Beiträge von Rennschnecke

    Hallo releaseme, wie ist denn die Kinderübergabe gelaufen?

    Und wäre es möglich, dass das künftig jemand anders für Dich übernimmt, z. B. Großeltern? Denn er scheint diesen Zwangskontakt ja ordentlich für seine miesen Spielchen auszunutzen.

    Wie lösen das andere Cos in einer ähnlichen Situation bzw. haben es für sich erträglich gestaltet?

    Willkommen, Heglud,

    schön, dass Du hergefunden hast. Hier kannst Du noch mal einen anderen Blickwinkel auf die Sucht bekommen, sodass Du Dich irgendwann gar nicht mehr so sehr motivieren (lassen) oder gar kämpfen musst.

    Dabei helfen die Grundbausteine - und weitere aus Foren-Erfahrung gewachsene Leitsätze wie z. B.

    Nur nicht trinken reicht nicht.

    Was kannst Du diesmal anders machen, damit Du jetzt dauerhaft abstinent bleiben kannst? Ist z. B. Dein Zuhause alkfrei?

    Ach ja, Notfalltelefonnummern gibt es hier nicht, aber einen SOS-Chat, in dem Du Dir die Finger wundschreiben kannst, bis der schlimmste Druck weg ist. Und Irgendjemand ist fast immer online und steht Dir dann ggf. bei

    Alles Gute!

    Es ist doch alles klar. Sie hat sich getrennt, damit sie ungestört und uneingeschränkt saufen kann. Traurig, aber wahr.

    Was gäbe es denn da noch zu reden? DU solltest Dich jetzt durch absoluten Nichtkontakt schützen und an DIR arbeiten, damit Du irgendwann bereit für eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe bist.

    Solange der Alk zwischen Euch steht, wird das nix. Ich habe hier auch schon von Leuten gelesen, die irgendwann selbst süchtig wurden, um den "Partner" nicht zu verlieren. Pass auf Dich auf und steig aus der Grübelfalle aus, z. B. Duch verspäteten Frühjahrsputz. Jetzt hilft nur ablenken!

    Liebe(r) Korli:

    1. Schloss austauschen und ALLE Kontaktwege blockieren.
    2. Gegen den Trennungsschmerz Deinen Faden von vorn bis hinten lesen, ggf. immer wieder, damit Du irgendwann nicht mehr traurig, sondern erleichtert bist.
    3. Hier ganz viel schreiben und Dich mit Deiner Co-Abhängikeit beschäfigen.
    4. Ggf. Zusatzlich eine Suchtberatung für Angehörige aufsuchen.

      Du bist nicht wertlos, nur machtlos gegen die Sucht, kannst Du bei anderen Cos in allen Variationen nachlesen. Aufwachen!

    Hallo Sunflower,

    schön, was Du alles für Deine Abstinenz unternimmst. Da hast Du ja eine Menge Steine für Dich in Rollen gebracht, da komme ich schon beim Lesen außer Atem.

    Aber Du hast ja auch geschrieben, dass Du Du inzwischen darauf achtest, Dich nicht zu überfordern.

    3 Jahre Abstinenz sind doch eine tolle Leistung und hoffentlich eine solide Basis, um jetzt ans psychische Eingemachte zu gehen. Aber bedenke immer - falls es gefährlich wird, im Zweifel lieber die Reha als die Abstinenz abbrechen und notfalls hier den SOS-Chat nutzen. Denn ihne Deine Abstinenz ist alles nichts!

    Ich persönlich verteufele den Alk nicht, dass ist ja erst mal nur eine Flüssigkeit, die vom ersten Tropfen an giftig ist und leider überall herumsteht. Ich habe immer noch großen Respekt davor und halte um Sinne der Grundbausteine größtmöglichen Abstand.

    Mein Endgegner ist das unbelehrbare Suchtgedächtnis, das einen Teil meines Hirns für alle Zeit gekapert hat. Aber nur einen Teil! Der Rest ist auch schon über 2,5 Jahre nüchtern und lernt immer besser, den unbelehrbaren Teil in seine Schranken zu weisen und zu ignorieren, damit er bis zum nächsten Versuch, mich zurück an den Suff zu bringen, weiterschläft.

    Weiter so und melde Dich gern öfter!

    Zu Deiner Frage, Morgaine: Ja, das Gefühl kenne ich auch und deshalb habe ich mir vor dem Start in die Abstinenz sehr genau überlegt, wem gegenüber ich die Alki-Schublade öffne (nur 3 alten Freunden, von denen einer leider inzwischen tot ist. Er war der einzige der drei, der nicht recht glauben mochte, dass das bei mir schon Sucht war. 😓)

    Und natürlich informiere ich alle Ärzte, die mir irgendwelche Medikamente verabreichen (könnten) - mal mehr, mal weniger mit Erfolg: Bei der Darmspiegelung wache ich immer noch kurz vor Schluss auf, finde es aber inzwischen ganz praktisch.

    Dass sie mich darauf reduzieren, kann ich nicht behaupten, aber sie gehen sehr unterschiedlich damit um, von Feiern bis bloß nicht ansprechen. Egal, notfalls mach ich das, ist ja mein Leben.

    Aber: Immer, wenn ich hier ins Forum gucke, also mehrmals am Tag, bekenne ich mich vor mir selbst dazu, Alkoholikerin zu sein und nicht nur ein Problem unter vielen zu haben.

    Das hat mich gerade am Anfang sogar mit Stolz erfüllt: Weil ich meine Sucht, egal, wie und wann genau ich hineingerutscht bin, nicht länger als gegeben hinnehme, sondern sie aktiv stoppe.

    Ich bin mehr als "nur" eine Alkoholikerin, aber spätestens hier habe ich gelernt: Ohne meine Abstinenz ist alles nichts.

    Darum konzentriere dich gerade am Anfang darauf, sie wie einen Schatz zu hüten und zu festigen. Alles andere ist erstmal zweitrangig.

    Zu viel Nachdenken über Schuld und Scham kann auch anfällig für die Trostversprechen des Suchthirns machen.

    Noch eins, Steevie: Du hast Absti geschrieben, dass dein Partner "nüchtern" ist, wenn Ihr nachts zusammen wach seid. (Was ich bezweifle, echte Ausnüchterung dauert länger als ein paar Stunden.)

    Heißt das, er macht Dich immer noch durch sein rücksichtsloses Verhalten mitten in der Nacht wach und Du bekommst öfter nicht genug Schlaf? Auch das gefährdet Deine Abstinenz, s. HALT-Regel.