Ich bin Deinem Rat gestern noch gefolgt, Carl Friedrich, und habe mich fast festgelesen. 😉
Ich fasse mal zusammen, korrigiert mich gern: Ja, mehrwertiger Alkohol als Zuckeraustauschmittel hat nichts mit unserem Suchtstoff zu tun. Er muss und wird darum auch nicht als "Alkohol" in der Zutatenliste geführt, sondern eher mit seinem jeweiligen Namen, der meist auf -it endet, z. B. Sorbit, Dextrit, etc.
Der für uns gefährliche einwertige Alkohol wird auch in Süßigkeiten eingesetzt: zur Konservierung oder als Aroma-Träger. Dazu muss es nicht in jedem Fall auf der (sowieso kleingedruckten) Zutatenliste aufgeführt sein - als Alkohol oder Ethanol oder was anderem auf -ol).
Es bleibt also unübersichtlich. 🤔 Was ist z. B. Mit Marzipankartoffeln, die neuerding gern in Restaurants als Snack verschenkt werden? Ich weiß, dass da Alkohol drin sein soll, kaufe mir deshalb auch kein Marzipanbrot mehr, aber so eine Marzipankartoffel (die ich nicht mal besonders mag) ist mir eher egal.
Da orientiere ich mich an der wertvollen goldenen Regel Deines Therapeuten, die Du hier gar nicht oft genug wiederholen kannst.
Dazu noch ein Beispiel: In meine Saftschorle mische ich, damit es nicht so süß, dafür noch gesünder wird, immer etwas herben "Muttersaft", meist Sanddorn oder Cranberry ( gibts in kleinen Glasflaschen im Drogeriemarkt).
Neulich gabs dort keinen Cranberry, nur Holundersaft. Den habe ich genau ein einziges Mal in meine Schorle gemischt, den Rest muss ich verschenken. Denn ich hatte nicht bedacht, dass ich heißen Holundersaft bis vir einem Jahr immer mit Glühwein gemischt habe bzw. Umgekehrt, weil mir das eine ohne das andere nicht schmeckte. Da kam direkt ein Unwohlsein bei mir auf, so wie (immer noch) in Supermarktecken voller Alkregale: weg da, nix für mich ...
Damit ist der gesunde Holundersaft ( früher sogar oft selbst gesammelt und verarbeitet) für mich leider verbrannt ...