Beiträge von Nayouk24

    Hier in diesem Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, um Hilfe zur Selbsthilfe zu erfahren.

    Wenn du an diesem Austausch teilnehmen möchtest, dann folge dem Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, 45Jahre_genug

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

    5 Wochen abstinent, was ein guter Anfang ist, zeitlich gesehen und dann sagst du...

    Die ständigen Gedanken an den Entzug und den Alkohol verblassen von Tag zu Tag mehr.

    Für mich wäre das heute ein Alarmsignal, aber ich weiss nicht, ob ich es damals nach 5 Wochen als solches erkannt hätte. Dieses Forum hätte es erkannt, da bin ich mir sicher.
    Nach 5 Wochen war bei mir nichts verblasst, da ging es erst richtig los, um mich meiner psychischen Abhängigkeit richtig zu stellen und mein Leben und mein Mindset auf mein Ziel, eine lebenslange Abstinenz, einzustellen. Was muss ich noch tun, mache ich genug, bin ich vorbereitet, wenn es hart auf hart kommt, wie erkenne ich wie weit ich bin, was kann ich mir zutrauen, bin ich in der Lage Suchtdruck als solchen zu erkennen und...und...und....
    Du wirst selbst wissen, wie du dich dabei fühlst, wenn du jeden Abend hinterm Tresen stehst, der Alkohol nur eine Armlänge entfernt. Die Sucht ist einfallsreich und perfide, mit einem Ziel, dich wieder ans Trinken zu bringen und sie hat viel Zeit.
    Gerade am Anfang ist Risikominimierung eine sichere Startegie um meine Abstinenz zu schützen. Nach mehreren Monaten bin ich auch das ein oder andere Risiko eingegangen, aber ich konnte mich jederzeit raus nehmen, ich hatte immer einen Plan B und wenn es mir schlecht ergangen wäre, hätte ich es am nächsten Tag bestimmt nicht wiederholt.
    Das ist ein Tanz auf schmalem Grad, bei dem ich runtergefallen wäre. Du wirst jetzt vlt. denken, "....er, aber bei mir klappt es.....".

    Pass gut auf dich auf.

    oder soll ich das selber machen?

    Nein, das kannst du nicht selber machen.

    Die Suchtstimme kann auch noch nach 20 Jahren zu dir sprechen. Sie ist ja nicht weg, sondern ganz ganz weit hinten in deinem Kopf.

    Das kann ich mir gut vorstellen. Ich denke das kann so sein, muss aber nicht. Du wirst hier im Forum Erfahrungen beider Seiten finden.
    Für mich ,mit 1,5 Jahren, heisst das, pass auf, fühle dich nie zu sicher, auch nach 16 Jahren kann der Gesandte des Teufels noch aus seinem Loch kommen, auch wenn er sich 15 Jahre nicht gemeldet hat.

    So ist übrigens meine Art, mit der Suchtstimme umzugehen. Ich würge sie ab, diskutiere nicht und sage ihr, sie soll in ihr Eck zurück gehen und weiter vor sich hintrocknen.

    .....

    Und schwups, schon ist ein Austausch da....

    Mein Vorschlag: Gib dir und dem Forum noch eine Chance und schlafe eine Nacht drüber, wenn es dann immer noch dein Wunsch ist, dann werden wir deinen Thread löschen.

    Ich fände es schade, wenn etwas zu Ende ist, bevor es überhaupt angefangen hat.

    Ich diskutiere nicht darüber. Du hattest die Möglichkeit, deine Sicht in angemessenem Umgangston darzustellen und das ist dein gutes Recht.
    Stattdessen kam "null Ahnung, dumm, Unfug".

    Wir tauschen uns hier schriftlich aus und da kommt es öfters vor, das Geschriebenes anders verstanden wird, als es gemeint ist.
    Dann gehe ich entweder darauf ein, wenn es mich auf meinem Weg weiter bringt, oder ich lasse es stehen.
    Dir will hier niemand etwas unterstellen oder dir etwas ans Zeug flicken, davon hat niemand etwas und es bringt uns im eigentlichen Thema hier auch nicht weiter.

    Und nun zurück zu diesem Thema:

    manchmal denke immer noch besonders im Urlaub, mal ein Glas Wein zum Abendessen würde gut schmecken

    Als ich die Zeile von dir gelesen habe, dachte ich, soetwas habe ich auch geschrieben, aber es hat mich überrascht, es von dir mit 16 Jahren Abstinenz zu hören.
    Wenn ich solche Gedanken in 16 Jahren habe und ich kann es immer noch richtig einordnen, nämlich dass meine Suchtstimme immer noch nicht aufgegeben hat,
    dann soll es so sein. Die Hauptsache für mich ist, dass ich eine zufriedenen Abstinenz lebe.

    4 Wochen abstinent, das ist ein sehr guter Anfang, aber auch ein zartes Pflänzchen, welches viel Fürsorge braucht.

    Vlt. hast du den Artikel über die Grundbausteine schon gelesen, ich lass dir den Link trotzdem nochmal hier.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    Du hast die ersten Wochen ohne Alkohol hinter dir.
    Du schreibst „überstanden“.
    Wenn du hier schon viel gelesen hast, hast du vlt. auch „nur nicht trinken reicht nicht“ gelesen.


    Ich habe einiges in meinem Leben geändert und mich gerade am Anfang intensiv mit meiner Sucht auseinandergesetzt und dabei war mir diese SHG eine große Hilfe.
    Du hast dich die letzten Wochen hier gar nicht mitgeteilt.
    Was tust du um deine Abstinenz zu unterstützen?

    Hallo Nina,

    ich habe bis jetzt still bei dir mitgelesen.
    Du hast viele Hinweise bekommen, bei denen du ansetzen kannst. Bisher hatte ich den Eindruck, dass du (noch) nicht bereit bist, sie wahr zu nehmen.
    Das verlangt von dir einen Veränderungsprozess, der in Gang kommen muss.

    Deine Fragen sind berechtigt, wenn gleich dir die Antworten u.U. nicht gefallenwerden.
    Als Alkoholiker möchte ich sie dir aus meiner Sicht beantworten.
    Es ist meine Erfahrung und jeder Weg ist anders, aber in der Sucht gibt es viele Gemeinsamkeiten.

    Ich würde gerne erfahren, ob andere es geschafft haben sich dem Partner mit Alkohol Problemen anzupassen.

    Sich einem Süchtigen anzupassen, bedeutet sein eigenes Leben auch dem Alkohol unterzuordnen, wie der Süchtige.
    Bei dieser Startegie wird es zwei Verlierer geben.

    Ich bin mit meiner Frau noch zusammen.
    Meine Frau hat sich frühzeitig Hilfe geholt und sich abgegrenzt. Sie hat ihr Ding gemacht und hat mich meins machen lassen.
    Mir war irgendwann klar, dass sie sich trennen wird, wenn ich weiter saufe.
    Das hat sie mir so deutlich nicht gesagt, aber durch ihr Handeln gezeigt. Wir haben uns immer mehr voneinander entfernt und der Tunnel in dem ich mich befand wurde immer enger.
    Heute bin ich ihr dankbar, dass sie so gehandelt hat!

    Wie haben andere es geschafft, das der Partner sein Alkohol Problem erkennt?? ( Freunde verlieren reicht offensichtlich nicht, Kritik von außen stehenden auch nicht)

    Verschweigen soll man es nicht. Viel mehr hat mich erreicht, dass sie mehr und mehr ihren eigenen Weg gegangen ist, dem ich mit Alkohol nicht folgen konnte.
    Sie hat ihr Leben gelebt, um sich vor mir und meiner Sucht zu schützen.
    Ich habe Jahre gebraucht um meinen Tiefpunkt zu erreichen, an dem ich selbst handeln konnte, denn nur ich konnte etwas bewirken.
    Immer wiederkehrende Kritik und Diskussionen haben nur dazugeführt, dass ich mich zurückgezogen habe, heimlich getrunken habe etc..
    Ich wusste, dass dass die Kritik berechtigt war. Hätte ich es zugegeben, hätte ich handeln müssen, das konnte ich nicht, die Sucht war stärker.

    Wie lange dauert es bis man einsieht das man ein Problem mit Alkohol hat.

    Dass ich ein Problem habe und später, dass ich Alkoholiker bin, war mir jeweils bald klar.
    Fragst du das 100 Alkoholiker, wirst du 100 Antworten bekommen, die sich unterscheiden.
    Meine Frau hat nicht darauf gewartet. Sie ist ihren Weg gegangen und irgendwann wäre ihre Leidensfähigkeit und Toleranz am Ende gewesen.

    Was kann ich tun um ihm klarzumachen das er seiner Gesundheit schadet. … obwohl vor kurzem erst Herzschrittmacher, Gicht , .. so das er es selber sehen müsste.

    Nichts! Aber du kannst viel für dich tun, siehe die Beiträge der anderen hier im Forum.
    Ich wusste, dass ich meine Gesundheit ruiniere und ich habe es gespürt und ich habe Panik bekommen, dass ich irgendwann sterbe, wenn ich nicht aufhöre, aber ich wusste nicht wie.
    Klar wusste ich, dass ich zum Arzt gehen kann und dass es Entzugsklinken gibt, aber die Sucht hat mir Angst vor einem Leben ohne Alkohol gemacht und die hätte mir keiner nehmen können.

    Wie kann ich ihm helfen, wenn der Hausarzt meint.. das sei allein sein Problem?

    Gar nicht! Mach es seinem Hausarzt gleich, denn auch der Arzt weiss, dass er nicht helfen kann, wenn "Er" sich nicht helfen lassen will. Er ist süchtig.
    Die Sucht bestimmt die Regeln und damit die Zeit.

    Zusammengefasst, du kannst nur für dich etwas tun, damit es dir gut geht und damit tust du etwas für ihn.
    So war es bei uns.
    Es ist ein Weg, aber keine Garantie für das Fortbestehen der Partnerschaft. Der Alkohol hatte mich verändert und viel Vertrauen wurde zerstört.
    Wenn noch gegenseitige Wertschätzung übrig ist, kann auch das Vertrauen als Basis für einen Neuanfang wieder wachsen.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk

    hat die Narkose nicht gewirkt, der Arzt hat sogar nach betäubt, einfach keine Wirkung. Wer hat Erfahrung?

    Dein Arzt!
    Es ist allgemein bekannt, dass durch die alkoholbedingten Veränderungen Narkotika nicht ihre gewohnte Wirkung entfalten können.
    Daher ist es unbedingt wichtig, dass du deinen Arzt darüber informierst, dass du trockene Alkoholikerin bist.
    Dann weiss ein Narkosearzt, wie er das einzuschätzen hat und wie er handeln muss.
    Alles andere ist gefährlich.

    Bei mir hat sich das mit der Zeit gelegt, aber es geht nicht von heute auf morgen.
    Wenn es dir mit dem Besuch zuviel ist, dann ziehe dich da raus. Du und deine Abstinenz haben höchste Priorität,
    egal ob das andere verstehen oder was sie darüber denken.

    Dein Körper und deine Psyche sind gerade mit sich selbst beschäftigt, da du ihnen ohne Alkohol die Möglichkeit dazu gibst und da wurde mir auch schnell vieles zu viel.
    Es finden Regenerationsprozesse in deinem Kopf statt, die ihre Zeit brauchen und die solltest du ihnen geben.

    Ich habe jahrzehnte gesoffen und konnte nicht erwarten, dass innerhalb von Wochen wieder alles ins Lot kommt.

    Herzlich willkommen hier im Alkoholiker-Forum, Disziplin.

    da hast du die tiefsten Abgründe der Sucht erfahren müssen.
    Wir fragen hier zu Anfang ab, ob sich jemand als Alkohliker sieht und eine lebenslange Abstinenz anstrebt.
    Mit dem, was du geschildert hast, gehe ich davon aus.

    Möchtest du dich hier im Forum mit anderen Alkoholikern und Betroffenen austauschen?

    Viele Grüsse
    Nayouk

    Na, ich hoffe du sprengst nicht das System der Reha-Klinik, du Systemsprenger.
    Ich meine gelesen zu haben, dass deine Reha irgendwo am Bodensee stattfindet, den Knall würde ich wahrscheinlich bis zu mir hören;)

    Auf jeden Fall wünsche ich dir eine gute und erfolgreiche Zeit.

    Viele Grüsse
    Nayouk