückfall rumgeisterte.

    In den ersten 2 Jahren etwa ging ich zur Gruppe und anfangs noch zu meinem Therapeuten um auch besser mit meiner Trennung

    zurechtzukommen.

    Für mich eine wichtige Zeit,da ich glaubte das nicht aushalten zu können.

    Jahrelang,wie sich später herausstellte hatte mir meine Ex Hörner aufgesetzt,mit meinem Cousin.

    Gelogen ,betrogen ,geschwört und solche Sachen.Auch in zwischenzeitlichen Trockenzeiten.

    Letzendlich konnte und wollte ich das nicht mehr ertragen und bot ihr an die Koffer zu packen.

    ruckzuck war sie weg und ich allein.

    Danach fiel ich in ein sehr tiefes Loch,denn wir waren gut 30 Jahre zusammen und solch eine Sache hätte ich ihr nie

    zugetraut,ebensowenig meinem Verwandten.

    Allein.bis auf einen treuen Freund,der leider schon verstorben ist.Er besuchte mich regelmäßig und tröstete mich.

    und der Alkohol auch,dachte ich.es wurde durch die Sauferei noch schlimmer und ich heulte nur noch.

    es schmerzt auch heute noch,doch nicht mehr so sehr und heftig.Diese Narben werde ich behalten.

    Mit zunehmender Trockenheit beginnt man anders zu denken,Gottseidank.

    Den Gelassenheitsspruch habe ich mir 3 mal täglich aufgesagt.einige Monate lang.jetzt sitzt er :lol:

    und hilft in manchen Situationen ungeheuer viel.

    falls ich mich mal wieder im Kreis drehe oder unentschlossen bin,brauch ich ihn nicht mehr aufsagen.er ist einfach da.

    soweit mal heute

    LG

    bolle

    Linde66

    Aha habs gefunden :lol:

    hab mich in meinem Thread länger nicht mehr gemeldet, sondern eher bei anderen meine Meinung geäußert.

    Ein Tagebuch möchte ich hier nicht führen, da es ein Buch werden würde, also viel zu lang.

    Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

    Meine erste Entgiftung war 1983

    Meine letzte 2013/14 an Silvester bzw Neujahr. Lässt sich gut merken :lol:

    Seitdem trocken,seit einigen Jahren zufrieden trocken.

    Lg

    Bolle

    Hallo Zwan

    Ich habe da eine etwas andere Sicht .

    solche "Übungen" mache ich nicht,weil es mir damit nicht besonders gut geht.

    Außer gewisse Situationen sind wirklich unvermeidbar.

    Solche Versuche bringen auch eine stabile Abstinenz unter Umständen ins wackeln,muss ja nicht sein.

    Auch heute noch halte ich den Alk nicht erstmal auf Distanz,sondern immer.

    und gefährliche Situationen vermeide ich grundsätzlich.

    Du bist schon längere Zeit trocken :thumbup: setze das nicht aufs Spiel.

    LG

    Bolle

    Hallo Carl Friedrich,

    danke dir für deine Antwort.

    Der Vergleich mit einer Software die nicht deinstalliert werden, sondern nur überschrieben werden kann finde ich echt super. Die Lösung heißt für mich dann, mich mehr und mehr früheren Situation aussetzen nur eben ohne Alkohol, sodass nach und nach die Verknüpfungen erneuert werden und die Software überschrieben wird :)

    Hallo Hartmut

    da habe ich mich im Datum geirrt,ok.

    Bin ja auch noch neu hier.Beim lesen der co-Beiträge fallen mir sehr viele Parallelen zu meiner Co ein.

    hatte etwa 30 jahre eine um mich,seit 10 Jahren ohne :thumbup:

    verhaltensänderungen sind meiner Meinung nach sehr schwierig und brauchen sehr lange.Bei mir wars halt so.

    MaBee hat meiner meinung nach den richtigen Weg gewählt und ist dabei sich zu lösen.so siehts zumindest aus.

    Der weg wurde also begonnen.Damit sie besser weitergehen kann wollte ich ihr Mut machen.

    Das sie diese Rückfälle in alte Verhaltensmuster plant glaube ich nicht.

    wichtig wäre Fehler zuzugeben und konseqent weiterzumachen.sieht manchmal auch nicht so aus.

    Ich hätte mir damals von meiner Frau gewünscht sie hätte mir ein ultimatum vor den Latz geknallt.

    Möglicherweise hätte ich den Absprung früher geschafft.aber auch nur vielleicht.

    seit meine co weg ist begann für mich mein neuer trockener Weg.

    Gruß

    bolle

    hallo mabee

    Du bist erst 3 Wochen hier im Forum,wenn ich das richtig sehe.

    Du bist auf dem richtigen Weg, aber manchmal geht's 2 Schritte vor und einen zurück. Hab Geduld und gehe weiter. Übernimm die Verantwortung nur für dich allein.

    Kannst ja zurückrudern und nicht mehr

    den Helfer spielen.dabei kommst du eh nicht auf einen grünen Zweig.

    Rückfälle passieren, auch bei co-abhängigen.kein Grund aufzugeben!

    Weiter gehen auf deinem Weg für dich.

    Lg

    Bolle

    Hallo Hartmut

    du hast Recht,aber ich wollte nicht so weit ausholen.

    Wenn die Tür auffliegt,um mal bei diesem Bild zu bleiben hat das immer einen Grund.

    Meist sind es Gedanken die sich einschleichen oder Nachlässigkeiten in der Aufmerksamkeit seiner Krankheit gegenüber.

    zb ein neidvoller Blick auf die Feiernden,oder ein Verharren vor dem Alkregal.

    Kleine unterschätzte Begebenheiten.

    Mit fataler Wirkung.

    Bei der Aufarbeitung von Rückfällen mit dem Therapeuten wurde mir erst klar,wo sie beginnen.

    Im Kopf,oft wochenlang bevor es knallt.

    LG

    Bolle

    Hallo achelias

    Das Suchtgedächtnis ist ein Teil von uns und nicht zu löschen oder zu überschreiben.

    Es ist da.

    Auch nach jahrelanger Trockenheit fliegt manchmal die Tür,hinter der wir es eingesperrt haben wieder auf.

    Urplötzlich ,ohne erkennbaren Grund.

    Für solche Momente sollte man einen Plan haben.Raus aus der Situation und ablenken und zwar unmittelbar und direkt.

    Und hinterher durchatmen und sich fragen:was war das denn jetzt.

    Das war die alte Festplatte die sich wieder gedreht hat.

    im Laufe der Zeit wird das immer weniger,kommt aber schon mal vor.

    Liebe Grüße

    bolle

    Hau dir ein Steak in die Pfanne :lol: oder bestell dir dein lieblingsgericht und geh es abholen(nicht an der Tanke vorbei)

    das vegane kann heute mal ausfallen.

    oberste Priorität hat nun das du über den Druck hinwegkommst,egal wie(ausser das eine natürlich)