Beiträge von Nayouk24

    Mich interessiert, ab wann der Alkohol nicht mehr die permanente Macht über den Kopf hat und zumindest langsam anfängt sich zurückzuziehen?

    Das hängt im wesentlichen von dir und deiner Haltung ab, die du dir in der Abstinenz aufbaust.
    Hast du Krankheitseinsicht? Hast du akzeptiert, dass du Alkoholiker bist, mit den Konsequenzen, die das bedeutet?
    Hast du vor dem Alkohol kapituliert oder kämpfst du noch um jeden abstinenten Tag? So hört es sich an.

    Was ist es, dass dich noch kämpfen lässt? Welche Fragen stellst du dir?
    Ob du irgendwann wieder ein Gläschen trinken kannst?
    Ob du kontrolliert trinken kannst?
    Ob es vlt. bei dir dann anders ist, als bei all denen, die sich das auch gefragt haben und dann im Rückfall geendet sind?

    Viele Fragen und ganz ehrlich, nach 7 Wochen hatte ich auch keine Antworten auf alle Fragen.
    Mir hat am Anfang das Leben nach den Grundbausteinen geholfen.
    Wenn du jetzt denkst, jetzt kommt der schon wieder mit den Grundbausteinen, die kenne ich doch, du wirst wissen, was du davon bereits (konsequent) umgesetzt hast.

    Am Anfang, auch nach 7 Wochen, stand für mich absolute Risikominimierung. Ich habe Kontakt mit Alkohol vermieden, so gut es ging.
    Erstens, um das Risiko nicht einzugehen, und zweitens, um das Suchthirn nicht ständig anzuregen, und damit ich die Zeit nutzen kann,
    das Lösungsmuster "Alkohol" durch etwas Neues zu ersetzen. Das kann ich üben und praktizieren und da neurologische Prozesse mit im Spiel sind, braucht es Zeit, bei mir mehr als 7 Wochen.

    Beispiel: Gehe ich auf Veranstaltungen, bei denen Alkohol konsumiert wird und rede ich das Risiko klein und meine Stärke gross, dann bin ich zu Anfang immer Kampfmodus und weit davon entfernt, neuen Lösungsmuster im Gehirn eine Chance zu geben. Ich komm nicht weiter und ich entwickele mich nicht weiter.

    Gibt es bei langer Abgstinenz Tage, an denen man überhaupt nicht mehr an Alkohol denken muss?

    Vlt. gab es mal einen Tag, an dem ich nicht dran gedacht habe, ohne es zu merken, ansonsten gibt es jeden Tag Gedanken über Alkohol, alleine schon durch das Forum.
    Die Frage ist ja, sört mich die gedankliche Auseinandersetzung mit Alkohol, oder sehe ich sie als Teil meiner Abstinenz, meiner Trockenarbeit.
    Beschäftige ich mich mit meiner Sucht oder redet mein Suchthirn ständig von Alkohol?

    vll will ich zu viel auf einmal.

    Bei mir wäre das so gewesen. Es sind zwei verschiedene Süchte und jede muss einzeln betrachtet werden. Mach ich das gleichzeitig, ist die körperliche und psychische Belastung viel höher und ich laufe Gefahr, dass ich weder die eine noch die andere in den Griff bekomme.

    Ich habe mich zuerst auf meine Alkoholsucht konzentriert.

    Als ich aus der Klinik kam, habe ich mich hier und im Fitnesscenter angemeldet. Zwei mal die Woche 1,5h inklusive 20min Dehnen ist Teil meiner Wochenstruktur und es haben sich daraus auch schon Bekanntschaften ergeben. Gerade diese Regelmässigkeit war am Anfang sehr wichtig für mich.
    So ein Center war früher für mich ein NoGo, heute kann es nur empfehlen.

    Deine Frage kann im Austausch besprochen werden, doch zuvor:

    das mußte ich einsehen

    Was musstest du einsehen?
    Falls du "Alkoholiker" meinst, hast du "Alkoholiker" einfach hier nur nicht geschrieben, oder bewusst umschrieben?

    Und, möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Ich frage nach, nicht um dich zu piesacken, sondern weil wir auf die Fragen vor einer Teilnahme hier im Forum klare Antworten möchten, um Missverständnisse zu vermeiden.

    Ja, es sind ja die Menschen, die es ausser dir am meisten betrifft.

    Du hast dir das reiflich überlegt und hast deine Gründe dafür.
    Sei du selbst, denn dann ist es am ehesten nachvollziebar.

    Es hängt ja auch davon ab, wie die Lücke gefüllt werden kann, die du hinterlässt.

    Viel Erfolg.

    Hallo sasajackson,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Gut, dass du dich hier gemeldet hast, du hast ja schon einen bewegten Weg hinter dir.

    Bevor der eigentliche Austausch hier beginnen kann, sind noch ein paar Dinge zu klären.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich bekennende Alkoholiker aus, die sich hier in diesem Forum auch so benennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Wie sieht es da bei dir aus, siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Und, wann hast du das letzte Mal getrunken?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo Schattenmorelle,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Da hast du ja bald das erste Jahr voll.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich ausschließlich bekennende Alkoholiker aus, die sich hier in diesem Forum auch als solche benennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Wie sieht es da bei dir aus, siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Also wenn’s nur um den rechten Winkel geht, würde ich das nicht als Pfusch bezeichnen.
    Es ist dann eben anders.
    Aber bei den Gedanken, die du dir schon gemacht hast, kannst du fast sicher sein, dass du genau da immer hingucken wirst😉

    Du kannst dich mit Intetpretationen und Definitionen beschäftigen, oder du wendest den Blick auf dich und deine Abstinenz.
    Als ich mich hier angemeldet habe, habe ich mich nur darauf konzentriert, denn hier waren die, die wussten worauf es ankommt.
    Du findest hier ein Angebot mit Hilfe zur Selbsthilfe im gegenseitigen Austausch mit Gleichgesinnten.

    Es ist deine Entscheidung, ob du es annehmen willst. Lass es uns wissen.


    Du bist gebeten worden, nichts über den kalten Entzug zu berichten und dich erst nach 7 Tagen wieder zu melden. Verboten hat dir niemand etwas.

    Mit gut, meinte ich, dass du dich jetzt , nach sieben Tagen, wieder gemeldet hast.

    Heißt für mich, du bist dran geblieben und meinst es wohl ernst.

    Hallo Toscanelli,

    gut, dass du dich wieder gemeldet hast.
    Hast du schon unsere "Grundbausteine" gelesen?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Unsere Selbsthilfegruppe stützt sich auf bewährte Grundbausteine für ein abstinentes Leben. Wir respektieren, dass es auch andere Wege gibt – hier richten wir unseren Austausch jedoch bewusst an diesen gemeinsamen Grundlagen aus.
    Passt das für dich?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo beast und willkommen auch von mir.

    Ich hab jetzt eine Frage, hoffe ich darf das so auch fragen

    Fragen darfst du immer und ich finde deine Frage gut und hilfreich, dann kann ich das mal aufklären.

    Wir sind hier eine eigenständige SHG, mit unseren eigenen Grundsätzen.
    Andere SHGs haben ebenfalls eigene Grundsätze und Vorgehensweisen, diese respektieren wir.
    Wir möchten aber nicht, das andere SHGs hier zum Diskussionsgegenstand werden.

    Hallo Paul_,

    Ich kann deine Emotion verstehen, deine verbalen Ausbrüche allerdings nicht.

    Ich glaube nicht, dass solche Beiträge den Betroffenen helfen. Sie hätte selbst schon längst diese Sichtweise einnehmen können, hat sie aber nicht.

    Aber bleiben wir bei dir, wie hast du den Jahreswechsel erlebt?

    Viele Grüße
    Nayouk