Hallo Cadda,
Entschuldige das ich jetzt erst antworten kann. Lieben Dank für deine Nachricht.
Genau diese Sorge habe ich auch… das er es überhaupt nicht möchte. Ich hatte ihn vor 2 Wochen gefragt ob er findet das er ein Problem hat. Er sagte mir daraufhin das er es im Griff hätte und jederzeit mit dem trinken aufhören könnte. Mit Rauchen hätte er auch aufgehört. (War vor 20 Jahren… nach der Geburt seines Schwerbehinderten Sohnes aus erster Ehe, fing er wieder mit dem Rauchen an… ) .
Die Streitigkeiten kamen nachdem ich ihn immer wieder im Umgang mit unseren großen Sohn korrigiert hatte. Das ist bei mir irgendwie mittlerweile ein Automatisches Verhalten… ich merke es oft nur im Nachhinein wenn ich die Situationen noch einmal in meinen Gedanken durcharbeite um seine Reaktion zu verstehen oder eine Ursache für gewisse Taten zu erkennen.
In dem Fall mit den Schuhen… hier hörte er mir einen Tag zuvor bei einem Telefonat mit meiner Tante heimlich zu… in diesem sagte ich ihr das ich nicht weiß ob ich meinen Partner verlassen könne… danach war er verändert und versprach mir das er - über Jahre (!) liegen gebliebenes jetzt abarbeiten wolle… er mich doch liebe… u.s.w… . Er trank natürlich an den Tag und auch die Nacht durch… schlief nicht und trank den Sonntag weiter. Er lallte und schwankte stark und ich hatte einen Termin bei meinem Vermieter… und brauchte meinen Partner als Zeuge und zugleich für die Kinder… in dem Zustand ein no Go! Mir war es so peinlich mit einem so betrunkenen Partner zu den Termin zu gehen. Nur ohne ihn ging es nicht. Nun zog er meinen großen Sohn an… und ich konnte mich kaum auf meinen kleinen Sohn konzentrieren… ich stand ständig neben meinen Partner… korrigierte ihn… passte auf das mein Sohn nicht von dem Stuhl (Kinderstuhl von Ikea ;)) ) rutschte. Dann nahm er ihn und wollte ihn schwankend … grrr… die Treppe runter tragen… mein Partner stürzt ja so schon ständig wenn er getrunken hat… nur Treppe heruntersteigen mit meinen Sohn auf dem Arm… das wollte ich nicht. Da gab es Ärger von ihm… ich Sollte ihn lassen (für mich gab es sein Warnzeichen… den erhobenen Zeigefinger… )
Das nervte meinen Partner bereits alles sehr… es ging weiter das ich bereits das Auto starten musste weil mein kleiner schrie… er mag keinen Stillstand im Auto… schmunzel… .
Da wurde mein Partner noch wütender… aber beherrschte sich… gab mir nur zu bedenken das er es hasse wenn jemand losfährt bevor er angeschnallt sei…und seine Schuhe nicht zugebunden hätte… er hatte wohl seine Schuhe aus welchen Gründen auch immer noch offen. In meiner Wohnung war mein Vermieter nicht da… er ließ den Termin platzen… . Was meinen Partner dann so wütend machte… dass ich für gewöhnlich in dieser Stimmlage die Kinder und mich in das Schlafzimmer oder Kinderzimmer verlege. Einfach um ihn nicht weiter zu reizen. Das tat ich nun nicht… Zuhause angekommen zog er unseren großen Sohn die Jacke und Schuhe aus… und da wurde er sehr dominant. Sagte zu ihm das er ihn zu gehorchen habe… das sie ein Zeichen der Ermahnung haben (erhobener Zeigefinger) . Mein Sohn bekommt Zähne und ist dann immer weinerlich … nun verbot mein Partner ihm auch das quengeln… . Da dass nicht so funktionierte wie er wollte, zog er ihn barsch zu sich heran und ermahnte ihn erneut das er ihm zu gehorchen habe! Dann drückte er seine kleine Hand fest zusammen… und ermahnte ihn weiter. Er schlägt nicht… sondern macht das halt so. Was ich nicht in Ordnung finde. Also korrigierte ich ihn wieder, sagte er solle mich den großen ausziehen lassen… naja… das war dann zu viel des guten. Er schrie mich an das er die Nase voll habe von mir… das ich ihn ständig vor den Kindern korrigiere… er das so nicht mehr mitmache… ( dann warf er die Schuhe nach mir… schrie weiter… knallte die Kinderzimmertür zu… schrie weiter… trat gegen meine Schuhe und den Maxi Kosi… und ging dann eine Rauchen.
In dem Moment hatte ich große Angst… mein Sohn stand neben mir und weinte… rief „Mama, Mama“ und wollte auf meinen Arm genommen werden. Er hatte ja alles mitbekommen. Das hörte mein Partner durch die Tür durch und schrie dann nur… ja, geh nur zu deiner Mama und lass dich verhätscheln.
Ich habe bereits eine 18 Jährige Tochter… arbeitet in der Kindergrippe und ich erziehe meine Kinder ehrlich liebevoll. Mein Sohn kennt so etwas nicht. In dem Jahr wo wir alleine wohnten gab es natürlich auch ein Nein. Klare Regeln sind wichtig, sie geben den Kindern halt und Sicherheit. Aber ich muss ihn nicht hart anfassen oder anschreien… das versteht er nicht. Und es zerbricht mir das Herz mit ansehen zu müssen wie mein Partner meinen Sohn Angst macht… das ist keine gute Ebene für Vater und Kind.
Nach dem Vorfall… teilte ich meinen Partner am Montag mit das ich eine Pause brauche… bot ihn die Hilfe über die Diakone an… und schrieb das die Pause mindestens 6- 12 Monate sein müsse damit ich auch sehen kann das er es ernst meint und an sich arbeitet.
Nun gelobt er Besserung… daher bin ich halt unentschlossen was ich tun soll. Ich möchte ja seine Heilungschancen nicht verschlechtern. Denn sonst ist mein Partner nüchtern ein sehr guter Vater. Liebevoll und sehr geduldig.
Daher Danke für deine Sichtweise… das hilft mir sehr.
Danke für eure Zeit…
Hope