Hallo zusammen,
ich bin 40 Jahre alt und seit 14 Jahren mit meinem Mann (41) verheiratet. Wir haben 2 Kinder 10 und 7 Jahre alt. Leider trinkt mein Mann seit schon länger Zeit zu viel. Er trinkt Bier,aber das täglich und unter 5 Flachen an Tag sind es eigentlich nie. Am Wochenende werden es auch gern mal mehr Flaschen,sodass er dann bei 10 oder 11 angelangt ist.
Wenn er unter der Woche trinkt, merkt man es ihm, wenn man ihn nicht kennt, nicht an. Selbst nach 7 oder 8 Biererkt man das nur wenn wann weiß wie er sich sonst verhält bzw. Redet. Zu Außenstehenden ist er immer freundlich. Alle mögen Ihn und erzählen mir was für'n tollen Mann ich habe. Zu Hause ist er oft schlecht gelaunt. Ab einem gewissen Pegel ist die Zündschnur extrem kurz. Ich muss ständig aufpassen was ich sage, damit er nicht wieder rumschimpft und mich blöd anmotzt. Er wird dann auch sehr erniedrigend mir gegenüber, auch vor den Kindern. Ich habe so oft versucht ihm klar zu machen,dass es zu viel ist was er trinkt. Aber er meint er arbeitet ja täglich und macht alles geregelt,also kann er ja kaum Alkoholiker sein. Ja, er geht geregelt sein Job nach. Ist sehr fleißig...auch außerhalb seiner Arbeit als Handwerker, dabei trinkt er natürlich gern sein Bier.. Er ist aber fast nie für die Familie da, arbeitet ständig,ich denke um sich rauszuziehen.
Wenn ich das Themen Alkohol anspreche wird er sauer, macht mir Vorwürfe ich sei ja Schuld weil ich mich in der Ehe so verhalte wie ich es tue ... meinen tut er damit, dass das zwischenmenschliche schon längere Zeit auf der Strecke bleibt. Sex haben wir schon lange nicht mehr. Er hätte es gern, tut aber absolut nix dafür. Ich habe kein Verlangen nach Nähe, da ich mich schlecht behandelt fühle. Er beschimpft mich öfters und sagt ständig ich sei an ammel Schuld und dazu noch faul.
Ich arbeite auf Minijobbasis, habe täglich 140 qm zu putzen, zu kochen, waschen, Hausaufgaben mit den Kindern...mein 7 jähriger hat ADHS da ist es oft nicht leicht. Ich fahre die Kinder zu Hobbys, gehe mit dem kleinen zu Therapien und versorge den Hund. Ich mache jeden Einkauf allein, nehme jeden Termin für die Kinder (Schule etc. ) allein wahr. Und noch weitere Dinge...und dann höre ich ich tue ja nix und nur er arbeitet so viel... Tut mir leid , aber mein Tag ist auch gefüllt mit Aufgaben. Bis zum schlafen gehen, aber ich trinke deshalb auch nicht uns gebe ihm die Schuld an allem.
Er wird wenn er seinen Pegel hat auch zu den Kindern ständig verbal blöd. Brüllt nur Rum bei jeder Kleinigkeit die ihm nicht passt.
Ich würde mir sehr wünschen,dass es wieder anders wird , denn ich möchte meine Familie zusammenhalten und auch dass wir als Paar irgendwie den Bogen kriegen...aber das was aus seiner Sicht der Grund für sein trinken ist, der fehlende Sex, den kann ich i nicht geben, da ich diese Nähe nicht spüren kann durch all das. Das versteht er nicht und sagt immer wieder er kann erst aufhören zu trinken wenn ich was daran ändere.
Sorry für den langen Text, das musste mal raus. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich denke immer wieder ich sollte mich einfach hingeben, vielleicht ändert sich dann was...aber ich kann es nicht.
Ich hätte gern dass es wieder anders wird, aber ich möchte auch nicht das meine Kinder so aufwachen. Sie waren aber unendlich traurig wenn wir uns trennen. Obwohl sie auch oft unter seinen Ausbrüchen leiden, lieben sie ihren Papa natürlich.
Es ist wirklich nicht leicht
Danke fürs lesen.
Lg