Beiträge von Biffi

    Hallo,

    Ich wollte mal von mir hören lassen,

    Eigentlich ist derzeit nichts verändert.

    Das nicht wecken klappt gut. Also ich kann es gut durchziehen - andersherum scheinen da noch Schwierigkeiten zu sein. Ich frag aber nicht nach, ob er verschlafen hat oder zu spät kam. Er wird schon wissen, was zu tun ist.

    Ich bereite mich aufs Gespräch vor. Ich weiß nicht mal, wie ich anfangen sollte. Aber wahrscheinlich mache ich mir zu viele Gedanken um die richtigen Worte und am Ende wird es sowieso anders.

    Heute sprach mich meine Lehrerin an und meinte, ich würde sehr erschöpft und müde wirken. Das wäre ihr schon seit längeren aufgefallen.

    Ich war irgendwie kurz davor los zu weinen und ihr zu sagen, dass mir alles zu viel wird mit Mann, Arbeit und Kindern aber.... Ich sagte ihr, meine Kinder sind in der Pubertät und es sei etwas schwierig.

    Ich wähle für den ersten Schritt, (ich erzähle von der alkoholsucht) doch lieber eine Freundin. Für den Anfang. Ich kann ja immernoch das Gespräch suchen.

    Hallo zitronenfalter,

    Auch ich konnte kaum schlafen und deine Gedanken spiegeln meine.

    Ich höre fast täglich-

    Du bist machtsüchtig.

    Du bist als Frau scheiße

    Das ist dein Job, kannst du das nicht?

    Du hilfst mir nicht

    Du bist krank

    Du willst nie Sex

    Wenn du nicht so wärst, müsste ich nicht trinken

    Du demütigst mich

    Du bist rachsüchtig .... (wie weit soll ich noch schreiben? ...)

    Ich brauche keine Therapie

    Wenn ich will könnte ich sofort aufhören

    Guck, was tu ich alles für dich

    Würdest du es ohne mich schaffen?

    Einen besseren findest du nicht. [...]

    (Und auch hier könnte ich 10 Seiten füllen)

    Ich bin nicht so.

    Ja, ich mache auch Fehler aber ich bin nicht so.

    DU AUCH NICHT.

    Du hast über toxische Beziehungen gelesen? Ich auch.... Er nie.

    Dein Mann sicher auch nie. Warum? Dann müsste er an sich arbeiten. Aber das wollen immer nur wir Frauen. Wer verbiegt sich den ganzen Tag? Er oder du?

    Ich werde mich nächste Woche mit einer Freundin treffen und ihr sagen wie ich mich fühle und wie die Situation zuhause aussieht. Ich spreche in realen Leben nicht gerne über mich und meine Probleme. Auch unabhängig vom Alkohol Problem. Einfach über alles nicht gerne. Mir fällt das schwer vor jemanden zu sitzen und zu sagen: ,, hey, mir geht es nicht gut. " ich hab immer eher die super Lösungen für andere. Wobei ich glaube, dass sie mir zuhören würden. Wenn ich etwas sagen würde. Ich tue es halt sehr selten.

    Ich kann nicht zu meinen Eltern ziehen. Mein Vater ist letztes Jahr kurz nach der Flut gestorben und das Verhältnis zu meiner Mutter ist schwierig. Ich glaube meine Freunde würden mir mehr Hilfestellungen geben. Meine Kinder sind 10, 12, und zwei mal 19 Jahre. Sie sind älter.

    Hallo Mona ,

    Ich habe Freunde. Sie würden auch das ein oder andere für mich tun. Bestimmt.

    Aber ich habe keine Familie hier. Ich bin damals zu meinem Mann gezogen. Ca. 500 km. Meine Mutter oder Bruder kommen auch zu Besuch, aber niemand der greifbar ist. Die Familie meines Mannes mag mich nicht.

    Ich verfolge deine Gedanken und denke immer wieder- wow, sie ist viel weiter als ich. Sie traut sich das, wovor ich voll Angst habe. Du schreibst über deine Ängste, als wären es meine. Deine Antworten von anderen Usern sprechen sogar mir mut zu. So viel zum Thema vergleichen. Das ist nur eine andere Sicht der Dinge. Weil wir uns selbst schlechter machen als wir tatsächlich sind.

    Es tut mit Leid, ich schrieb den zweiten Beitrag ohne deine Antwort gelesen zu haben.

    Ja, Angst. Das trifft es. Angst vor eigen Verantwortung. Mir wird immer wieder gesagt, wie stark ich bin aber ich fühle mich so mega klein. Ich habe Angst und verstecke mich hinter der großen Liebe. Hinter der angeblich großen Liebe. Dann kommen die Schuldvorwürfe, die ich mir gebe. Deine Kinder lieferst du aus. Beschütze sie. Sei nicht so ängstlich. Darauf folgt der innere antrieb du musst, du musst, du musst. Verstärkt von den Worten meines Mannes. Wie zum Beispiel:

    -als Frau bist du scheiße.

    -Hast du kein Wasser gekauft?

    -Wirst du so viel verdienen wie ich? (Finanzell)

    -na, du möchtest dich doch nur trennen um direkt einen neuen zu haben.

    -Du bist so Rachsüchtig

    Ich danke euch für eure Worte. Sie helfen mir. Wirklich, das tut echt gut.

    Ich schreibe sehr verwirrt aber ich denke auch so.

    Außerdem frage ich mich, wenn es so ist. Wenn ich gegangen bin. Halte ich mich dann noch an ihn? Wenn ja, warum? Warum fällt es mir denn so schwer? Ich mag es nicht wen Menschen leiden. Ob es mein Mann oder mein Nachbar ist. Ich bin nicht immer gut zu Menschen aber ich versuche es. Ich möchte nicht wissen wie oft ich unbewusst Menschen verletze oder eben bewusst aus unkontrolierten Emotionen heraus. Was passiert denn, wenn ich gehe und der Mensch den ich mal sehr geliebt habe sich selbst zerstört? Ja klar kann ich ihn nicht helfen, aber wie helfe ich mir das zu ertragen? Ja, Er ist mir verdammt wichtig. Weil er der Vater meiner Kinder ist und ich eine sehr lange Zeit mit ihn verbracht habe. Aber er ist wie gift und in seiner Nähe saugt es mir Kräfte. Dieses Gefühl gegen Wind zu steuern ist schrecklich. Es loszulassen bedeutet auch aufgeben oder versagen. Wahrhaben wollen oder erkennen.

    Ich gehe also den neuen Weg und weiß ich Kämpfe gegen mich selbst. Gegen die Gefühle die mich täuschen. Gegen die Gewohnheit- rein ins neue. Unbekannte und unsichere. Vorher versuch ich mir Sicherheit zu schaffen. (Meine Ausbildung, Freunde ect.) Dann hab ich das und ich finde weitere Unsicherheiten. Ich werde nie eine Garantie haben und werde ich deshalb nie den Schritt gehen?

    Hallo Aurora,

    Dankeschön. Ja, du hast vollkommen Recht. Ich neige dazu immer zu denken:,, wenn ich es jetzt mache. Muss ich es nicht morgen tun." Denn morgen könnte wieder so ein Tag sein, an den mein Mann frei hat. Den ganzen Tag trinkt und ich mich mit ihn beschäftige und zu garnichts komme. Dann sehe ich nur diesen riesen Haufen Arbeit vor mir.

    Meine Kinder helfen schon mit, aber ja- sie könnten mehr tun.. Würde uns allen nicht schaden.

    Heute habe ich etwas länger geschlafen. Heute mach ich den Haushalt, Einkauf und Hausaufgaben und so weiter um morgen frei zu haben fürs Schwimmbad.

    Ich werde wach und er trinkt.

    Ich rieche es.

    Er lächelt und fragt mich warum ich nicht lächel.

    Meine Antwort war: ,, weil ich kein Grund hab"

    Ich weiß ziemlich mies. Aber ich frage mich oft, was es ist- was mich hält?

    Ja, Er ist mir wichtig. Aber ich glaube nicht das es liebe ist. Liebe sollte sich nicht so anfühlen.

    Es ist eher der Wunsch-

    Ich hab geheiratet und Kinder bekommen. Es sollte ja eine wunderschöne Familie sein. Mit gegenseitigen Respekt und Familienurlaub.

    Warum halte ich dran fest? Es ist keine wundervolle Familie mit Respekt und Urlaub. Es ist ein ständiges aufpassen, perfektionieren und funktionieren. Ich beobachte wie mein Partner sich zerstört und meinen Traum mit ihn. Ich glaube diesen Traum loszulassen ist das größte Problem.diesen Traum gibt es ja eigentlich garnicht - nur in meinem Kopf.

    Aber es wäre halt ein schöner Traum.

    Der Gedanke mit meinen Kindern ohne ihn zu leben, klingt tatsächlich immer interessanter. Ein neuer Traum- ich stehe vor der Tür und weiß das niemand betrunken auf mich wartet- sondern ich kann auf mein Sofa liegen und ein kleines mittagsschläfchen halten. Das weckt immer mehr meine Sehnsucht. Die Sehnsucht nach - Frieden und Ruhe-

    Ist vielleicht ähnlich wie bei alkoholikern selber. Erstmal muss man sehr weit unten sein, bis der Gedanke " ich kann es alleine schaffen" oder wie bei Angehörigen " er ist mein Traumann" aufzugeben und einen anderen Weg zu wählen. Ich bin gespannt wann ich aufwache und mein Leben ändere um neue Ziele zu setzen und erleben zu können.

    Danke fürs zuhören

    Ich hab vor ungefähr 2 Wochen angerufen. Die Sekretärin meinte:,, zurzeit ist kein Termin frei- aber das geht schnell. Wir rufen Sie an." Ich war schonmal dort. Vor ein paar Jahren und musste 4 Wochen warten.ich habe nicht gefragt, wie lange es jetzt dauern wird. Ich möchte ja auch garnicht woanders hin. Er kennt meine Lebensgeschichte und ich vertraue und mag ihn. Das sind sehr gute Argumente für mich.

    Es wird ambulant sein. Ich bleibe zuhause und gehe dann wöchentlich hin. Ich habe sehr gute Erfahrungen dort gemacht.

    Ich werde am Wochenende irgendetwas mit den Kindern machen, was Spaß macht und uns ablenkt. Ich dachte an einem Schwimmbad Besuch. So den ganzen Tag ohne Zeitdruck und die Kinder gehen rutschen und ich in den wirpool, oder so.

    Da ich meinem Mann nicht mehr wecke, bleibe ich einfach bis zum ende.

    Ja, ich glaube genau das wird es sein.

    Dann darf es auch regnen.

    Hallo Elly,

    Danke für die Antwort. Ich hab den link angeklickt.

    Ich fühle mich, zur Zeit, einfach nur an der Grenze meiner Kräfte. Ich bin Dauer müde und hab so eine unruhe in mir, dass ich nicht gut schlafen kann. Ich habe das Gefühl nicht runter zu fahren obwohl ich auf halber Flamme laufe. Alles anfangen und nichts mehr gut machen zu können. Einfach das Gefühl morgens aufstehen und denken- nein! Die Schule nicht mehr leisten können. Vor einem sachtect sitzen und ihn 2 mal lesen müssen weil ich nicht mehr begreife was dort steht. Danach ins Auto steigen und einkaufen müssen aber denken nein. Dann gibt es halt Nudeln. Mit den Schlüssel vor der Tür stehen und denken. Nein. Bitte lass ihn schlafen. Und abends routiert der Kopf. Du musst dich trennen. Du musst das jetzt durchgehen. Du musst noch Hausaufgaben machen. Du musst die Wäsche aufhängen. Du musst das durchziehen für die kinder und ich erkenne, was so alles nicht läuft und eigentlich will ich losweinen und in mein Bett gehen und nichts tun. Aber dann steh ich auf, weil wenn ich es nicht tu dann niemand und meine Kinder können das nicht tun, sie sollten es nicht.

    Ich warte auf mein therapie Platz. Ich halte es für gut. Ich merke das.

    Hallo zusammen,

    Mein Tag heute war sehr anstrengend.

    Ich bin wie immer um 5 uhr aufgestanden um mich und die Kinder fertig zu machen. Habe die Kinder beim Bus abgesetzt und meinem Mann zufällig beobachtet wie er ins Geschäft ging. Bin aber los und konnte mich kaum auf meine Schule konzentrieren. Eigentlich schreibe ich nur 1 sen aber ich bekam heute ne 3 zurück. Das ist schwierig für mich, weil ich gerne gut sein will. Für mich ist das so- ich versage in der Ehe, ich komme oft beim Haushalt nicht hinterher also MUSS ich gut in der schule und Beruf sein. Das war wie ein Schlag für mich. Vielleicht könnt ihr das nicht nachvollziehen. Ich kam also dann nach Hause und er war betrunken. Er war laut und anstrengend. Er hat diskutiert und ich habe mir angehört wie verdammt schlecht ich bin. Als er schlief hab i h aufgeräumt. Er ist 2 oder3 mal gefallen und hat dabei Dinge umgestoßen. Eigentlich müsste ich sie liegen lassen, aber das caos macht mich noch deprimierter. Vorallem weil es sonst niemand weg machen würde.die Kinder kamen spät nach Hause. Sie sind seit Jahren ehrenamtlich bei einer ersten Hilfe Organisation und hatten Sanitätsdienst (für junior). Es fiel mir schwer Ihnen zuzuhören. Aber ich bin sehr stolz auf meine lLebensretter. Das Problem ist, dass sie sehr wohl wissen was Zigaretten und Alkohol mit den Körper anrichten und sie erkennen die Sucht. Weil sie durch ihre Schulung lernen, was ein Sanitäter mit einem alkoholisierten Patenten tun muss usw. (Sie üben den Sanitätsdienst seit 7 Jahren aus, seit sie 6 Jahre alt sind. ). Heute sagte mein jüngster Sohn zu mir- das er Angst um Papa hat und warum er nicht einfach aufhört. Das hat mein Herz zerrissen.

    Wenn mir einmal jemand sagen würde- dein Name erinnert mich oder triggert mich. Würde ich mich sofort anders nehmen. Denn es ist meine Wahl, ob ich es anderen schwer mache oder nicht. Es geht hier ja nicht um meinen realen Namen sondern um einem für den ich mich entscheiden habe. Ob ich das nachvollziehen kann oder nicht spielt keine Rolle. Ich würde einen anderen finden der mir auch zuspricht und ob dann der ein oder andere auch fragwürdige namen hat, wäre mit auch gleich. Hier ginge es mir darum-

    Was und wie wirke ICH auf meine Mitmenschen.

    Aber natürlich dürft ihr weiter diskutieren und herausfinden was in Ordnung oder nicht in Ordnung ist. Wer hier wem provoziert. Aber es wäre in Sinne aller, sich eher auf die Probleme und deren Lösungen zu konzentrieren.