Schönen Abend zusammen.
Die letzen beiden Tage waren richtig gut für mich.
Gestern Weihnachten mit meiner Familie. Anstrengend aber schön. Es gab einige Momente, in denen ich ihn arg vermisst habe. Morgens habe ich unser Essen fertig gemacht und dabei einen völligen Zusammenbruch gehabt. Ich war alleine und hatte das Gefühl, dass es nie wieder besser werden kann.
Mittags dann wurde es aber besser! Ich habe viel Trost bei meinen Lieben bekommen, aber auch Ablenkung, nicht zuletzt durch meine süßen kleinen Neffen. Mutter u Schwester sind bei sowas eher linkisch. Sie wissen dann nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. Dass dann eine einfache Umarmung hilft, das kapieren sie irgendwie nicht. Aber dafür kapierts mein Schwager.
Als ich einen schwachen Moment hatte, kam er einfach zu mir und hat mich wortlos in den Arm genommen und mich weinen lassen. Das tat irre gut. Seitdem geht es mir so viel besser.
Ich bin ja jetzt bei meiner Tochter (übrigens 18 Jahre) sie hat mit mir gestern noch lange gequatschte und Pläne geschmiedet. Wie wir zB heute den Tag verbringen wollen.
Wir haben das Zimmer, in dem ich jetzt bleiben darf, aufgeräumt, Klamotten von meinem Ex eingepackt, damit ich Platz im Schrank habe und es fühlt sich direkt nach „zu Hause „ an!
Der Abstand und seit Heiligabend kein Kontakt, tut mir gut. Ich fühle mich befreit. Ich will wieder aktiv mein Leben in die Hand nehmen!
Morgen schau ich mir ja die Wohnung an.
Mit viel Glück, kann das jetzt ganz schnell gehen. Und wenn nicht, egal, ich bin da erstmal raus und kann hier bleiben, bis ich was habe.
Es war richtig, dass noch vor Weihnachten zu beenden, ich wäre sonst vll doch in der Beziehung noch ne Weile steckengeblieben.
Ich bin so unendlich dankbar, das Forum gefunden zu haben und konnte für mich viel aus den Beiträgen von euch rausziehen.
Ich betrachte die letzten beiden Jahre nun als Lektion, die ich lernen musste. Ich hab diese Zeit vielleicht auch gebraucht, mich in meinem eigenen Leid zu baden. Ich hab wirklich durch meine PTBS auch arg mit mir selbst zu kämpfen. Die Situation mit ihm, habe ich wohl einfach angenommen um ein anderes Problem für mich vorzuschieben.
Nun ist’s genug!
Ich freue mich auf mein neues Leben, auch wenn ich viele Ängste habe! Aber da, wo ich bis vor kurzem noch war, will ich nie nie wieder hinkommen!