Beiträge von Nayouk24

    Hallo Bono,

    Kann eh nicht die ellenlangen Diskussionen verstehen, sich hier im Forum als Alkoholiker zu outen!

    Ich weiß, was du meinst aber das ist ein Forum von Alkoholikern für Alkoholiker.
    Als ich mich hier angemeldet habe, da war ich schon auf dem Weg. Ich wusste, dass ich Alkoholiker bin und was es für mich bedeutet.
    Es gibt aber auch User, die wenden sich das allererste Mal an jemanden Dritten um ihr „Problem“ mit Alkohol anzugehen.
    Ich kann es nachvollziehen, wenn sich am Anfang jemand schwer damit tut, sich selbst als Alkoholiker zu sehen und Verantwortung darüber zu übernehmen, was das mit sich bringt.
    Genau das ist aber der Schritt zur Krankheitseinsicht und zur notwendigen Akzeptanz.
    Das Forum definiert sich als Selbsthilfeplattform für Alkoholiker mit dem festen Willen eine stabile Abstinenz zu erreichen. Den Schritt muss jeder machen, der hier Hilfe zur Selbsthilfe erfahren möchte.
    Deswegen denke ich, dass auch diese anfänglichen „Diskussionen“ notwendig und auch hilfreich sind.
    Das sollten wir als Forum aushalten können.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Stef,

    Du hörst dich mit dir im Reinen an.🙂

    Ein Glas in die Hand drücken lassen, das mache ich nicht. Das wäre mir zu viel.
    Was machst du denn, wenn derjenige gleich danach mit dir anstoßen will?

    In so einer Situation, sage ich „Nein, danke für mich ein Wasser oder O-Saft“. Das sollte doch immer möglich sein.

    Wenn es mir gut geht, auch mental gut geht , dann habe ich die Stärke, das Glas Alkohol in der Hand weg zu stellen. Was ist aber an Tagen, wo ich gestresst, enttäuscht oder traurig bin? Habe ich sie dann immer noch?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Topfmann,

    Du hattest bei Lebenskünstler nach Neuropathie gefragt.
    Ich weiß jetzt nicht mehr genau, welche Beschwerden du hast.
    Bei mir ist Polyneuropathie bedingt durch Alkoholabusus, so nennt sich das, diagnostiziert.
    Der Neurologe hat Diabetes als Ursache ausgeschlossen.

    Symptome sind eingeschränktes Druck- und Temperaturempfinden und Taubheitsgefühle an den Fußsohlen.
    Machen kann man nicht viel, das wichtigste tue ich seit einem Jahr, kein Alkohol. Je nach Schädigung der sensorischen Nerven kann sich das System regenerieren.
    Es kann auch eine gewisse Gangunsicherheit entstehen, da die Rückmeldung über die Nervenzellen eingeschränkt und verlangsamt ist, da reichen schon 20- 30us die es länger dauert.
    Mir wurde ein Vitamin-B5 Präparat verschrieben.
    Manchmal habe ich schon gedacht, es wird besser, aber es ist eher so ein Auf und Ab.

    Ich kann damit leben, das einzigste ist eine erhöhte Verletzungsgefahr beim Barfußlaufen,
    weil man es nicht merkt, wenn’s weh tun soll.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Jeder findet seinen Weg, wie er mit der Suchtstimme umgeht.
    Meiner war deinem ähnlich. Ich habe da etwas rumprobiert und kam am Ende dazu,
    dass ich aufkommende Gedanken ruhig aber bestimmt beendet habe und vor allem eine
    gedankliche Diskussion nicht zugelassen habe.
    „Du schon wieder, du nervst….“, „Geh in deine Ecke, du siehst doch, dass ich beschäftigt bin“.

    vor allem wenn ich hungrig bin,

    Es gibt ein paar Dinge, auf die du achten solltest um Suchtdruck nicht zu befördern.
    Kennst du die H-A-L-T-Regel? Hungry, angry, lonely, tired. Das gilt es zu vermeiden.
    Zum Hunger gehört auch Durst.
    Ich habe mir angewöhnt, dass ich immer eine kleine Wasserflasche bei mir habe, wenn ich unterwegs bin.

    Hallo Lebenskünstler,

    eine Darmspiegelung ist bei weitem nicht so schlimm, wie ihr Ruf.
    Meine erste habe ich ohne Narkose erlebt und mich dabei mit dem Arzt unterhalten.
    Er hat mir alles erklärt, was auf dem Bildschirm zu sehen war.
    Beim zweiten Mal war es ein anderer Arzt. Er wollte mich unbedingt zu einer
    Narkose überreden, habe ich abgelehnt. Ich glaube den Ärzten ist es generell lieber,
    wenn sie während der Untersuchung ihre Ruhe haben.
    Dann hat er mich bei der Untersuchung ein bisschen gequält, so nach dem Motto: Beim nächsten Mal möchtest du wieder eine Narkose!

    Also, selbst wenn die Narkose nicht richtig wirkt, ist es kein Problem, wenn der Arzt behutsam vorgeht.
    Dass ich trockener Alkoholiker bin, teile ich in jedem Fall mit.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Blendi,
    gehe davon aus, dass das Suchthirn Wege sucht, um dich wieder zum Trinken zu bringen.
    Die Alkoholkrankheit ist eine psychische Störung, wie eine Depression auch.
    Wenn sie beide aufeinandertreffen, macht es die ganze Geschichte sicher nicht einfacher.
    Was dein Suchthirn kann oder versucht, kann dir niemand beantworten.

    Du weißt aber, dass er kommen kann und darauf kannst du dich vorbereiten.

    Wichtig ist, dass du ihn als solchen erkennst um frühzeitig dagegen steuern zu können.
    Du bist sehr aufmerksam, was dein Befinden bzgl. Alkohol angeht und genau damit erkennst du die Muster,
    die zu Suchtdruck führen. Diese Muster gilt es zu verändern, damit du sie nicht mehr wiederholst, oder sie anders besetzt werden, also eben nicht mit Alkohol.

    Kaffee? Dass ein abstinenter Alkoholiker keinen Kaffee trinken darf, habe ich noch nicht gehört.
    Kaffee kann Unruhe und Nervosität durch Suchtdruck noch verstärken und auch wenn du Schlafprobleme hast, ist er kontraproduktiv.
    Auch um eine Suchtverlagerung zu vermeiden, ist ein maßvoller Umgang angesagt.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo m3i,

    Klingt wie der Name eines neu entdeckten Sterns.
    Herzlich willkommen auch von mir.
    Ich wünsche dir einen guten Austausch. Der Austausch kommt in Gang, wenn du schreibst, wie es dir geht, was du machst, wo du Unterstützung bekommst etc.
    Dadurch bekommst du neue Impulse, mit denen du deine Selbstfürsorge für deine Abstinenz stabilisieren kannst.
    Du bist jetzt vermutlich körperlich entgiftet.
    Kennst du schon die Grundbausteine, die hier schon vielen in der Anfangszeit geholfen haben ?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Deshalb, bescheuertes Suchtgedächtnis, kannst du mir den Buckel runterrutschen!

    Hallo Paul,

    Genau! Eigentlich weiss ich, dass das Suchtgedächtnis mich nie mehr verlässt. Es meldet sich nur noch sehr selten, aber wenn es sich meldet, bin ich immer wieder überrascht.
    Wenn ich mich dann hinterfrage, sind es meistens Situationen, bei denen der neue Pfad noch nicht richtig fest getrampelt ist. Situationen, die noch nicht so oft vorkamen.
    Die alte Verknüpfung hängt noch an ein paar Fäden. Bei machen Situationen werde ich es wohl nie ganz wegbekommen, aber es ist dann nur noch eine unwillkommene Erinnerung.

    Viele Grüsse

    Nayouk