Beiträge von Panama

    Und halte dir bitte immer vor Augen, was das für die Kinder bedeutet.

    Die Mutter weint nur. Oder trinkt.

    Der Vater steht völlig unter Strom.

    Die Eltern streiten.

    Die Eltern wissen nicht miteinander umzugehen.

    Die Atmosphäre ist furchtbar angespannt, die Eltern laufen wie auf rohen Eiern.

    Das ist doch keine sichere und stabile Umgebung, in welcher die Kinder aufwachsen und leben müssen. Sie haben nämlich keine Wahl. Sie müssen das aushalten.

    Genau, in deinem Notfallkoffer sind keine.

    So individuell darf es doch aber sein, dass jeder anderes im Notfallkoffer hat oder ist nur deiner der richtige?

    Warum steht denn hier im Artikel der SHG an erster Stelle des Artikels zum Thema Notfallkoffer, dass man Vertraute hat, die man anrufen kann?

    Warum wird hier immer empfohlen, dass man sich hier melden soll, wenn es einem schlecht geht, weil hier fast immer jemand online ist?

    Scheint ja dann doch eine bewährte Strategie für einige zu sein.

    Ich stimme Twizzler zu. Du machst das richtig. Schritt für Schritt, überstürzen hilft nichts. Leg den Fokus auf dich und die Kinder. Es gibt viel Hilfe, nimm sie in Anspruch. Suchtberatung, etc, das ist bestimmt auch für dich sehr hilfreich.

    Frage mich auch, was das soll.

    Es wird schon einen Sinn haben, wenn das in Kliniken und Ratgebern so empfohlen wird.

    Und bevor jetzt wieder der Hinweis kommt, man hat es schließlich auch alleine nur mithilfe dieser SHG geschafft…

    Hartmut, vielleicht liest du nochmal den Artikel zum Notfallkoffer, der hier in der SHG sehr empfohlen wird? Direkt am Anfang steht…? Rate.

    Stellst den Notfallpass in Frage, verweist aber auf den Notfallkoffer, das ist doch ein Widerspruch in sich. Oder geben jetzt alle, die in ihrem Notfallkoffer Telefonnummern für den Notfall notiert haben, die Verantwortung ab?

    Das Problem ist ja, es hilft im Prinzip keinem, wenn sie sich aktuell zusammen reißt und bemüht.

    Sie will ja gar nicht aufhören zu trinken. Und dauerhaft kontrollieren wird sie ihren Konsum wohl nicht können. Also wird wahrscheinlich nach einer ruhigen Phase eine umso schlimmere Folgen.

    Du musst dir für dich überlegen, wie du weiterleben willst.

    Ich konnte irgendwann das Geräusch, wenn es das Glas abgestellt hat, schon nicht mehr ertragen. Und dann wurde mir auch klar, dass ich so nicht weiterleben kann und will. Dank dieses Forums wusste ich, dass auch alles immer nur noch schlimmer wird. Und so war es auch. Auf kurze, bessere Phasen, folgten umso schlimmere.

    Ich hab mir eine Liste gemacht, mit all den schlimmen Abstürzen und Dingen, die passiert sind. Die hab ich mir immer vor Augen gehalten, wenn ich dachte, ach, vielleicht kannst du das doch aushalten.

    Wie wäre es es denn für dich mit ersten Schritten wie Beratung für Angehörige, Hilfe für deine Kinder. Erstmal kleine Schritte. Damit du aus der Ohnmacht raus ins Handeln kommst. Weiß denn jemand aus deinem Umfeld Bescheid?

    Du reagierst überhaupt nicht über!

    Du reagierst goldrichtig!

    Er hat deine Grenzen mehrfach überschritten, das geht alles gar nicht, wie er sich benimmt.

    Für ihn steht der Alkohol an allererster Stelle, danach kommt lange lange nichts. Da kannst du auch nichts machen, du hast über Keine Chance.

    Schreibe dir eine Liste mit den schlimmsten Abstürzen und Lügen auf. Mach das einige Monate rückwirkend. Du wirst dich erschrecken, was da alles zusammen kommt. Und es wird nur schlimmer werden, sei froh, wenn es vorbei ist und du zur Ruhe kommst.

    Sobald dich Zweifel plagen, schaue dir immer wieder deine Liste an. Fu hast was besseres verdient, als so zu leben! Und nichts davon ist deine Schuld. Er ist krank, aber er wäre in der Verantwortung, sich Hilfe zu suchen. Er ist erwachsen, du musst dich da nicht drum kümmern.

    Denk du nur an dich und such dir Unterstützung.

    Du brauchst dich überhaupt für gar nichts zu schämen. Du musst auch nicht alleine stark sein.

    Du bist schwer krank und hast jedes Recht dazu, dir die Hilfe zu holen, die du brauchst! Das steht dir auch zu!

    Schwere Depressionen sind eine schlimme Krankheit, da braucht man viel und lange Hilfe. Es dauert ja auch sehr lange, bis die Medikamente richtig eingestellt sind und so wirken, wie sie sollen.

    Du hast das genau richtig gemacht. Du bist stark und mutig.

    Denk dran, nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Trau dich, alles auf den Tisch zu legen. Ich wünsche dir viel Kraft und dass du es schaffst, dich auf die Behaarung einzulassen und zu erkennen, wie stark du bist, dass du dir Hilfe suchst.

    Behandlung, nicht Behaarung natürlich ;).

    Ich tippe gerade mit einer Hand. Hab mir die Mittelhand gebrochen und bin gestern operiert worden. Da war ich natürlich auch im KH! Nur, weil man psychische Krankheiten nicht offen sieht wie einen gebrochenen Knochen, hat man nicht weniger Anspruch auf Hilfe!!

    Lass deine Frau das Leergut alleine wegbringen.

    Und sie soll dir mehrere Wasserflaschen mitbringen, die du am besten schon mal im Auto disponierst. Die nimmst du dann mit zur Arbeit und dann von da aus wieder mit zum Auto.

    Dann hast du immer Wasser dabei und brauchst nichts zu kaufen, wenn es dir gerade schlecht geht.

    Das hab ich auch gedacht. Das schlechte Gewissen nützt einem gar nichts.

    Mein Mann hat nicht verheimlicht, dass er getrunken hat. Er hat auch eingesehen, dass er zu viel trinkt, schlechtes Gewissen, Einsicht, dass sich was ändern muss usw.

    Und? Was hat das gebracht? Gar nichts.

    Er war ja sogar einmal in einer Klinik zur Entwöhnung. Da wurde ihm klar gemacht, dass es für einen Alkoholiker kein kontrolliertes Trinken gibt. Hat er auch verstanden.

    Aber wirklich akzeptieren konnte er das noch nicht. Dazu hat er viel zu gerne getrunken.

    Die Einsicht, dass es so nicht mehr geht, kam bei ihm erst, als ich ihn rausgeschmissen hatte und ihm nach einer Weile dann deutlich gesagt habe, dass ich mich dauerhaft trenne, wenn er trinkt.