Beiträge von Aruula

    Ich frage mich gerade was du noch brauchst um zu merken dass du gut dran bist ihn los zu sein. Für mich klingt es so als würdest du alles dran setzen ihn zurück zu bekommen. Wärst du nur für dich alleine verantwortlich, könnte ich noch sagen, OK ist deine Entscheidung. Aber du hast dich auch Verantwortung für dein Kind. Glaub mir und den anderen die geschrieben habe, du kannst heilfroh sein so früh aus der Nummer raus zu sein. Das macht dich nur kaputt und kostet dich Kraft die du als Mutter brauchst.

    Ich hoffe sehr das klingt nicht zu hart für dich

    Meine Absicht ist nicht dich zu verletzen. Aber ich verstehe es einfach nicht.

    Danke für eure Gedanken.

    Dass sich um sich selbst kümmern habe ich gut im Griff, ist quasi ein bisschen mein Job.

    Die Helferanteile werden im Ehrenamt auf jeden Fall angesprochen und ich weiss das da auch eine Gefahr lauert. Ich mache allerdings auch das so wie es zeitlich und emotional bei mir passt und werde da einen Blick drauf haben. Außerdem gibt es da natürlich auch regelmäßig Supervision.

    Ein super Tipp, den ich auch schon anwende ist das wertungsfreie Beobachten und Verantwortung klar an sie abgeben. Ich spreche an wenn ich denke es ist Zeit für Entgiftung oder soziale und finanzielle Betreuung, aber dann ist der Ball in ihrem Feld.

    Rettungsdienst würde ich nur noch rufen wenn sie akut selbst gefährdet ist und nicht damit sie weil sie voll stramm ist eine Entgiftung macht. Das kann ich auf die Entfernung nicht gut beurteilen und ich kann und will natürlich nicht hinfahren und das einschätzen. Ich sage demnächst in den Situationen, pass auf ich denke es ist höchste Zeit für die Klinik und eine Entgiftung, du entscheidest wie du jetzt weiter machst aber telefonieren hat gerade weiter keinen Sinn. Wir sprechen wenn du wieder klarer bist.


    Aktuell trinkt sie alleine in ihrer Wohnung. Wie so oft klingt sie am Telefon ganz gut. Man könnte ihr fast glauben alles wäre ok. Übermorgen hat sie ihren Termin zur ambulanten Therapie und angeblich ja auch für eine Betreuung. Mal sehen.

    Ich kann dieses emotionale Nachhängen sehr gut verstehen. Habe ich einmal auch lange gemacht und mich gefühlt eine Ewigkeit gefragt woran es gelegen hat, wie er das damals gesehen hat und und und... Manchmal muss man einfach akzeptieren dass es diese Antworten nie geben wird. Ich wünsche dir sehr , dass du in ein paar Monaten glücklich in einer erfüllenden Beziehung oder glücklich single bist und nie wieder hier im Forum lesen musst. Du weißt wie ich das meine!

    Was ich dir nicht wünschen ist dass du irgendwann hier eine ganz lange Story liest und dich beim Lesen der alten Posts fragst, warum du dich nicht gelöst hast als es noch ganz frisch war. Vier Monate ist nicht die Welt. Ich drücke dir so die Daumen dass du dich emotional lösen kannst. Alle Fragen Richtung Vergangenheit werden dich nicht weiterbringen. Dir nicht helfen und je weniger Zeit und Gedanken du jetzt da hineinsteckst, desto eher kannst du deine Zukunft gestalten.

    Danke dir Momo,

    Meist gelingt mit die Abgrenzung ganz gut. Es geht ja auch schon sehr lange so und man lernt ja mit der Zeit echt dazu, auch hier in der Gruppe, dass man nicht helfen kann, nicht verantwortlich ist und auch dass Lügen und Manipulieren die stärksten Waffen von Alkoholikern sind.

    Die Gruppe vor Ort gefiehl mir nicht. Das habe ich mal probiert. Ich starte demnächst eine Ausbildung zu einem Ehrenamt und fokussiere mich drauf Leuten zu helfen, denen man helfen kann. Also begleiten und unterstützen.

    Ich habe schon einen starken Helferanteil was auch ok und gut ist, denn das ist ein wichtiger Teil von mir, auf den ich nie verzichten wollen würde. Allerdings muss ich in dem speziellen Fall Sucht der Schwester sehr aufpassen diesen Anteil auszuschalten da er hier nichts bewirken kann.

    Abgrenzung gelingt mir mit dem vor Augen führen der bisherigen Historie ihrer Sucht und meinem eigenen Weg der Versuche zu helfen bis heute zu Kontaktabbrüchen.

    Ich muss mich gerade neu einfinden in die Rolle, als Ansprechpartnerin da zu sein (zu meinen Regeln) und nicht ins Helfen-wollen zu rutschen.

    Ich finde das ist manchmal ein schmaler Grat. War es zum Beispiel schon "falsch" sie am Wochenende mit RTW in die Klinik bringen? Vermutlich ja, zumindest hätte ich es mir schenken können da es nichts , wirklich gar nichts bringt.

    Andererseits sagt sie immer wieder wie gut ihr das Gefühl tat, dass ich wieder für sie da bin. Sie hatte wohl das Gefühl sie bedeutet niemanden mehr etwas und das soll sie ja nicht haben

    Sie wird immer meine kleine Schwester sein.

    Ablenkung hilft mir auch zu Abgrenzung. Ich trainiere für eine harte Trekkingtour und mich damit zu beschäftigen tut gut.

    Beruflich bin ich auch in einem Bereich tätig der mir privat sehr hilft mit Stress umzugehen und mein Leben aktiv selbst postiv zu gestalten. Also kann ich da auch sehr viel anwenden. Ich habe gerade wieder gemerkt wie gut mir eine Tiefenentspannungsmethode tut. Damit (und mit Twist Yogübungen ) habe ich meine Rückenprobleme der letzen Tagen in den Griff bekommen. Die Rückenschmerzen hatte ich erst meinem Training mit schweren Rucksack zugeschoben bis mir klar wurde, dass sie natürlich vom momentan emotionalen Stress kommen.

    Ich habe mich schlau gemacht und es gibt in ihrem Wohnort auch ein Projekt für Frauen die sie aufnehmen würden. Zur Not gibt es auch eine Unterbringung wenn sie sehr nass ist. Bei dem Frauenprojekt kann sie sich auch vorab mal melden

    Wird sie aber nicht. Man kennt das ja.

    Sie ist auch nicht umgemeldet daher ist der Wohnort nun gar nicht zuständig. Also muss sie das vorher erledigen.....

    Nach mehreren Tagen ohne Lebenszeichen hat sie gestern betrunken angerufen.

    Ich habe gesagt so kann und will ich nicht groß mit ihr reden kann nur an ihre Vernunft appellieren dass sie in die Klinik geht.

    Angeblich ist sie gestern dann mit Taxi hin. Eben hat sie angerufen, es klang im Hintergrund auch fast nach Klinik, aber kurz später rief sie an, sie wäre jetzt schon wieder zu Hause da kein Platz wäre. Es wären zwei Männer aufgenommen worden und da sie ein EZ hatte musste sie mit Tabletten gegen Entzugserscheinungen gehen. Wer's glaubt....

    Sie sagte auch ich könnte dort anrufen und nachfragen. Sie würde nie wieder lügen. Allerdings weiß sie genau das man da keine Auskunft bekommt.

    Und sie sagte auch ich hätte im Hintergrund ja vielleicht Klinikgeräusche gehört. Da bin ich dann sehr stutzig. Traue ihr mittlerweile zu eine App mit diesen Fake Geräuschen zu haben.

    Ich dachte ja auch sie hat Arbeit weil ich gehört hatte das jemand zu ihr sagt , der nächste Termin würde ausfallen...sie hat aber seit Monaten keine Arbeit.

    Das fühlt sich so scheiße an. Besonders dass man immer wieder denkt, es könnte ja wahr sein. Aber bestehende Patienten nach einer Nacht entlassen weil neue aufgenommen werden.... Da werden ja eher die neuen nicht aufgenommen.

    Ach Leute, mir geht es echt mies gerade.

    Ich gratuliere dir zu dem Schritt den Status auszuschalten. Das ist dir sicher nicht leicht gefallen. Vielleicht belohnst du dich dafür mit etwas Schönem? 😉

    Wenn du es dann schaffst seine Nummer zu löschen wäre das ein mega Erfolg.

    Vielleicht meldest du dich auch erstmal nur zur Ablenkung auf einer Datingseite an oder nutzt so eine Freunde App, wo man sich mit Leuten aus dem Umgebung zu Aktivitäten treffen kann. Ich würde jetzt voll auf Ablenkung und Beschäftigung setzen.

    Aber wie gesagt, erstmal feier deinen Schritt in die richtige Richtung.

    Es muss nicht gelogen gewesen sein. Seine Gefühle. Aber als Alkoholiker kommt der Alkohol immer an erster Stelle. Das ist ein schlimmer Kreislauf. Ich kenne dieses emotionale Festhaltrn auch. Ganz ohne Alkohol. Habe mich an eine Idee einer liebe eine Zeitlang geklammert. Man kann dann wie ein Teenager sein und alle zeichne ignorieren die nicht in die Wunschvorstellung passen. Das Gegenüber wird idealisiert und man bildet sich ein es würde so perfekt passen das musse der andere doch auch sehen...

    Also ich will kann dich da absolut verstehen. Hoffnung ist ja auch immer irgendwie da und es muss extrem viel passieren bis man die fallen lässt. Leider kann es sein dass du bis dahin eventuell Jahre verloren hast und tief in coabh. Verhalten gerutscht bist.

    Ich drücke dir die Daumen dass du dich frühzeitig und konsequent lösen kannst.

    Als Tipp kann ich dir nur geben, Lies hier viel im Forum, achte drauf ob du dich gut fühlst wenn du Kontakt hältst , erliege nicht dem Glauben ihm helfen zu können. Lüg nicht für ihn, decke nie seine Sucht, rede mit allen offen und beobachte genau ob du dich veränderst und immer Ausreden oder Rechtfertigungen für ihn suchst.

    Ich weiß das ist echt schwer und ich kann dir nur alles Gute wünschen

    Das klingt jetzt vielleicht hart, aber ich denke du solltest dich da komplett raus ziehen. Lies hier mal ein paar Leidensgeschichten und du wirst sehen wie man sich in so einer Beziehung aufreiben und verlieren kann. Besonders wir Frauen neigen zum Helfersyndrom und können nur schwer los lassen.

    Wenn du meinst dir tut die Beziehung gut, bleib dabei ansonsten ist eine Trennung sicher das Beste.

    Es ist sehr schwer zu akzeptieren aber man kann einem Alkoholiker nicht helfen. Sie neigen sehr zum Manipulieren und Lügen. Oft zweifelt man dann selbst an sich. Die haarsträubende Story könnte ja wahr sein. Hier sind sogar Leute die an diese Krankheit gedacht haben bei der der Körper selbst Alkohol herstellt...

    Ein Alkoholiker kann sich nur selbst helfen und auch das das funktionieren kann, kannst du im Forum lesen.

    Mit hat das sehr geholfen mit der Zeit zu akzeptieren dass ich meiner Schwester nicht helfen kann. Wobei sich das immer leichter sagt als dass man es auch fühlt.

    Ich wünsche dir alles Liebe

    Ich sehe beim Lesen der alten Beiträge, dass ich echt nicht mehr am Handy tippen darf. Wenn es eine Möglichkeit gibt zu korrigieren, sagt mir bitte wo ;)

    Nach der Entgiftung ist sie Samstag wieder in ihre Wohnung. Wir haben zwei Tage länger telefoniert. Ich hatte beide Male das Gefühl sie ist nicht trocken. Nicht voll stramm, aber so auf ihrem Level. Was sie sagt, klingt wie immer zu gut. Sie hat angeblich einen Termin für ambulante Therapie und ambulante Betreuung was ihre Lebenssituation, Gerichtsverfahren, Schulden etc. angeht. Sie trifft sich auch angeblich mit Leuten und unternimmt etwas. Sie meint aber auch die Kinder kommen ganz normal am nächsten Wochenende, was mir wieder zeigt, dass sie den Ernst der Lage einfach nicht begreift.

    Ihr jüngerer Sohn hat ein Telefonat ab gebrochen weil sie betrunken war. Es sagt, sie konnte nicht mehr richtig reden und auch die feineren Anzeichen kennt er ja mittlerweile. Den Tag davor hatte sie mir noch das Versprechen abnehmen wollen, dass wir täglich telefonieren, damit es ihr leichter fällt. Ich habe ihr gesagt wir können gerne regelmäßig telefonieren, aber ob das tatsächlich täglich klappt kann ich nicht versprechen, aber ich wäre immer für sie da.

    Was soll ich sagen seither hat sie schon zwei Tage nicht angerufen und ich weiß genau was das bedeutet.

    Das was mich nun am meisten verzweifeln lässt ist, die Frage, wie gehe ich am besten damit um sollte sie vor der Tür stehen und keine Wohnung mehr haben, kein Geld und eben nass.

    Hat von euch schon jemand Erfahrungen mit Alkoholkern, die alles verloren haben? Wie geht es dann weiter? Wie schützt man sich, wenn enge Angehörige so weit unten sind und nicht mehr wissen wohin?

    Keiner hier sollte sich schlecht oder dumm fühlen dass er auf die Lügen reinfällt. Wenn Alkoholiker etwas gut können, dann ist das Lügen und Manipulieren. Ich glaube meine Schwester kann das gar nicht mehr unterscheiden und glaubt sich ihre Lügen selbst. Die klingen halt besser als die Wahrheit.ihr vorgetäuschter schlimmer Unfall war da bisher das traurige Highlight.

    Ich will meine Sachen jetzt nicht hier rein bringen, aber im Moment geht es richtig bergab bei ihr und das ist ein Moment der für dich vielleicht noch kommt. Da sollte man sich innerlich auch irgendwann wappnen. Wie möchte man reagieren wenn der Alkoholoker echt am Ende ist. Sprich Schulden, Gerichtsverfahren, Arbeits und Wohnungsverlust. Bei uns steht es kurz davor und ich ringe mit mir wie ich damit umgehen will. Was ich nicht will ist überrumpelt sein und spontan reagieren. Denn dann bin ich vermutlich zu unterstützend und im Nachhinein sieht man dann einen eigenen Rückfall in coabh. Verhalten.

    Mein Mantra was mich im Moment dadurch bringt und vielleicht ja auch anderen helfen kann ist.

    Es ist nicht meine Baustelle. Sie hat es als einzige in der Hand ihr Leben zu gestalten.

    Ich gestalte meins!

    Ich drücke dir die Daumen, dass der Auszug jetzt schnell und möglichst reibungslos über die Bühne geht und du zu dir kommen kannst.

    GLG

    Versuch jetzt mit all deiner Kraft bei dir zu sein und zu bleiben. Das hört sich krass an, aber seine Probleme sind NICHT deine Baustelle. Er entscheidet wo er wohnt, ob er auf der Straße landet, ob er trinkt, wie viel, oder sich Hilfe holt.....

    Ich habe lange für diese Einsicht gebraucht und es fühlt sich immer noch schlecht an, wird aber leichter. Bei mir ist es nicht der Partner sondern die Schwester. Also nicht ganz vergleichbar aber daher umso größeren Respekt vor dir. Die Trennung war richtig. Und du hast etwas geschafft, was viele nie oder nach Jahrzehnten erst schaffen. Je besser du dich jetzt abgrenzt desto eher hast du dein Leben wieder.

    Fokussier dich auf dich. Tu Dinge die dir gut tun und wenn Zweifel und schlechtes Gewissen aufkommen, schau dich im Forum um, hol dir hier Bestätigung und Zuspruch und lenk dich ab.

    Es wird einfacher.

    LG

    Den Kindern habe ich nun etwas geschickt.

    Meine Schwester zieht sich bereits zurück. Sie antwortet noch verzögert auf Nachrichten, geht aber nicht ans Handy und vermeidet Gespräche. Es klingt wieder alles zu schnell zu gut.

    Es ginge ihr gut. Wie käme morgen aus der Klinik und hätte am 20. Einen Termin für ein Gespräch mit der Diakonie. Ambulante Therapie und ambulante Betreuung.

    Auf meine Frage ob sie so lange alleine in der Wohnung zurecht kommt, ein klares ja.

    Da steht alles Kopf, der Alk steht noch offen rum.

    Ich habe mehrfach die Hand gereicht und werde mich nun doch wieder mal zurück ziehen. Aber es tut auch wieder weg und fühlt sich immer ein Stück wie im Stich lassen an.

    Besonders da ich aktuell über einige sehr schwerwiegende finanzielle Probleme weiß und sehr sicher bin dass es ohne Betreuer nicht funktionieren wird.

    Aber ich bleibe bei mir. Selbstschutz.

    Liebe Lotti, bei mir ist es die Schwester die Alkoholikerin ist und ich kann deinen Konflikt super verstehen. Ich hatte bereits zweimal Kontaktabbruch. Gerade wieder angenähert mit etwas vorsichtiger Hoffnung und dann kam der Rückfall mit über 3 Promille und Entgiftung. Ich haber gerade keine Zeit ausführlicher zu schreiben, werde das aber nachholen. Ich weiß nicht ob man hier auch pn austauschen kann, ich telefoniere ja lieber als ewig lang zu tippen. Ich werde die Tage mal mehr antworten. Erstmal viel Kraft und als genereller Tipp kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen, aufs Bauchgefühl hören. Was tut dir gut?, was brauchst du fragen statt in den "ich kümmere mich Modus" zu gehen.

    Das Problem ist , ich würde es erst echt spät erfahren. Jedenfalls wenn es kein Unfall ist sondern sie sich zu Hause ins Koma säuft. Sie wohnt da alleine. Ich glaube die im Haus wissen noch nichts. Keiner aus dem Haus hat meine Nummer....

    Sie ist schon sehr isoliert gerade. Aber ich habe eine WhatsApp geschrieben, die zumindest angekommen ist und die Lesehaken hat.