Beiträge von Rennschnecke

    Ich frage mich auch, ob es kurz vorher noch mal in nie da gewesener Form eskalieren kann, weil er dein Auszugsdatum kennt und seine Felle endgültig davonschwimmen sieht.

    Mir fällt dazu (ohne eigene Erfahrung) nur ein: Evtl. Spätestens morgen ohne Gepäck aus dem Haus gehen , nicht mehr wiederkommen und gegen Abend das nächste Polizeirevier aufsuchen, deine Situation schildern und deutlich machen, dass Du dich nicht abwimmeln, sondern erst am nächsten Tag vom Jugendamt abholen lässt (das darüber auch informiert werden muss). Sollen sie dich notfalls in eine Ausnüchterungszelle stecken...Du bist schwanger und in akuter Gefahr, fertig! Und dann: Ausnahmsloser Kontaktabbruch und Neubeginn.🍀🍀🍀

    Ja, das ist keine schöne Geschichte, aber eine wichtige.

    Wir wissen ja, dass man niemanden zur Einsicht zwingen kann, und ohne Einsicht und den eigenen klaren Entschluss zur Abstinenz geht es nicht.

    Die Firma hat ihn mehrfach verwarnt, weil er nicht nur sich selbst geschadet hat, das hat nichts bewirkt. Die Konsequenzen sind bitter, können bestenfalls aber beim Trinker als Augenöffner wirken - wie das Verlassenwerden durch den Co- Partner.

    Auch am Arbeitsplatz kann man Co-Tendenzen entwickeln, habe ich in der Reha gelernt: wenn man Trinker aus falsch verstandenem Mitgefühl oder Verständnis "durchschleppt", ohne klare Grenzen aufzuzeigen. Dann macht man sich der Suchterhaltung mitschuldig.

    Hallo Iwona,

    stolz kannst Du auch sein, Iwona, denn nach der Zeit des (hoffentlich abschreckenden) Beispiels bist du nun schon viele Jahre ein positives Beispiel für Deine Familie.

    Warze , ziemlich komische Platz , über Warze an den Händen oder Füssen das weiß ich , aber auf Brust ?!

    Immer was neues , aber ohne Alkohol mit ruhe regelte ich das .

    Heißt das, Du hast Dir schon einen Termin beim Hautarzt besorgt? Warzen sind wohl eher störend als gefährlich und scheinen mit den Jahren auch immer mehr zu werden. 😢

    Aber Abklären ist immer besser....

    Viel Spaß bei der Abschlussfeier (hast Du Dir auch was Besonderes zum Anziehen gegönnt?) und einen schönen Sommer im hohen Norden!

    Herzlich willkommen, Morck. Komme erst mal an und lies Dich hier ein.

    Manche Fragen klären sich mit der Zeit von allein, z. B. morgen mit der Rehaberatung. Ich habe damit, anders als mit meinem Hausarzt, übrigens sehr gute Erfahrungen gemacht, denn die sind auf das Thema spezialisiert.

    Du musst auch nichts sofort entscheiden, außer, das erste Glas stehen zu lassen. Alles andere klärt sich mit der Zeit.

    Was die Suche nach der geeigneten Rehamaßnahme angeht. Es gibt von der Dt. Rentenversicherung u. a. Seriösen Anbietern Suchportale, wo Du nach Deinen Bedürfnissen filtern kannst. Und die Selbstdarstellung der so herausgefilterten Kliniken dann mit unzensierten Bewertungen im Netz abgleichen, empfehle ich. Das dauert, lass Dir Zeit.

    Das Wichtigste ist, dass Du hierhergefunden hast: Was Du hier an geballtem Erfahrungswissen, kompromissloser Unterstützung und 24/7- Erreichbarkeit findest, ist der beste Anker für Deinen Weg in die zufriedene Trockenheit, den Du Dir wünschen kannst Alles andere kann dies ergänzen, muss aber nicht.

    Und was die geeignete Reha-Form angeht: Das hängt von deiner Situation und deinen Bedürfnissen ab. Ich z. B. wollte unbedingt einige Zeit aus meinem Alltag heraus, auch wg. Burnoutgefahr. Eine stationäre Langzeittherapie wäre mir aber wieder zu lange gewesen, da hätte ich Sorge gehabt, den Kontaktvzur Wirklichkeit zu verlieren ( Käseglockeneffekt).

    Da bin ich auf das Modell Kombitherapie gestoßen: Bis zu 8 Wochen stationär, dann mehrere Monate relativ nahtlos weiter ambulant, bei der Suchtberatung vor Ort, je einmal Einzel- und Gruppentherapie pro Woche. Lässt sich bei Bedarf auch relativ problemlos mehrfach verlängern. Das hat mir - mit dieser Online-SHGg vorneweg - das notwendige Gerüst fur den Alltag gegeben.

    Alles Gute!

    Mir fehlt da zugegebenerweise die eigene Erfahrung. Ich könnte nur theoretisieren, das möchte ich nicht. .

    Aber hier gibt es COs mit Gewalterfahrung. Und den Dir am Anfang verlinkten Artikel über Gewalt in der Familie. Ggf. Alles noch mal lesen, bevor Du einknickst. Du bist so nah dran an einem sicheren Neustart, gib nicht auf!

    Was genau soll sich durch diesen Klinikaufenthalt denn ändern?Auch wenn er bis zum Ende in der Klinik "durchhält", heißt das doch gar nichts, Sonnenschein, zumal er sich ja, wie Du schreibst, nicht einmal wegen seiner Sucht behandeln lässt, sondern "nur" wegen Depression.

    Und er belügt dich immer noch, stellt schon wieder Forderungen....Und Ihr genießt die Ruhe ohne ihn....

    Was will dir das sagen?

    Ok, ich habs versucht, an einem Sonntagnachmittag habe ich mir die Zeit genommen, auf Dich einzugehen, nicht "gewählt", aber höflich.

    Warum so aggro, wenn doch alles super läuft bei Dir? Wem soll das "helfen"? Und wo bleibt da die Disziplin? Auf die legen wir hier auch Wert, z. B. Beim Ungangston.

    Dein Ding, bin dann mal raus hier ...

    Danke für Deine offenen Antworten. Durch diesen Austausch und die ehrliche Aussinandersetzung damit können wir hier alle voneinander lernen, gerade wenn die Fragen auf den ersten Blick unangenehm direkt erscheinen und "pieken".

    Wenn Du Dich darauf einlässt und hier nicht nur aus der (ehrenwerten, aber in einer SHG nicht im Vordergrund stehenden) Ratgeberhaltung mitliest und -schreibst, kannst Du hier vielleicht auch für Dich selbst noch mal andere Sicht- und Herangehensweisen kennenlernen und mitnehmen.

    Denn bei allem Respekt für Deine lange Trockenheit, die an sich schon Mut macht, scheint mir Deine Abstinenz doch sehr stark "verbotsgetrieben" zu sein, auch wenn das vor deinem Hintergrund mehr als verständlich ist:

    Ich darf nicht wieder trinken. Das wäre mein Todesurteil.

    So weit, so klar, auch in Bezug auf deinen Nicknamen. Aber reicht das bis zum Lebensende für eine zufriedene Abstinenz?

    Wenn Du Dich hier einliest, wirst Du auf nicht wenige Abstinente treffen, die schon nach wenigen Monaten/Jahren Abstinenz spüren, dass sie gar nicht mehr saufen wollen/müssen, selbst wenn es eine Pille gäbe, die einen gefahrlosen" Konsum ermöglichen würde. ( Bei mir ist es nach nocht nicht einmal anderthalb Jahren Abstinenz die allermeiste Zeit auch so.)

    Dazu tragen die hier maßgeblichen Grundbausteine (kurz: Risikominimierung und Selbstfürsorge) entscheidend bei, der Austausch, das Schreiben und Reflektieren, und das Infragestellen, z. B. : Denke da gerade ich, oder versucht da mal wieder die Suchtstimme ihr Glück bei mir?

    Es tut gut, das nicht allein mit sich abzumachen.

    Auf einen interessanten und allseits bereichernden Austausch!

    Wir sind viel In Italien. Italien - Wein. Ich hab dran oft gedacht, 1 Glas zum Essen, Spagetti ohne Wein geht doch nur schwer. Aber trinke ich ein Glas, sagt mir mein Gehirn, dass hast du aber jetzt gut vertragen. Denn die Sucht ist ja nur verschoben, nach ganz hinten in meinem Gehirn. Will ich sie wieder rauslocken?

    Und dann kommt sie die Disziplin. Nein es ist es nicht wert. So lange abstinent. Es ist es nicht wert das eine Glas, weil ich mich kenne und weiss was passiert. Sei diszipliniert trotz deiner Sucht.

    War das nur in den ersten Jahren so oder führst Du diese Art Selbstgespräche zwischendurch immer noch?

    Klingt für mich ein bisschen nach "Faust in der Tasche", das Beharren auf der Disziplin...ich kenne es von Langzeittrockenen eher, dass sie hier aufschlagen, um ihre Sucht nicht aus den Augen zu verlieren, gerade weil ihre Abstinenz so selbstverständlich für sie geworden ist.

    Wie ist es bei Dir zu Hause, Du schreibst von "wir" - ist Dein Zuhause bzw. deine Ferienwohnung alkoholfrei? Oder hat sich das im Laufe der Jahre geändert?

    Wir lernen ja weniger von gutgemeinten Ratschlâgen, sondern aus Erfahrungen, am besten im Austausch miteinander ...so verstehe ich auch die Frage von Anna.

    In dem Sinne: Herzlich willkommen, bin gespannt darauf, mehr von Dir zu lesen.

    Herzlich willkommen auch von mir, Hamburgerin!

    Es ist gut, dass Du hierhergefunden hast. Denn das Suchthirn, das wir durch unser Saufen erworben haben und nie mehr loswerden, ist sehr erfinderisch.

    Es könnte z. B. auf die Idee kommen, Dir einzuflüstern: "Ach guck mal, wie schnell Du Dich erholt hast, dann war es wohl doch noch nicht so schlimm mit Deinem Konsum, die beginnende Fettleber kann ja auch von Ernährung und Sportmangel kommen... Vielleicht kannst du ja irgendwann wieder "normal" trinken, wie andere auch...".

    Ich schreibe das nicht, um Dir Angst zu machen, sondern um Dich zu ermutigen, hier dranzubleiben, die Grundlagenartikel aufmerksam zu lesen, und Dich hier auszutauschen, gerade wenn es schwierig wird.

    Deine SHG ist rund um die Uhr erreichbar, nutze sie!

    Nsch einer Woche stationärem Entzug ist er ja nicht trocken, sondern gerade mal entgiftet.

    Entscheidend ist, wie er weitermacht, wie Aurora beschrieben hat. Also: bloß nicht einlullen lassen. Wenn es ihm wirklich ernst ist mit der Abstinenz, zieht er die auch ohne Beifall und "Wohlverhalten" von deiner Seite durch. So war und ist es bei mir...

    Welche Pläne hast du fur dich?