Beiträge von Lapislazura

    Hallo Thalia,

    erstmal danke.

    Welche Sorgen machst du dir, wenn du sagst, dass du alkoholabhängig geworden bist? Bei den Menschen, die dir wichtig sind?

    Ich bin sehr darauf bedacht, dass meine Großeltern, hauptsächlich meine Oma, so wenig Probleme wie möglich von mir mitbekommt. Ich rauche seit 11 Jahren, meine Großeltern wissen auch, dass ich rauche aber ich habe es bisher immer geschafft, dass sie mich nie rauchen gesehen haben. Ich möchte ihnen nicht weh tun.

    Ich habe wochenlang Luftmaschenketten gehäkelt

    Häkeln kann ich glücklicherweise. Danke für den Tipp, ich glaube ich werde ein neues Projekt beginnen.

    Vielleicht kannst du demnächst ja auch nur deine Oma besuchen und dann gleich wieder zurückfahren?

    Leider wird das nicht so einfach klappen. Da ich keinen Führerschein habe und durch meine Ängste eher schlecht Öffentliche Verkehrsmittel nutzen kann muss ich immer gefahren werden. Über ein Wochenende geht das gut, meine beste Freundin kommt auf ihrem Heimweg am Wochenende bei mir vorbei und nimmt mich immer mit sollte ich mal nach Hause wollen. Aber für einen Tag müsste ich mir dann immer jemanden anderen suchen. Aber vielleicht lässt sich das auch irgendwie anders umsetzen.

    Vielen Dank auf jeden Fall für deine Tipps. Ich wünsche dir auch noch ein schönes Wochenende.

    LG

    Hallo erneut,

    das wichtigste zuerst, ich bin dieses Wochenende nicht nach Hause gefahren. Ich fahre erst nächstes Wochenende dann kann ich mich besser darauf vorbereiten.

    Ich war bei der Suchtberatungsstelle und habe alle Anträge bekommen. Ich bin auch dabei die Sucht- und Sozialanamnese vorzubereiten. Ich habe auch von der Suchtberaterin gesagt bekommen wegen manchen Punkten nochmal bei der Klinik anzurufen.

    Die Suchtverlagerung auf das kaufen habe ich wieder einigermaßen in den Griff bekommen, jetzt esse ich nur wieder mehr aber das ist besser als alles andere.

    LG

    Hallo mal wieder,

    ich hatte ein paar sehr gute Tage und konnte mich noch mehr mit der Klinik auseinandersetzen und weiß jetzt, dass ich definitiv in die Klinik gehen möchte.

    Wie bereits letzte Woche geschrieben habe ich am Mittwoch wieder einen Termin bei meiner Suchtberatungsstelle. Wir werden dann vermutlich die letzten Fragen zu der Klinik klären und den Antrag ausfüllen.

    Die letzte Woche hatte ich extreme Suchtverlagerung. Das kenne ich schon, ich rauche seit 11 Jahren, habe seit Jahren eine Kaufsucht und dank meiner Krankheiten mehrere destruktive Süchte darunter auch der Alkohol. Daher ist das bei mir ein Teufelskreis, höre ich mit dem einen auf oder wird es weniger, wird ein anderes mehr. In den letzten drei Tagen habe ich mal wieder über 100 € in Handyspielen ausgegeben. Ich bin auch mal wieder die ganze Zeit am essen. Das Essen macht mir nichts aus aber das mit den Spielen geht sehr schnell schief. Kennt ihr eine „gute“ Suchtverlagerungen?

    Außerdem fahre ich dieses Wochenende mal wieder nach Hause, ich war das letzt mal im April Zuhause aber meine Oma hat Geburtstag und da möchte ich hingehen. Aber wie es vielleicht in vorherigen Antworten von mir gelesen werden kann, sind bei mir zuhause nicht so tolle Verhältnisse. Meine Mutter weiß erst seit Mai, dass ich Alkoholiker bin und ich weiß nicht wie ich zuhause klar komme. Als ich im April zuhause war habe ich Alkohol getrunken. In meinem familiären Umfeld ist Alkohol ein großes Problem und Thema. Ich habe auch keine Möglichkeit woanders zu schlafen am Wochenende. Wenn ich zum Geburtstag meiner Oma möchte, muss ich bei meinen Eltern schlafen. Und wie es gesundheitlich um meine Oma steht, könnte das leider ihr letzter Geburtstag sein. Ich werde hoffentlich mit beiden Suchtberatern die Zeit haben über das Wochenende sprechen zu können und am Donnerstag mit meiner Psychologin aber die Umsetzung wird schwierig.

    Auch habe ich gerade ziemlichen Stress durch die Ausbildung. Am Freitag ist meine erste Prüfung. Ich habe es noch nicht geschafft zu lernen und habe auch keinen Antrieb dazu.

    Bei mir ist gerade also alles sehr stressig und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Ich habe morgen ein Gespräch mit einer Betreuerin im Internat auch über das Wochenende am Mittwoch sowohl mit dem Suchtberater vom Berufsbildungswerk als auch mit dem, von der Suchtberatungsstelle ein Gespräch und am Donnerstag mit meiner Psychologin aber aus meinen Erfahrungen weiß ich, dass das vermutlich nicht reichen wird und ich trotzdem wieder in ein Loch fallen könnte.

    Ich musste das einfach mal alles rauslassen und vielleicht hat jemand von euch Anregungen für mich wie ich mit irgendetwas davon zurecht kommen kann.

    LG

    Hallo Ely,

    leider nicht. Das ist ein Ziel, vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr. Aber solange ich noch so Instabil bin darf ich nicht aus dem Internat. In Wohngruppen (gibt verschiedene Größen) gibt es weniger Betreuung. Also zum Beispiel ist dort nicht 24/7 ein Mitarbeiter da. Das ist aber im Internat der Fall.

    LG

    Das ist leider normal. Meistens sind es die, die selbst ein Problem damit haben.

    Leider ja, das sind hier zu viele. Klar, hier sind alle entweder psychisch oder physisch krank. Ich denke, dass da die Zahlen von den Alkoholkranken höher ist als bei „gesunden“ Menschen.

    Klar man bekommt hier Hilfe. Natürlich nur wenn ein Mitarbeiter es mitbekommt, dass man zu viel trinkt. Oder wie bei mir, dass man es bei Mitarbeitern hier selber anspricht.

    Entweder man muss also merken, dass man ein Problem hat und Hilfe akzeptieren können oder man muss „dumm“ sein sich erwischen zu lassen (nicht meine Worte).

    Die 7 Monate, die ich trocken war kam ich damit auch gut zurecht nur nachdem ich rückfällig geworden bin ist vieles wieder schwerer geworden.

    LG

    Was gibt es da zu hoffen? Kein Alkohol in der Bude. Fertig.

    Auf Feiern wo getrunken wird, geht man - besonders am Anfang - nicht hin. Auch fertig.

    Ich wohne in einem Internat, pro Stockwerk etwa 30 Auszubildende, da wird es schwer keinen Alkohol hier zu haben. In meinem Zimmer habe ich keinen Alkohol. Es ist erlaubt hier Alkohol zu trinken solange es nichts härteres als Wein ist. Zwar wird offiziell nichts getrunken was ich immer getrunken habe aber trotzdem ist es Alkohol und dagegen kann ich nichts machen.

    Feiern mit Alkohol vermeide ich, solange ich es vorher weiß, dass es Alkohol gibt.

    Danke für deine Tipps wegen meiner Familie und Freunde.

    LG

    Hallo nochmal,

    hier noch danke Marian und Alex für die Tips, ich hoffe, ich kann sie umsetzen.

    Jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen. Ich würde gerne wissen, wie eure Erfahrungen im allgemeinen sind, wie man mit der Familie und Alkohol umgehen kann.

    Also mit meiner Mutter habe ich über mein Alkoholproblem schon im Mai gesprochen, als ich noch trocken war. Vorher wusste sie nichts davon. Sie wusste zwar, dass ich trank und auch mehr als der „Durchschnitt“ aber in meiner Familie war bzw. ist das das „normal“.

    Ich weiß aber nicht wie ich mit Freunden darüber sprechen soll. Keine Freunde vom Berufsbildungswerk sondern von der Zeit davor mit denen ich teilweise noch Kontakt habe. Nach meiner Ausbildung werde ich wieder öfter Kontakt mit ihnen haben. Sie sind „normal“ im Gegensatz zu meinen Freunden im Internat.

    Oder der Rest meiner Familie, mein Vater weiß es sicherlich über meine Mutter aber meine Großeltern, meine Tante und Cousine. Ich habe keinen Regelmäßigen Kontakt mit ihnen, eigentlich mit niemandem aus meiner Familie. Aber sie sind mir wichtig und sie sollten es erfahren ich weiß nur nicht wie.

    Vielleicht kann jemand von euch einen Tipp dazu geben.

    LG

    Durch das Schreiben hier wurde mir mein Problem bereits bewusster als vorher. Ich versuche mir dessen bewusst zu werden. Ich bekomme dabei auch Hilfe von Ärzten und Therapeuten aber das ist nicht genug.

    Danke für deine Direktheit. Das ist mal eine schöne Abwechslung.

    Ich habe das wohl wirklich etwas falsch verstanden, danke für die Aufklärung.

    Ja, das hast du richtig gelesen, am 14.10. habe ich das letzte mal getrunken.

    LG

    Hallo Hartmut,

    ich verstehe was du meinst. Ich denke einerseits, dass ich eine Alkoholabhängigkeit habe, andererseits denke ich es, dass mein Problem nicht so schlimm ist. Rational gesehen weiß ich, dass ich nicht wie früher morgens schon anfangen kann zu trinken und, dass das ein Problem ist.

    Ich weiß also eigentlich bereits, dass ich Alkoholabhängig bin. Nur möchte ich vermutlich nicht wahr haben, dass ich doch so wie viele aus meiner Familie geworden bin. Mein Vater ist Alkoholiker, mein Großvater war Alkoholabhängig, bis er an Leberzirrhose gestorben ist.

    Ich kenne die Symptome hab sie aber an mir nicht gesehen, ich wünschte, dass ich es früher erkannt hätte.

    Da ich mit einem Arzt und zwei Suchtberatern in Kontakt stehe, kenne ich die ersten Schritte.

    Weil ich vor meiner Freischaltung nur hier schreiben kann und ich niemanden habe, mit dem ich wirklich über solche Themen sprechen kann, schreibe ich hier wenn ich in Situation komme, in denen ich früher mehr getrunken habe.

    Ich möchte trocken bleiben. Das ist das einzige außer, dass ich Hilfe brauche, was ich wirklich weiß.

    LG

    Hallo Alex_aufdemweg

    die ganze Zeit geraucht hätte ich vermutlich auch so.

    Die Kälte hilft mir, das habe ich bei einem meiner Klinik Aufenthalten angefangen. Einfach bei Kälte raus gehen, vielleicht ein bisschen spazieren, die kühle Luft einatmen, das hilft mir sehr gut bei jeglichem Druck.

    Ich bin eigentlich nur dort hingegangen um mit meiner besten Freundin Zeit zu verbringen. Ein paar andere Freunde waren auch dort, einfach einen schönen Abend haben ohne irgendwelchen Druck von der Ausbildung (wir sehen uns sonst nur während der Ausbildungszeit).

    Du hast die ersten Einträge von mir vermutlich nicht gelesen, ich habe mehrere Psychische Erkrankungen, darunter eine Angst- bzw. Panikstörung. Ich kann nicht alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und habe selber keinen Führerschein. Deswegen hatte die Möglichkeit jederzeit meine beste Freundin anzusprechen damit sie mich nach Hause fährt.

    LG

    Hallo euch beiden,

    ich wusste am Anfang nicht, dass es Alkohol gibt. Erst als ich schon eine Weile hier war wurde uns gesagt, dass getrunken werden darf. Die Party ist offiziell in einer Gruppe vom Berufsbildungswerk mit einem Betreuer. Deshalb dachte ich, dass es keinen Alkohol gibt, da im Haus auch Alkohol Verbot herrscht (zumindest für harten Alkohol).

    Bisher wurde vor mir noch kein Alkohol getrunken darüber bin ich froh und die meisten wissen auch, dass ich trocken bin und hier ist noch eine trockene Alkoholikerin dabei, die immer mal wieder nach mir schaut. Meine beste Freundin schaut auch immer wieder nach mir.

    Ich bleibe auch weg von dem Hauptpunkt der Party, bleibe also auf der Dachterrasse, da kommen hin und wieder Leute zum rauchen aber hauptsächlich sind alle drinnen. Ich rauche eine nach der anderen und die Kälte hilft gerade sehr gut.

    LG

    Hallo erneut,

    ich bin gerade auf einer Halloween Party, es gibt auch Alkohol. Zurzeit komme ich ganz gut klar und meine beste Freundin fährt mich direkt nach Hause wenn es zu viel für mich wird und ich habe auch Bedarfs Medikamente dabei. Dementsprechend bin ich gut versorgt aber ich will auch nicht mittendrin gehen…

    Ich hoffe, dass ich es schaffe mich zu melden wenn es zu viel wird. Aber ich bin mir nicht sicher. Vor allem nach den letzten Tagen.

    LG