Wie geht es Dir inzwischen, Nia?
Beiträge von Rennschnecke
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Minimalmengen, die meinetwegen einem zwanzigstel Bier oder weniger entsprechen, und die ich mir ausrechnen kann, sind mir wurscht, wenn es keine gute Alternative gibt.
Woran denkst Du da zum Beispiel? Senf? Essig? Sauerkraut?
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Hallo Matrix, wie geht es Dir aktuell?
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Ich gehe selten essen. Bei Bäckern bin ich dagegen oft und kaufe, seit ich nüchtern bin, ganz schön viel Kuchen...
Theoretisch gibt es für beides eine Deklarationspflicht, aber wenn ich mir bei unbekannten Kreationen nicht sicher bin, frage ich auch schon mal nach - laut, deutlich und bestimmt: "Ist da Alkohol drin?"
Das bin ich und ist meine Abstinenz mir wert. Sollen Kellner/Bäckereiangestellte doch denken, was sie wollen...
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Glückwunsch, Lilamond - und denk an die alte SHG-Weisheit: "Wenn es Dir schlecht geht, geh zu Deiner SHG - und wenn es Dir gut geht: renn!"
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Entschuldige, Absti, wenn ich Dir in seltenen Fallen auch mal widerspreche, aber das hatten wir in diesem Faden doch schon. Darum geht es doch hier gar nicht.
Steevie ist die einzige Alkoholikerin in den Haushalt, der an Abstinenz gelegen ist - und die nach eigenem Bekunden von ihrem Partner emotional abhängig und vielleicht auch Co ist.
Da sind solche Kommentare, auch wenn sie eigener Erfahrung entspringen und gut gemeint sind, einfach nicht hilfreich, weil sie die Co-Gedanken eher noch befördern.
Hartmut hat das doch weiter oben schon auf den Punkt gebracht.
Lasst uns den Fokus wieder auf die Inhaberin des Fadens und ihren Abstinenzwunsch legen, ok?
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Herzlichen Glückwunsch, Doro - 25 Jahre trocken und hier aktiv - klasse! 💐🎂
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Das ist doch menschlich.
Und hier im Austausch kannst Du vielleicht herausfinden, wie Du in diese Lage gekommen bist.
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Vielleicht hat er das Gefühl, dass er sich erst mal auf seine Abstinenz konzentrieren muss - gerade, weil es ihm bisher nicht lange gelungen ist, abstinent zu bleiben?
Mit "Kampf" geht das sowieso nicht, nur mit der Einsicht, dass ich nur aufhören, aber nie mehr "normal"/"kontrolliert" trinken kann.
Es könnte aber auch ganz anders sein, z. B., dass er nur noch freundschaftliche Gefühle für Dich hat - das kann nur er wissen und Dir sagen.
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Ok, ich bin zwar in erster Linie als Alkoholikerin hier, habe aber auch eigene Co-Erfahrung.
Du schreibst, er sei nach dem Entzug trocken. Da ist er gerade mal entgiftet, aber noch lange nicht trocken, wenn er überhaupt noch abstinent ist.
Dazu gehört nämlich Trockenarbeit, durch aktive und regelmäßige Teilnahme an einer SHG wie dieser, evtl. auch mithilfe einer Entwöhnungstherapie nach dem Entzug.
Da steht in jedem Fall - wie auch bei COs, das Thema Selbstfürsorge im Mittelpunkt: genau hinschauen, in allen Lebensbereichen, was guttut und was nicht, und das innere Gleichgewicht (wieder)finden.
Die meisten abstinent gewordenen Alkoholiker freuen sich wohl, wenn ihr Partner noch an ihrer Seite ist und sich wegen der Belastung in der nassen Zeit nicht schon längst von ihnen getrennt hat.
Manchmal kommt es laut den Berichten hier vor, dass sich einer der Partner nach dem Abstinentwerden des Alkoholikers eingesteht, dass die Partnerschaft für ihn oder sie am Ende ist.
Woran das im Einzelfall liegt, können nur die Betroffenen selbst wissen und sagen. Trennungen aus scheinbar heiterem Himmel kommen ja auch bei Nicht-Alkoholikern vor.
Hat er denn was dazu gesagt? Und wohnt Ihr (noch) zusammen?
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Danke, so wird zumindest für mich klarer, was Du Dir von dem Austausch hier erhoffst.
Da wird sich bestimmt jemand finden, der damit Erfahrung hat und sie mit Dir teilt. Alles Gute!
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Danke, try to.
D.h. Du hättest auch so weiterleben können, wenn er nicht entzogen und sich nicht getrennt hätte? Denn Du schreibst ja von "zehn wundervollen Jahren".
Ich frage deshalb nach, weil "klassische Co-Abhängige" in der Regel einen sehr großen Leidensdruck haben, wenn sie hier ankommen.
Ist es bei Dir eher der Trennungsschmerz, der Dich herführt?
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Ich zähle in Summe somit also zu den klassischen "Co-Abhängigen"
Herzlich willkommen, try to.
Darf ich fragen, wie Du zu dieser Einschätzung kommst?
Hast Du denn versucht, Vater und/oder Ex-Partner von Trinken abzuhalten und/oder diese vor den Auswirkungen ihres Konsums zu schützen, und Dich darüber selbst verloren?
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Sind die Frauenhäuser nicht heillos überfüllt, Matrix? Wie wahrscheinlich ist es, dass Du dort unterkommst, wenn Du offiziell eine Wohnung für Dich allein hast?
Hast Du einen Plan B? So eine Entgiftung dauert ja nicht lange und kann schnell abgebrochen werden.
Was haben denn die Beratungstermine für Dich persönlich ergeben?
Wenn Du Deine Wohnung behalten und allein mit Deinem Sohn dort wohnen möchtest:
Genau jetzt ist das Zeitfenster, um dafür zu sorgen: Schloss austauschen lassen, Nachbarn ins Boot holen, dass sie ihn nicht mehr in den Hausflur lassen, Polizei wg. Abstandsgebot ansprechen usw.
Die möglichen und nötigen Schritte sind In Deinem Faden schon von vielen wohlmeinenden Menschen beschrieben worden. Am besten noch mal durchlesen - und dann Schritt für Schritt für Dich und Deinen Sohn auf- und einstehen!
Du bist eine Mama, Du bist stärker, als Du glaubst!
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Er hat eine Adresse einer Therapeutin rausgesucht zu der er mit mir gehen möchte - Paartherapie. Sie hat auch Suchtprobleme in ihrem Angebot. Bis jetzt hat er noch keinen Termin gemacht weil xxxxxxx
Das ist eine gute Idee mit der Paartherapie - wenn er schon einige Zeit abstinent wäre und Ihr Euch beide als Paar neu finden müsstet und wolltet.
So aber fürchte ich, dass er immer noch verhandeln will, um Dich nicht zu verlieren - und den Alk auch nicht.
Wenn er wirklich selbst Krankheitseinsicht hätte UND auch noch einen echten Wunsch nach dauerhafter Abstinenz, würde und müsste er sich selbst kümmern, unabhängig von Dir, so wie Du es auch gerade für Dich machst.
(schreibe ich Dir als Alkoholikerin mit eigener Co-Erfahrung.)
Mach bitte die Intensität Deiner Wohnungssuche und weiteren Selbstfürsorge nicht davon abhängig, ob er vielleicht mal zu irgendeiner Gruppe geht - das beweist gar nichts, wie Du hier in unzähligen Erfahrungsberichten lesen kannst. Alles Gute!
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Und sei nicht so streng und abwertend Dir selbst gegenüber, von wegen 'versagen" und "dumme Idee".
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Danke für Deine Geschichte, Schokoei.
Mir ist nur nicht ganz klar, warum Du, wie gestern hier von Dir geschrieben, so überzeugt bist, dass Deine Probleme rein hormonell und nicht (auch) psychisch bedingt waren und warum Du lieber (relativ neue) Hormonersatzpräparate als langerprobte Antidepressiva schlucken würdest.
Du schreibst ja selbst, dass die Probleme nie auf der Arbeit auftauchten, nur zu Hause. Spricht eher nicht für eine rein hormonelle Ursache, oder?
Oder ist das eine für Dich evtl. schambehafteter als das andere? Süchte zählen ja auch zu den psychischen Erkrankungen - und können weitere psychische Erkrankungen verstärken bzw. deren Behandlung schwächen oder sie sogar erst auslösen.
Ich z. B. Bin u. a. In die Sucht gerutscht, weil ich lieber zum "Feierabendbier" gegriffen habe, als mich auf die ärztlich empfohlenen Antidepressiva einzulassen, die waren mir unheimlich: "verändern die nicht die Persönlichkeit und machen abhängig?" Konnte mir der Arzt damals nicht ausreden, traurig, aber wahr. Bis ich irgendwann gar nichts mehr konnte und mich notgedrungen dann doch darauf eingelassen habe, um wieder "sozialverträglich zu funktionieren" .
Meine Depression ist durch die Abstinenz nicht verschwunden, wie ich spätestens dann merke, wenn ich meine Medis mal wieder zu selten genommen habe. Ja, ohne wäre mir lieber, aber inzwischen bin ich froh, dass es sie gibt.
Was ich damit sagen will: Pass im Interesse Deiner Abstinenz gut auf Dich auf und scheue Dich nicht, Dir ggf. wieder Antidepressiva verschreiben zu lassen, wenn Du merkst, dass Du in eine Abwärtsspirale kommst.
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Die Mutter ist nicht "schuld", dass er trinkt. Ohne diesen Bringdienst würde er keinen Schluck weniger trinken, aber möglicherweise sich und andere in Gefahr bringen, wenn er mit seinem Dauerpegel selbst losfährt. Vielleicht ist das ihre Motivation, wenn auch keine gesunde.
Egal, das läuft zwischen den beiden, da würde ich mich aus Selbstschutz nicht einmischen, Steevie, zumal es nichts bringt. Ihr seid beide nicht als seine Betreuer bestellt!
Das einzige, was ihn nach meiner eigenen Erfahrung zum Nachdenken bringen KÖNNTE, ist, mitanzusehen, wie seine Partnerin aus eigenem Antrieb ohne den Alk aufblüht.
Könnte, muss aber nicht passieren - Du hast es nicht in der Hand und kannst schon gar nicht nebenbei einen anderen Menschen vor der Sucht retten.
Deshalb richte Deinen Fokus, lieber wieder voll und ganz auf Dich und Deine Abstinenz. Das eigene Auto ist ein toller weiterer Schritt zur Selbstermächtigung. Meinen Glückwunsch!
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Und im Zweifel "Lass die Leute reden" von den Ärzten hören und laut mitsingen, das befreit..
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Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt drüber lachen, oder?
Manchmal gelingt es mir sogar, obwohl ich in einer Familie mit dem Leitsatz "Was sollen nur die Leute denken?!" aufgewachsen bin - was uns alle sehr in unserer Entfaltung eingeschränkt hat (und es z. T. Bei einigen Immer noch tut).
Irgendwann habe ich begriffen: Klatsch und Tratsch kann ich nicht verhindern, egal, wie ich mich verbiegen würde.
Also mach ich lieber gleich das, was mir guttut. Das hast Du ja auch, für Dich und Deine Kinder. Darauf darfst Du stolz sein und brauchst Dich nicht zu verstecken.
PS: Wenn dir noch mal "wohlmeinende" Bekannte erzählen wollen, was über Euch geredet wird: Am besten rigoros unterbinden und dem Klatsch keine Macht mehr geben.