Beiträge von Saphira

    Hallo Leo,

    willkommen - schön, dass du hier bist!

    Alles, was du geschrieben hast, hätte auch von mir sein können.

    Ich kann dir nur sagen, hör auf dein Bauchgefühl!

    Es wird von selber nicht besser.

    Was sagt er denn, wenn du ihn darauf ansprichst?

    LG, Saphira

    Liebe Traumgeplatzt,

    ich möchte dir einfach mal eine virtuelle Umarmung schicken.

    Wahrscheinlich war bei deiner Entscheidung zum Auszug auch noch einiges an Hoffnung dabei, dass er davon aufwacht. Die Hoffnung kann verdammt hartnäckig sein. Vielleicht hoffst du noch immer.

    Dass es dich sehr trifft, wenn er sowas macht, kann ich sehr gut verstehen. Ich wünsche dir von Herzen, dass du ganz viel Hilfe bekommst, damit deine Herzschmerzen irgendwann verschwinden und sich dein Herz und dein Leben wieder frei und leicht anfühlen kann.

    Alles Liebe,

    Saphira

    Das macht es einfach so endgültig und es fühlt sich wie eine persönliche Niederlage an.

    Ich unterschreibe jedes Wort! Ich habe auch alles getan um dieses Endgütige hinauszuschieben in der Hoffnung, ich kann es doch noch verhindern. Ich hoffe irgendwie noch immer. Vielleicht hätte ich mehr verhindern können, wenn ich mich früher härter und vehementer gewehrt hätte. So verrückt es klingt - ich war zu lieb und zu mitfühlend und zu ängstlich.

    Auch das Gefühl der persönlichen Niederlage kenne ich zu gut. Ich sehe es auch immer wieder als persönliches Versagen meinerseits. Aber ich habe mir nichts vorzuwerfen. Ich habe alles versucht, ich wollte unbedingt die Familie erhalten. Ich war mir für nichts zu schade.

    Ich hatte eine gedankliche Liste, wen ich im äußersten Notfall noch um Hilfe oder Rat bitten könnte. Jetzt, da es bei mir gerade drunter und drüber geht, und ich diese Menschen um Hilfe frage, fragen sie mich, warum ich mich so gequält habe und nicht früher gekommen bin, mir hätte nichts davon peinlich sein müssen.

    Bitte frag Menschen deines Vertrauens und offizielle Stellen um Hilfe! Auch wenn es verdammt schwer ist, ist es mit Hilfe ein bisschen leichter.♡

    Hallo HannivsNanni,

    schön, dass du hier her gefunden hast.

    Ich bin wie du 2-fach-Mama und Angehörige. Mein Mann ist Trinker und hat auch sonst noch allerhand psych. Probleme. Er ist vor etwas mehr als 1,5 Monaten ausgezogen (ohne den Hauch einer Einsicht) und ich kann dir nur sagen, unsere Kinder würden sich nichts sehnlicher wünschen als einen gesunden Papa. Ohne deine Kinder jemals gesehen zu haben, bin ich sicher, dass es auch ihr tiefster Wunsch ist, dass du gesund wirst.

    Doch du musst es wollen. Den Weg kannst nur du gehen!

    Alles Gute,

    Saphira

    Also dann gehöre ich zu den 5%, ich stamme aus einer Familie, alleinerziehende Mutter mit vier Mädls wo Alkohol keine Rolle spielte. Aber trotzdem wurde meine Schwester nach dem jungen Tod ihres Mannes Alkoholikerin (schon seit 18 Jahren trocken) Wir drei anderen Mädels/Frauen trinken eher selten. Und ich denke nicht, dass mein Mann Alkoholiker war als ich ihn datete. Aber da bin ich mir jetzt auch nicht mehr sicher. Da sein Vater Alkoholiker war.

    Du hattest einen abwesenden Vater. Ein Mann, der trinkt, hat eine bestimmte Geschichte, die ihn zum Trinker werden lässt (im Falle deines Mannes einen alkoholkranken und somit auf gewisse Weise abwesenden, unerreichbaren Vater).

    Dein Mann ist emotional auf eine Weise unerreichbar durch seine Alkoholkrankheit - wie dein Vater, der nicht da war.

    Bei mir waren beide Großväter aus heutiger Sicht Alkoholiker und depressiv und schwer (kriegs-)traumatisiert.

    Meine Eltern mussten als Kinder auf rohen Eiern gehen um ihre Väter nicht zu provozieren. Sie sind dadurch für uns Kinder auf eine gewisse Weise emotional schwer erreichbar gewesen. Mein Vater war/ist der absolute Antialkoholiker, trinkt keinen Schluck. Ist das "gesund" oder nur das andere Extrem?

    Mein Mann ist Alkoholiker und emotional nicht mehr erreichbar, er hatte "keinen" leiblichen Vater und einen Säuferstiefvater. Ich würde sagen, der Kreis schließt sich an dieser Stelle.

    Oder noch nicht ganz - wir haben 2 Söhne, für die der Vater nur bedingt emotional erreichbar ist.

    nein, du spinnst nicht, liebe Traumgeplatzt!

    Es war einfach zu viel.

    Bekommst du von irgendwoher Hilfe? Psychologin, Beratungsstelle, Arzt, Wunderheiler - whatever....wenn nein, sei dir selbst so viel Wert, dass du dich darum bemühst und Hilfe annimmst!

    Es ist sehr schwer, wenn man tief im Loch sitzt sich aufzuraffen. Aber es ist das einzige, das hilft. Es wir niemand auf dem Schimmel daherreiten und uns retten. Wir müssen da selber raus. Aber es gibt Hilfe!

    Ich kann dir von mir sagen (auch von anderen Krisen), dass es hilft auch mal eine Weile im Loch sitzen zu bleiben und anzunehmen, dass es gerade extrem überfordert, weh tut, traurig macht und sch... ist. Es ist wichtig diesen Gefühlen Raum zu geben und danach wieder aufzustehen und etwas für die eigene Genesung zu tun. ♡

    Das Thema "Psychsomatische Krankheiten" interessiert mich. Hat jemand Erfahrungen damit bzw. mag mir sagen, worunter

    Ich bin schlank, immer schlank gewesen. Ich habe nur in den Schwangerschaften zugenommen und danach schnell wieder ab. Ich konnte immer essen, was ich wollte. Ich hatte wie jeder Mensch Gewichtsschwankungen von +/- 1-2 kg.

    Vor gut einem Jahr hat sich das zu ändern begonnen. Ich musste Essen quasi nur noch anschauen und habe schon zugenommen. Zum ersten Mal in meinem Leben (bin 43) hatte ich das Gefühl auf mein Gewicht achten zu müssen. Ich nahm innerhalb weniger Monate fast 10 kg zu. Meine Gynäkologin meinte, es beginnt langsam der Wechsel und es wäre normal, dass es mit dem Gewicht nicht so easy bleibt wie bisher in meinem Leben.

    Ich ließ aber nicht locker und bin draufgekommen, dass meine Nebennieren total erschöpft sind. Kein Wunder! In den Nebennieren werden Stresshormone produziert. Meine Nebennieren mussten mehr als genug produzieren und konnten irgendwann nicht mehr. Das hat zur Gewichtszunahme geführt. Daneben war ich aber auch dauerangespannt, konnte nicht mehr durchschlafen, bin täglich über Monate früh morgens erwacht und war so nervös und konnte nicht mehr einschlafen. Auch tagsüber war ich oft so nervös wie aus dem Nichts. Im Februar habe ich mit einem Nahrungsergänzungsmittel begonnen, das meine Nebennieren stärken sollte. Mittlerweile habe ich wieder mein normales Gewicht (ohne Diät), das ich immer hatte und ich bin innerlich wieder viel ruhiger und stärker. Ich schlafe wieder recht normal, obwohl mein Leben derzeit auf dem Kopf steht.

    Liebe Traumgeplatzt,

    mir geht es genau gleich. Nach und nach fügt sich ein Puzzleteilchen nach dem anderen. Was ich für Depressionen gehalten habe (und auch von der Hausärztin zu bezeichnet wurde), war wahrscheinlich viel mehr die Folge des Alkoholkonsums. Dem Alkohol habe ich viel zu lange viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, weil mein Mann bis auf sehr wenige Ausnahmen immer funktioniert hat. Die Laune war halt eine Katastrophe, aber das habe ich auf die Depression geschoben.

    Im Endeffekt ist es aber egal, was genau es nun ist. Meinem Mann fehlt jegliche Einsicht. Schuld an allem bin ich und er ist fehlerfrei.

    Es tut mir sehr leid, was du und deine Kinder gerade durchmachen müssen.

    Ich bin erst kurz hier und kann dir keinen Rat geben. Ich möchte dich nur wissen lassen, dass du nicht allein mit deiner Geschichte bist. Ich bin in einer ähnlichen Situation. Es ist sehr gut, dass du schnell gehandelt hast. Nimm dir jede Hilfe, die du bekommen kannst.

    Viel Kraft und Durchhaltevermögen!

    LG, Saphira

    Mir geht es ehrlich gesagt nicht gut damit. Ich gehe ihm gegenüber offen mit meinem Verdacht um. Er bestreitet jedoch alles. Greift mich verbal an und schiebt mir die Schuld für alle unsere Probleme in die Schuhe. Auch hab ich den Eindruck, dass er an nichts Freude oder wirkliches Interesse hat. nicht an den Kindern, nicht an Unternehmungen usw.

    Er zeigt überhaupt kein Verständnis dafür, wie es für mich ist mit Wasser gefüllte Flaschen zu finden und sowas

    Liebe Orangeblau,

    diese Zeilen hätten auch von mir sein können.

    Ich würde sagen, gerade dieses So-Tun, als wären deine Sorgen völlig unberechtigt und dir gleichzeitig Vorwerfen, dass du an allem Schuld bist, deutet nicht unbedingt auf einen gesunden Umgang mit Alkohol hin.

    ch überlege ob ich es einfach akzeptieren soll dem Familienfrieden willen...

    Das ist keine gute Idee! Ich bin erst ganz kurz in diesem Forum. Ich habe hier aber

    in dieser kurzen Zeit mehr Infos erhalten als sonst wo (ich habe mich bei verschiedenen Psychologen und Psychotherapeuten informiert und kaum wo habe ich mich so verstanden gefühlt wie hier). Mir sind heute im Rückblick erste Unstimmigkeiten mit dem Alkoholkonsum meines Mannes auch früh aufgefallen. Vielleicht war es damals noch gar nicht problematisch. Vielleicht waren es aber die ersten Vorboten. Insgesamt ist es immer stetig bergab gegangen, durchmischt von Phasen, in denen es ganz gut lief. Ich wollte die Wahrheit bzw Realität nicht sehen. Diese zu sehen und anzunehmen ist unbequem. Zu hoffen ist einfacher. Höre auf dein Bauchgefühl!

    Heute ärgere ich mich über mich selbst, dass ich nicht früher viel härter und mutiger war.

    LG, Saphira

    Wut flammt auf. Warum mutet er das seinem eigenen Kind auch zu. Genau, wie er es erlebt hat. Warum macht er es nicht besser? Waren wir es nicht wert. So viele Fragen im Kopf.

    Liebe traumgeplatzt,

    genau diese Frage stelle ich mir auch? Warum wiederholt er mit seinen Kindern, das was er durchleben musste. Bei uns war es nicht ganz so drastisch wie von dir beschrieben, aber auch mich hat es wahnsinnig ausgelaugt. Ich war nur noch innerlich angespannt, weil ich nie wusste, welche Laune mich als Nächstes erwartet.

    Mir war es am liebsten, wenn wir uns nicht mehr im selben Gebäude aufgehalten haben.

    Wir sind nun seit 6 Wochen räumlich getrennt u auch ich habe schnell gemerkt, wie ich innerlich zur Ruhe komme....und dazwischen sehr traurig und auch wütend bin. Ich vermisse den Mann, mit dem ich jahrelang so glücklich war, aber ich vermisse nicht den, der er in den letzten 2 Jahren war.

    Früher habe ich oft zu mir gesagt, wenn er doch nur ein Arschloch zu mir und den Kindern wäre, dann wäre ich sofort weg. Oder gewalttätig.....Aber diese zwei Gesichter machen es mir sehr schwer ihn AUFZUGEBEN

    Es ist ja gerade dieses Heiß-Kalt, das "die Sucht nach einem Menschen" so richtig befeuert und besonders bindet.

    Das gilt auch bei mir. Wäre mein Mann von Anfang an krank gewesen, hätten wir weder Kinder bekommen noch geheiratet. Wenn ein Partner einmal viele Jahre ganz wunderbar war, ist das schon erheblich schwieriger. Mein Mann war so, wie ich mir immer meinen Lebenspartner gewünscht habe. Man hat sich schließlich einmal "in guten wie in schlechten Zeiten" versprochen.

    Nur unsere Männer wählen in den schlechten Zeiten den Alkohol und viele Ausreden.

    LG, Saphira

    Ja, Jahrzehnte! Es waren zum Glück nicht alles Jahre besch...... Aber dennoch zu viele. Vor allem mit vorschreitendem Alter möchte

    Das denke ich mir auch oft. Wie viel Zeit noch verplempern mit Warten, ohne dass etwas geschieht. Jeder Mensch hat ein Recht glücklich zu sein!