Beiträge von Momo2006

    P.S.: Der Kontaktabbruch auf allen Kanälen, gemeinsamen Freunden, Social Media, etc. hat mir sehr geholfen. Gerade am Anfang. Nummer blockiert, WhatsApp blockiert, etc. Weil es mich am Anfang so sehr in ein Loch gezogen hat und ich mich schützen musste. Kontaktabbruch besteht immer noch und wird auch bestehen bleiben. Mein Ex hat mich nicht verdient.

    LG

    Liebe Myla,

    mir hat geholfen immer wieder die Adlerperspektive einzunehmen. Mir hat geholfen die tatsächlichen Fakten immer wieder mir bewusst zu machen. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich in meine Idee der Beziehung verliebt war. Praktisch in eine Illusion (wenn, dann, etc.). Ich habe alle Hilfe für mich angenommen, welche ich finden konnte.

    Eine Freundin sagte mir mal, durch dieses extreme Achterbahnfahrt der Gefühle, ist der Andere immer in Deinem Kopf und es wird dann mit Liebe verwechselt.

    Ich habe monatelang ein Haargummi am Handgelenk getragen, um es schnallen zu lassen, wenn das Gedankenkarusell wieder los ging. Ich habe mich abgelenkt. Mache viel Sport um meinen Dopaminspiegel nach oben zu pushen. Ich lerne neue Sachen, Versuche mir bewusst neue positive Erinnerungen zu schaffen. Das ist jetzt meine Hauptaufgabe.

    Und ja, es ist anstrengend sich mit seinen eigenen Themen auseinander zu setzen. Aber es geht und es ist die Chance, das Leben zu leben was glücklich macht.

    Mit oder ohne einen Partner.

    Nur Mut. Schaue auf Dich. Es lohnt sich.

    LG Momo

    Liebe Myla,

    Ich kenne das mit dem akzeptieren. In meiner Welt war das ganz leicht, er muss einfach nur aufhören zu trinken und Alles wird gut. Es war in meinem Kopf wie ein Kampf, den ich unbedingt gewinnen musste. Viele Gedanken von, bei uns ist das anders, die Gewalt gegen mich war er nicht, etc. Ich bin fast wahnsinnig geworden mit meinen Gedanken. Der einzige Unterschied, den ich wirklich durchgezogen habe, war der komplette Kontaktabbruch, das sprechen über seine Gewalt, das hat mir nämlich Türen zugemacht nicht zu ihm zurück zu gehen.

    Ich kam dann irgendwann an den Punkt der Akzeptanz. Er ist suchtkrank, er ist gewalttätig. Vor der körperlichen Gewalt auch schon durch psychische Gewalt. Ich habe gelernt zu akzeptieren, dass das nichts mit mir zu tun hat. Das er suchtkrank ist, das es sein Leben ist in dem er frei entscheiden kann zu trinken oder nicht. Diese Akzeptanz war dann wie eine Befreiung für mich.ich konnte den Kampfplatz verlassen und anfangen, mich um mich zu kümmern. Schöne Dinge zu erleben und zu genießen.

    Mir meiner eigenen Wertigkeit bewusst werden. Zu lernen gesunde Grenzen zu setzen, um mich und meine Seele zu schützen.

    Meine Lieblibgsfrage ist immer wieder: Was würdest Du Deiner besten Freundin raten, wäre sie in Deiner Situation. Was hättest Du zu ihr gesagt, nach dem ersten Schlag?

    Ich weiß, dass diese Gewalterfahrung kaum zu ertragen ist und ich habe auch Schwierigkeiten gehabt zu sehen, dass mein Ex gewalttätig ist. Das war ein Prozess auf, den ich mich einlassen musste. Und er war anstrengend. Bei mir ist es jetzt ein Jahr her. Und es ist wesentlich besser. Es gibt noch schlechte Momente, ja. Aber immer weniger. Die Erfahrung ist ein jetzt ein Teil von mir.

    Ich kann Dir nur empfehlen Dir Hilfe für Dich und nicht für seine Sucht zu suchen. Mache Sport, gehe auf No contact. Grenze Dich ab.

    LG Momo

    Liebe Myla,

    Auf seinen Konsum hast Du Null Einfluss. Du hast da keine Macht darüber. Gar keine. Du kannst reden, flehen, weinen, betteln... Du hast keinen Einfluss darauf.

    Und das hat auch nichts mit Deinem Wert zu tun. Sondern mit seiner Sucht.

    Liebe heilt keine Sucht. So ist das leider. Deine Liebe zu Dir selbst ist wichtig. Und auch aus dem Suchtsystem auszusteigen, sonst hältst Du es mit am Laufen.

    Hier wird auch oft geschrieben Hilfe durch Nichthilfe.

    LG Momo

    Liebe Tiger,

    Dein Mann ist erwachsen... Das wäre ungefähr so, wenn ich sagen würde Du bist schuld, dass ich zunehme, wegen Dir esse ich zu viel. Und zu der Aussage Deines Arztes.... sage ich nicht viel. Also Du sollst taktieren, damit ein erwachsener Mensch nicht heimlich säuft.

    Und nochmal zur Erinnerung....Dein Mann ist erwachsen und trifft die Entscheidungen die er trifft. Du musst Dir überlegen, ob Du mit seinen Entscheidungen leben kannst und triffst dann Deine erwachsenen Entscheidungen.

    LG Momo

    Liebe Myla,

    Einen Menschen gibt es nur im Gesamtpaket.

    Versuche mal das, wenn er nüchtern ist (wenn das überhaupt zutrifft) auszuklammern. Er ist nicht nett. Er ist gewalttätig. Das "nette" ist nicht Er sondern nur der Mensch, der dann wieder Kontrolle über Dich erlangen will.

    Bist Du wirklich der Annahme Du hast es verdient so behandelt zu werden?

    Liebe bedeutet nicht Schmerzen zu ertragen. Ob seelisch oder körperlich. Hast Du Dir mal Gedanken gemacht einen Therapeuten zu suchen?

    Kein Mensch hat verdient so behandelt zu werden. Bei Dir wurden so ziemlich alle Grenzen überschritten und Du fragst Dich welche Schuld Du trägst.

    Du trägst keine Schuld. Guten Menschen passieren gute Dinge und guten Menschen passieren schlechte Dinge.

    Du bist hier ein Opfer von Gewalt. Ich denke nicht, dass Dir eine Suchtberatung helfen kann, sondern eher eine Beratung für Opfer häuslicher Gewalt.

    LG Momo

    Ich denke das Akzeptieren bezieht sich darauf, dass Du akzeptieren musst, nichts an seinem Verhalten, seinem Weg, seinen Entscheidungen ändern zu können. Das obliegt ihm ganz alleine.

    Du nur für dich Dinge ändern kannst.

    Das ist Deine Chance, aus dem Kreislauf auszusteigen und um zu starten Dich selbst für Dich an erste Stelle zu setzen.

    LG Momo

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    Ich habe gestern einen schönen Text gelesen von Mario de Andrade.

    My Soul Is In A Hurry.

    Der Satz: " Wir haben zwei Leben, das zweite beginnt, wenn wir verstanden haben, daß wir nur ein Leben haben."

    Passt finde ich auch gut zu unserem Thema hier. Zu den Geschichten, in denen wir nicht den Absprung schaffen und so viel wertvolle Lebenszeit mit Unglücklich sein verschwenden.

    Wollte ich einfach mal hier lassen.

    Schönen Mittwoch Euch.

    LG Momo

    Liebe Laura,

    sorry, aber er spricht mit Deinem Sohn und ach es tut ihm ja so leid....

    Alles nur Worte.....

    Ich kann verstehen, dass Du Dir wünschst, dass Alles toll wird. Aber schaue genau hin. Er macht einen tiefen Knicks und Alles ist wieder vergessen und vergeben.

    Selbst wenn er einen Entzug macht, dauert das erstmal bis er auf die Füße fällt.

    LG Momo

    Danke liebe Rennschnecke. Lese Deine Beiträge auch immer sehr gerne. Ich bleibe auf jeden Fall noch hier. Denke mal das es wichtig ist, am Thema zu bleiben, um nicht rückfällig zu werden. Demnächst schreibe ich Euch mal von einen sehr guten und offenen Gespräch mit meiner Mutter (das erste gute tiefgehende Gespräch, überhaupt was ich mit ihr hatte). Ich bin ja auch EKA. Aber das brauche ich etwas Ruhe.

    LG Momo

    P.S.: Mit rückfällig meine ich nicht zurück zum Ex, sondern wieder in alte Verhaltensmuster zu fallen. Nur falls das falsch ankommt.

    Hey Laura,

    dass:

    Er hat mir jetzt angerufen und gesagt was ich für eine dumme Kuh bin ihn mit 220kmh und 3,5 Promille über die Autobahn fahren zu lassen.

    Ist nicht Deine Verantwortung! Entscheidet sich zu saufen, er entscheidet sich Deinen Sohn zu verletzen, er entscheidet besoffen Autonzu fahren und dadurch andere Menschen zu gefährden.

    Deine Verantwortung liegt darin, Dich und Deinen Sohn zu schützen! Willst Du wirklich, dass Dein Kind so aufwächst? Hättest Du gerne so eine Kindheit gehabt? Ich kann Dir nur sagen, dass das Verhältnis von meinem Sohn und mir sehr schwierig war während der Zeit mit meinem Ex. Das hat sich zum Glück wieder gedreht nach der Trennung, hat aber einige Zeit gedauert. Ich war nämlich auch nie mit dem Kopf wirklich bei meinem Sohn, weil sich meine Gedanken nur um die Dramen mit meinem Ex gedreht haben. Uns geht es so viel besser, seit er kein Teil mehr unseres Lebens ist.

    Ich kann Dir nur empfehlen mal einen großen Abstand zu nehmen, damit Du anfangen kannst mal wieder klar zu denken. Auch wenn es schwierig ist, Du schaffst das. Mit dem richtigen Abstand wirst Du sehen wie bescheiden diese Beziehung ist.

    LG Momo

    Hey Myla,

    Mir fällt auf, dass Du Dich nur ausschließlich mit ihm und der Hilfe, welche er benötigt beschäftigst, aber überhaupt nicht damit, welche Hilfe Du ggf benötigst. Für mich liest es sich so, dass sich Dein kompletter Lebenssinn derzeit daraus ergibt, dass er Hilfe erhält.

    Du bist ja für Dich hier. Also was machst Du für Dich?

    LG Momo

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    wollte mal wieder etwas in meinem Faden schreiben, da es am Sonntag genau ein Jahr her ist, dass sich mein Leben verändert hat.

    Ich lese viel hier, habe aber im Moment aber oft Schwierigkeiten bei anderen etwas zu schreiben.

    Ich verstehe oft die Beweggründe, die Verzweiflung, die Hoffnung, die Gedankenkaruselle, aber kann nicht Antworten, weil ich gefühlt schon anders zu den verschiedenen Themen denke und zu hart, zu ungeduldig in den Antworten wäre. Obwohl es mir ja genauso ging, als ich hier aufgeschlagen bin. Jeder geht seinen Weg in seinem Tempo, ich weiß.

    Ich weiß auch, das es nicht fair ist von meiner Seite, kein Verständnis für die einzelnen Situationen aufzubringen. Ich wurde hier immer gut aufgefangen und ohne das Forum und die direkten Antworten, wäre ich heute nicht da wo ich bin.

    Vielleicht ist das einfach eine Phase in meiner Heilung. Kennt das jemand von den alten Hasen hier?

    Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.

    LG Momo

    Liebe Laura,

    Ich denke mal Co-Abhängigkeit bedeutet emotionale Abhängigkeit. Deswegen ist es wichtig, dass Du lernst Dich für Dich wieder in den Mittelpunkt zu stellen und Dich dadurch auch emotional von ungesunden Situationen/Menschen entfernen zu können.

    Deswegen schreibe hier viel (von Dir), von Deinen Empfindungen, von Deinen ersten Schritten, etc.

    LG Momo