Also dann gehöre ich zu den 5%, ich stamme aus einer Familie, alleinerziehende Mutter mit vier Mädls wo Alkohol keine Rolle spielte. Aber trotzdem wurde meine Schwester nach dem jungen Tod ihres Mannes Alkoholikerin (schon seit 18 Jahren trocken) Wir drei anderen Mädels/Frauen trinken eher selten. Und ich denke nicht, dass mein Mann Alkoholiker war als ich ihn datete. Aber da bin ich mir jetzt auch nicht mehr sicher. Da sein Vater Alkoholiker war.
Du hattest einen abwesenden Vater. Ein Mann, der trinkt, hat eine bestimmte Geschichte, die ihn zum Trinker werden lässt (im Falle deines Mannes einen alkoholkranken und somit auf gewisse Weise abwesenden, unerreichbaren Vater).
Dein Mann ist emotional auf eine Weise unerreichbar durch seine Alkoholkrankheit - wie dein Vater, der nicht da war.
Bei mir waren beide Großväter aus heutiger Sicht Alkoholiker und depressiv und schwer (kriegs-)traumatisiert.
Meine Eltern mussten als Kinder auf rohen Eiern gehen um ihre Väter nicht zu provozieren. Sie sind dadurch für uns Kinder auf eine gewisse Weise emotional schwer erreichbar gewesen. Mein Vater war/ist der absolute Antialkoholiker, trinkt keinen Schluck. Ist das "gesund" oder nur das andere Extrem?
Mein Mann ist Alkoholiker und emotional nicht mehr erreichbar, er hatte "keinen" leiblichen Vater und einen Säuferstiefvater. Ich würde sagen, der Kreis schließt sich an dieser Stelle.
Oder noch nicht ganz - wir haben 2 Söhne, für die der Vater nur bedingt emotional erreichbar ist.