Beiträge von Panama

    Ich denke, das siehst du falsch. Das Problem ist die psychische Abhängigkeit. Und das ist meiner Meinung nach bei jeder Sucht so.

    Die körperliche Abhängigkeit ist ja nach einem Entzug vorbei. Nach dem Entzug verlangt nicht mehr der Körper nach dem Stoff, sondern der Kopf bzw. das Suchtgedächtnis.

    Du kannst ja auch nur für dich sprechen. Versprechen in seinem Namen würde ich nicht hat, sondern wirklich nur bei dir bleiben. Die Erklärung, dass Papa krank ist und sich nicht helfen lassen will, finde ich gut. Vielleicht kannst du ihnen auch noch erklären, dass die Krankheit nichts mit ihnen zu tun hat, dass sie nicht Schuld sind, dass er trinkt und dass sie nichts machen oder sich anders verhalten können, damit er aufhört.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft. Du bist sehr stark für die Kinder und dich und tust auf jeden Fall das Richtige!

    Jana, mal ein anderer Gedanke - kann es sein, dass er durchgehend volltrunken ist?

    Mein Mann war so, wenn er auf Geschäftsreisen war. Er hat sich dann zuletzt ab dem 2./3. Tag gar nicht mehr gemeldet, weil er durchgehend betrunken war und genau wusste, dass es Theater gibt, wenn er sich meldet. Statt dann auszunüchtern, hat er einfach immer weitergetrunken, um sich den Problemen bloß nicht stellen zu müssen.

    Könnte mir vorstellen, dass es deinem Mann ähnlich geht und er zu betrunken ist, um zu denken, zu sprechen oder ähnliches.

    Einen Anwalt würde ich an deiner Stelle auf jeden Fall kontaktieren bzw. eine Rechtsberatung aufsuchen, damit du dich überhaupt mal informieren/ beraten lassen kannst, wie so der Stand der Dinge im Falle eines Falles wäre.

    Wenn er kein Alkoholproblem und/ oder hätte, dann hätte er sich ja den Führerschein schon längst zurück holen können.

    Solange er nicht einsieht, dass er suchtkrank ist, wird sich für dich und das Kind genau gar nichts verbessern.

    Das ist bestimmt verletzter Stolz und er denkt, er kann dich mit den Drohungen klein kriegen.

    Am besten ist es wirklich, wenn du dich ganz schnell rechtlich und professionell beraten lässt. Ist denn irgendwas bei ihm dokumentiert, hat er mal den Führerschein verloren wegen Alkohol oder so?

    Mach dir eine Liste mit den schlimmsten Dingen, die gelaufen sind. Mir hat das immer wieder geholfen, daran zu denken und zu wissen, so will ich nicht mehr leben. Immer wenn die Hoffnung aufkam oder ich dachte, ach, so schlimm war das doch gar nicht. Doch, war es! Und immer wieder an das Schlimmste zu denken, hilft, nicht wieder einzuknicken.

    Und hier zu lesen hat mir auch sehr geholfen. Die Geschichten von den EKAs, die teils viel Schreckliches mit ihren Eltern erlebt haben. Das wollte ich für meine Kinder nicht. Und für mich auch nicht!

    Und bei mir war es auch manchmal so, er stand betrunken vor mir und hat behauptet, er hätte nichts getrunken. Alle hatten gesehen, wie voll er war. Sogar mein kleiner Sohn sagte, er hat gerochen, dass der Papa Wein getrunken hat.

    für mich ist das schwer zu fassen, da ich nicht weiss oder schwer verstehen kann was da typisch ist. Klingt vielleicht blöd. Das schlechte Gewissen hat er mir immer gemacht. Auch seine Anschuldigungen ich würde ja auch usw.... Ich habe mich wieder gefunden in blöden Diskussion und Rechenschafften die ich abgelegt habe.

    Genau das ist typisch. Die Lügen, die falschen Versprechungen, die Schuldumkehr (also dir und allen anderen die Schuld dafür in die Schuhe schieben, dass er trinkt), dir einreden wollen, dass du alles falsch siehst etc.

    Genau, die psychische Abhängigkeit ist das Problem.

    Der körperliche Entzug ist ja bei jedem nach 2-3 Wochen durch, egal wie hoch die Mengen vorher waren.

    Aber da bei einem Alkoholiker die Schalter im Gehirn kaputt sind, kann er eben danach nicht mehr ab und zu mal ein Glas Wein oder Bier trinken. Die Kontrolle ist unumkehrbar zerstört, da bleib dann nur konsequent abstinent leben oder immer wieder in den Kreislauf geraten, der immer schlimmer wird.

    Durftest du denn keine Süßigkeiten essen oder wie kam es zum heimlichen Essen?

    Wir hatten auch eine frei zugängliche Süßigkeiten Schublade im Wohnzimmer, da bin ich immer dran gegangen, meine Mutter hat nie was dazu gesagt und ich bin auch nicht auf die Idee gekommen, da wieder was nachzukaufen.

    Alkohol stand bei uns auch rum, meine Mutter hat mit ihrem Partner am Wochenende abends schon recht regelmäßig was getrunken, aber nicht übermäßig. Ich wäre aber auch da gar nicht auf die Idee gekommen, das zu probieren?

    Ich hab keine wirkliche Erinnerung daran, wann ich angefangen hab, mal zu probieren, das meiste hat mir eh gar nicht geschmeckt. Mit 16 oder so haben wir uns mit Freunden dann öfter mal an den Wochenenden getroffen, da gab es dann sowas wie Asti, süße Mischgetränke und so, Bier mochte ich eh noch nie.

    Ich bin ja so eine Schlüsselvergesserin... früher als wir noch in der Mietwohnung wohnten, mussten öfter meine Mutter oder mein Mann kommen, um mir die Tür aufzuschließen (obwohl wir einen Ersatz im Garten hatten, aber den hab ich auch oft vergessen, wieder rauszulegen...), einmal musste ich sogar den Schlüsseldienst kommen lassen.

    Aber jetzt haben wir ein Haus und das allerbeste daran ist die Tür mit Finger-Scan :-). Ich kann also nie wieder den Schlüssel vergessen, ich brauche einfach keinen mehr :)