Beiträge von Lotsch

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Slyvinchen,


    Schön das du da bist, auch wenn die Umstände weniger toll sind.


    Ich habe meinen Mann vor 10 Monaten verlassen und für mich war es das beste, was seit langem in meinem Leben passiert ist.

    Ich bin 32 Jahre, zweifach Mama und meine Kinder sind 7 und 3 Jahre jung.

    Ich bin froh das ich es vor 10 Monaten endlich aussprechen konnte, kann dich aber sehr gut verstehen, das du dich nicht traust. Zu groß war bei mir auch immer wieder die Angst, dies auszusprechen. Doch dann kam Tag x, an dem ich ihm sagen konnte, das zu viel durch den Konsum zerstört worden ist und ich das so nicht mehr möchte.

    Danach war ich ebenso auch von mir überrascht, das ich ihm dies so sagen konnte.


    Der Zeitpunkt war auch mehr als ungünstig, aber wann ist für sowas schon der richtige Zeitpunkt dafür. Ob Alkohol oder nicht, Trennungen sind ja meistens nicht schön. Mein Sohn hatte eine Woche später seine Einschulung, mein Mann Griff direkt wieder zur Flasche. Meine Kinder und ich haben das beste draus gemacht, aus all den aussichtslosen Situationen die es gab und auch noch derzeit gibt. Ich hab nie dran geglaubt, aber es geht weiter und auch wenn man noch so verzweifelt ist, es geht weiter.

    Und wenn du nicht auf ihn angewiesen bist, das ist doch auch eine gute Ausgangssituation.


    Mit einem alkoholkranken Mann, Borderliner, Narzisst und EssBrechSucht, hatte ich auch immer sehr viel Angst. Aber den Tag nicht mehr.

    Es hat einfach gereicht und das Maß war voll. Zerstöre nicht dein Leben, um ihn zu retten. Und nach deinem Text denke ich, bist du vielleicht auch nicht mehr weit davon entfernt.


    Ich freue mich über den Austausch und wünsche dir weiterhin viel Kraft.


    Liebe Grüße Lisa

    Guten Morgen Kati,


    man kann nur mutmaßen, das das Bier nicht nur das ist, was du mitbekommst. Mein Noch-Mann hat täglich mindestens 1-2 Wodka-Flaschen getrunken und es ist so, das ich heute, obwohl er schon fast seit einem Jahr ausgezogen ist, noch Flaschen im Haus finde. Verstecke, wo ich so nie drauf gekommen wäre, dann ist es eher Zufall, wenn mir wieder welche in die Hände fallen.

    Es ist dann nochmal ein Schlag ins Gesicht für mich, aber andererseits weiß ich dann auch wieder, für mich genau das richtige getan zu haben.


    Und die Wahrnehmungen die man hat, die stimmen. Ich hab auch immer oft mit einem schlechten Gewissen zu kämpfen gehabt, hab gedacht, wie kann ich ihm das schon wieder unterstellen.

    Ich war so fixiert darauf, unterbewusst, das ich keine Nacht mehr fest schlafen konnte. Ich habe jede kleinste Bewegung von ihm gehört und den Gang nach unten, wenn er den Schlüssel im Schloss umdreht, um raus zu gehen zum trinken. Er hat immer heimlich getrunken.


    Denk an dich und die Kinder. ?( meine Jungs haben auch viel zu viel miterlebt und legen manche Verhaltensauffälligkeiten an den Tag, das ich auf jeden Fall

    auch für sie psychologische Hilfe suchen werde. Sowie für mich auch.


    Viele Grüße und weiterhin viel Kraft. Lisa

    Guten Morgen Kati,


    Vier Flaschen Bier a 0,5 Liter, das sind pro Tag 2 Liter Bier und die Menge an Flüssigkeit, die ein Mensch an Wasser täglich zu sich nehmen soll. Du machst dir nichts vor liebe Kati.


    Es tut mir so leid das so zu lesen, ich kann dich so gut verstehen. Man hofft und hofft. Aber es ist eine Spirale, aus der du nicht heraus kommen wirst, wenn du ihn nicht fallen lässt. Er sieht scheinbar absolut kein Problem dadrin. Du kannst ihm nicht helfen. Ich habe es jahrelang auch geglaubt und alles dafür gegeben. Und heute bin ich selbst psychisch von ihm kaputt und verzweifelt.


    Er wird es nicht raus schaffen, so lange er nicht Mal das Problem erkennt.

    Das ist leider die bittere Wahrheit, die ich auch nie hören wollte :(

    Ich glaube das ist unterschiedlich, manche bieten so eine Stunde auch kostenfrei an, aber das variiert sicher von Anwalt zu Anwalt.


    Ich bin erst nach der Trennung zu einem Anwalt gegangen, ich wollte den Unterhalt der den Kindern zusteht, korrekt ausrechnen lassen. Auch so, dass er nicht nachher meint, ich würde ihn abzocken.

    Nun läuft bei uns alles über den Anwalt, anders geht es nicht mehr.

    Ich habe zusätzlich nach der Trennung noch Kinderzuschlag beantragt. Es gibt Hilfen.

    Guten Morgen Kati,

    Ich denke es kann sicher nicht schaden, wenn man die Trennung vorbereitet, wenn du dir (falls du es nicht schon hast) ein eigenes Konto anlegst, überlegst welche Schritte schon vorgenommen werden können oder welche du dann erledigen musst, wenn du die Trennung ausgesprochen hast.

    Bei mir war es so, das ich eine Woche bevor ich es ausgesprochen habe, gemerkt habe, "was mache ich hier eigentlich?".... Ich habe Umarmungen meines Mannes zum Beispiel nicht mehr ertragen können. Zu viel ist über die Jahre einfach vorgefallen und zerstört worden.

    Er hat mich dann Ende August angesprochen und gesagt, wir müssen reden. Ich wusste was kommt. Er fragte mich, ob ich ihn noch liebe.

    Darauf konnte ich dann, Gott sei Dank, endlich das sagen, was ich schon lange wusste aber nicht wahr haben wollte. Ich sagte, er sei mir nicht egal aber ich liebe ihn nicht mehr so, wie es in einer Ehe sein sollte. Zu viel ist durch seien Probleme zerstört worden und ich habe das Gefühl, das ich mein Leben so mit ihm nicht mehr weiterleben möchte.

    Daraufhin ist er natürlich Mal wieder ausgerastet. Es war schrecklich, auch für mich. Ich habe einen Menschen verlassen, von dem ich dachte, er ist der letzte.

    Wir haben auch ein Haus, alles läuft auf uns beide. Nicht gut.... Aber ist so. Ich bin 32 Jahre, mein kleiner ist 3, mein großer Sohn 7 Jahre jung. Ich arbeite 30 Stunden in der Woche.

    Von 8-12 Uhr im Büro. Dann hole ich meine Kinder von der Schule und Kindergarten ab, dann koche ich schnell etwas zu essen und starte dann nochmal von 14-16 Uhr aus dem Homeoffice heraus. Danach werden Hausaufgaben, Haushalt und co erledigt. Es ist anstrengend und ich würde mir auch einiges anders wünschen. Auch für die Kinder. Aber es funktioniert.

    Ich wohne mit unseren Kindern noch im Haus. Es ist aber nach wie vor Streitthema. Ich habe zum Glück das Wochnrecht bis zur Scheidung bekommen. Danach oder bis dahin muss was geschehen und ich weiß auch noch nicht wie das laufen wird. Aber es geht weiter, das habe ich gelernt. Es geht weiter.

    Ich hatte genau so eine Angst davor. Neuanfang, wie, geht das überhaupt?

    Es geht auch wenn es aussichtslos erscheint. Du entwickelst alleine für deine Kinder eine Stärke, die nur eine Mama kann. Auch ich sitze oft da und Weine und habe wieder meine Tiefpunkte, wenn mein Mann mich wieder komplett fertig macht.

    Aber du kannst es schaffen.

    Es ist dein Leben, denk an deine Kinder. Mein großer erzählt mir teilweise schon, das er froh ist, eine etwas glücklichere Mama zu sehen. Auch wenn ich noch lange nicht glücklich bin, weil bei uns halt Terror vom feinsten herrscht.


    Viele Grüße Lisa

    Hallo Kati, ich kann dich auch sehr gut verstehen und es ist auch erschreckend zu lesen, weil man oft das Gefühl hat, da schreibt jemand auch deine Geschichte.

    Mein Mann hat auch immer heimlich getrunken. Ich habe ständig Flaschen in Massen gefunden, dann hieß es natürlich immer, das sind alte. An den unmöglichsten Orten hat er sich versteckt. Sogar im Inneren von gelagerten Autoreifen. Es macht absolut keinen Sinn, meine Meinung heute, einem alkoholkranken Menschen zu helfen. Das sehe ich jetzt so, darauf hin ich etwas stolz, lange Zeit habe ich immer wieder versucht ihm zu helfen und hab ihn seine täglichen Lügen geglaubt.

    Vor 10 Monaten habe ich ihn endlich verlassen können. Er kam gerade aus einer stationären Reha zurück, ich hatte wieder Mal viel Zeit alleine. Vorher auch schon oft, ich war immer schon auf mich gestellt. Das war ich eh schon gewohnt. Aber dieses Mal im letzten Jahr war es anders, auch weil ich selbst bemerkte, das es mir schlecht mit ihm geht und davor habe ich immer mehr Angst bekommen.


    Nach der Reha hat er sofort wieder angefangen zu trinken. Ich lebe zwar gerade immer noch im Terror, und das teilweise noch schlimmer. Aber ich kann nur für mich sprechen, ich bin so unglaublich froh das ich meinen Mann verlassen habe. Es war das beste was passiert ist. Allerdings ist er auch Borderliner und Narzisst, weshalb die derzeitige Situation bei uns, mich verzweifeln lässt.


    Ich kann dich sehr gut verstehen. Aber höre auf dein Bauchgefühl.

    Du verbringst dein Leben lang mit dir, du solltest dir gerecht werden und nicht ihm. Er kann sich selbst nur retten, wenn er es auch wirklich will. Ich habe das acht Jahre mitgemacht. Es ist wie in einer Dauerschleife zu hängen. Diese Hilflosigkeit. Machtlos. Genau zu wissen, er hat wieder getrunken, wie spricht man es an oder lässt man es lieber, damit er nicht ausrastet? Ich kann dir auch so viel berichten, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.


    Ich freue mich sehr über Austausch und stehe gerne bereit zu helfen, da ich den Schritt des Verlassens zumindest schon gewählt habe.


    Fühl dich gedrückt.

    Viele Grüße Lisa

    Guten Morgen, meine Kinder sind 7 und 3 Jahre jung. Mein NochMann und ich haben das gemeinsame Sorgerecht. Ich habe vor Gericht versucht zu erwirken, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. War aber nicht erfolgreich. Allerdings habe ich eine Generalvollmacht bekommen. Das heißt ich kann dennoch ohne ihn entscheiden, er aber nicht ohne mich. Das ist wenigstens ein kleiner Lichtblick. Er hatte das Umgangsrecht eingeklagt, welches ich nie in Frage gestellt hatte. Ich wollte von Anfang an, das die Kinder regelmäßig Kontakt zu ihm haben. Das ist mir wichtig, aber natürlich nur, wenn ich sicher bin, das es ihm auch gut geht. Er selbst ist in der Gerichtsverhandlung nicht erschienen. Es war ja klar. Es wurde beschlossen, das er die Kinder bei uns abzuholen hat, kein anderer, sonst brauche ich die Kinder nicht rausgeben. Dann, wenn ich ein schlechtes Gefühl habe, muss er pusten. Das passt ihm natürlich auch nicht, weshalb es nach dem Beschluss auch wieder Ärger gab. Aber so ist es zumindest alles schriftlich festgehalten und er muss sich dran halten.


    Er manipuliert wo er kann unser ganzes Umfeld, unsere Kinder benutzt er gegen mich. Er schießt ständig gegen mich, erzählt dem Jugendamt Unwahrheiten, stellt mich als Rabenmutter hin. Er beleidigt, macht mich nieder, mischt sich ständig ein.... Und selbst hat er sich direkt nach der Trennung in eine neue Beziehung geworfen, mit einer Frau, die er schon sein Leben lang kennt. Mit der er, parallel zu mir, Kontakt hatte, auch als er in der Reha schon war. Auch lange davor. Er sagte, sie war halt immer für ihn da. Gut zu wissen, dass ich wieder Monate lang für ihn und unsere Familie gekämpft habe, und ihm nichts besseres einfällt, als sei ich nicht für ihn dagewesen. Nachdem er dann ausgezogen war, habe ich unzählige Flaschen gefunden. Es waren bestimmt 4 blaue Säcke. Erschreckend. Erschreckend wie einfallsreich er war, um mich wieder und wieder zu täuschen. Einfach unfassbar.


    Ich besuche dringend Hilfe, das weiß ich auch. Der Zustand in meinem Kopf bereitet mir Angst und dieses Gefühle in mir kann ich nicht richtig beschreiben. Was ich aber weiß, das er mich krank gemacht hat. Und das er mich vernichten möchte, das sagt er mir auch regelmäßig.

    Und als ich jetzt dachte, oh man konnte Mal miteinander sprechen, genügt wieder die kleinste Kleinigkeit, und er rastet aus, schreibt mir SMS, erniedrigend, beleidigend und droht mir immer wieder. Bei der Polizei war ich auch schon. Er musste eine Geldstrafe wegen Bedrohung zahlen, aber er hört nicht auf.


    Es ist schlimm. Ich war nur so lange für ihn gut, wie ich ihm geholfen habe. Er ist krank, das ist richtig. Borderline, Alkohol und Narzisst - würde mir ein Mensch mit diesen Krankheiten nochmal über den Weg laufen, würde ich um mein Leben rennen. Es zerstört einen.

    Und ich möchte das nicht. Ich weiß auch ich muss lernen, seine Meinungen nicht für voll zu nehmen. Das fällt mir Mal leichter und Mal nicht so leicht. Im Moment ist es wieder extrem und ich weine sehr viel und bin nur noch müde.


    Für unsere Kinder war schon immer nur ich in erster Linie da. Er stellt sich jetzt natürlich als super Daddy hin, ist ja total einfach. Bei Papa an jedem zweiten Wochenende gibt es keine Regeln und nichts. Es wird viel unternommen, nicht für die Schule gelernt oder Mal geholfen, rein nichts kommt von ihm zur Unterstützung. Hauptsache Spaß und das ganze Wochenende unterwegs, das die Kinder das so richtig feiern. Den Kindern bin ich absolut nicht böse, die beiden lieben uns beide und möchten am liebsten Mama und Papa zusammen haben. Das kommt absolut nicht mehr in Frage. Und so kommuniziere ich das auch vor meinen Kindern. Ihren Vater mache ich dabei nie schlecht. Der große bekommt das alles schon sehr viel mehr mit. Und hat auch ein Verständnis für einiges entwickelt.

    Aber wenn Papa dann kommt, wickelt er unsere Kinder wieder um den Finger und es wird wieder gegen mich geschossen.


    Liebe Grüße Lisa

    Guten Abend zusammen.

    Mein Name ist Lisa und ich habe mich vor 10 Monaten von meinem alkoholkranken Ehemann getrennt. Nach vielen davor gescheiterten Versuchen, mich von ihm zu lösen, ist es mir dieses Mal und nach 8 Jahren Beziehung, gelungen. Und das ist gut so. Das weiß ich jetzt, aber die Trennung bzw die laufende Scheidung ist alles andere als leicht.


    Wir hatten eine schöne Zeit, aber die schweren Zeiten waren deutlich mehr. Es drehte sich immer alles nur um ihn. Ich habe mich für ihn aufgegeben, aus Liebe, wegen unserer zwei Kinder, weil ich unsere Familie nicht aufgeben wollte. Zuletzt war er 2021 auch wieder Mal auf einer stationären Reha, ich war wieder einmal alleine. Alleine in unserem Haus, alleine mit unseren Kindern, alleine mit meinem Job, mit meinen Gedanken. Mit allem. Und ich habe im letzten Jahr gemerkt, das ich ohne ihn besser dran bin und es mir ohne ihn besser geht. Er hat sich immer nicht helfen lassen wollen. Er hat seine Therapien quasi nur gemacht, damit ich zufrieden bin.

    In der letzten Therapie kam die Diagnose Borderline dann noch dazu. Außerdem bin ich davon überzeugt, das er ein Narzisst ist. Denn seit der Trennung übt er heftigste narzisstische Züge gegen mich. Sowas habe ich noch nie erlebt und es prägt mich weiterhin gesundheitlich, seelisch.... Ich bin fix und fertig, habe mich verloren und bin verzweifelt. Durch unsere Kinder kann ich den Kontakt zu ihm nicht völlig auslassen. Was ich mir am liebsten wünschen würde. Es ist übelste seelische Gewalt, die er mir immer noch antut. Dieses komplette Paket ist die Hölle und das, obwohl ich mich schon lösen konnte.


    Ich freue mich über Austausch mit euch. Ich möchte mich heilen, versuchen wieder zu mir zu finden, versuchen zu lernen, nicht alles an mich herankommen zu lassen...


    Miteinander zu sprechen zur Selbsthilfe.


    Danke, viele Grüße Lisa