Mir hat das Lesen hier im Forum viel geholfen. Ich habe dadurch erkannt, dass mein Mann nur sich selbst helfen kann, wenn er das wirklich will.
Vom Einsehen, dass es so nicht weitergehen kann bis zur Erkenntnis und danach noch Akzeptanz, dass eine lebenslange Abstinenz der einzige Weg ist für einen Alkoholiker, die Sucht zu stoppen, das ist ein Prozess, den viele nicht schaffen.
Beiträge von Panama
-
-
Sich dir doch Hilfe fiür dich. Wie wäre es mit einer Familienberatungsstelle. Auch zur Schuldenberatung kannst du gehen, vielleicht wäre eine Privatinsolvenz für dich besser als die jetzige Situation?
Und mach doch Termine bei Therapeuten für dich und die Kinder. Egal, wenn es Monste dauert, irgendwas bist du dann aber dran.
Das liest sich absolut schrecklich alles bei dir. Auch für die Kinder. Wie alt sind sie nochmal?
-
Ja, mein Mann hat sehr viel gelogen, als er noch trank. Er stand volltrunken vor mir hat behauptet, er hätte nichts getrunken. Er hat nicht nur mich und die Kinder, sondern auch sich selbst belogen.
-
Das kenne ich, ich hab mir dann vorgemacht, dass es doch nicht so schlimm ist und ich das lieber aushalte als alleine zu sein. Ich hab mir dann eine Liste angelegt mit den schlimmen Tagen und Ereignissen. Und wenn ich das so geballt gelesen habe, wurde mir klar, dass ich so mein Leben nicht mehr weiterleben will. Auch für die Kinder wollte ich das nicht.
-
Geh alleine hin, auf jeden Fall. Du brauchst Hilfe für dich.
Deine Frau ist erwachsen, wenn sie ernsthaft Hilfe sucht, kann sie auch welche bekommen. Und das funktioniert auch nur, wenn sie das von sich aus will. Anscheinend haben Führerscheinverlust und Klinikaufenthalte ja noch nicht ausgereicht.
Es bringt gar nichts, wenn ihr von außen versucht, auf sie einzureden und sie zu Hilfe und Änderungen überreden wollt.
Ich war damals alleine bei der Suchtberatung für mich, und das hat mir wirklich gut getan. Ich habe auch hier im Forum viel gelesen und dadurch verstanden, dass ich nicht und niemand meinem Mann helfen kann, wenn er nicht von alleine einsieht, dass er aufhören muss zu trinken.
-
Hey Sundancer,
du steckst da mit deinen Kindern wirklich in einer sehr miesen Situation. Gut, dass du dich nun um Hilfe für dich kümmerst. Wie sieht das mit den Kindern aus? Die sind ja schon recht groß, sie könnten sicher auch Hilfe brauchen. Frag doch da mal bei deiner Suchtberatung, ob sie auch Angebote für Kinder haben.
Mit deiner Frau reden, wenn sie getrunken hat, bringt nichts, die Energie und den Ärger kannst du dir besser sparen.
Leider kannst du auch nichts tun, nur sie kann was ändern. Wenn sie trinken will, findet sie immer einen Grund zu trinken. Es ist allein ihre Verantwortung.
-
Alkohol ist nicht lebensnotwendig, Essen schon.
Mein Mann ist adipös, schon viele Jahre. Die Kinder und ich sind es nicht. Ich koche nicht ständig mit Sahne, es gibt kaum Aufläufe bei uns oder 5x die Woche Fast Food oder Fertiggerichte. Ich koche viel selbst, mit magerem Fleisch, Gemüse und Salat.Wenn er aber jetzt zB von uns erwarten würde, dass wir komplett auf Fleisch, Eis, Süßigkeiten und am Wochenende auch mal Stuten oder so verzichten würden, dann käme das für mich nicht in Frage. Man muss da irgendwie eine Balance finden.
Du solltest mit deinem Mann besprechen, was du gerne möchtest und wie ihr das umsetzen könnt. Wenn er aber jetzt mehr „ungesundes“ Essen möchte, vielleicht auch als Suchtverlagerung, dann hab vielleicht einfach dabei im Hinterkopf, ob es dir lieber wäre, wenn er wieder trinkt.
-
Tja, dann ist das aber vielleicht eine Sache, die sich bei ihm durch das Trocken werden verändert hat. Solltest du wohl mal mit ihm besprechen.
-
Ich würde erwarten, dass der Partner keine riesigen Mengen an Süßkram einkauft und die vor meiner Nase isst oder 5x die Woche mit Pommes & Currywurst nach Hause kommt, wenn ich auf Diät bin. Ein bisschen Rücksicht kann man schon erwarten. Ansonsten sollte dein Mann schon einkaufen und essen können, worauf er Lust hat.
-
Wie wäre es denn, wenn er geht und sich eine Wohnung sucht?
-
Vielleicht kannst du noch weitere Hilfe von extern suchen. Dein Sohn leidet ja auch darunter.
-
Du verlangst nicht zu viel und du musst ihm auch nicht mehr Zeit geben. Du hast schon viel mitgemacht, mit 2x Entzug und Langzeittherapie.
Er hat Recht, es ist eine Krankheit und er hat keine Schuld, dass er krank geworden ist. Es ist jetzt aber seine Verantwortung, dauerhaft nüchtern und abstinent zu bleiben. Da muss er sich alleine drum kümmern. Und egal, was du tust, sagst oder machst, du hast nichts damit zu tun, ob er trinkt oder nicht. Auch wenn er dir das vorwerfen sollte. Das machen Alkoholiker anscheinend öfter so, dass sie anderen die Schuld geben und Gründe suchen.
Mit ihm reden, wenn er nicht nüchtern ist, bringt eh nichts. Und streiten auch nicht. Wozu auch? Ihr werdet eh zu keinem konstruktiven Ergebnis kommen. Lass ihn trinken, wenn er will und sieh zu, dass du dir was Gutes tust. Das machst du genau richtig.
Lass dich beraten, super dass du deinen Termin bei der Diakonie hast. Such dir alle Hilfe, die du bekommen kannst. Vielleicht gehst du auch zum Anwalt. Und dann überlegst du dir für dich, wie es für dich und die Kinder weitergehen kann und wie du dir dein Leben für dich und die Kinder vorstellst.
-
Trotz allem schleicht sich immer wieder die Frage in meinen Kopf, ob ich egoistisch bin ob es meine Aufgabe ist, da zu😫 sein damit er nicht mehr trinkt. Ich will dieses leben so wie es ist absolut nicht für meine Kinder und mich, doch trotzdem machen mich diese ganzen Gedanken verrückt
Nein, das ist auf gar keinen Fall deine Aufgabe!!
Du hast die Verantwortung für dich und die Kinder. Er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Wenn er trinken will, trinkt er.
Das ist weder deine, noch seine "Schuld". Alkoholismus ist eine gemeine und sehr schwere Krankheit. Es liegt aber in seiner Verantwortung, das einzusehen, sich Hilfe von extern zu suchen, anzunehmen und die Krankheit stoppen zu wollen. Du kannst hier bei den Alkoholikern nachlesen, dass es selbst für diejenigen, die es wirklich einsehen und nur für sich trocken werden wollen, uU schwierig ist und ein langer Weg. Und selbst davon ist dein Mann ja noch weit weit weg.
Wird sich wirklich was ändern oder sind es nur weitere Jahre die ich verschwende und in ständiger Angst lebe und eben mich selbst dabei kaputt mache, da die ganze Situation schon sehr lange wirklich an meiner Psyche nagt..
Und deswegen wird sich bei ihm auch nichts ändern und er wird weitertrinken. Tu dir und den Kindern das nicht weiter an!
Mittlerweile war es schon ein paar mal so, dass wenn ich arbeiten war und er die Kinder hatte, ich auf einmal einen Anruf bekam, dass unser 3 jähriger Sohn alleine draußen ist und ihn niemand rein lässt. Er hat ihn einfach draußen "vergessen" und hat im Haus am Boden geschlafen, wo natürlich auch noch der kleinere Sohn anwesend war.
Also, das hier ist wirklich mit das Schlimmste, was ich hier bislang im Zusammenhang mit Kindern gelesen habe. Das geht wirklich gar nicht. Was für ein Glück, dass den Kids da bisher noch nichts passiert ist!! Schütze dich und deine Kinder! Wenn er selbst nach solchen Aktionen immer noch meint, er hat kein Problem und schafft das alleine, dann nimm bitte wirklich deine Kinder und geh.
Meine größeren Kinder sind 15 und 9 Jahre alt. Die sehen es leider so, dass ich ihnen das zu Hause weg nehmen würde wenn ich gehe. Was mich natürlich zusätzlich belastet weil ich doch für alle nur das Beste möchte 😔
Das macht es natürlich schwerer für dich. Aber mit der Zeit wirst du den beiden sicher klar machen können, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Wichtig ist, dass sie wissen, dass sie keine Schuld an der Situation haben. Sie hätten nichts anders machen können.Es ist aber deine Verantwortung für ein sicheres und gesundes zuhause und Umfeld für deine Kinder zu sorgen.
Auch wenn dir sicher gerade der Kopf schwirrt, deine beiden Großen könnten sicher gut externe Hilfe brauchen, in welcher Form auch immer. Selbsthilfegruppen, Familienberatung, therapeutische Hilfe. Sie haben sicher in den letzten Jahren mehr mitgemacht, als gut für sie ist. Leider dauert es oft lange mit Terminen, deswegen solltest du möglichst bald versuchen, da was zu organisieren.
das wir alles sind was er hat, er kann nicht ohne uns. Ich kann den Kindern nicht die Familie wegnehmen, es wird diesmal zu 100% alles anders usw.
Falsch. Er kann nicht ohne den Alkohol. So lange er das nicht einsieht, wird sich gar nichts ändern. Und er ist derjenige, der die Kinder hochgradig gefährdet hat. Das ist allein seine Verantwortung.
Und deine Verantwortung ist es, ihn loszulassen und ihn allein machen zu lassen. Auch wenn er dann noch tiefer abstürzen sollte. Hilfe durch Nichthilfe kannst du hier auch öfter lesen. Solange du bei ihm bleibst, bleibt alles beim Alten und er hat noch weniger Gründe, etwas zu ändern.
-
Das ist Problem ist ja, dass die Trinkmenge sich mit der Zeit steigern wird. Und eine Flasche Wodka am Tag ist ja schon unfassbar viel. Alkohol ist ein Nervengift und verändert das Wesen eines Menschen immer weiter. Du kannst ja hier mal bei den Angehörigen lesen, was da irgendwann mal auf dich zukommen kann.
Nach sechs Monaten sind die Verstrickungen einer Beziehungen ja noch nicht so tief, überleg dir das wirklich gut, ob du dir das antun willst.
-
hier mal ganz kurz aus der Co Sicht.
Ich finde, dass hier von den Usern ganz schön hart über die Frau und ihr Verhalten geurteilt wird. Topfmann hat geschrieben, dass er seit über 25 Jahren trinkt und es in den 3-4 Jahren richtig schlimm wurde, häufig bis zum totalen Kontrollverlust. Er schrieb, er habe sich häufig schlecht verhalten, auch aggressiv gegenüber anderen und seiner Frau. Ich meine, er schrieb auch, er habe schon mal mehrwöchige Trinkpausen gemacht.
Jetzt ist er seit drei Wochen abstinent und dabei, wirklich vieles zu ändern.
Jetzt kann man aber davon ausgehen, dass seine Frau wirklich mit ihm auch sehr viel mitgemacht hat, da kann ich aus der Co. Ecke auch gut nachvollziehen, dass zwischen den Beiden viel kaputt gegangen ist, sie sehr gelitten hat und sie vielleicht dem Braten auch noch nicht so richtig traut, um das man sprichwörtlich zu beschreiben (damit meine ich seine dauerhafte Abstinzenz).
Was auch immer da zwischen euch los ist, Topfmann, wenn du dich zuhause so unwohl fühlst und da zurzeit nicht willkommen bist, dann versuch doch für dich eine Alternative zu finden, wie du gerade deine Abstinenz am besten festigen kannst. Mit deiner Frau wirst du noch einiges lösen, aufarbeiten und wie auch immer klären müssen, wie das das weiter oder ausgeht, wird wahrscheinlich einige Zeit brauchen.
Dorothea hat das auch gut geschrieben, finde ich.
-
Du erwartest von ihm, dass er sich ändert und sich Hilfe sucht, bist aber selbst nicht bereit, dich zu ändern und Hilfe für dich in Anspruch zu nehmen.
Ich finde du spielst auch die Angriffe auf dich sehr herunter. Es ist nun mal so, wer einmal zugeschlagen hat, wird es auch wieder tun, da die Hemmungen davor gefallen sind. Das gilt im übrigen nicht nur für Alkoholiker . Darüber gibt es sogar entsprechende Studien.
Sehe ich auch so. Außerdem ist er nicht nur ihr gegenüber körperlich gewaltätig geworden, sondern auch gegen andere. Dazu kommen noch diverse Sachbeschädigungen (Spiegel vom Auto abgetreten uvm.).
-
ja, aber die psychotherapeutische Behandlung muss man auch wollen. Man muss eben auch Hilfe wollen, sich Hilfe suchen, die dann annehmen und auch an sich arbeiten. Es kommt keiner nach Hause, streichelt das Händchen und alles ist wieder gut.
-
Du hast schon mehrmals geschrieben, dass dein Sohn lange Kinderserien schaut. Wie lange ist denn für dich „lange“?
-
Letzte Woche habe ich mir dann ein Herz gefasst und habe meinem Mann mit "liebevollem Ernst" mitgeteilt, dass ich seinen Alkoholkonsum nicht länger toleriere, dass ich erwarte, dass er mit dem Trinken aufhört, und dass er im Januar ausziehen muss, wenn er sich bis dahin nicht darum gekümmert, mit dem Trinken aufzuhören. Es ist mir ganz gut gelungen, mich nicht auf seine Beschwichtigungen und Verharmlosungen einzulassen. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass er meine Ansage tatsächlich ernst genommen hat.
Das ist von November. Was ist denn daraus geworden?
-
Ich hoffe, ihr habt einen mega Tag im Freizeitpark und richtig viel Spaß :-). Lenkt dich bestimmt auch gut ab.
Ich wollte dir noch schreiben, dass ich das super toll und stark von dir finde, dass du lange mit deinem Sohn gesprochen hast. Und wie toll, dass er sich dir so öffnen konnte und über seine Ängste und Wünsche gesprochen hat. Ich finde, dass zeugt von einer richtig guten Beziehung zwischen euch beiden.