Beiträge von Rennschnecke

    Mag sein, aber was machst Du wieder gut, wenn Du Dich wie ein Fußabtreter behandeln lässt?! Und was lernt Dein Sohn daraus?

    Außerdem hat dein Ex-Mann doch bestimmt genauso dazu beigetragen, sofern man da überhaupt von Schuld sprechen kann. Für psychische Erkrankungen (inkl. Sucht) gibt es ja immer mehrere begünstigende Faktoren.

    Wie war denn Deine Kindheit, womöglich könntest du nach dem Muster auch sagen "ich kann ja nichts dafür, bei der schweren Kindheit". Aber mit diesem Opfer-Täter-Schema ist doch niemandem gedient ...

    Das ist doch prima, 05, sei stolz auf Dich und nutze die Zeit bis dahin, dich hier einzulesen. Du bist nicht allein!

    PS: Die Leber ist bei jedem unterschiedlich leidensfähig, ihr Zustand ist daher nur bedingt aussagekräftig.

    Heißt im Umkehrschluss: Wenn die Blutwerte unauffällig sein sollten, heißt es nicht, dass Du doch noch nicht süchtig bist, sondern dass Du bisher einfach Glück hattest.

    Na ja, als ich mein erstes Bier getrunken habe, so ab 16 mal zu besonderen Anlässen, hab ich mir nichts dabei gedacht.

    Ab Mitte 20 habe ich mir dann schon öfter Sorgen über meinen damals noch nicht regelmäßigen Konsum gemacht und die dann noch ewig verdrängt, auch als der Konsum regelmäßig und langsam immer mehr wurde - weil es mir ja so schmeckte und ich mir ja sonst nichts gönnte ...

    Und irgendwann war ich überzeugt: Irgendwas (Ungesundes) macht doch jeder, Hauptsache, "man hat es im Griff" ...😩

    Das Aufarbeiten kommt später, jetzt geht es erst mal uns Stoppen.

    Das kannst und musst du nicht allein schaffen, aber auch nicht in eine Selbsthilfegruppe/SHG vor Ort wie die AA gehen, wenn Du nicht möchtest. Denn wir sind auch eine SHG und online immer erreichbar.

    Mitlesen kannst du hier das Wichtigste, aktiv austauschen allerdings erst, wenn du dich aks Alkoholikerin siehst und lebenslang abstinent bleiben möchtest.

    Da fragt bestimmt noch mal ein Moderator bei dir nach.

    mit dem ständigen Druck umzugehen.

    Meinst du Suchtdruck? Und wer, bitteschön, pöbelt dich an, weil Du sowas Harmloses wie eine Gabel vergessen hast? Arbeitest du als Serviererin? ( Erinnere mich nicht mehr).

    Du kennst ja bestimmt den weisen Spruch: "Nur nicht trinken reicht nicht ".

    Was konntest du denn schon für dich verändern und was wäre vielleicht noch nötig?

    Ich habe zwei Kinder zu Hause . Um die ich mich auch immer gut kümmer . Ich habe Angst wenn ich mir Hilfe suche das meine Kinder weggenommen werden

    Wenn Du süchtig bist und Deine Sucht nicht stoppst, brauchst du immer mehr Alk, um die gewünschte Wirkung zu erreichen, dann kannst Du Dich immer weniger um deine Kinder kümmern und bist ihnen dazu noch ein schlechtes Beispiel, wie deine eigenen Eltern.

    Das Sorgerecht (nach der Trennung) riskierst du also nur, wenn du nichts tust.

    Mein dringender Rat, auch wenn Du noch nicht überzeugt sein solltest, dass Du süchtig bist und dies nur durch lebenslange Abstinenz stoppen kannst: Lies hier regelmäßig im offenen Bereich bei den Alkoholikern und bei den erwachsenen Kindern von Alkoholikern - allein schon deinen Kindern zuliebe!

    Da kannst du viel für dich lernen und eines Tages sogar fühlen, dass es nur das Suchthirn ist, das uns das Weglassen von Alk als "Verzicht" hinstellen will.

    Alles Gute!

    Und immerhin hast Du Dich noch am gleichen Abend bei uns gemeldet und Dich nicht nach dem Motto "jetzt ist sowieso alles egal" in den Totalabsturz gesoffen und verkrochen, das ist doch schon mal gut, denke ich (als naive?) Anfängerin.

    Dazu fällt mir noch ein: Nicht, dass das trickreiche Suchthirn jetzt bei dir auf die Idee kommt: "Kann ich ja irgendwann noch mal machen, wenn ich mal wieder Lust habe,zu trinken, kann ja anscheinend doch noch halbwegs rechtzeitig aufhören ..." 🤔

    Darum: dranbleiben und hier zumindest regelmäßig mitlesen!

    Der festgesetzte Gedanke, das es irgendwann passiert und ich es irgendwann ausprobieren will.

    Ich hatte den Gedanken früher hier zu schreiben. Warum habe ich es nicht getan? Weiß ich nicht. Ich hätte gewusst, das ihr mich abhaltet und ij dem Moment wollte ich nicht mehr abgehalten werden, denke ich.

    Gut, dass Du das hier so ungeschönt mitteilst, Maeron. Mit dieser Ehrlichkeit, vor allem dir selbst gegenüber, kannst Du jetzt erneut, und hoffentlich aus eigener Erfahrung klug geworden, in die Abstinenz starten.

    Und immerhin hast Du Dich noch am gleichen Abend bei uns gemeldet und Dich nicht nach dem Motto "jetzt ist sowieso alles egal" in den Totalabsturz gesoffen und verkrochen, das ist doch schon mal gut, denke ich (als naive?) Anfängerin.

    Auf jeden Fall danke fürs Aufschreiben, das gibt mir in Bezug auf meine Abstinenz auch noch mal ordentlich zu denken.

    Ich glaube bei meinem Bekannten war das wieder so ein "Machtding" warum er wollte, dass ich so kurzfristig bei ihm das Feld räume und er aber erst abends Zeit hat mir zu helfen. Er hatte heute abend auch wieder so einen Gesichtsausdruck, den ich damals in der Beziehung schon nicht mochte. Aber das tut hier nichts zur Sache.

    Wenn Du jetzt zur Ruhe kommst, kannst Du darüber nachdenken, wie Du an diese beiden Männer geraten bist und was Du fur Dich tun kannst, damit dir das nicht noch mal passiert.

    Hast Du evtl. Bei deinen Eltern ungesunde Beziehungsvorbilder gehabt, mit Alkohol, Gewalt ...?

    Dann bin ich alter Knochen wohl jung geblieben. 😉

    Seit ich mich mit meiner Sucht beschäftige und erst recht seit meiner Anmeldung hier im Forum hänge ich auch verdammt viel an dem praktischen Gerät, hab auch schon ewig kein Festnetztelefon mehr.

    Da mache ich mir auch manchmal Sorgen wg. Suchtverlagerung, wie bei der Schokolade ...

    Danke für die Klarstellung, Kazik, das halte ich für sehr wichtig, das es da noch viel zu viele Vorbehalte gibt.

    Antidepressiva sind aber auch keine hochwirksamen Medikamente und auch das ist mir als aufgeklärten Patienten bekannt.

    Hmmh, sagt mir nichts....inwiefern hochwirksam?

    Ich weiß nur, dass ärztlich unbegleitetes, plötzliches Absetzen von Antidepressiva die Suizidgefahr massiv erhöhen kann und außerdem dazu führt, dass eine später neu gestartete Behandlung nicht mehr so wirkungsvoll ist. (Letzteres erlebt gerade ein Bekannter mit bipolarer Störung (früher: manisch-depressiv genannt).

    Und ich habe dann auch schnell gelernt, dass die hochwirksamen Medikamente gegen schwere Depressionen eben auch Drogen sind, die ein hohes Abhängigkeitspotential haben. Und dass selbst die erfahrensten Ärzte da einen sehr, sehr schmalen Grat gehen. Ich

    Welche Wirkstoffe (nicht Medikamentennamen) meinst Du damit? "Normale "Antidepressiva, z. B. Serotoninwiederaufnahmehemmer, machen nicht süchtig, das ist erwiesen.

    Dazu sage ich immer aus eigener Erfahrung: Wenn die Menschen doch nur halb so viel Angst vor Alkohol hätten wie vor Antidepressiva...