Mein Mann ist Anfang des Jahres gestorben. Pfingsten 2021 waren wir noch in Italien. Danach hatte er einen Rückfall. Er kam mir schon vor dem Urlaub recht lustlos, wollte sich wenig bewegen vor. Mir ging es zu diesem Zeitpunkt gesundheitlich nicht so gut. Hatte Hitzewallungen ohne Ende und warberuflich ziemlich eingespannt. Wir hatten die letzten Jahre immer zwei Wohnungen. Mein Mann war nach der Entgiftung bei mir und den Kindern, wenn ein Rückfall kam , musste er wieder in seine Wohnung. So konnte ich mit den Kindern den nötigen Abstand haben wenn er trank.
Pfingsten 2021 wurde er öfter laut, war schlecht gelaunt usw. ich hätte die Vorzeichen sehen müssen, aber ich war so mit mir selbst und meiner Arbeit beschäftigt. Ich sagte ihm dass ich erstmal wieder allein mit den Kindern wohnen möchte und er im Moment nichts für sich tut und laut wird.
Wir wollten aber weiterhin zusammen bleiben.
Es herrschte aber nach dem Rückfall wochenlang Funkstille. Er trank in seiner Wohnung und fing eine Affaire mit einer Mitpatientin an. Sie war natürlich 20 Jahre jünger wie er. Dies erfuhr ich aber erst 2 Monate nach seiner Beerdigung. Ich war am Ende.
Mein Mann kam mehrmals vor seinem Tod zu uns, hatte seinen Schlüssel in der Wohnung liegen
lassen und ich hatte Ersatz. Er wollte wieder zurück war aber betrunken, so lehnte ich ab, erst wenn er wieder was für sich tut. Leider kam es nicht mehr dazu. Über Silvester lag ich im Krankenhaus, Darmblutungen, er war wieder in der Entgiftung. Er rief mich jeden Tag an. Nach der Entgiftung fing er wieder dass Trinken an. Ich war noch so schwach und hielt weiterhin Abstand zu ihm. 10 Tage vor seinem Tod hat er mir geschrieben das er mich liebt, er aber schon wieder scheišse baut und er hofft dass ich ihm verzeihe.
Mein Mann wurde vom Blauen Kreuz Ambulant betreut. Die Dame kam vor dieser Zeit immer zu mir nach Hause und hatte Gespräche mit meinem Mann. Ich stellte sie zur Rede warum sie mich kein einziges Mal angerufen hat, wir haben zwei Kinder. Warum kein Notarzt geholt wurde. Die Nachbarn haben erzählt er hatte Atemnot. Seine Wohnung war in einem katastrophalen Zustand.
Die Dame vom Blauen Kreuz betreute auch die Affäre meines Mannes, so erklärte sie mir sie kann jetzt keine Gespräche mit mir führen. Ichsoll in eine Trauergruppe. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. In meiner schwersten Zeit setzte sie mich einfach vor die Tür. Ich hatte sie in mein Haus und meine Familiegelassen. Ich verstehe bis zum heutigen Tag das Verhalten des Blauen Kreuzes nicht. Kam auch nichts mehr wie es mir und den Kindern geht. Seltsame betreung.
Mein Mann fehlt mir ohne Ende und ich bin dankbar mit ihm so eine langeZeit verbracht zu haben.
❤️