Nova, ich freu mich so für dich, was du in kurzer Zeit geschafft hast - und damit meine ich nicht nur den heutigen Tag!
Ich bin sicher, du wirst Schritt für Schritt in dein neues Leben hineinwachsen!
Komm gut an!
LG, Saphira
Nova, ich freu mich so für dich, was du in kurzer Zeit geschafft hast - und damit meine ich nicht nur den heutigen Tag!
Ich bin sicher, du wirst Schritt für Schritt in dein neues Leben hineinwachsen!
Komm gut an!
LG, Saphira
Hallo Lotta,
mein Noch-Mann bestreitet seinen Alltag auch noch relativ normal, sprich er arbeitet, kümmert sich um die Kinder und macht bestimmt gegenüber Außenstehenden einen ganz smarten Eindruck, obwohl er bereits Jahrzehnte des Alkoholkonsums auf dem Buckel hat. Im Inneren (damit meine ich mir ggü) hat es zum Ende unseres Zusammenseins ganz anders ausgesehen. Da hat er bereits wahnhaft reagiert.
Was der Alkohol über die Jahre IN einem Menschen bereits angerichtet hat und wie weit dieser Mensch noch davon entfernt ist, bis es wirklich kippt, das kann man von außen genauso wenig sehen wie man - zumindest als Laie - nicht ins Innere eines Automotors mit 200.000km schauen kann. Ich glaube, dass der menschliche Körper wahnsinnig viel ertragen kann, aber irgendwann erreicht auch der stärkste Körper seine Grenzen, wenn ihm andauernd ein Gift zugeführt wird.
LG, Saphira
Hallo Mollyfisch,
du hast ja einen richtigen Berg abgetragen in den letzten Tagen. Wenn ich versuche mich in die Vorfälle der letzten Zeit hineinzuversetzen, dann muss es enorm belastend für dich gewesen sein. Doch du gehst trotzdem mutig deinen Weg weiter. Ich hoffe, du kannst nun endlich so zur Ruhe kommen, wie du dir das für dich wünschst.
LG, Saphira
Hallo unuk!
Das ist ja eine heftige Geschichte und ich kann mir einigermaßen vorstellen, wie es dir gehen muss. Kannst du denn überhaupt noch schlafen?
Eines will ich dir ganz dringend sagen: Du bist nicht Schuld an der Alkoholsucht deines Partners! Kein bisschen!! Das reden sehr viele Alkoholiker ihren Partner(inne)n ein und lenken damit wunderbar von sich selbst ab. Er selbst entscheidet sich Tag für Tag das Glas an den Mund zu führen. Lass dir bitte nichts anderes einreden!
Du kannst nichts, wirklich gar nichts an seiner Sucht ändern. Das kann nur er! Und wie aussieht, will er nichts ändern, sondern weitertrinken.
Wie stellst du dir dein zukünftiges Leben vor? Wie lange hältst du an seiner Seite noch durch? Hast du Ideen wie du wieder zu Kräften kommen kannst? An seiner Seite wird das nur sehr schwer möglich sein, wenn er nicht eine 180-Grad-Wendung hinlegt. Das kann ich dir leider aus Erfahrung sagen.
Du findest hier jedenfalls immer jemanden, der zuhört und dich versteht. Fühle dich herzlich willkommen!
LG, Saphira
Hallo Marli,
du wartest vielleicht auf etwas, das so nie eintreffen wird. Als Partnerin eines Trinkers passiert es leicht, dass man vieles schluckt, immer wieder entschuldigt und die Augen verschließt, weil die Veränderung, die nötig wäre, so anstrengend und angsteinflößend ist.
Wie viele Gründe zu gehen hat er dir schon geliefert, die immer wieder im Sande verlaufen sind oder über die wieder das Gras der Hoffnung gewachsen ist?
Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen, obwohl ich mehr als nur einen Grund von meinem Mann geliefert bekommen habe, war alles, was ich dann im Zuge der Trennung tun musste, zunächst einmal völlig gegen mein Gefühl, gegen meinen Wunsch und Willen. Ich musste nur nach meinem Verstand, aber völlig gegen mein Gefühl (Angst, Schmerz, Verzweiflung, Hoffnung, Nichtwahrhabenwollen) handeln.
Ich glaube, es ist ein totaler Wunschtraum, dass irgendwann der Zustand eintritt, indem man mit totaler verstandes- und gefühlsmäßiger Überzeugung geht - es sei denn, man ist ein völlig anderer Typ, aber ich denke, ein solcher Typ wäre gar nicht in "unsere" Lage gekommen.
LG, Saphira
Hallo Puuh!
Den ersten Schritt hast du gemacht und dich hier angemeldet.
Ich kenne die Zukunftsangst nur zu gut. Bei mir war es so, dass sich viele meiner Ängste bisher trotz Trennung als unbegründet herausgestellt haben. Einiges hat sich ganz unkompliziert lösen lassen, nachdem ich wirklich um Hilfe gefragt habe.
Die Zukunftsangst besucht mich immer wieder mal. Sie lässt mich aber auch wachsam sein.
Mir ist auch bewusst geworden, dass ich nicht erst jetzt alleine mit allem bin, sondern dass ich es schon lange war, auch noch als ich dachte, ich wäre noch zu zweit.
Lies dich hier mal durch. Du findest viele Geschichten von Frauen, die es bereits geschafft haben sich ein neues Leben aufzubauen!
LG, Saphira
Hallo Franzi,
ich war in einer ähnlichen Situation wie du jetzt. Ich wusste auch nicht, wie ich mit beschränkten finanziellen Mitteln und mit 2 Kindern den Ausstieg schaffen soll. Aus heutiger Sicht, 7 Monate nach der Trennung, habe ich mir zu wenig zugetraut und als ich musste mehr geschafft, als ich dachte schaffen zu können.
Als ich mich noch gelähmt und gefangen in der Beziehung fühlte, habe ich wie eine Ertrinkende um mich selbst gekämpft. Ich habe mir alles Mögliche zum Thema Persönlichkeitsbildung/Mindset und stundenlang Affirmationen und geführte Meditationen reingezogen. Ich war da sehr konsequent und habe das über eine lange Zeit so praktiziert. Ich habe es tatsächlich geschafft mich zwischendurch unabhängig vom Mann glücklich zu fühlen. Aber kaum war ich wieder einigermaßen auf der Höhe, gab es ganz bald den nächsten heftigen Streit, Gemeinheiten, Beleidigungen und ich konnte von vorne beginnen. Als es dann wirklich zur Trennung kam, konnte ich zunächst nicht mehr auf das, was sich in mir durch die Affirmationen usw. verändert hatte, zugreifen, wohl aber nachdem die erste Zeit überstanden war.
Eines hat sich aber bewahrheitet: ein kranker Fisch (ich) kann nicht in giftigem Wasser (Alkohol/kranke Beziehung) gesund werden.
Ich habe alles versucht MIT meinem Mann wieder auf die gerade, gesunde Bahn zurückzukommen und ihn mitzunehmen. Es hat nur mir selbst geschadet und ihm nicht geholfen. Er macht weiter wie bisher.
LG, Saphira
Hallo liebe Tapfere!
Herzlich willkommen in der SHG - gut, dass du dich angemeldet hast. Du trägst ganz schön schweres Gepäck mit dir herum und du hast durch den Alkohol schon sehr große Verluste erlitten. Das tut mir sehr leid.
Das Wichtigste hast du schon erkannt. Du kannst nichts gegen die Sucht deines Partners machen. Du kannst ihn genauso wenig retten, wie du deine Eltern und Brüder nicht retten konntest. Aber du kannst dich retten und dir selbst ein gutes Leben ohne Angst, Sorge, Stimmungsschwankungen und Abwertungen ermöglichen. "Ich will leben." ist ein sehr kraftvoller Satz.
Dein Partner hat dich gebeten nicht mehr um ihn zu kämpfen. Was bedeutet das für dich?
Komm erst einmal in Ruhe hier an - du wirst viele Geschichten finden, die deiner ähnlich sind. Ich habe mich hier so verstanden gefühlt wie nirgends sonst. Vielleicht wird es dir ja ähnlich ergehen.
LG, Saphira
Es liegt jetzt an ihm, sich zu änderen.
Da liegt der Hund begraben. Ja - er müsste sich ändern. Aber du auch! Deine Co-Abhängigkeit löst sich nicht in Luft auf, nur weil er sich ändert. Es ist leider nicht damit getan, eben keinen Alk mehr für ihn/vor ihm zu verstecken.
Liebe Zoezoe,
ich weiß nicht, ob du dich im Internet schon einmal in anderen Foren umgesehen hast. Ich habe das. Sehr oft wurden die Probleme von Usern durch den Kakao gezogen, User verurteilt und bewertet. Hier ist das anders. Hier werden die Themen und Probleme der Mitglieder sehr ernst genommen, seriös behandelt und der Rat, der hier gegeben wird, ist stets fundiert.
Ich weiß, wie schwer es ist, sich aus einer so vertrackten Beziehungssituation zu lösen. Eine solche Trennung von einem Partner, der so viel Gewalt und Manipulation ausübt, ist mit Sicherheit um einiges schwieriger als eine Trennung von einem psychisch gesunden Menschen. Diese ständigen Manipulationen, Erpressungen und Angstmachereien machen dein Gehirn sehr schnell süchtig nach diesem Menschen und das gilt es zu lösen. Das ist verdammt schwer und meist mit großem Herzschmerz verbunden, ABER es ist machbar! Vielleicht empfindest du das Tempo, zu dem dir hier geraten wird, für dich einfach zu schnell. Viele User hier haben bereits hinter sich gebracht, was dir noch bevorsteht. Hat man so eine Trennung erst einmal hinter sich gebracht, fragt man sich, wieso man sich so lange so viele Illusionen gemacht hat. Mir ging es zumindest so. Dein Mann wird sich voraussichtlich nicht ändern und wenn doch, wäre das ein sehr langer Weg, auf dem vieles, was davor kaputt gegangen ist, repariert werden müsste. Vieles von dem lässt sich nicht mehr reparieren. Wirf mal ein Trinkglas auf den Boden und klebe nachher die Scherben wieder zu einem Glas zusammen. Sieht es danach so einwandfrei aus wie vor dem Bruch?
Was du erlebst, ist alles, nur keine Liebe - weder von ihm zu dir und von dir zu ihm. Es ist Abhängigkeit. Eine so toxische Beziehung kann zu keiner gesunden mehr werden. Wie willst du dich mit einem Gewalttäter jemals wieder auf Augenhöhe treffen? Das ist unmöglich, wenn du nur ein bisschen Achtung vor dir selbst hast.
Ich weiß, wie schwer es ist, einen Traum gehen zu lassen, Illusionen loszulassen. Das Leben hat für dich einfach noch etwas Besseres geplant, als das, was du jetzt hast.
Es gibt auf dieser Welt ganz bestimmt mehr als einen tollen Menschen, der/die dich gerne in seinem /ihren Leben hätte und dich sehr viel besser behandeln wird.
Lass in deinem Tempo los, aber lass los!
Mein Mann war mir gegenüber nie körperlich gewalttätig, wohl aber sehr beleidigend, wenn er betrunken war.
Als mir irgendwann bewusst wurde, dass es so nicht mehr weitergehen kann und ich neben ihm kaputt gehe, konnte ich mich auch nicht von heute auf morgen trennen. Aber ich habe mir zum Beispiel eine Notfallliste in meinem Handy erstellt, für den Fall, dass tatsächlich etwas Schlimmeres passieren würde. Ich habe mir aufgeschrieben, wen ich im Notfall kontaktieren könnte, ich musste beruflich etwas ändern - auch dazu habe ich mir "Ideen" aufgeschrieben. In einer Akutsituation wäre mir nichts davon eingefallen. Vielleicht möchtest auch du dich so vorbereiten.
Abgesehen davon würde ich dir raten die Vergehen deines Mannes mit Datum und Uhrzeit zu protokollieren. Auch das habe ich im letzten halben Jahr gemacht und später meinem Anwalt vorgelegt. Bereite dich vor! Aber lass nicht zu, dass er dich noch einmal schlägt. Bitte ignoriere solche Warnungen wie "Jeden 3. Tag wird in DE eine Frau getötet." nicht!!
Es ist schwer sich aus einer solchen Beziehung zu lösen, aber es gibt einen Ausweg - auch für dich!! Auf dich wartet ein viel besseres Leben, als du jetzt führst.
LG, Saphira
Hallo Nova,
ich finde, du kannst stolz auf dich sein. Klar tut es noch weh, das wird es wohl noch eine Weile, aber die Abstände, in denen du Schmerz erlebst, werden größer und der Schmerz wird mit der Zeit kleiner.
Mir hat das Forum auch sehr geholfen. Ich habe mich nirgends so verstanden gefühlt wie hier und meine Fragen wurden nirgends so klar beantwortet wie hier.
Ich drücke dir fest die Daumen, dass du bald eine nette Wohnung findest....und auch sonst dass es im neuen Jahr für dich stetig bergauf geht!
LG, Saphira
Liebe Zoezoe,
du kannst ihm so viele Flaschen Alk ausleeren oder verstecken, wie du willst - das wird ihn nicht vom Trinken abhalten. Aufhören kann nur er selbst.
Lies dir doch deine Zeilen noch mal durch: du schreibst über einen erwachsenen, volljährigen Mann und du passt auf ihn auf, als wäre er 4!
Du kannst an seiner Sucht nichts ändern!
Ich hoffe für dich sehr, dass du die Ferienwohnung heute bekommst.
Bitte lass dir heute deine Rippen anschauen! Wenn du auch dafür, also seine Körperverletzungen an dir - wie für die versteckten, geleerten Flaschen die Verantwortung für ihn trägst, wird er nie vom Alk loskommen, weil er gar nicht muss.
Lass dir bitte nicht von ihm einreden, du wärst an seiner Trinkerei schuld. Wenn du hier andere Geschichten liest, wirst du feststellen, dass das sehr viele Alkoholiker ihren Angehörigen einreden. Das ist Blödsinn! Er hält dich damit auf Trab und kann in Ruhe weitertrinken.
Ich hatte so gehofft, dass alles gut wird.
Es wird wieder gut, nur halt ein bisschen anders als geplant!
Es ist gut, dass du bereits erste Schritte gesetzt hast!
Ich habe ihn im Stich gelassen, sonst wäre das alles nicht passiert.
Er hat doch wie jeder andere Mensch auch eine Wahl, wie er auf eine ungerechtfertigte Strafe reagiert.
Selbst wenn du ihm damals aus Angst vor der Polizei nicht geholfen hast, hat er nicht das Recht dich zu schlagen! Du hast doch die Strafe für ihn bezahlt - was denn noch?
Du bist NICHT dafür verantwortlich, was er tut oder wie er sich verhält.
Es ist doch nicht normal, dass man einen Menschen, der meinetwegen einen Fehler gemacht hat, dann für den Rest seines Lebens bestraft. Abgesehen davon: was hat "Strafe" in einer Paarbeziehung verloren?
Es ist völlig normal und verständlich, dass du dich gerade so überfordert fühlst. Du musst nicht heute alles geregelt bekommen. Wichtig wäre nur, dass du dich als Erstes in Sicherheit bringst und von dort aus alles andere organisierst.
Hallo Zoezoe,
wenn ich deine Zeilen lese, stockt mir der Atem.
NEIN - es wird nicht mehr, wie es war! Ganz sicher nicht! Das ist völlig ausgeschlossen, nach allem was war. Bitte höre ganz schnell damit auf die Realität zu verdrängen!
Es gibt rein gar nichts, für das du dich bei ihm entschuldigen musst. Was er mit dir getan hat, hat nichts mit dir, wohl aber sehr viel mit ihm zu tun. Es zeigt, wie ER ist, nicht wie DU bist.
Ich verstehe deine Sorge um deinen Hund sehr gut. Vielleicht wäre eine Pflegestelle oder eine Hundepension für den Übergang eine Lösung, bis du eine Wohnung gefunden hast. In der Zwischenzeit wäre dann auch das Frauenhaus eine Option.
Du schreibst, dass du alle wichtigen Dokumente wieder zurück nach Hause gebracht hast. Bitte mache das am besten noch heute rückgängig.
Zögere nicht die Polizei zu rufen - du könntest zumindest ein 14-tägiges Betretungs- und Näherungsverbot erwirken - das würde dir etwas Zeit verschaffen. Bitte geh zum Arzt oder ins KH!
Habe den Mut dich an deine Familie, frühere Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen zu wenden. Ich weiß, es kostet viel Überwindung um Hilfe zu bitten, aber meist wird dieser Mut belohnt. Du musst dich für nichts schämen.
Zoe, mit diesem Mann verbindet dich keine Liebe, sondern eine Traumatisierung.
Ich schaffe es nicht, warum bin ich so schwach?
Wenn ich daran denke, dass ich hier ausziehen muss, wird es mir ganz anders. Es ist ein großes Grundstück, schöne Beete, Pool und alles was mein Herz begehrt.
Doch!! Du schaffst es! Du bist nicht schwach, du brauchst nur gerade sehr sehr viel Kraft. Ein schönes Grundstück mit Pool und Beeten kannst du anderswo wieder haben, wenn du dich von dem hier gelöst und erholt hast. Und nein - dort wo du jetzt bist, hast du nicht alles, was das Herz begehrt. Denn dein Herz wird behandelt, wie ein Stück Sch...!
Zoe, auch wenn du es dir momentan nicht vorstellen kannst, weil sich alles so furchteinflößend anfühlt, es wird dir sehr schnell sehr viel besser gehen, wenn du jetzt ZU DIR und nicht mehr zu ihm hältst und dich in Sicherheit bringst.
Es ist nicht in Ordnung, was dieser Mann mit dir macht und nichts davon ist normal!
LG, Saphira
Nova - wie lange WILLST du noch um ihn weinen?
Vielleicht taucht in dir ja ein Zeitraum auf. In dem gibst du dich dann deinem Kummer voll und ganz hin und danach gehst du weiter!
Ich definiere mich scheinbar nur über meine Beziehungen. Vater, Mutter, Schwester, Stiefvater, Ex-Mann, Tochter, Beste Freundin.
Und jetzt eben er. Ich kenn es ja auch nicht anders. Bin schon mit 16 mit meinem Mann zusammengekommen und habe Jahre gebraucht, um zu kapieren, dass diese Beziehung nix ist. Und tata.. stecke direkt in der nächsten. War halt nie alleine.
Dann ist die derzeitige Krise doch eine wunderbare Chance das jetzt herauszufinden und DICH zu finden!
Hallo Nova,
es ist nicht ungewöhnlich, dass es dir abends besser geht. Depressionen sind z.B. auch meist morgens am schlimmsten.
Vielleicht versuchst du mal dir den Tag in kleine Häppchen einzuteilen - in Zwei-Stunden-Abschnitte oder so - in diesen 2h konzentrierst du dich darauf, dass es dir gut geht oder dass du dich gedanklich mit dir (und weniger mit deinem Ex beschäftigst). Zwei Stunden gut herum zu bringen ist einfacher als den ganzen Tag und du wirst öfter ein Erfolgserlebnis haben. Wenn mal zwei Stunden nicht so gut laufen, dann ist nicht gleich der ganze Tag verloren. Wenn es dir besser geht, können deine Abschnitte 3 oder 4 Stunden umfassen.
Sei dir auch bewusst, dass Gefühle wie die Wellen des Meeres sind...sie bauen sich auf, brechen und gehen dann wieder zurück. Vielleicht hilft dir der Gedanke, wenn es gerade sehr schlimm und unerträglich wird, dass dieses Gefühl wieder verschwinden wird.
Je mehr du dich gegen die schmerzhaften Gefühle wehrst, umso vehementer werden sie sich dir aufdrängen. Wenn es gerade sehr weh tut, behandle dieses Gefühl wie einen Gast, lass es bei dir Platz nehmen, biete ihm eine Tasse Tee an, beschäftige dich eine Weile mit ihm und schicke es dann wieder fort!
Als es mir so schlecht ging, haben mir auch immer wieder Menschen versichert, dass es mir bestimmt wieder gut gehen würde und ich wieder glücklich werde. Ich konnte mir das in dem Zustand einfach nicht vorstellen, obwohl ich natürlich vom Verstand her wusste, dass nichts so bleibt, wie es gerade war. Heute, ein paar Monate später, kann ich dir nur sagen, dass diese Menschen recht hatten. Es geht mir wieder gut, obwohl ich es mir vor ein paar Monaten nicht vorstellen konnte. Nichts ist für immer - auch das nicht!
LG, Saphira
Es herrscht doch überall Fachkräftemangel. Wenn du dich darauf besinnst, hast du auch Arbeit.
Freundschaften - ganz bestimmt!
Ich bin auch sicher, dass du wieder einen Partner findest - einen ganz lieben sogar.
Doch vorher beschäftigst du dich nun eben mal mit dir selbst!
Liebe Nova,
der Tipp mit den negativen Sachen hilft wirklich. Immer wenn ich, nachdem die erste Trauer vorüber war, zu den guten Zeiten abgeschweift bin, habe ich mich hingesetzt und mir alle schlechten Zeiten vor Augen geführt. Das war jedes Mal wie eine kalte Dusche und hat mich wieder zurecht gerückt.
Du bist noch ziemlich am Anfang, es ist noch alles frisch. Lass die Trauer zu. Je mehr Raum du ihr jetzt gibst, umso früher bist du sie los.
Die schönen Zeiten dürfen ja trotzdem existiert haben - sie waren der Grund, warum du mit ihm zusammen warst. Aber die schlechten Zeiten haben die guten mehr getrübt, als die guten Zeiten die schlechten erhellt haben.
Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass du gerade auch deine Freundschaften gekappt hast. So darfst du dich wirklich auf dich besinnen und kannst dich in aller Ruhe damit auseinandersetzen, was dich angetrieben hat in diese Beziehung zu geraten und was es braucht um gestärkt daraus hervorzugehen. Das ist nämlich möglich. Wenn du diese Herausforderung und diese Krise konstruktiv annimmst, kann es dir hinterher besser als je zuvor gehen.
LG, Saphira
Hallo Paula,
herzlich willkommen hier bei uns!
Es ist gut, dass du in Worte gefasst hast, was bei euch zu Hause los ist. Wie es scheint, möchtest du möglicherweise eure Situation so nicht mehr hinnehmen. Nachdem du bereits 3 Jahre ohne deinen Mann gewohnt hast, weißt du bestimmt, dass du nichts an seiner Sucht ändern kannst und er will nicht ausreichend genug daran ändern. Denn er trinkt weiter. Er hat einen langen Atem - genau wie du.
Du hast geschrieben, dass du nach eurer 3 jährigen räumlichen Trennung nicht wahrhaben wollen, dass sich nichts geändert hat. Willst du es denn jetzt wahrhaben?
LG, Saphira