Hallo bienenliesel,
Dein Thread ist wieder offen, du kannst hier schreiben, wie es jetzt bei dir aussieht.
Viele Grüsse
Nayouk
Hallo bienenliesel,
Dein Thread ist wieder offen, du kannst hier schreiben, wie es jetzt bei dir aussieht.
Viele Grüsse
Nayouk
Wichtig ist, dass ich es spüre und dann sofort weg bin.
Genau!
Hallo Leonie, schön von dir zu hören.
als faul abgestempelt zu werden.
Ein grosser Teil dazu findet in deinem Kopf statt und dann gibt es so ein paar Zeitgenossen, die zeigen immer auf andere, damit sie selber nicht auffallen.
Sei dir gewiss, man kann sehr gut unterscheiden, ob jemand nicht so kann wie er will, weil er krank ist oder ob jemand faul ist.
Da hilft auch offen und ehrlich kommunizieren, damit die in deinem Umfeld es wissen, die es wissen müssen. Ein Fauler wird nie sagen, dass "er" es nicht geschafft hat, sondern er wird Gründe finden warum es so ist und sich selber schadlos halten.
Es geht im Moment bei dir nur in kleinen Schritte vorwärts und ich finde es bemerkenswert, wie du dafür einstehst und dich darum kümmerst.
Die Abstinenz ist dein bester Verbündeter und sie wird stärker werden.
Liebe Grüsse
Nayouk
DTH77 , wenn du zitiert hast, dann einfach unterhalb/ausserhalb der Zitatbox deinen neuen Text schreiben, so hast du den direkten Bezug zum Zitat.
Meine beiden Töchter waren um die 30, als ich ihnen mitgeteilt habe, dass ich in eine Klinik gehe.
Beide waren aus dem Haus, aber sie haben natürlich mitbekommen, was los ist und sich grosse Sorgen gemacht.
Eine hat mir mal gesagt, diese ohnmächtige Hilflosigkeit sei das Schlimmste gewesen.
Ich denke, in dem Alter deiner Kinder, wissen sie u.U. schon recht genau, was das bedeutet.
Mit den Kindern offen und ehrlich reden ist auf alle Fälle der richtige Weg.
Sie haben ja auch mitbekommen, dass du trinkst und dann nicht mehr der "Papa" bist, den sie kennen und auf den sie sich verlassen können.
Das kann sehr viel bei Kindern auslösen und wenn sie jetzt wissen, dass gehört der Vergangenheit an, dann können sie irgendwann auch wieder Vertrauen finden.
Nun auch hier im offenen Bereich herzlich willkommen, Franko.
Lies dich hier in Ruhe ein und nutze das Forum für deine Selbsthilfe, ich denke du wirst nicht enttäuscht werden![]()
Hallo Franko,
herzlich willkommen im Selbsthilfe Forum für Alkoholiker.
Da hast du ja einen bewegten Weg schon hinter dir.
Es ist gut, dass du dir über die Stabilisierung deiner Abstinenz Gedanken machst.
Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine dauerhafte Abstinenz anstreben.
So wie du geschrieben hast, trifft ja beides auch für dich zu.
Wenn du dich hier mit Gleichgesinnten austauschen möchtest, dann folge dem Link zur Bewerbung für die offenen Bereiche.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.
Nach Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
Viele Grüße
Nayouk
Dann wünsche ich dir viel Erfolg und dass nicht zuviel gefunden wird, bei dem dein Zahnarzt auch Erfolg braucht.
Die Suchthirnversuche habe ich bald schnell abgewürgt, keine Diskussion, „….geh in deine Ecke und trockne weiter vor dich …“. Wichtig ist, dass ich die Suchthirngedanken als solche erkenne und sie nicht für meine eigenen halte, die es durchaus Wert sind, dem weiter nachzugehen. Nein, es ist das Suchthirn und je stabiler ich abstinent war, desto findiger wurden die Versuche, aber sie wurden auch seltener.
Das Belohnsystem erholt sich in der Regel vollständig. Irreparable ist die Sucht und die Tatsache, dass ich Alkoholiker bin. Ich kann die Sucht nur stoppen aber nie heilen.
Da kenne ich mich nicht aus, aber ich würde das zuerst mit deinem Arzt nächste Woche besprechen.
Das ernst zu nehmen ist in jedem Fall gut.
Der Alkohol hat jahrelang in das Neurotransmittersystem eingegriffen und eine trügerische Stabilität etabliert, die aber nur mit Alkohol funktioniert.
Fehlt der Alkohol plötzlich ist das System im Ungleichgewicht. Viele Veränderungen sind reversibel, mache bleiben ein Leben lang. Das Gehirn muss sich nun wieder auf den nüchternen Zustand einstellen. Das braucht Monate.
Alkohol fördert die Dopaminausschüttung, welches das Belohnsystem stimuliert. Da das Gehirn bei permanenter Einwirkung von Alkohol das Überangebot von Dopamin
regulieren will, hat es die Anzahl der Dopamin-Rezeptoren reduziert. Bei Abstinenz, geht die Dopaminausschüttung zurück und diese ist für die vorhandenen Rezeptoren dann viel zu gering. Das Gehirn baut die Anzahl der Rezeptoren jetzt zwar wieder auf aber genau das braucht seine Zeit.
Ich habe das durch Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit wahrgenommen. Selbst Dinge, die mir vorher Spass gemacht haben konnten mich nicht hinterm Ofen vorlocken, weil das Belohnsystem, was den Spass und die Zufriedenheit darüber auslösen soll, aus dem Gleichgewicht geraten ist. Zeit und Geduld ist hierbei gefragt.
Als ich das verstanden hatte, konnte ich die Lustlosigkeit besser akzeptieren.
Danke für deine Offenheit und für's Teilen.
Begriffe wie Alkoholiker, Schuld.
Ich bin Alkoholiker. Diesen Satz habe ich das erste Mal in der Reha-Gruppe nach der Entgiftung gesagt. Dass ich Alkoholiker bin, wusste ich schon lange, es aber real vor anderen auszusprechen war sehr merkwürdig und unangenehm. Es war wie ein innerer Konflikt. Ja, ich bin Alkoholiker, aber doch nicht so, dass ich das vor anderen sage.
Ich kann mich noch sehr gut an die Wirkung dieses Satzes erinnern. Irgendwie war plötzlich auch Erleichterung zu spüren, hatte ich das doch vor meinem Umfeld bis zum Schluss vehement geleugnet. Jetzt war es das erste Mal raus. In den darauffolgenden Wochen habe ich den Satz noch öfter gesagt und es fühlte sich besser an, weil ich begonnen hatte mich damit zu identifizieren.
Ich hatte kein Problem, was man lösen konnte, keine Abhängigkeit erworben, die ich wieder loswerden konnte. Nein, ich war Alkoholiker geworden. Ich musste mich mit der Unumkehrbarkeit dieser Tatsache auseinandersetzen. Mein erster Schritt hin zur Akzeptanz.
Hier in diesem Forum habe ich mich mit „Ich bin Alkoholiker“ vorgestellt. Den ersten schwierigen Schritt hatte ich ja schon hinter mir.
Deshalb kann ich verstehen, wenn ein Neuankömmling sich mitunter zuerst damit schwer tut,
wenn es das erste Mal ist. Hier ist es anonym, keiner kennt mich und keiner kann mich zu etwas zwingen und trotzdem gibt es den inneren Widerstand, sich als Alkoholiker zu bezeichnen. Ja, der Begriff ist stigmatisiert aber doch nicht hier, in einem anonymen Alkoholiker-Forum.
Ich finde es sogar besser, wenn dieser Konflikt zu Tage tritt, als wenn es jemand schreibt, nur damit er seine Ruhe hat. Es wird ihn sehr wahrscheinlich irgendwann einholen.
Meine Einstellung zu diesem Satz hat mir geholfen zu akzeptieren und damit meine Abstinenz zu stabilisieren und das bestimmte auch mein weiteres Handeln.
Genauso sehe ich es mit der Schuld. Ich bin verantwortlich dafür, dass ich mich in die Sucht gesoffen habe und niemand anders. Warum, wieso und zu welchem Anteil ist erstmal zweitrangig.
Wenn ich das verinnerlicht habe und akzeptiert habe, ist dies auch ein weiterer Schritt zu Stabilisierung meiner Abstinenz.
Ich stelle mir vor, ich bin in einem für mich risikoreichen Umfeld, es wird mit Alkohol gefeiert, mehr als ich erwartet habe. Ich bin mental angeschlagen, müde, traurig, enttäuscht….warum auch immer. Eigentlich sollte ich schnell weg. Der Alkohol eine Armlänge weg von mir. Irgendwie ist mir gerade alles gleichgültig und jetzt kommt noch dazu, dass ich sowieso der Meinung bin, dass ich nichts dafür kann, dass ich Alkoholiker geworden bin. Das könnte es mir einfacher machen, jetzt in dieser Situation, in der mehrere Dinge zusammengekommen sind, doch einfach das nächste Glas zu nehmen.
Alkoholiker und Schuld - meine innere Haltung dazu stabilisiert meine Abstinenz.
Herr XY hat sich durch chronischen Alkoholabusus eine Alkoholabhängigkeit erworben. So oder so ähnlich kannst du es in medizinischen Berichten lesen.
"Ich bin Alkoholiker..." sagt faktisch das gleiche aus, nur psychisch ist es viel näher an mir dran, da bleibt kein Raum, um mich zu distanzieren. Ich muss mich damit auseinandersetzen, denn ich bin der Alkoholiker und kann mich nicht hinter abstrakteren Begriffen verstecken.
Wenn jemand sagt, ich "mag" das Wort Alkoholiker nicht, stellt sich mir die Frage "Warum?". Will ich mich anders sehen, vlt. nicht ganz so schlimm, wie die anderen hier?
In einem Kreis von Gleichgesinnten, wie hier in diesem Forum, haben die Betroffenen eins gemeinsam, sie sind Alkoholiker, wie auch der Name dieses Forums sagt.
Diese Ensicht und dass ich mich dazu bekenne, ist der erste wichtige Schritt hin zur Akzeptanz und wenn nicht hier wo denn dann.
Und es wird von niemanden verlangt, das er sich den Satz aufs Stirnband schreibt und Draussen so rumläuft. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
DANKE, Alex07 .
Ich fand das Forum schon immer sehr performant. Ich achte mal darauf 🙋🏻
Mich triggert es richtig hart, wenn ich mich mit Leuten von ‚früher‘ treffe.
Warum triffst du dich mit ihnen ? Das ist gefährliche Konfrontation mit dem Alkohol. Willst du dir beweisen, dass du stark genug bist? Das Suchthirn lauert nur darauf, dich in einem schwachen Moment abzuholen.
Du hörst dich gut an. Freut mich sehr von dir zu hören und dass es dir gut geht, gerade weil dein Weg doch hier am Anfang sehr kritisch gesehen wurde.
Solange mich die Restfeuchte nicht daran hindert, eine zufriedene Abstinenz zu leben, finde ich sie sogar ganz nützlich😉
Weitherhin einen schönen „trockenen“ Sommer.
Viele Grüsse, Nayouk
Dann nochmal willkommen nun im offenen Bereich, tom77
Ich war Pegeltrinker und die Psyche eines Quartalstrinkers ist für mich schwer nachvollziehbar, daher meine Nachfrage.
Dies ist meine SHG und hier bin ich stabil abstinent geworden. Es liegt an dir, wie dich dieses Forum unterstützen kann. Es ist wie in der Physik, auf Aktion folgt Reaktion😉
Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Nayouk
Herzlich willkommen auch von mir, tom77
Strebst du eine dauerhafte Abstinenz an, die Frage ist noch offen.
Du schreibst von deinem letzten Rückfall Ende Mai, seit wann bist du abstinent?
Viele Grüsse
Nayouk