Danke dir Momo,
Meist gelingt mit die Abgrenzung ganz gut. Es geht ja auch schon sehr lange so und man lernt ja mit der Zeit echt dazu, auch hier in der Gruppe, dass man nicht helfen kann, nicht verantwortlich ist und auch dass Lügen und Manipulieren die stärksten Waffen von Alkoholikern sind.
Die Gruppe vor Ort gefiehl mir nicht. Das habe ich mal probiert. Ich starte demnächst eine Ausbildung zu einem Ehrenamt und fokussiere mich drauf Leuten zu helfen, denen man helfen kann. Also begleiten und unterstützen.
Ich habe schon einen starken Helferanteil was auch ok und gut ist, denn das ist ein wichtiger Teil von mir, auf den ich nie verzichten wollen würde. Allerdings muss ich in dem speziellen Fall Sucht der Schwester sehr aufpassen diesen Anteil auszuschalten da er hier nichts bewirken kann.
Abgrenzung gelingt mir mit dem vor Augen führen der bisherigen Historie ihrer Sucht und meinem eigenen Weg der Versuche zu helfen bis heute zu Kontaktabbrüchen.
Ich muss mich gerade neu einfinden in die Rolle, als Ansprechpartnerin da zu sein (zu meinen Regeln) und nicht ins Helfen-wollen zu rutschen.
Ich finde das ist manchmal ein schmaler Grat. War es zum Beispiel schon "falsch" sie am Wochenende mit RTW in die Klinik bringen? Vermutlich ja, zumindest hätte ich es mir schenken können da es nichts , wirklich gar nichts bringt.
Andererseits sagt sie immer wieder wie gut ihr das Gefühl tat, dass ich wieder für sie da bin. Sie hatte wohl das Gefühl sie bedeutet niemanden mehr etwas und das soll sie ja nicht haben
Sie wird immer meine kleine Schwester sein.
Ablenkung hilft mir auch zu Abgrenzung. Ich trainiere für eine harte Trekkingtour und mich damit zu beschäftigen tut gut.
Beruflich bin ich auch in einem Bereich tätig der mir privat sehr hilft mit Stress umzugehen und mein Leben aktiv selbst postiv zu gestalten. Also kann ich da auch sehr viel anwenden. Ich habe gerade wieder gemerkt wie gut mir eine Tiefenentspannungsmethode tut. Damit (und mit Twist Yogübungen ) habe ich meine Rückenprobleme der letzen Tagen in den Griff bekommen. Die Rückenschmerzen hatte ich erst meinem Training mit schweren Rucksack zugeschoben bis mir klar wurde, dass sie natürlich vom momentan emotionalen Stress kommen.