Beiträge von Maeron

    Notfall Koffer

    Heute habe ich meine Notfall Koffer angefangen zu optimieren. Dazu sind mir richtig viele Dinge eingefallen, die ich machen kann, wenn ich einen Craving Notfall habe. Dazu Habe ich auch die H A L T Regel mit ejjbezogen und auch Tipps hier aus anderen Erfahrungsberichten. Jetzt will ich das ganze noch strukturieren und si aufschreiben, das es richtig gut lesbar ist und vllt gestalte ich es noch schön.

    Heute ist mein Schmuckstück angekommen mit dem ich sooo sehr zufrieden bin. Es erfüllt mein Herz.

    Zusätzlich lese ich hier mehr und höre auch ein Hörbuch zum Thema.

    Und nächste Woche gehts auf alle Fälle auch wieder zur realen Gruppe.

    Und der Austausch hier.

    Ich will keinen weiteren Ausrutscher und Rückfall. Ich will Handeln damit es besser wird.

    ich fing an,den Obdachlosen zu beneiden… ich steigerte mich so sehr in die Situation, dass ich es nicht mehr aushielt, ich konnte nicht mehr.

    Ich kann das in dem Sinne nachvollziehen, dass ich meinen Alkoholkonsum mit Freiheit verbinde. Ich habe biografiebedingt früher wenig Freiheiten gehabt. Und zusätzlich noch Ängste. Das hat bewirkt, das ich im Rausch den ganzen Scheiß Zwang und die Enge und den Druck und die Angst loslassen konnte und so richtig hemnungslos sein durfte. Dazu zählt auch das bewusste Schädigen des Körpers durch den Alkohol, was mir mangels Selbstwert fast Befriedigung verschaffte. Fast wie eine Strafe. Und der obdachlosen Mensch hat diese Freiheit, zu tun und zu lassen, was er möchte. Trägt kaum Verantwortung und ist fast grenzenlos frei. Diese Gedanken sind mir bei deiner Geschichte gekommen. Ich habe dei Freiheit im Alkohol gesucht und erst ganz spät gemerkt, dass das Gift mir Ketten anlegte und mich nur weiter in die Unfreiheit zog.

    Meint ihr ich sollte dort erst mal schlafen.

    Ich glaube diese Entscheidung kann dir hier keiner abnehmen. Mache doch mal eine Pro und Contraliste.

    Ich denke, es könnte sein, dass deine Frau dann merkt, das du fehlst. Oder das sie dann merkt, das es besser ist ohne dich.

    Ansich solltest du danach handeln, was sich für dich richtig anfühlt und was dir hilft nüchtern zu bleiben. Das ist doch die Basis und das Wichtigste. Wenn du wieder anfängst zu trinken, dann wird die Beziehung wohl kaum gerettet werden können.

    Dein wichtigstes Ziel ist die Abstinenz. Alles andere kommt dann.

    Vielw Grüße und alles Gute

    Maron

    Ich hatte vor ca.,zwei Jahren unseren Haushalt alkoholfrei gemacht. Ich meinte zu meiner Frau, sie solle mal schauen, dass sie mir sagen soll, wie wir den Alk loswerden. Da sie mich vertröstet hatte, hatte den Alkohol dann selbst entsorgt. Da wurde sie sauer, man hätte es doch noch für Freunde und Besucher aufbewahren können. Aber zu dem Zeitpunkt wollte sie nicht glaube, dass ich wirklich aufgehören will. Mit der Zeit hat sie mich verstanden. Es ist selbstverständlich, dass wir keine Alkohol zuhause haben. Und es ist mein alkoholfreies Zuhause. Das tut gut. Und ist enorm wichtig

    Also ich habe mich hier daran gewöhnt, das man oftmals "einen um die Ohren kriegt". Aber ja, es sind Hilfen für mich. Von da her, passt das. Es fehlt hier halt auch die Mimik und andere nonverbale Kommunikationsebene. Da ist es gut, wenn nachgefragt wird bzw. kann halt laut in verschiedenen Richtungen gedacht werden.

    Habe mich zwischendurch auch immer bei euch bedankt. Das würde ich nicht machen, wenn ich das Gefühl hätte, ihr würdet auf mich runtrampeln.

    Auf geht's, weiter geht's, abstinent :)

    Dass du nach zwei Bieren aufhören konntest, ist ungewöhnlich und kann zu falschen Schlussfolgerungen führen. Du konntest ja aufhören und musstest dich nicht wie früher dich abschießen . Das hat schon einigen Alkoholikern das Genick gebrochen, weil sie sich plötzlich nicht mehr als Alkoholiker sahen.

    Das tue ich nicht. Alleine die Tatsache wie groß der Drang war, mehr zu trinken, zeigte mit, wie krank ich bin. Mir ging es nicht gut dabei. Es war schrecklich. Wieso sollte ich jetzt denken dass ich kein Alkoholiker bin. Nein. Diese Situation + die ganze Vergangenheit mit al den Sachen die passiert sind alkoholisiert + ICD10 Diagnosekretetien + Das Widerfinden in al den sich gleichenden Suchtgeschichten + meine Gefühle.... Ne, ich bin Alkoholiker.

    Wir haben hier immer wieder Rückfällige, die es als "Unfall oder Vorfall"" abtun und auch von Therapeuten wird gesagt, dass es zur Krankheit dazugehört.

    Ja, ich finde es schwierig. Auf der anderen Seite soll eben vermieden werden, das ich als Alkoholiker nicht die Flinte ins Korn werfe, wenn ein RF passiert ist. Aber klar, diese Art des Versuchs der Risikobegrenzung kann auch nach hinten losgehen und das Gegenteil bewirken, wenn daraus ein Erlaubnisgebender Gedanke wird. So wie bei mir. Auf der Anderen Seite konnte ich den Konsum nach zwei Bier stoppen. Hätte ich das gekonnt, wenn ich nicht gelernt hätte, das ein RF als ein Teil der Erkrankung betrachtet werden kann?

    Und beim Alkoholiker ist die Werkstatt seine Selbsthilfegruppe.

    Diese Metapher gefällt mir gut.

    Für mich ist das alles nur ein Abgeben der eigenen Verantwortung mit Hintertür. "Es war ja keiner für mich da, als ich wieder rückfällig geworden bin."

    Hallo Hartmut,

    das verstehe ich und ich sehe es auch so. Die Verantwortung liegt bei mir. Wäre zum Beispiel eigenartig, wenn ich meiner Frau ein Schmuckstück mit einem Erinnerungssatz meiner Abstinenz schenke würde 😃. Die Verantwortung liegt bei mir.

    Eine Frage: Wie kann ich bitte eine Abstinenz vergessen?

    Damit meine ich ansich, dass ich nicht nachlässig werde, so wie es mir passiert ist. Das ich auf mich achte. Mein Schmuckstück ist zudem einfach Selbstfürsorge für mich. Es tut gut.


    Liebe Grüße

    Maeron, was denkst du denn dazu?
    Und vor allen Dingen, wie geht es dir heute? Wie hast du den gestrigen Tag verbracht, du hast dich seit Montag hier nicht mehr gemeldet. Ist alles soweit okay bei dir? Und wie geht es jetzt weiter für dich?

    Hallo, hier bin ich!

    Bei mir ist alles ok und mir geht's ganz gut. Ich war diese Tage schon bei eine Gruppe, ergänzen zu hier.

    Ich habe heute auch mit meiner Frau gesprochen. Es war ein gutes Gespräch. Sie sagte, dass meine Aussage "Da ich dachte, das es sowieso irgendwann passieren wird, dann kann es auch jetzt passieren", überhaupt keinen Sinn macht.

    Mir zeigt es, wie schwer nachvollziehbar es für Nichtsüchtige sein kann.

    Ich habe mir etwas persönliches, ein Schmuckstück, anfertigen lassen, was mich immer an meine Abstinenz erinnert soll. Das tut gut und auch die Beschäftigung mit Spiritualität, Glaube und Religion tut mir momentan gut.

    Ich habe alles von euch gelesen und danke euch für eure Beiträge.

    Auf der einen Seite überrascht mich das jetzt nach fast 2 Jahren, die du hier im Forum bist, auf der anderen Seite auch wieder nicht.
    Fällt es dir auf ?

    Ich lese hier ab und zu, doch konstant einen Buch zu folgen habe ich irgendwie nicht hinbekommen. Ich hatte irgendwann ganz viele Abonniert und dann den Überblick verloren bzw. Zusammenhänge vergessen usw.

    Ich habe mich intensiv mit meiner Erkrankung auseinandr gesetzt. Viele Bücher gelesen, die Reha gemacht, auch zu AA Treffen gegangeb usw

    Nur weil ich eine Sache hier nicht kenne, heißt das nicht, dass ich mich nicht genug auseinander gesetzt habe. Also, brauchst du dich bitte nicht wundern.

    Mein Skill Koffer (den ich jetzt noch optimiere), Rückfallpräventionsseminar... usw.

    Also ich bin weit weg von dem Gedanken des kontrollierten Trinkens.

    Auch weiß ich das ich nicht mehr trinken KANN. + das ich nicht mehr WILL.

    NEIN, ich fühle mich nicht so wegen der Tatsache, das ich keinen Komplettabsturz hatte.

    Grundsätzlich ist da auch irgendwo ein Klos im Hals. Aber halt auch dieses leichte, losgelöste Gefühl. Ich denke es ist so wie Alexa schrieb.

    Ich könnte kotzen, dass es mir passiert ist. Es sind mehrere Gefühle.


    Die HALT Regel kenne ich überhaupt nicht, danke! Werde ich mal zu recherchieren und es mir merken, klingt jedenfalls nützlich.