Du lässt ihn auch nicht fallen, sondern gibst ihm die Verantwortung für sein Leben zurück.
Das ist im Übrigen, zusammen mit dem Jobverlust, für ihn auch eine Chance, endlich Krankheitseinsicht zu erreichen und sich professionelle Unterstützung zu suchen.
Es ist aber auch möglich, und da spielt der Bildungsgrad keine Rolle, dass er sich jetzt erst recht in Selbstmitleid suhlt (wenn ich alkes verloren habe, kann ich ja auch weitersaufen, außer dem Alk ist ja keiner für mich da usw. )und weiter abstürzt.
Darauf hast du wie jeder andere Mensch aber null Einfluss, so traurig es ist. Du kannst und willst ja nicht 24/7 neben ihm sitzen und ihn vom Trinken abzuhalten versuchen.
Mir scheint, die Erfahrung mit Deinem Vater, der trocken werden konnte, war am Ende sogar hilfreich für dich, weil du, besser spät als nie, doch noch deine Grenzen setzen und verteidigen konntest.