Beiträge von Nova

    Hey liebe traurige32,

    etwas zu wissen und es auch so zu fühlen sind 2 paar Schuhe. Und hier musst du dich vor niemandem schämen!

    Du bist damit doch nicht allein. Schonmal in den vielen Berichten der Co´s reingelesen? Wieviele genau die gleichen Erfahrungen gemacht haben? Sich geschämt haben, sich nicht eingestehen wollten, dass es nur noch einen Weg für sie gibt: Raus aus der Suchtbeziehung.
    Die Jahre dafür brauchten (wenn überhaupt) da auszusteigen.

    Bitte setz dich da nicht selbst so unter Druck. Du stehts am Anfang deiner Erkenntnis, dass es so für dich nicht weiter geht. Du musst dich sortieren und dir einen Plan machen, wie es nun für dich weitergehen soll. Den kann dir auch sonst niemand als du selbst vorgeben.

    Wovor genau hast du Angst, es ihm zu sagen? Welche Reaktionen erwartest du?

    Und wie bitteschön kann denn deine Mutter sein Trinkverhalten beurteilen? Selbst du kannst doch nur beurteilen, was du erlebst und ich schätze mal, du bist sicher längere Zeiträume mit deinem Mann zusammen als deine Mutter...

    Und dann frage ich micht, warum du ihm den Arm aus der Sonne legst und dich um seinen Sch... kümmerst, den er verzapft hat.
    Es ist seine MPU! Er sollte sich da auch selbst drum kümmern, dass alles beisammen ist!

    Das Gefühl, dass du für ein zusätzliches Kind verantwortlich bist, ist absolut richtig. Aber er ist kein Kind! Er ist Erwachsen, er hat sich entschieden zu trinken und damit den Führerscheinverlust in Kauf genommen. Wo bitte ist das jetzt deine Angelegenheit, ihm das abzunehmen, worum er sich selbst kümmern muss?

    Hast du dir im Außen für dich auch noch zusätzliche Hilfe gesucht? Deine Mutter war da jetzt nicht so hilfreich. Freunde? SHG? Suchtberatung? Anwaltliche Beratung? Glaube, da fällt einigen noch mehr ein.

    Du hast ja eine Weile nun nicht hier geschrieben. Mir hat es enorm geholfen, hier täglich zu lesen oder zu schreiben. So bin ich immer klarer geworden, dass ich mich räumlich trennen musste und dass ich das schaffen kann.

    Ich schick dir eine Portion Kraft und Klarheit.
    Die Lösung hast du bestimmt schon in dir.

    LG Nova

    Hallo wardasalles und noch ein herzliches Willkommen von mir.

    Mag sein, dass das noch total Co-Verhalten ist, aber es hat dir die benötigte Klarheit verschafft, dass du deiner Wahrnehmung trauen kannst.
    Davon musste ich mich auch immer wieder überzeugen. Dass ich nicht übertreibe. Dass meine Gefühle richtig sind. Dann kam ich mir immer total für blöd verkauft vor. Und ich war stinkesauer, dass er meine Intelligenz so beleidigt!

    Es gibt leider nichts, was ihn zum Aufhören bewirken wird, wenn der Wunsch nicht von ihm ausgeht.

    Es mag sein, dass es Augenöffner-Momente gibt. Dann ist aber immer noch nicht gesagt, dass er sein Problem auch angehen will.
    Es braucht zu allererst die Einsicht und den Wunsch wirklich nicht mehr trinken zu wollen.

    Wir haben da keinen Einfluß drauf. Die meisten brauchen ihren Tiefpunkt (so wie auch wir Cos) und auch dann ist nicht sicher, dass der Alkoholiker mit dem Trinken aufhört.
    Bei dem Einen kann das die Trennung sein, beim Nächsten müssen erst sämtliche Stützpfeiler wegbrechen.
    Du hast es aber gar nicht in der Hand.

    Was du tun kannst, und das wirst du hier immer wieder lesen und hast es ja auch selbst bereits geschrieben bekommen: Kümmere dich um dich! Schau, was du tun kansst, um aus dem Suchtsystem auszusteigen. Ob es dafür eine Trennung benötigt, hängt mM nach von dir ab. Kannst du mit einem Alkoholiker dauerhaft unter einem Dach leben, kannst du dir selbst so viel Freiraum verschaffen, dass du nicht permanent mit seiner Trinkerei konfrontiert und belastet wirst? Wie hoch ist deine Akzeptanz. und es wird nicht besser- im Gegenteil, die Trinkemgen und die Häufigkeit werden immer mehr. Die psychischen Verletzungen (bei manchen sogar körperliche), all das wird schlimmer, je weiter er sich reintrinkt....

    Ich konnte es nicht. Ich bin ausgezogen.
    Nach gut 6 Monaten der "räumlichen" Trennung, hatte mein Partner eine erste Krankheitseinsicht. Nun über ein Jahr später will er den Entzug machen. Was daraus wird, steht auch auf einem anderen Blatt. Ich bin aktuell noch bzw wieder mit ihm zusammen, hab aber meine eigene Wohnung und kann mein Leben mittlerweile sehr gut ohne ihn gestalten. Aber es gibt auch in meiner Co-Rolle immer mal wieder Rückfälle.
    Trotzdem bin ich jetzt soweit, dass ich sagen kann: scheitert sein Entzug, ist auch die Beziehung gescheitert.

    Hallo Sanni,

    Schön, dass du wieder hier bist und dich nun um dich selbst kümmern möchtest! (auch wenn der Anlass traurig ist)

    Während er nichts nachhaltig gegen seine Sucht unternommen hat, hast du wohl auch im vergangenen Jahr nichts gegen deine gemacht.

    Deshalb freut es mich, dass du nun damit angefangen hast.

    Es ist schade, dass es so kommen musste, war aber leider absehbar. Und wie hier schon geschrieben wurde, reicht es nicht, wenn nur einer sich bewegt.

    Der no-contact ist jetzt das beste, was du machen kannst, um dich von ihm zu lösen.

    Magst du Podcasts? Gib in YT mal co-abhängig ein. Da gibt es einen, der mir irre geholfen hat. Der heißt Liebling wir sind abhängig.

    Als Buch wurde mir hier Robin Norwood empfohlen ‚Wenn Frauen zu sehr lieben‘ irre viele Augenöffner! Gibts auch als Hörbuch.

    Und das Forum bietet ne Menge Input!

    Ich finde es toll, dass du dich damit jetzt richtig auseinandersetzen möchtest. So lernst du viel über deine Muster und wie du dein Leben selbst wieder bestimmen kannst.

    Aber Spoiler: das ist kein Spaziergang. Die Arbeit an einem selbst ist teilweise echt anstrengen und erfordert auch ne Menge Kraft. Aber es lohnt sich so sehr!

    Und bleib hier! Schreib, wie es dir geht, was du für dich tust, wenn es dir mies oder gut geht. Was dich bewegt. Dafür ist die SHG goldrichtig!

    Viele sind bereits durch diesen Prozess durch, viele befinden sich mittendrin und einige fangen gerade an. So kannst du von allen Entwicklungsschritten ne Menge hier für dich rausholen.

    Ich kann die Entscheidung der beiden absolut nachvollziehen! Es ist so viel passiert und hier haben sie bereits Großes geleistet. In ihrer realen Welt haben sie eine große Herausforderung angenommen und müssen nun auch auf sich selbst schauen!

    So viele Jahre begleiten sie das Forum schon und ich durfte jetzt etwas über ein Jahr von Auroras Erfahrungen profitieren.

    Sie hat mir so viel gegeben und so wertvolle Ratschläge erteilt. Erst heute wieder! Sie ist so einfühlsam und hat eine so große Tüte Verständnis im Gepäck!

    Danke dir so unendlich, liebe Aurora , dass du mich und meinen Weg begleitet hast. Und ich hoffe, dass du hin und wieder nochmal bei mir vorbeischaust.

    Mit Dante hatte ich eigentlich gar keinen Kontakt hier. Doch auch seine Beteiligung bei anderen empfinde ich als unendlich wertvoll!!!

    Es ist richtig irgendwann auch mehr auf sich selbst zu schauen und die Grenze zu erkennen, wann es zu viel wird!

    Das bekommen wir ja Tag für Tag von ihnen beigebracht. Also gilt das auch selbstverständlich für die beiden!

    Danke für Euer Engagement ❤️

    Mami, so wird das nix!

    Richte mal endlich deine Gedanken von ihm weg zu dir!

    Tu dir gutes, statt daheim rumzusitzen und dein Gedankenkarussell nicht zur Ruhe kommen zu lassen.
    Geh schwimmen, Sauna oder ins Kino. Besuch ne Freundin. Geh spazieren, nimm dir was zu hören mit. Mach ne Entspannungsübung-Meditation zu Panik.

    Das alles hat mir über meine schlimmste Zeit weggeholfen!

    Wenn ich da mal von mir berichten darf?

    Ich habe eine Weile wirklich sehr missbräuchlich getrunken. Als Alkoholikerin habe ich mich aber nicht gesehen. Ich konnte, wenn ich die Schnauze voll hatte, einfach aufhören.

    Es gab eine Phase, da war ich extrem stark gefährdet und auf dem besten Weg in die Sucht reinzurutschen. Viel hat bestimmt nicht gefehlt, denn ich hatte schon erste Anzeichen von Saufdruck Donnerstag mittags, wenn ich wusste, heute Abend Kneipe, Stammtisch.

    Irgendwann hab ich die Reisleine gezogen. Ich merkte, wie es mir gesundheitlich immer schlechter ging. Ich hab einfach aufhören können, weil ich es wollte.

    Liebe Mami,

    Deine Gedanken kreisen offensichtlich ausschließlich um ihn.

    Belese dich nicht in Depressionen. Versuchs mal mit Co-Abhängigkeit. Es gibt sehr gute Bücher, Podcast, und im Netzt auch einige Seiten sowie die Themen hier im Forum bei den Angehörigen.

    Da sollte nun dein Fokus drauf liegen!

    Dabei lässt sich sehr viel auf dich und deine Situation übertragen und vielleicht kannst du dann besser verstehen.

    Du willst verstehen und viele hier schreiben dir, woran sein Verhalten liegen könnte. Natürlich kann keiner hier wissen, wie es tatsächlich ist.

    Aber erstmal wäre es wichtig, dass du an dich denkst. Die Gedanken von ihm weglenkst und schaust, was du für dich tun kannst, damit es dir besser geht und du einen Umgang mit deiner Situation findest.

    Es gibt hier im Forum auch einige Buchempfehlungen. Zwei, die mir sehr gut geholfen haben zu verstehen waren: Alk-Fast ein medizinisches Sachbuch von Simon Borowiak und Wenn Frauen zu sehr lieben von Robin Norwood. (Beide gibt’s auch als Hörbücher)

    Empfehlungen, die ich selbst auch hier bekommen habe. Da waren viele Augenöffner für mich dabei.

    Hallo Mami,

    bisher habe ich nur still bei dir mitgelesen, weil du auch von vielen hier bereits die Antworten bekommen hast, die ich selbst auch gegeben hätte.

    Kann es sein, dass du dich bis jetzt noch gar nicht mit dem Thema Alkohol-Sucht umfänglich auseinandergesetzt hast? Aber vor allem mit deiner Co-Abhängigkeit? Liest du dir hier auch andere Bücher durch? Das hilft sehr, eine andere Perspektive einzunehmen. Denn wir Cos haben sehr viele ähnliche bis gleiche Geschichten.

    Wenn dein Partner Alkoholiker ist und sich in eine Langzeittherapie begeben hat, hat er ja schon erkannt, dass er seine Sucht nicht ohne Hilfe zum Stillstand bringen kann. Was da in der Therapie passiert, ist sicher von Patient zu Patient unterschiedlich und doch ganz gleich.

    Er lernt gerade, mit seiner Sucht umzugehen und diese zu stoppen. Das ist harte Arbeit und es kommt sicher auch sehr viel hoch bei ihm. Daher ja auch seine vermutliche Depression.
    Wenn nun alle Emotionen ungefiltert bei ihm ankommen, kann das total überfordern und es muss ein Umgang damit gelernt werden, ohne die altbewährte Strategie, es wegzutrinken. Sich betäuben zu müssen, um das auszuhalten.

    Du hast von vielen bereits den Anstoss bekommen, bei dir zu bleiben und das nicht persönlich zu nehmen. Denn das ist es nicht.

    Natürlich machst du dir Sorgen, aber lass sie dich nicht beherrschen. Mein Eindruck ist aber, dass du genau das tust.

    Gibt es in der Klinik deines Partners eventuell Angehörigen-Gespräche? Wenn dein Partner damit einverstanden wäre, könnte es Euch vielleicht helfen? Nur so ein Gedanke. Aber auch da, wenn er das nicht möchte, mach ihm keinen Druck. Er ist dazu nicht verpflichtet, wenn er dazu nicht bzw. noch nicht bereit ist.

    Er hat gerade wahnsinnig viel mit sich selbst zu tun. Gib ihm die Zeit, die er braucht.


    LG Nova

    Hallo Bernie und ein Frohes Neues!

    Tatsächlich hat es nichts mit der Unfähigkeit der Sozialdienste zu tun. Bei meinem Partner wird gerade alles so abgestimmt, dass es nahtlos von der Entgiftung in die LZT geht. Er will das so. Und diese Abstimmung dauert schon länger. Bis die ganzen Formulare ausgefüllt sind, Sozialplan erstellt und Reha-Antrag bewilligt ist. Und so lange hat er noch seine Schonfrist bzw. tritt auf der Stelle. Wenn man ihm glauben möchte, dann wird der Plan Mitte Ende Febraur in die Tat umgesetzt. Und so lange haben wir noch den Schwebezustand. Wenns nach mir ginge (was es selbstverständlich nicht tut) dann wäre er schon längst entgiftet und würde die Zeit bis zur LZT mit SHGs usw. überbrücken. Für ihn ist auch die Therapie im Anschluss wichtig.

    Und das alles ist aber nicht mein Problem. Er ist für sich selbst verantwortlich und ich mach gerade das Beste aus der Situation. Gehts dann doch nicht los, dann hab ich aber auch keine Lust mehr, weiter zu warten, zu hoffen und selbst in dieser Schwebe zu bleiben.

    Also für meinen Teil wird bis Ende Februar so oder so ein neues Kapitel aufgeschlagen. Gemeinsam oder alleine, das wird sich zeigen.

    Wichtig ist, dass du dich abgrenzt. Und nimm ihr da auch nichts aus der Hand. Es ist ihr Weg. Finde du deinen!

    Alles Gute für dich.

    Gruß Nova

    Hallo Jacaelli,

    Willkommen im Forum. Ich wünsche dir einen guten Austausch hier.

    So wie Cadda schreibt, ist es schon mal sehr gut, dass du dein eigenes Zuhause hast!

    Das mit dem Hund würde mir auch kein bisschen gefallen. Trotzdem hat er die Verantwortung, nicht du. Also mach sie nicht zu deiner!

    Und „nur“ Bier. Da bekomm ich die Krise. Wenn nur Bier literweise in sich reingekippt wird… es ist egal, welchen Alkohol er konsumiert. Rausch ist Rausch.

    Und du löst keine Eskapaden aus! Das verursacht die Sucht auch ohne dein Zutun.

    Gib dir nicht die Schuld und versuch nicht ihm zu helfen.
    Kein Aufräumen, keine Erledigungen abnehmen. Kauf nicht für ihn ein.
    So lange du um ihn rumschwirrst, hat er überhaupt keine Veranlassung etwas zu ändern. Also mach’s ihm nicht zu bequem.

    Und egal, was du tust, das weißt du ja bereits selbst, du kannst ihm nicht helfen.

    Was kannst du für dich tun?

    Zuerst einmal hat mir das Schreiben und vor allem das Lesen hier unheimlich geholfen.
    Gibt es Dinge, die du gerne tust? Die du gerne für dich alleine tust?
    Sauna, Kino, Museum, Freunde/Freundin…

    Ich find, dass DU das super machst. Das mein ich ernst. Du kamst in's Handeln. Du reflektierst ja permanent.

    Danke Hera :oops:

    aber er riecht soo gut "Ist wirklich mal hier geschrieben worden.

    Jaaa, von mir :oops:

    Der Typ riecht irre, wenn er keine alkoholischen Ausdünstungen hat. Und dieser Geruch macht mich echt verrückt. Da steht aber auch kein gemein, manipulativ oder sonst etwas davor und das ist ganz sicher kein Grund zu bleiben.

    Und ich geb dir wirklich Recht. Zum ständigen Jammern, wie schlimm es ist und selbst überhaupt nichts an sich zu ändern, dafür ist ein Selbsthilfe-Forum nicht da!
    Sich selbst wieder in den Fokus zu rücken und dann ins Handeln zu kommen, die eigenen Baustellen zu betrachten und zu schauen, was einem selbst gut tut, ohne es von einer anderen Person abhängig zu machen, dafür ist ein Selbsthilfe-Forum da!

    Der Unterschied ist aber doch der, dass die Halb-Trennungswilligen ewig hier in ihrem Nest verweilen dürfen, auch wenn sie nicht in die Puschen kommen. Bei den Alkis gibt es nur hop oder top. Ich weiss schon, dass das ein längerer Prozess ist, wenn Kinder oder Haus oder so dran hängen. Aber da gibt es keine Frist oder ne Voraussetzung, um hier zu bleiben. Da wird das dann manchmal zu ner Art Selbstmitleid- oder Liebeskummer-Forum.

    Hallo Hera, ich hol das mal zu dir rüber, weil ich Hartumts Faden damit nicht blähen möchte. Möchte da aber gerne auch drauf eingehen.

    Denkst du, dass es bei den Cos zielführend wäre, wenn es da nur hop oder top gäbe, wie bei den Alkoholikern?

    Da ist ja ganz klar, entgifte und dein Austausch fängt an.

    Sollen Cos das gleiche geraten bekommen? Trenn dich und der Austausch fängt an?

    Ich muss dir aber auch Recht geben, dass ein jahrelanges Rumgeeiere hier im Forum auch keinen Sinn macht. Und über den Alkoholiker und die Situation zu Hause rumzujammern finde ich auch dauerhaft, ohne im eigenen Verhalten etwas zu ändern, unsinnig.

    Falls du bei mir noch ein wenig im Thema bist, weißt du ja, dass auch ich noch ein bisschen eiere. Ich hatte mich letztes Jahr hier angemeldet und 2 Wochen später bin ich ausgezogen. Nach der Trennung haben wir uns ein paar Monate später wieder angenähert. Ich hatte da dann eine völlig andere Haltung eingenommen und kann das Thema Alk losgelöst von den anderen Themen und vor allem losgelöst von mir anschauen. Früher habe ich bei mir die Schuld gesucht. Meinen Wert in Frage gestellt. Mein ganzes Sein. Heute bin ich diesbezüglich, vor allem Dank des Forums, viel weiter. Ich bin durch den Austausch hier viel gefestigter und konnte dadurch lernen, trotzdem mit einem Alkoholiker zusammen zu sein, ohne irgendwelche Anteile an seiner Sucht bei mir zu suchen.

    Da er irgendwann von sich aus mit Entzugswunsch angefangen hat, geb ich zu, hat er mich allerdings auch wieder mehr eingefangen. Nun eiert er rum. Und ich mach das so dann nicht mehr lange mit. Dachte eigentlich, dass sich unsere, wie auch immer gelagerte, Beziehung in diesem Jahr irgendwann ausschleichen würde. Durch sein verändertes Verhalten blieb ich aber auch noch stecken. Nun wird es die nächsten paar Wochen zeigen, ob ich ganz den Absprung mache.

    Warum ich das alles schreibe ist einfach, dass ich als Co dieses Jahr so irre viel hier durch den Austausch gelernt habe, dass ich das nicht mehr hergeben möchte und unendlich dankbar dafür bin.

    Liebe Paulina, Willkommen im Forum. Ich wünsche Dir einen guten Austausch und die Erkenntnis, dass du dir und deinen Kids keinen Gefallen tust, bei einem Alkoholiker zu bleiben.

    Hier sind viele Erfahrungsberichte von EKA's (Erwachsene Kinder von Alkoholikern) und ich empfehle dir, da auch mal reinzulesen.

    Deine Kinder mögen im Moment den Eindruck erwecken, dass sie nichts mitbekommen. Vergiss das ganz schnell wieder. Es ist nicht unfair, sie aus diesem Suchtsystem rauszuholen. Es ist unfair, sie darin zu halten!

    Ich selbst bin ein EKA, und ich bin Co-abhängig, da bereits in der frühsten Kindheit diese Muster bei mir angelegt wurden. Es ist ein Leidensweg, den man keinem wünscht. Und ich bezweifle, dass du dir eine solche Zukunft für deine Kinder vorstellst.

    Ich verstehe schon, dass die finanzielle Unsicherheit ein großes Thema ist. Ist aber zu schaffen. Es gibt Hilfe! Hol sie dir!

    Ich verstehe auch, dass du das Gefühl hast, deine Kinder besser zu schützen, wenn du die Kontrolle hast. Das ist ein Irrtum. Du schützt sie, wenn du Euch da rausholst. Es wird auch da Möglichkeiten geben, Einfluss auf den Umgang zu nehmen. Lass dich beraten!

    Meine Erkenntnisse sind grade ein Jahr alt und ich weiß, dass ich meiner Tochter keinen Gefallen getan habe, solange ich an meiner Ehe festgeklammert habe. Sie hat es auch nicht unbeschadet überstanden.

    Nach der Trennung von meinem Mann vor 4 Jahren bin ich nun wieder mit einem Alkoholiker zusammen. Und in dieser Beziehung kam erst die Erkenntnis, dass ich Co bin und wie lange schon. Woher das alles kommt und wie ich nun damit umgehe.

    Ich bin noch in meinem Prozess. Aber hier sind keine Kinder involviert. Meine Tochter ist Erwachsen und mein Partner hat keine Kinder. Und gemeinsame wird es nie geben.

    Ich hoffe, dass du die Not deiner Kinder begreifen kannst. Sie werden es dir nicht sagen, sie sind Kinder. Sie wissen es nicht besser und kennen es nicht anders. Die eigene Not wird ja gerne übersehen und man leidet still weiter.

    Als meine Eltern sich damals trennten, war ich totunglücklich, aber auch unendlich froh, dass der Alkoholiker weg war. Ich musste keine Angst mehr haben. Keine ständigen Streitereien der Eltern. Keine Mutter, die aus Hilflosigkeit und Depressionen sich selbst abgeschenkt hat, wenn der Vater wieder so ein A..... war.

    Es kehrte Ruhe ein und ich empfand es nach der Anfangstrauer, als das Beste, was uns passieren konnte! Damals war ich 11 Jahre alt. Und es hat massive Spuren hinterlassen.


    Ich wünsche dir sehr, dass du für dich und deine Kinder die richtige Entscheidung treffen kannst.


    LG

    Nova

    Guten Morgen Siri

    So symmetrisch wie Du Deine Aussage jetzt umformuliert hast, erscheint sie ja nun in völlig neuer Form. Was sollte ich an dieser neuen Form auszusetzen haben? Das wäre ja OK gewesen. Doch in der ersten Formulierung ist mir eben eine Asymmetrie und Relativierung aufgefallen. Nach der ersten Freude über Deine Zustimmung, hat dies bei mir dann eben doch ein ungutes, schales Gefühl hinterlassen.

    Ich kann da für mich tatsächlich keine andere Aussage von mir erkennen. Für mich war da keine Relativierung. Ich schreibe, wie ich denke und mach mir darüber vielleicht nicht Gedanken, dass man das falsch verstehen könnte. Also kann ich damit tatsächlich nicht viel anfangen. Es tut mir aber trotzdem leid, wenn es bei dir ein schlechtes Gefühl erzeugt hat!

    Aber wenn ich bemerke, dass meine Kommunikation in die Irre gegangen ist, weil jemand es offensichtlich falsch verstanden hat, dann versuche ich nicht zu lavieren. Ich versuche es zu akzeptieren, auch wenn mich persönlich so ein Vorwurf natürlich immer sehr trifft, weil mir selbst Sprache sehr wichtig ist.

    Ich versuche auch nicht zu lavieren. Ich akzeptiere, dass etwas falsch rüber gekommen ist und entschuldige mich dafür auf meine Weise. Ich mache mir da auch tatsächlich nicht solche Gedanken, dass auch die Entschuldigung dann falsch rüber kommt. Und trotzdem versuche ich ja auch mich zu rechtfertigen, zu erklären. Bin aber mit meiner Ausdrucksweise wohl nicht so versiert, dass mir sowas auffallen würde. Mir ist da nicht unbedingt die korrekte Sprachverwendung wichtig, sondern das, was ich ausdrücken möchte. Dazu fehlt mir vermutlich die nötige Bildung.

    Ich kann akzeptieren, wenn ich auf dem Holzweg bin. Ich ziehe mir den Schuh auch an, wenn ich merke, dass der mir passt.

    Ich möchte auch nicht mit dir jetzt eine ausufernde Diskussion über Ausdrucksweisen. Ich denke wir lassen das jetzt so stehen. Denn im Grunde hast du meine Zustimmung bekommen und das ist es doch, worauf es letztendlich ankommt.

    Guten Morgen Kendra.

    Ich möchte dir hier auch nochmal ein paar Gedanken dalassen.

    Weißt du, die Sache mit dem mir selbst verzeihen und der „Schuld“, ist etwas kompliziert.

    Denn ich hatte einfach keine Schuld.

    Trotzdem habe ich immer mal wieder Momente, an denen ich Schuldgefühle habe und da ist das mit dem mir Verzeihen einfach sehr schwer.

    Ich war krank. Ich war nicht in der Lage, mich für eine Weile richtig um mein Kind zu kümmern. Klar war ich immer für sie da. Hab die nötigen Dinge getan, die eine Mutter eben tut. Essen machen, mich um Schulangelegenheiten, Arzttermine usw gekümmert. Sogar Unternehmungen mit ihr gemacht. Ich habe schon funktioniert.

    Doch ich war hochgradig depressiv. Meistens Mittags, wenn ich nach meinem Job heimkam (sagt dir smiling Depression was?) die nötigen, wichtigen ToDos erledigt hatte, lag ich im Bett und habe meine Welt (und alles was sich darin befand) ausgesperrt. Meine Tochter hatte viele Freundinnen, die auch bei uns zu Besuch waren. Während ich im Bett lag und nicht in der Lage war, mich zu kümmern.

    Deshalb hat sie es damals auch nicht als so schlimm wahrgenommen. Das kam erst etwas später bei ihr hoch.

    Das! Zum Beispiel, ist etwas, dass ich in Erinnerung schwer aushalte.

    Am schlimmsten aber ist es für mich, daran zu denken, wie ich 2021 komplett fertig war. Es ging nichts mehr. Hab mich auf Akut einweisen lassen und es hat bis heute gedauert, diese Zeit richtig zu verstehen. Und dann bin ich übergangslos so richtig Co geworden. Und das war tatsächlich schlimmer für meine Tochter. Ich habe einfach keine Ressourcen gehabt. Und sie war ja bei ihrem Vater gut aufgehoben (mehr oder weniger). Hat ein super Familien- und Freundenetzwerk, welches für mich dann beruhigend war, dass sie nicht alleine ist und ich mich nicht kümmern brauchte. Denn das ging einfach nicht! Letztes Jahr um diese Zeit bin ich mir allmählich bewusst geworden, was da in meinem Leben gerade passiert. Im Dezember habe ich mich hier angemeldet und langsam aus meinem Loch rausgekämpft.

    Also nochmal. Ich war nicht Schuld daran, dass ich krank war. Ich war nicht Schuld, dass ich ein schlimmes traumatisierenden Erlebnis hatte. Nicht Schuld, dass ich Co-abhängig war.(bin….aber es wird immer besser!)

    Es war nicht leicht für sie. Sie sieht aber, dass ich krank war und deshalb kann sie mir verzeihen. Vor allem, weil ich in diesem Jahr wieder erreichbar für sie bin. Sie sieht, wie hart ich an mir arbeite. Nur wieder gut machen kann ich’s eben nicht.

    Und ich. Ich bin in der Akzeptanz angekommen. Auch wenn’s mich immer mal einholt. Auch wenn ich es manchmal vorgehalten bekomme, so kann ich heute damit umgehen.
    Es ist, wie es ist!!!!


    Ich denke, auch du solltest jetzt erst einmal damit anfangen, deine Erlebnisse zu verarbeiten und das Leben zu bejahen. Mit allem was dazugehört.

    Wenn du mit dir wieder im Reinen bist, wird das irgendwann auch dein Umfeld merken. Die Menschen gehen dann wieder ganz anders mit dir um. Und das ist diese Chance, dass es wieder gut werden kann.

    Hi, ich brings mal hier her. Hab eben erst gemerkt, dass du es bei mir nicht lesen kannst.

    Das ist doch totale Wortklauberei. "und" "oder"

    1. Es ist scheinbar falsch bei dir angekommen

    2. Ich habe mich auch scheinbar unglücklich ausgedrückt

    Wirst du jetzt kritisieren, warum 1. u .2. nicht andersherum stehen?

    Was ist das gerade bei dir, dass du so darauf anspringst?

    Fakt ist, dass wir doch auf einen Nenner gekommen sind, bzgl. der "gemeinsamen Aufarbeitung".

    Zitat

    Warum kann jemand nicht einfach akzeptieren, dass er/sie sich unglücklich ausgedrückt hat? Denn offensichtlich ist ja etwas falsch angekommen beim Gegenüber!

    Gegenfrage: Wieso soll es denn an meiner Ausdrucksweise liegen, dass mein Gegenüber etwas falsch auffasst?

    Es tut mir leid, wenn dich das pikst, aber das ist nicht mein Schuh, der da drückt.