Beiträge von Panama

    Oh Mann, mein herzliches Beileid, das war und ist bestimmt sehr sehr hart für dich, deine Mutter so zu verlieren.

    Es klingt aber trotzdem toll, was du für eine Unterstützung hast, das ist wirklich sehr viel wert.

    Leider hab ich keinen Tipp für dich, wie du das besser schaffen kannst, dich nicht so aus der Bahn werfen zu lassen. Wahrscheinlich hilft nur, den Kontakt auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Aber das ist natürlich auch schwierig, wenn noch so kleine Kinder involviert sind.

    Ich wünsche dir viel Kraft!!

    Puh Marli, das klingt seeeehr anstrengend. Wie alt sind deine Kinder nochmal zurzeit?

    HAst du denn irgendwie Unterstützung durch Familie oder Freunde? Es klingt wirklich sehr heftig, das alles alleine zu stemmen. Gerade Haus und Garten sind ja doch ne zusätzliche Belastung zu der gesamten Verantwortung mit den Kindern. Wie sieht es denn finanziell aus, hast du da vielleicht Möglichkeiten, dir was an Unterstützung/ Erleichterung "einzukaufen"?


    Dazu möchte ich sagen, es gibt richterliche Entscheidungen, dass Sucht und Verwahrlosung kein Grund für eine Zwangsbetreuung sind. Denn das darf man. Jeder darf sich entscheiden, ob er im Elend leben will oder nicht. Von der Rechtslage her.
    Da müssen schwerere Gründe vorliegen, das entscheidet dann aber das Gericht.

    Im Wesentlichen ist es so, dass Dein Vater so leben darf, wie er will,

    Ist das wirklich so? Ich finde das sehr krass. Wie sieht es denn aus, wenn so jemand zur Miete wohnt, die Wohnung völlig verwahrlosen lässt und wahrscheinlich irgendwann die Miete nicht mehr zahlt?

    Dann haben die Vermieter Pech und bleiben uU auf zigtausend Euro Kosten sitzen?

    Ein Gespräch bei einer Suchtberatung kann auf jeden Fall sehr hilfreich sein. Mir hat es jedenfalls sehr gut getan, mal mit jemand unbeteiligten über alles reden zu können. Wirklich hilfreiche praktische Tipps gab es da nicht, wollte ich aber auch nicht, eher mit dem Umfang und der Kommunikation mit den Kindern.


    Mir ist noch nicht ganz klar, was du wirklich willst. Willst du dich endgültig trennen oder erhoffst du dir, dass er sich durch die Trennung ändert und aufhört zu trinken?

    Klingt meiner Meinung nach nicht so, dass man dem Arzt da irgendwelche Vorwürfe machen kann. Wenn dein Mann nichts von Beschwerden sagt, wieso sollte ihn dann quasi gegen seinen Willen untersuchen? Schätze mal, der Arzt ist nicht doof und hat gemerkt, dass du die treibende Kraft bist und dein Mann selbst keine Hilfe will.

    Und es war wie ein Zwang für mich ich bin wie ferngesteuert in den Keller und habe gezählt.

    Und er will eben in Ruhe trinken und hat keine Lust auf Diskussionen und Streit.

    Deswegen lügt er.

    Er kann/ will das Trinken nicht sein lassen und du das Kontrollieren nicht.

    Denkt bei eurem Kampf um eure Männer daran - für euch steht vielleicht euer Mann an erster Stelle. Für sie aber nicht. Da steht der Alkohol an erster Stelle und ist wichtiger als ihr. Und dann kommt lange nichts.

    Das seh ich auch so.

    Dich stört die Unordnung? Dann räum selbst auf.

    Meinen Mann stört die Unordnung bei uns auch. Seinen Kram räumt er weg, den der Kinder nicht. Mit stört, dass er sich nicht genug um die Kinder kümmert. Nicht kümmern ist keine Option, also wer machts? Ich natürlich. Dafür seh ich nicht ein, dass ich dann auch noch so aufräumen soll, wie es dem Herrn passt.

    Richtig, so war das bei uns auch. Solange sie nicht mal einsehen, dass sie ein Problem haben, kannst du gar nichts machen. Außer dich um dich selbst zu kümmern.

    Ich fand das Gespräch bei einer Beratungsstelle auch sehr hilfreich. Aber für mich. Um darüber zu reden. Nicht für Tipps ihn trocken zu bekommen.

    Ich war damals bei der Suchtberatung, die bieten auch Hilfe für Angehörige.
    Es hat so gut getan, da vor Ort alles erzählen zu können.

    Und was das Organisatorische angeht. Schnapp dir doch einfach mal nach und nach eure Ordner/ Unterlagen. Und guck mal, was ihr so für Versicherungen habt. HAbt ihr ein gemeinsames Konto? Hast du eine Vollmacht dafür? Gibt es Rentenzusatzversicherungen? Verschaff dir einfach nach und nach mal einen Überblick.

    Alles Gute für die Op.

    Ich verabrede mich übrigens total gerne zum Frühstücken oder im Eiscafé zum Quatschen, fast sogar lieber als abends zum Essen gehen. Man muss nicht so viel bestellen, wenn man nicht möchte, der Cappuccino schmeckt auswärts viel besser als zuhause und ich komme dann viel früher ins Bett als wenn ich abends ins Restaurant gehe.


    Ich habe schon oft mir vorgenommen weniger zu trinken aber es ist jedes Mal wieder eskaliert

    Alkoholiker sein bedeutet nicht, dass man jeden Tag Alkohol trinkt. Das ist aber die „Definition“ dafür, die viele im Kopf haben.
    Sehr typisch dafür ist aber der Kontrollverlust. Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert oder weniger trinken. Mein Mann konnte nach 2-3 Gläsern Wein nicht mehr aufhören, es eskalierte dann immer, ähnlich wie anscheinend bei dir.