Beiträge von Momo2006

    Was ich auch noch mit Euch teilen will... Lese gerade ein Buch über die Heilung nach einer toxischen Beziehung (aus USA), da gibt es aber irgendwie mehr Angebote zu dem Thema als hier bei uns...

    Also die Aussage ist es gibt 6 tiefe Narben (angelehnt an six feet under...)

    Kontrolle...Entweder man hat einen Kontrollzwang (Falschen zählen, Termine kontrollieren, etc.) oder genau das Gegenteil, nämlich das komplette Chaos und einen kompletten Kontrollverlust. Hier soll man an sich arbeiten, um wieder einen gesunden Mittelweg für sich zu finden.

    Identität - Verlust der eigenen Identität. Wer bin ich eigentlich, was macht mich aus. Da viele ihre eigene Identität verlieren und Alles in der Beziehung sind was gerade gebraucht wird ( Therapeut, Mutter, Fahrer, Haushälterin, Finanzberatung, etc...) aber kein Partner, Ehefrau etc..

    Selbstwertgefühl- das ist ja bei vielen Co Abhängigen im Keller. Also was sind meine eigenen Werte und dürfen nicht überschritten werden. Wie setze ich gesunde Grenzen, damit meine Werte nicht verletzt werden.

    Vertrauen - wem traue ich,wann traue ich und vorallem meinen eigenen Gefühlen wieder trauen. Sie schreiben, dass viele Cos Meister sind im sich selbst betrügen (Das habe ich falsch gesehen, er/sie meint das nicht so, etc)

    Emotionen - entweder wie auf Eierschalen laufen oder das genaue Gegenteil eine tickende Zeitbombe sein. Auch hier zeigt das auf, dass man wenig bei sich steht.

    Verantwortung - was liegt in meiner Verantwortung und was nicht. Das zu erkennen und daran zu arbeiten. Loszulassen wenn es nicht zur eigenen Verantwortung gehört, etc.

    Ich finde es interessant unter dieses Gesichtspunkten meine Themen zu betrachten und daran zu arbeiten.

    Manchmal sehr herausfordernd, das von der Theorie in die Praxis zu adaptieren. Aber Übung macht den Meister

    LG

    Guten Morgen Zusammen,

    Hier mal ein kleines Update zu meiner Reise aus der Co-Abhängigkeit...

    Also wie bereits geschrieben, hatte ich ja schon die Erkenntnis, dass ich meinen Selbstwertgefühl daraus ziehe Anderen zu helfen... Eine weitere Erkenntnis ist, dass ich der super Retter (sozusagen: Wonderwoman) bin und auch nicht gerne verliere.

    Das ist natürlich eine super Kombi mit einem Suchtkranken Partner.... Das ist nämlich auch gerade mein innerer Kampf... Ich kann/konnte ihn nicht retten und muss mir eingestehen gegen seine Sucht nicht gewinnen zu können.

    Und mit der Trennung bin ich ja gefühlt eine arbeitslose Superheldin (kleiner Scherz).

    Aber das sind die Themen, welche ich gerade bearbeite. Mir zu helfen und nicht meine ganze Energie in andere zu setzen. Meinen Selbstwertgefühl finden ( ich bin auch einfach so liebenswert), etc.

    Anstrengende Arbeit... Aber der Weg ist das Ziel... (alter Spruch, aber stimmt ja trotzdem)

    LG Momo

    Ich habe eine Frage an Dich.... Wenn Du Dir die nächsten Jahre vorstellst... Willst Du mit dem Stress leben? Stellst Du Dir so Deine Beziehung vor?

    Dann ist er halt in eine andere Stadt gezogen usw. Alles keine Gründe sich so zu verhalten. Er ist doch erwachsen.

    Also ich meine ich bin beruflich auch schon weit weg von der Heimat gezogen. Alleine... Und siehe da, wenn man will findet man auch da neue Freunde...

    Das ist für mich Alles eine Prblemverlagerung. Du redest Dir damit die Situation schön. Dieses Verhalten von ihm ist einfach nicht normal und auch nicht tragbar.

    Was würdest Du Deiner besten Freundin raten, wenn sie in Deiner Situation stecken würde?

    Ich habe das jetzt auch erlebt. Am Anfang immer "nur" verbale Aussrutscher meines Ex und was hatte ich immer für tolle Erklärungen warum das jetzt passiert ist und ach der Arme etc. pp...

    Bis es dann gekippt ist und er im Vollrausch mit Fäusten und gefährlichen Schlägen auf mich los ist.

    Ich habe es mir lange aucc eingeredet, dass er ja so viel erlebt hat und 1000 Ausreden gesucht und auch gefunden.

    Fakt ist ... Er hat es aber getan. Und welche Entschuldigungen gibt ed für so ein Verhalten? Keine!

    Ich kann Dir nur raten mal zu versuchen eine Adlerperspektice einzunehmen. Es ist schwer, aber willst Du für immer mit diese Angst leben? Wenn er trocken ist hast Du ja keine Garantie, dass das immer so bleibt.

    Meine Gedanken und aktuelle Erfahrung dazu.

    Kümmere Dich um Deine Wunden und um Dich, egal was er macht oder nicht macht.

    LG Momo

    Ich bin mittlerweile bei dem Punkt, dass das "trocken" sein ja alleine nicht reicht. Da ist ja viel in demjenigen was nicht bearbeitet ist und mit dem Alkohol "stumm" geschaltet wird. Es muss ja Gründe geben, warum jemand aggressiv wird. Das macht ja nicht jeder Alkoholiker welcher noch in der Sucht steckt.

    Du hast Dir Deine Frage schon beantworte . Du kannst nur gehen.

    Er wird Sich ja auch nicht mehr ernst nehmen wenn Du ihm das verzeihst.

    Ich bin Anfang des Jahres gefährlich angegriffen worden und ich hätte das. niemlas gedacht. Er rennt jetzt rum und erzählt, so sei er nicht... und er schäme sich so.... Es war aber niemand Anderes im Raum. Nur er und ich... Und es war völlig aus dem Nichts...

    Allerdings stehen ein Entzug und eine Langzeittherapie nicht Raum.

    Suche das Weite und gehe !!!! Das ist keine Beziehung wert. Ich Kämpfe sehr mit dieser besch... Erfahrung und wünsche sie niemandem.

    Suche Dir einen gescheiten Mann und gehe nicht zurück.

    LG

    Liebe Norma,

    Ich drücke Dich auch aus der Ferne❤️.

    Ich habe die selben Gedanken und Gefühle. Sitze oft wie traumatisiert auf meinem Sofa und habe das Gefühl, dass kann doch nicht wirklich gerade passieren.

    Ich habe letztens in einem Podcast gehört, dass unser Gehirn nicht die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterscheidet. Heißt, man (ich in dem Fall) romantisiert gerne die Vergangenheit oder die vermeintliche Zukunft (wenn er doch jetzt endlich mal "aufwachen" würde..) und das macht es einem so schwer loszulassen. Unser Gehirn unterscheidet da keine Zeiten und es gibt uns erstmal ein gutes Gefühl mit diesen Gedanken (und damit auch ggf eine falsche Hoffnung). Der Tipp war sich bewusst in die Gegenwart zu holen.

    Nicht das ich das gut hinbekommen... Zu meinem Therapeuten meinte ich, ich würde am liebsten einen Schalter umlegen, um diese Gefühle der Verzweiflung, etc nicht mehr zu spüren. Das geht leider nicht... Ich denke aber (und hoffe), das es mit der Zeit und mit der Arbeit an sich selbst Schritt für Schritt besser werden kann.

    Ich kann Deinen Schmerz absolut nachvollziehen. Es ist einfach eine besch.... Situation.

    LG Momo 🌸

    Hallo Norma,

    Ich verstehe Deine Wut und Deine Enttäuschung. Ich denke manchmal darüber nach, was es mir helfen würde, wenn der Andere sieht was er einem angetan hat und sich entschuldigen würde. Wären dann meine Verletzungen weg... Leider nein. Die seelischen Narben wären immer noch da. Ich glaube deswegen ist es so wichtig sich um sich zu kümmern, egal ober der Andere gesund wird oder nicht. Egal ob der Andere sieht/ erkennt was er einem angetan hat oder nicht. Ich stecke da auch noch mittendrin oder stehe eher am Anfang von meiner Reise...

    LG Momo

    Schaffe es leider nicht zu zitieren... bei meinem Ex hätte ich auch die Hand ins Feuer gelegt, dass er niemals körperlich gewalttätig wird.... Bis ich Anfang des Jahres eines besseren belehrt wurde.... Verbal war er öfters ausfällig... Wenn jemand unter einem Suchtmittel steht, kann man wohl da auf seine eigene Intuition nicht bauen. Passe auf Dich auf.

    Liebe RH,

    Ich denke Du machst das schon richtig in Deinem Tempo. Wichtig ist nur mit offenen Augen hinzuschauen und sich selbst nicht zu betrügen. Ich wurde am Wochenende gefragt, ob ich nicht gesehen habe was mit meinem Ex los ist. Ganz ehrlich, ich habe es nicht sehen wollen, obwohl da immer der große Elefant Sucht mit im Raum stand. Den habe ich wohl eher noch gestreichelt. Ich bin jetzt in einer Therapie, in der es auch um Trauma Verarbeitung geht. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle macht was mit uns und auch mit unseren Kindern. Du wirst Deinen Weg mit Deinen Kindern finden. Sammle Stärke und plane richtig.

    Du machst das schon!

    LG Momo

    Hallo Unvergoren

    Du hast Recht. Aber er war eigentlich in der Beziehung eher fürsorglich. Deswegen auch meine Schockstarre und das nicht verstehen.

    Er hat zum Beispiel immer für mich und meinen Sohn gekocht, sodass ich es nach dem Arbeiten abholen konnte.

    Und viele andere Dinge. Ich habe ihn nie als Narzisst wahrgenommen. Eher als jemanden der schwer mit Konflikten umgehen kann.

    Selbst seine Familie und seine seit Teenagerzeiten beste Freundin sind alle geschockt gewesen über den Vorfall und kompletten Ablauf danach.

    Ich will ihn nicht in Schutz nehmen. Aber das ist einfach (glaube ich) mein großes Fragezeichen im Kopf. Ich werde nie eine Antwort dazu bekommen.

    LG Momo

    Und noch eine ehrliche Erkenntnis...

    Ich habe selbst ganz schön viel Alkohol getrunken, wenn ich mit ihm zusammen war. Irgendwie war er da mehr erreichbar. Seit Januar trinke ich gar keinen Alkohol mehr. Aber muss aufpassen, dass ich nicht in Schubladen denke. Jemand trinkt zum Beispiel einen Wein = Alkoholiker...

    Ist auch nicht okay von mir so zu denken... Mein armer Sohn und seine Freunde haben jetzt auch schon eine Abhandlung über die Risiken von Alkohol von mir erhalten...

    Schönen Freitag Ihr Lieben,

    immerhin scheint hier mal die Sonne. Das tut schon gut. Meine neuen Initiativen sind derzeit wieder Sport machen und einen Urlaub mit meiner besten Freundin planen. Endlich mal wieder ans Meer 🌊. Appartment ist schon gebucht. Aber ehrlich gesagt Alles verzweifelte Versuche loszulassen. Die Erfahrung von Gewalt hat mich ganz schön gebeutelt. Meine Schwierigkeiten jetzt sind, dass ich es immer noch nicht einordnen kann. Ich weiß, dass er schwerst Suchtkrank ist. Dennoch fällt es mir sehr schwer aus meiner Trauer, dem gefühlten Verlust raus zu kommen. Also einfach vom Herzen. Ich weiß, dass es so für mein Leben auf jeden Fall besser ist. Er hatte ja schon einige körperliche Anzeichen von Alkoholschäden. Wäre er ein Pflegefall geworden und ich noch bei ihm, hätte ich ihn niemals verlassen und mich aufgeopfert. Naja, vielleicht hätte ich dann wenigstens den Mutter Theresa Verdienstorden (*Ironie) bekommen....Ich habe jetzt eine "Shitlist" angefangen, um mir immer wieder bewusst zu machen, dass das alles andere war als eine gesunde Beziehung.

    Zum Glück habe ich ein gutes Support System, die mich immer wieder zurück in die Realität holen.

    Ach und zu einem Selbstverteidigungskurs habe ich mich jetzt angemeldet. Für Frauen.

    Wie schafft man es loszulassen? Ich mag diese Gefühle nicht mehr...

    LG Momo