Beiträge von Buggi 1962

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Stefan,

    hier kann ich Linde nur zustimmen. Es gibt kein wischi waschi da muss man schon konsequent sein. Trau dir was zu du schaffst das. Dein Anfang ist prima du machst dir Gedanken und ich habe bei all dem immer versucht das positive zu sehen. Also Kopf hoch und den heutigen Tag schaffen und sich mit was schönen belohnen :).

    Gruß Burkhard

    Hallo mollyfisch,

    Also für mich persönlich ist der Begriff Bier besetzt. Und zwar mit Alkohol ob mit oder ohne. Ich bin jetzt seit über 8 Jahren trocken und da war alkoholfreies Bier für mich nie ein Thema obwohl ich sehr gerne Bier getrunken habe.

    Allein der Geschmack vom alkoholfreien würde mich wieder gedanklich in meine nasse Zeiten zurückkehren lassen

    Und das will ich nicht mehr. Im übrigen gibt es so viele andere schöne alkoholfreie Getränke. Und wenn es 'nur' um

    Um den Geschmack ginge wie einige beim alkoholfreien Bier meinen stelle ich mal die lustige Frage warum gibt es dann überhaupt alkoholisches Bier?

    Aber diese Diskussion ist hier bestimmt schon zigmal geführt worden.

    Gruß Burkhard

    Hallo Siegrid,

    dran bleiben immer Tag für Tag wird schon wirst sehen. War bei mir auch so. Aber es lohnt sich glaub mir es ist gut allein zu entscheiden und nicht ferngesteuert zu sein. Du schaffst das. :thumbup:

    gruss Burkhard

    Hallo Hartmut und Bolle und all die anderen,

    erstmal danke für die freundliche Aufnahme hier :lol:


    Ich möchte mich hier nun etwas genauer vorstellen. Ja es war wie bei so vielen von Euch. Getrunken habe ich schon immer seit meiner Jugendzeit und das unkontrollierte wegmachen ohne Kontrolle. Zu Anfang waren es meist Wochenenden an denen getrunken, Entschuldigung ich sollte bei der Wahrheit bleiben, gesoffen wurde. Spiel ohne Grenzen war nur ein flapsiger Begriff dafür. Über Jahre war ich der typische Quartelssäufer. Gearbeitet bis an den Rand der Erschöpfung. An den Wochenenden dann das Saufen. In der Woche wurde schon alles auf das trinken ausgerichtet. Ich weiß es bis heute wie Termine in Familie von mir weggelogen wurden nur um „frei“ zu haben. Ja und dann waren auch noch persönliche Dingen. Durch Arbeit und Alkohol habe ich es nie geschafft eine Beziehung zu einer lieben netten Frau aufzubauen. Das macht mir bis heute zu schaffen. Und so lebe ich bis heute allein. Das macht das trockensein auch nicht einfacher aber ich schaffe das. Aber Moment ich schweife ab. Ich möchte an dieser Stelle mal einige Jahre überspringen und ins Jahr 2010 gehen. Nach einigen Klinikaufenthalten hauptsächlich wegen Blutdruck wurde bei mir noch eine mittelgradige Depression festgestellt da bin ich zur damaligen Zeit aus allen Wolken gefallen. Damit bin ich bis heute in Behandlung. Medikamentös und gehe auch in regelmäßigen Intervallen zum Arzt. Im Jahr 2010 wurde ich das erste Mal richtig arbeitslos. Also über eine richtig lange Zeit und so nahm meine Alkoholkrankheit richtig Fahrt auf. Es wurde dann schon in der Woche getrunken vor allem Bier. Jeden Tag und dann jede Nacht. Bis zu 20 Flaschen Bier. Das habe ich dann wochenlang so gehandhabt. Einfach vergessen ausblenden ihr kennt das alles. Irgendwann war mir das mit den Bierflaschen zuviel. Es war für mich eher ein logistisches Problem. Mindestens zweimal einkaufen am Tag. Das Flaschengeklapper, die Abgabe, der Gestank, ihr kennt das …Und es geht viel einfacher. Einfach ne Flasche Wodka und ne Flasche Brause und das wars. Ja so gings weiter.


    Ich habe in dieser Zeit viele Menschen enttäuscht hauptsächlich sind hier zu nennen meine Eltern meine Mutti zu der ich eine ganz besondere Beziehung hatte. Aber auch meine 3 Schwestern und deren Partner. Im innern wollte ich mit dem trinken aufhören es muss doch noch mehr geben als nur Supermarkt und zurück. Und so war es auch Anfang 2014 als mich meine Schwester Susanne offen ansprach auf meine Alkoholprobleme die ich ja versucht hatte über Jahre zu kaschieren. Aber versucht es erst garnicht, die euch kennen ich meine wirklich kennen wissen was los ist…Für mich war das wie ein Startschuss ein Signal komisch als wenn ich drauf gewartet hätte. Zudem bot sie mir noch an mich zu Unterstützen in allen Fragen. So macht sie mir ein Termin in der Suchtberatungsstelle. Zu der bin ich dann mit ihr zusammen hin um erstmal eine Bestandsaufnahme zu machen. An dieser Stelle muss ich erwähnen das ich kalt entzogen habe. Aus heutiger Sicht kann ich das keinen empfehlen. Es ist immer gut das zumindestens ambulant begleiten zu lassen. Oh man die Tage werde ich so schnell nicht vergessen. Allerdings habe ich danach relativ schnell meine Hausärztin und Psychiater mit eingebunden. Gleich nachdem ich in der Suchtberatung war hatte ich mich um eine SHG gekümmert. Das hab ich dann schon alleine gemacht. So bin ich dann bei den Guttemplern in Schwerin aufgeschlagen. Oh mann war das für mich das erstmal unangenehm. Aber das erzählen ohne herumzureden jeder versteht einen, man muss nichts erklären. Es tat mir gut endlich mal zu reden. Und Guttempler warum weiss ich nicht hätte auch ne andere SHG sein können. Also für mich persönlich war es die richtige Wahl zumal ich auch meine sozialen Kontakte über Jahre vernachlässigt hatte. Ich kann nur jeden ermutigen. Ich bin seit 2014 in der SHG und gehe bis heute regelmäßig hin.


    Seit diesem Jahr arbeite ich ehrenamtlich im Lotsennetzwerk Mecklenburg Vorpommern als Lotse mit. Hier versuche wir anderen Alkoholikern die frisch aus der Entgiftung kommen zu unterstützen mit Rat und Tat. Mal auf nen Kaffee , mal sprechen am Telefon wenns mal nicht so läuft also Hilfe auf niederschwelliger Ebene. Ich möchte an dieser Stelle auch etwas zurückgeben, helfen, unterstützen einfach dasein. Ich bin nun seit über 8,5 Jahren trocken und ehrlich gesagt ich hätte es mir selbst nicht zugetraut. Ist aber so und nun bin ich auch ein wenig stolz auf mich kann ich auch glaube ich !


    So ich denke es gäbe noch so viel zu sagen, aufzuarbeiten, über Suchtdruck und Strategien zu reden aber vielleicht nächstes mal. Ich kann und möchte jeden der diesen Weg aus der Sucht versucht nur ermutigen es lohnt sich wirklich endlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen und ja es gibt Probleme jede Menge aber sie werden durch Alkohol nicht besser oder gehen weg sie bleiben.


    So bis dann seid lieb gegrüßt ich bin und bleibe einer von Euch Burkhard

    Hallo ich möchte mich kurz vorstellen. Ich heiße Burkhard bin 59 Jahre alt und komme aus dem schönen Schwerin. Ich bin seit 8,5 Jahren trocken und zufrieden damit. ich kann nur jeden ermutigen auch wenn es nicht einfach ist diesen Weg zu gehen. Es lohnt sich enendlich selbstbestimmt jeden Tag zu entscheiden und nicht mehr fremdgesteuert. In diesem Sinne.

    Einer von Euch Burkhard