Beiträge von Achillea

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ja, liebe Elly und liebe Dagmar, unter dem Schlagwort "hochsensibel" gibt es einiges nachzulesen. Ich bin es auch und ich denke viele von uns. Wenn man damit einen guten Umgang gefunden hat, ist diese "Gabe" schon was Feines. Ich verstehe jedoch, dass es oft irritierend ist, wenn man vieles mitspürt. Da braucht es viel Geduld mit sich und einen "Patzen" Selbstliebe. Und grad diese Selbstliebe müssen wir ja alle immer wieder manchmal von ganz tief unten ausgraben. Auch da werden mir einige sicherlich recht geben.

    Liebe Dagmar, dieses Wechselbad an Gefühlen ist momentan nicht angenehm. Doch du hast dich, aus Liebe zu dir <3  :!: entschieden, einen neuen Weg, den Weg der Alkoholfreiheit einzuschlagen! Meinen großen Respekt! Und dieser Weg beinhaltet auch die Auseinandersetzung mit sich! Und das Schöne im ganzen Schwierigen, man lernt ganz neue Seiten an sich kennen. Und irgendwann kann dann die Hochsensibilität ein ganz wunderbares Instrumentarium sein!

    Ich für mich finde es immer positiv, wenn der Funke der Neugierde geweckt wird.

    Sozusagen, ich bin gespannt, was noch alles an Unentdecktem in mir schlummert, was so nach und nach als Schatz geborgen werden kann. Und wie es halt bei der Schatzsuche ist, muss dabei auch viel Schutt beseitigt werden.

    Liebe Dagmar, hast du ein paar Strategien zur Hand, wie du bis Nikolo mit schwierigen Situationen umgehen kannst, die unweigerlich manchmal so daher kommen? Ich denke der Austausch hier ist ganz wichtig und jeder Tag, den du geschafft hast, ist ein gewonnener Tag auf deiner Haben Seite!!!! Mach weiter!!! Wir sind hier!!!

    Liebe Simsala, ich bin sehr spät dran und trotzdem möchte ich dir so gerne mein Mitgefühl ausdrücken. Trauer ist ja nicht in ein paar Tagen vorüber, von daher glaube ich, es passt noch für dich!

    So viel hast du tragen müssen in den Jahren und in der letzten Zeit, inklusive so vieler unterschiedlicher Gefühle. Da war Angst, Hoffnung, das Gefühl von Ausgeliefert Sein, Selbstzweifel, Trauer und so vieles mehr. Und jetzt kommt die Wut hervor. Vielleicht war sie auch zwischendurch manchmal da. Und ich denke, diese Wut ist im Moment ganz wichtig für dich. Du brauchst einen Antreiber um weiterzumachen. Für dich und deine Kinder. Dafür ist eine zeitlich begrenzte Wut ganz gut geeignet. Das lenkt gut von selbstzerstörerischen Gedanken ab, die vielleicht auch manchmal hochdrängen, wie z. B. zum wiederholten Male Schuldgefühle o.ä.

    Auch die Wut wird wieder vergehen und im besten Falle kann irgendwann einmal, in weiter Ferne vielleicht sogar ein Gefühl von Versöhnung entstehen. Für dich, für deinen Partner, der an seiner so schweren, für ihn unheilbaren Erkrankung, die ihn so handlungsunfähig gemacht hat, dass er daran verstorben ist, und für deine, eure Kinder. Ich wünsche dir viel Kraft und nimm alles an Hilfe an, was nur möglich ist. Inklusive der Austausch hier. Achillea

    Liebe Cadda, auch aus diesem Grund schätze ich dieses Forum so sehr, weil immer wieder helfende Menschen parat sind, aus allen "Lagern". Es ist für mich ungemein wichtig, wenn mir trockene Alkoholiker ihre Sichtweise mitteilen. Wenn alles Gleichgesinnte sind, kann leicht passieren, dass ich glaube, wir schaffen uns Ausreden, damit wir das "Elend" nicht mitansehen brauchen bzw. wir uns ungerechterweise aus dem Staub machen. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, hätte mein Sohn mit mir Kontakt, ich wäre tief, tief im Sumpf und würde alles Mögliche und Unmögliche versuchen. Wahrscheinlich Glück im Unglück für uns beide. Doch er hat noch genug Co-Abhängige Umfeld. Da hilft nur hoffen und beten...

    Hallo an alle, wieder mal ein Update meinerseits.

    Ich bin ohne Nachricht über den Zustand meines Sohnes. Das würden sich einige von euch wünschen, nicht alles mitkriegen zu brauchen. Für mich ist es wahrlich auch die leichteste Art, so gut wie möglich bei mir sein zu können. Es ist mir absolut bewusst, dass es zu keiner "Wunderheilung" gekommen ist, das hätte ich von meiner Tochter ganz schnell erfahren. Gestern habe ich mit ihr telefoniert, das Thema Sohn - Bruder wird nicht angesprochen. Es passt für uns beide so, doch mitschwingen in den Hinterköpfen tut es allemal. Ich merke, dass unsere Gespräche nicht so entspannt sind, wie sie unter normalen Umständen sein könnten.

    Auch belastend empfinde ich Aussagen von wohlmeinenden Menschen, die zum einen meine Tochter verurteilen, weil sie mich nicht genügend informiert, zum anderen, ich soll aktiv Kontakt zu meinem Sohn aufnehmen, auch wenn er diesen immer wieder ablehnt. Der Sohn würde unbewusst auf meine Kontakte warten, ansonsten hätte er mich schon blockiert. Und diese Kontakte könnten ihm helfen, gesund zu werden. Ist ja nicht so, dass ich mich nach seinem letzten Autounfall vor wenigen Wochen nicht bei ihm gemeldet habe. Doch da hat er, wie erwartet nicht drauf reagiert. Manches Mal kann und will ich seine Wünsche auf Abstand nicht akzeptieren. Wie wir CO'S halt sind. Ganz so einfach lässt sich der CO-Schalter nicht abstellen, auch mit konkretem Einüben.

    Auch merke ich, dass ich jetzt schon bei jeder Unfallsmeldung ein wenig angespannt bin, ob es sich nicht (wieder) um meinen Sohn handelt. Man kann es drehen und wenden in alle Richtungen, fein ist diese Erkrankung für niemanden, für die Alkoholkranken und die Betroffenen und auch eine räumliche Entfernung ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

    Nichtsdestotrotz suche und finde ich immer wieder meine Mitte, habe Corona jetzt überwunden, Schäche ist

    noch genug vorhanden, und trachte danach, mir viele gute Momente zu geben.

    Ich wünsche euch auch immer wieder den Mut zum Weitergehen, Achillea

    Liebe Deisii79, du hast es jetzt selbst gemerkt, dass der Alkohol, auf den du ja zum Glück verzichtest, Probleme zudeckt, zusätzliche Probleme schafft. Die Grundproblematik bleibt halt bestehen. Und wenn die Anfangseuphorie schwindet, bleibt einmal ein großes Loch. Bitte bleib standhaft!!!! Was ist der Grund, dass du momentan keine Therapie machen kannst? Ist es ein Zeitproblem oder ein finanzielles? Ist es vielleicht sogar eine Mini Ausrede? Ich möchte keineswegs beleidigen, sondern mit dir gemeinsam verstehen, was da dahinter ist.

    Ich kann dich nur ganz, ganz, ganz fest ermutigen, such dir Hilfe!!! Diese Tiefen kommen immer wieder, das ist einfach normal. Da muss man dann Strategien haben, um diese durchzuhalten.

    Und wenn ich depressiv lese, weiß dei Arzt bzw. Ärztin von deinem Problem? Bei Depressionen sind wirklich Medikamente nötig. Oder eine Form von Körpertherpie oder Psychotherapie.

    Ich bin da nicht nur die Klugscheißerin, ich habe, zum Glück schon einiges an Therapie hinter mir.

    Ich freue mich, von dir zu hören.

    Hallo an euch alle, die ihr, wie ich Mit-Betroffene seid. Es ist schon interessant, nur das Wort alleine einmal zu betrachten. Da steckt das Wort Betroffen drin. Übersetzt, der Alkohol hat auch uns getroffen. Und es hilft nix, da müssen wir raus!!! Auch, wenn das für viele von uns nicht so einfach ist.

    Für mich als betroffene Mutter, deren Sohn ohnehin schon seit ganz vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu mir hält, ist es zwar kein Spaziergang, doch ganz sicher viel einfacher, als für jemanden, der finanziell abhängig ist, kleine Kinder hat, aus der geliebten Umgebung gehen muss und so vieles mehr.

    Doch auch da sprech ich aus eigener Erfahrung. Ich habe vor vielen Jahren meinen ersten Mann verlassen, der Spiegeltrinker war und ist. Und ich war finanziell völlig abhängig, ich habe Haus und Kinder ( erwachsen) verlassen, die sich total mit dem Vater solidarisiert haben, bin ins Ungewisse geköpfelt. Und was soll ich euch sagen, es war gut so.

    Es hat mir die Zukunft, die ja nun schon Vergangenheit ist, recht gegeben. Ich konnte mich selbstverwirklichen, bin wieder verheiratet, habe mit meiner Tochter und den Enkelkindern guten Kontakt. Die weniger schönen Tatsachen sind, mein erster Mann macht weiter wie immer (ist als Spiegeltrinker ein wenig leichter als bei anderen Alkoholiker Formen, doch halt auch schon wiederholte Führerscheinverluste u.s.w.) und mein Sohn ist schwerster Alkoholiker. Im Nachhinein betrachtet schon ganz viele Jahre.

    Auch ohne direkten Kontakt zu ihm, reichen die sorgenvollen Berichte meiner Tochter, dass das Kopfkino für eine Co-Abhängigkeit vollkommen ausreicht.


    Dieses Forum und die Beschäftigung mit den einzelnen Schicksalen hat mir die Tatsache einer Co-Abhängigkeit vor Augen geführt, das war bei meiner "Karriere" nicht so viel Neues, doch die Tatsache, dass mein Sohn mit seinen trinkfreien Tagen, Versprechungen, Pseudo-Entzugsmaßnahmen in einer ganz normal verlaufenden Trinkerkarriere ist, wo er, zumindest momentan mehr Gewinn drin sieht, als wenn er auf den Alkohol, ganz und für immer verzichtet, das habe ich erst durch euch verstanden.


    Nun weiß ich aus eigener Erfahrung, wenn man so tief mit drin ist, kann man durch das Leid oft nichts Schönes, Positives, Lichtvolles ... mehr sehen. Jetzt kostet das Wissen, um ein Loslösen aus der Situation schon immense Kraft. Wenn dann das Leben noch dazu so dunkel erscheint, woher sollen die Kraftmomente entstehen. Ich gebe zu, auch Wut kann ein guter Treiber sein, und den unbedingt nutzen!!!! Nutzt alles, was euch frei macht und nicht illegal ist!

    Doch die Seele braucht Schönes!!!! Drum sucht eure Perlen, die auch der dunkelste Tag versteckt hat!!! Ein Lächeln auf der Straße, ein Anruf, wo jemand sich für dich interessiert, eine Tasse guten Tee, ein gutes Essen, eine Packung Erdnuss-Flips :lol:, dass ihr gut geschlafen habt, dass ihr schon Schritte gesetzt habt, dass ihr nicht alleine seid, dass ihr arbeiten gehen könnt, dass das Telefon, Internet schon erfunden ist, dass es eine Versicherung gibt, dass wir das Wahlrecht haben und und und...

    Pflegt eure Seele. Es kann gar nie zu viel sein!!! Eine gut gepflegte Seele hilft auch den Körper gesund zu erhalten. Ich schreibe aus Erfahrung. Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass mein Körper immer anfälliger geworden ist. Interessanterweise erst, nachdem ich mich schon getrennt gehabt hatte. Von daher, habt es vielleicht im Hinterkopf, die Seele und der Körper sind ganz fest verbandelt. Und je nach Grundkonstitution lässt sich unser Körper auf Dauer nicht nur ausbeuten.

    Vielleicht hilft das einigen von euch, die sich noch immer sagen, darf ich denn auf mich achten?

    Da dann, darf, muss ich euch sagen, ermutigen: IHR HABT IN ALLERERSTER INSTANZ DIE PFLICHT AUF EUCH GUT AUFZUPASSEN. UND AUF EURE MINDERJÄHRIGEN KINDER. (Das wäre schlecht, wenn wir vor lauter Selbstfürsorge auf sie vergessen würden). Die erwachsenen haben die Pflicht, für sich selbst zu sorgen, doch sie auch immer wieder ermutigen, gut für sich selbst zu sorgen!!!


    Nun zum Schluss noch ein kleines Update in eigener Sache: Corona hat mich immer noch ein wenig im Griff. Insofern, dass noch wenig Kräfte da sind. Und was meinen Sohn betrifft, habe ich den Gedanken, dass er wahrscheinlich noch nicht am persönlichen Tiefpunkt angelangt ist, akzeptiert. Da ich nicht täglich mit neuen Schreckensnachrichten konfrontiert werde, ist mein Umgang damit leichter. Zukünftige Meldungen werden ja aller Wahrscheinlichkeit leider kommen, die werden mich, aller Wahrscheinlichkeit auch kurz oder länger aus der Bahn werfen. Doch ich werde zurück in meine Mitte rudern und links und rechts die kleineren und größeren Perlen sammeln.

    Ich freue mich schon auf die (hoffentlich) Aufnahme in den geschützten Bereich. Da kann man dann, wenn man möchte, ein wenig mehr Privates von sich preisgeben. Ich mag gerne auch ein wenig Privates voneinander wissen, wenn der andere es auch will. Aber Reformhaus war schon ein nettes Detail :*

    Entöltes Kakaopulver, Ingwerpulver, nicht so wenig, Zimt, auch üppig, dann Vanillepulver, aufgemalene Samen von Kardamomkapseln, schwarzer Pfeffer, ich habe noch Macapulver mit reingemischt, weil ichves noch hatte. Ist ein so frei nach Schnauze Rezept. Der Kakao und Maca, oder halt nur der Kakao sind die Hauptzutaten, Ingwer auch viel, bei Zimt spar ich auch nicht, doch die beiden deutlich weniger, als die ersten beiden, dann Pfeffer, Kardamom und Vanille sind teuer, da mischt man für Geschmack, Wirkung und Seele. Das ist die Vorratsversion, davon nehm ich einen guten Esslöffel und koch es in 200 ml einer Milch, ich halt in einer Mandelmilch auf, und süße es mit ganz wenig Honig. Das wird dick, würzig, mit Maca macht es munter, wenn man statt dessen Ashwaganda reinmischt, ist es ein Abendtrunk. Die Gewürze sind zt entzündungshemmend, aber einfach selbst nachlesen. Keine Gewähr.

    Jedenfall, man fühlt sich in den Orient versetzt.

    Das ähnliche funktioniert mit Goldener Milch, wo ich dann den Kakao und Maca gegen Kurkuma und Ashwaganda austausche. Doch da eher nur einen gehäuften TL voll einkochen.


    Ich glaube, manchmal vom Thema abkommen, tut der Seele gut.

    Alles Liebe, achillea

    na, ja, 2 Wochen habe ich eigentlich nicht bestellt. Ich kenn mir bei Kräutern recht gut aus und hoffe, dass meine Tränkchen dem Virus bald den Garaus machen.


    Es ist nicht so, dass ich nicht auch schon desöfteren an einen Austritt gedacht habe. Ich habe aber in kirchlichen Kreisen doch etliche Bekannte und wir sind auch eingebunden in diverse Aktionen. Ich habe mich einfach vom zwanghaften befreit und habe für mich einen gangbaren Weg in Freude und Freiheit und nicht im Einengenden, Verurteilenden gefunden. Auch schätze ich offene Gotteshäuser als Orte der Besinnung, der Kunst und Kultur, frei zugänglich für jedermann usw. Wenn den Institutionen Kirche immer mehr Mitglieder davongehen, kann das in dieser Art nicht mehr funktionieren. Dann kaufen sich einige Wohlhabende die besten Stücke, die im Besten Fall noch besichtigt werden dürfen im Schlechtesten Fall gar nicht mehr. Das würde für mich am Grundgedanken vorbei gehen.


    Es freut mich, dass es dir recht gut geht. Das klingt gut. Denn der Augenblick zählt. Und wir kennen die Zukunft einfach nicht, obwohl wir manchmal klarerweise berechtigte Befürchtungen haben. Aber es lohnt sich, die Gegenwart zu ehren.


    Pfirsichtee ist ja auch Parfum für die Geruchs- und Geschmacksnerven. Ich habe mir grad einen ganz dick eingekochten Gewürzkakao gemacht. Hmmmm. Das macht von innen warm und glücklich.

    Dann hoff ich, dass es weiter so hinboselt (den Begriff kannte ich noch nicht), nicht schlimmer wird um sich dann in ein paar Tagen, allerhöchstens zwei Wochen verabschiedet.


    Mir geht es im Moment gut. Also sagen wir mal, nicht schlecht. das ist doch schon Mal was..... :lol: danke der Nachfrage. Ich sitze hier mit meiner Tasse Pfirsichtee und bummele so bisschen im Forum herum. Zwischendrin mache ich immer Mal wieder die Wäsche. Danke der Nachfrage.

    Kritisch ist gut, dass bin ich auch. Praktizierende Katholikin bin ich nicht wirklich. Aber Katholikin mit einigen Gebräuchen. :roll: Wobei ich gestehen muss, in den letzten Jahren habe ich tatsächlich an Austritt gedacht. Dann fiel mir vor einiger Zeit ein Video unter die Hände, zwei lesbische Pastorinnen. Mir fiel dann wieder eine Erlebnis vor Jahrzehnten ein, dass ich mich der evangelischen Kirche als Jugendliche zugetan fühlte. Darüber denke ich zur Zeit als Alternative nach. So nun bin ich völlig abgeschweift. Ach herrlich, oder.

    Liebe PetraPetra, du hast es erkannt. Es soll ein Heilkraut sein, das mich schon seit meiner Kindheit begleitet. Ein Tee, der mir als Jugendliche vom Geschmack her wie himmlisch parfumiert erschienen ist. Leider gehört da ein 2. "L" hinein. Irgendwann werde ich wissen, wie ich das korrigieren kann.

    Ich bitte darum, alles zu verwenden, was zum Weiterkommen hilft. Zum Einen, weil es mich einfach bauchpinselt :lol:, zum zweiten, weil ich der absolut festen Überzeugung bin, dass wir, nicht nur hier, sondern einfach sowieso dafür geschaffen sind, um uns gegenseitig zum Heil, zur Heilung, zur Heiligung - die Wörter sind ja immer nur ein Hilfsausdruck für eine Idee, die wir vom Willen Gottes haben. Wobei ich sagen muss, kann, darf, dass ich eine extrem kritische, jedoch praktizierende Katholikin bin, doch in meinem Wesen ganz weit und frei und freilassend, in dem Wissen, dass wir gar nix wissen. Und ich auch den Widergeburtsgedanken nicht ausschließen kann... Interessanterweise habe ich schon als Jugendliche immer von mir behauptet, ich bin schon einmal als Hexe verbrannt worden. Seit einiger Zeit sind aber meine Worte, Gedanken und Wünsche folgende: wenn ich es mir aussuchen kann, mag ich eigentlich nicht mehr kommen und hoffe auf die Aufnahme, nach gründlicher Läuterung (meine Übersetzung, längerer himmlischer Psychotherapie) leben in der ewigen Seeligkeit. Wünschen wird man es sich wohl noch können, oder

    :S

    Corona boselt halt so herum. Gestern anders als vorgestern, am Abend hat es mir vorgegaukelt, dass es heute vielleicht recht gut schon sein könnte, dieses Luder. Aber ätsch, bätsch, nix is, und noch dazu riech ich nix mehr und schmecke nur mehr wenig. Da hilft auch das Essen Verwöhnprogramm genau gar nix.


    Wie geht es dir, liebe PetraPetra?

    Ein keines Update! Ich bin noch mitten in Corona. Ich habe mir grad einen, meinen sonntäglichen Kaffeeeinlauf gegönnt. Tut meiner Leber gut. Auch Nichtalkoholiker dürfen ihre Leber hin und wieder pflegen :lol:, im positiven Sinne.

    Meinen Liebsten habe ich auf den Berg geschickt. Er ist ja gesund und darf ruhig auch was Gutes für sich tun. Jetzt ist es mir noch gelungen, eine Kürbis Quiche ins Backrohr zu zaubern. Doch nun ist wieder Ruhe angesagt. 8o.


    Das sind so die äußeren Umstände. Die inneren arbeiten und das ist schon gut so. Ich habe nich nieeeee in meinem Leben so rasch Erkenntnisse erhalten. Vorcein paar Tagen, bin ich vor Mitleid, Unsicherheit, Unfähigkeit zu Helfen, Ängsten u.v.m. fast gestorben, in Verbindung mit der Sucht meines Sohnes. Und, auch wenn er mit mir schon so lange keinen Kontakt hat, da find und fand ich Gründe (alkoholkranker Vater, mit dem er sich solidarisiert hat), ist er ein ganz netter Mensch. Jetzt habe ich begonnen nachzudenken, seit wann seine Suchtverhalten schon bedenklich ist. Und ich bin draufgekommen, dass er schon ca 20 Jahre trinkt (säuft?) und auch in Jugendjahren seine daraus resultierenden Handlungen alles andere als ganz lieb waren. Das hat mir die Augen geöffnet, wie lange man Alkoholismus z. T. zrotzdem noch vertuschen kann, solange man pünktlich zur Arbeit erscheint usw. Das ist ja seit beinahe einem Jahr nun nicht mehr der Fall. Und trotzdem sind wir alle drauf reingefallen, es wird wohl ein Burnout sein oder ähnliches...


    Nun habe ich mich in kürzester Zeit damit abgefunden, dass mein Sohn an einer mittlerweile dramatisch schweren Form einer Suchterkrankung leidet, habe festgestellt, dass a) ich nicht Schuld daran bin und b) nur er es in der Hand hat, da raus zu kommen, wenn überhaupt.

    Das hat erst einmal bei mir verschiedene Gefühle ausgelöst. Schnell einmal Entlastung aus einer mir selbst gestellten Falle, dann kurz Wut, auf ihn, seinen alkoholkranken Vater, der als uneinsichtiger Spiegeltrinker und Mitbewohner nicht sehr hilfreich ist und auf das böse Schicksal, dazwischen drin Distanz, weil die ist einfach nötig, um für mich zu sorgen. Heute kommen.mir manchmal die Tränen und ich flüstere meinem Sohn von der Ferne meine Liebe zu. TROTZ ALL DER ERKENNTNIS, DASS ICH NICHT HELFEN KANN, MUTTERLIEBE STIRBT NICHT UND VIELLEICHT KANN SEINE SEELE DIE LIEBE EIN BISSCHEN EMPFANGEN, WENN SCHON SONST NICHTS GEHT. UND DASS ES TRAURIG IST, DIESER GANZE SCHEISS, DASS IST EINE TATSACHE, DIE MAN MIT DER GRÖSSTMÖGLICHEN DISTANZ NICHT WEGDISKUTIEREN KANN.


    Ich denke, als Angehöriger darf auch Trauerarbeit, und im weitesten Sinne ist es das,

    Platz haben, wenn für Schönes, Selbstfürsorge, Liebe zu meinem Mann, meiner Tochter, meinen Enkelkindern, Freude an meinen Tätigkeiten, Hobbies genug Raum ist.

    Liebe Meggie, wie gut, dass du hierher gefunden hast. Por, da hattest du bis jetzt ja einiges zu tragen, und im Moment schaut es für dich aus, dass der Rucksack immer schwerer wird und du immer weniger Kraft dafür hast. Was ja normal ist, wenn man jahrelang schön so zu kämpfen hat, schwinden die Kräfte.

    Wenn du dich hier ein wenig umsiehst, haben wir CO's genug Gründe, um unsete Alkoholiker nicht zu verlassen. Sie haben neben dem "Alkoholikergesicht" halt auch noch andere Gesicher, gütige, hilfsbereite, liebenswerte, schützenswerte... Und ich bin froh, dass sie auch diese Eigenschaften haben. Sie sind keine Monster, per se keine Verbrecher, sie haben eine Erkrankung. Blöderweise eine Erkrankung, die halt eine Selbsterkenntnis und ein selber Trocken Sein Wollen als Grundvoraussetzung einer Veränderung benötigt. Da du ja nicht erst seit kurzer Zeit eine Beziehung mit ihm lebst, hast du ja schon bemerkt, dass sich die Probleme dirch Abwarten, Gern haben, Verständnis usw. nicht in Luft auflösen. Sogar eine räumliche Trennung hat auf Dauer deinen Leidensdruck nicht verbessert, sondern im Moment ziemlich auf die Spitze getrieben. Nutz diese so belastende Spitze um jetzt dranbleiben. Such dir professionelle Hilfe, tausch dich hier aus und gibt dem Leben eine Chance. Du deutest zwischen den Zeilen an, und bitte verzeih mir, falls ich es falsch interpretiere. Du hast vielleicht Sorge, dass sie nie mehr jemand in dich verlieben könnte. Das ist deine subjektive Sorge. Es gibt nicht den Typ Frauen, auf den die Männer stehen. Zum schnell mal anschauen vielleicht. Doch auch damit dann den Alltag leben. Da kommt ja noch ein Universum an anderen Eigenschaften dazu, Weichheit, Einfühlungsvermögen, Treue, ähnliche Interessen und sooooo vieles mehr. Liebe Meggie, auf was es jetzt einmal ankommt, einen Schritt nach den anderen zu setzen. Zuerst einmal schauen, dass du dich stärken kannst. Nimm an, was du brauchst und kriegen kannst. Sei es dir wert. Es ist ein schwerer Weg und auch ein langer. Aber er lohnt sich! (Ich habe es geschafft, einen Spiegeltrinker zu verlassen). Und ich kann es sagen, es war die beste Entscheidung meines Lebens. Obwohl ich es traurig finde, dass sowas überhaupt nötig sein muss. Aber so ist es im Leben.

    Hab Mut, deine Schritte zu setzen!

    Meine Güte, danke, danke. Wie nett!!! Und wie viel Geduld auch für Fragen, die ja ein wenig zweitrangig sind. Ich bin berührt davon. Wenn jemand einer Sache so lange die Treue hält, wie viele von euch! Ich kenne es wohl auch, ich mache auch ehrenamtliche Tätigkeiten. Doch ich merke auch, dass wir weniger werden. Oder vielleicht auch nicht. Ich glaube und hoffe, die Welt könnte doch im Umbruch sein und sich bezüglich der Werte neu besinnen. Wieder ein Thema, dass nicht ganz so reinpasst und andererseits doch!!!!

    ja, liebe Elly, einmal ist es mir gelungen, das freie Feld zum Antworten zu finden. Ansonsten kann ich die einzelnen Beiträge anschauen, und da gibt es dieses Feld nicht. Doch ich such einfach weiter. Doch über das Thema reingehen, habe ich noch nicht versucht. Immer nur über das jeweilige Profil. Passt aber eh, es darf ruhig langsam angehen. Danke dir fürs Antworten!

    Liebe Deisii79, jetzt habe ich mich 3 Tage geplagt, rauszufinden, wie es mir gelingen könnte, mit dir in Kontakt zu treten. Irgend einen Button habe ich nicht gefunden in diesem riesengroßen Forum. Und zum Glück ist dieses Knöpfchen nicht in meinem Köpfchen :lol:.


    Nun, es ist gelungen!!!

    Liebe Deisii79, ich lese so gernebei dir mit. Es ist so fein, wie du dich mitteilst, über dich und deine Gedanken, dein Leid, aber auch deine Fortschritte. Und ich freue mich über jedes update von dir.

    In diesem Sinne, bitte weiter so!!!

    <3

    Liebe Dagmar, wie traurig, was du bisher alles erleben und erleiden musstest. Ich kann es so nachempfinden, dass alles einmal so viel wird, dass man gerne "flüchten" würde. Dass dieses Flüchten nicht nur keinen Sinn hat, sondern sogar zerstörerisch in so vielen Situationen ist, hast du am eigenen Leib erfahren müssen und wahrscheinlich auch bei so vielen Berichten hier im Forum auch gelesen.

    Umso mehr möchte ich dir zu deinem gesetzten Schritt gratulieren. Der Erste ist oft der Schwierigste. Viele weitere Schritte in die Richtung Freiheit für Körper, Geist und Seele wünsche ich dir. Da können mit der Zeit gut auch Therapien eingebaut werden, die deine Vergangenheit aufzuarbeiten helfen.

    Auch ich hatte gar kein Feines Aufwachsen, in einer Familie, wo ich ganz früh Verantwortung übernehmen musste.

    Ich habe ganz viel aufgearbeitet, wirklich viel und lange. Auch wenn ich als Co-Mutter noch nicht ganz in meiner Freiheit bin, meine Kindheit ist so heil, wie sie nur sein kann! Obwohl ich keinen Augenblick davon vergessen habe und ganz sicher nicht verdrängt. Bis zum Sterben meiner Eltern war noch nicht alles in Ordnung. Doch, und das gelingt nicht jedem, kann ich wirklich sagen, ich liebe meine Eltern und bin froh, dass sie meine Eltern waren.

    Ich erzähle es dir, dass Aufarbeitung wirklich was bringen kann. Der Weg ist halt oft lang, doch es lohnt sich, ihn zu gehen.

    Ich freue mich, weiter von dir zu lesen und es reihen sich immer mehr Tage in die Reihe deines "Neue Lebens".

    Sei gestärkt durch die riesengroße Gemeinschaft, in der wir uns befinden dürfen.

    Danke euch, ihr Lieben Unbekannten und doch immer Vertrauteren! Wie schön, hier aufgenommen worden zu sein. Wie berührend, dass es darunter sogar Menschen gibt, die den Neuankömmlingen Hilfe gewähren, die ihre Geschichten zum Teil schon viele Jahre gut im Griff haben und nun aus ihrer reichen Erfahrungswelt einfach für andere auch Gutes wollen. Danke euch "alten Hasen" und danke euch Neu- oder Langbetroffenen. Wobei eher Letzteres wahr ist, meistens, leider...

    Unbekannte ist eher gar nicht mehr so zutreffend. Ich lese mich durch eure Beiträge, bin betroffen, kapiere in Rekordzeit die Hintergründe dieser heimtückischen Erkrankung. Vor einigen Tagen bin ich vor Mitleid mit meinem Sohn fast gestorben und habe mir leidgetan, dass ich nicht helfen kann, weil er keinen Kontakt zulässt. Schnell habe ich erkannt, dass dieser Abstand für mich wichtig ist und ich trotzdem sicher noch co-abhängig bin, da ich ja irgendwie dauernd auf der Lauer liege, ob nicht eine weitere Schreckensnachricht hereinkommt, ob es ihm wohl gut geht.

    Wie ihr alle CO's wohl unterschreiben könnt, gelingt der emotionale Abstand wahrscheinlich auch nicht von heute auf morgen, weil die Droge, nämlich der Alkoholiker, nicht so einfach weggelassen werden kann, ob räumlich getrennt oder nicht.

    Doch immer wieder kleine Schritte, Hilfe annehmen, im Forum Austausch suchen, Perlen finden, und immer wieder kleine Schritte, und immer wieder kleine Schritte... Por dieser Scheiß ist echt eine Familienerkrankung!

    :cursing:

    Also danke euch allen, mittlerweile schon recht vertrauten lieben Menschen.