Gut🙂
Egal was mir das Suchthirn wann vorschlägt, saufen ist keine Option.
Gut🙂
Egal was mir das Suchthirn wann vorschlägt, saufen ist keine Option.
darauf hin hab ich sie gefragt ob das alle Fragen wären was sie bejahte, ich hab ihr dann gesagt das ich ALKOHOLIKER bin und seit xxx trocken
Es kam mir so vor als hättest du darauf gewartet, dass sie dich direkt fragt.
Schön, das du es gut überstanden hast.
Bei nächsten Mal nenne ich ein anderes Datum.
Warum? War es nicht das Richtige?
Und wenn es nicht explizit gefragt wird, ob ich Alkoholiker bin, ein Platz auf dem Formular findet sich immer, wo ich es hinschreiben kann.
Ich denke da auch noch drauf rum.
Mit vielem was dir hier geraten wird hast du alles richtig gemacht. Du hast dich entlastet, konzentrierst dich auf dich und nimmst auch für“morgen“ den Druck raus. Du strukturierst dein Leben neu.
Und damit hast du das Suchthirn quasi aus der Reserve gelockt, weil es seine Felle davon schwimmen sieht, so deine Analyse.
Das würde ja bedeuten, egal in welche Richting du dich bewegst, das Suchthirn wird immer einen Grund finden.
Kann es sein, dass du dich zwar erfolgreich nach deinen Wünschen entlastet hast, du aber innerlich damit haderst oder gar unzufrieden bist?
Eine interessante Beobachtung und Analyse. Was ich nachvollziehen kann ist, dass du normalerweise nach dem "Festklopfen" eine ordentliche Belohnung gewöhnt warst und die kam nicht.Aber du sagst, es kann nicht die fehlende Belohnung gewesen sein. Was hast du den nach der "Verhandlung" gemacht um dich zu belohnen.
Damit zeigst du auch, dass du gelernt hast, für dich Verantwortung zu übernehmen und dazu stehst.
Einfach sagen, ich bin seit x trockener Alloholiker, die hängen es ja nicht ans Schwarze Brett, aber es sollte bei Ihnen ankommen, es sind deine Ärzte.
Alles Gute für deine OP morgen.
Du bekommst hier ordentlich Erfahrungen und Meinungen mitgeteilt und du stellst dich ihnen auf deine Art, die dir im Moment möglich ist. Andere stellen sich gar nicht.
So kannst du herausfinden, ob dein Weg der richtige ist, oder ob du vlt. ein paar Schritte zurück gehst und die andere Abzweigung nimmst.
Bleib dran und lass es nicht abreißen.
Hallo Sam,
Du brauchst dich für nichts bei niemanden entschuldigen. Hier werden dir Erfahrungen mitgeteilt. Du kannst für dich etwas herausziehen oder auch nicht. Natürlich ist es blöd, wenn man einen Urlaub stornieren muss, aber was dagegen stehen könnte hat die R/no schon geschrieben.
Deine Frau hat doch schon mal angedeutet, dass sie u.U. nicht mit in Urlaub fahren würde. Könnte doch gut sein, dass sie dich darin unterstützen würde, dass es dieses Jahr keinen Urlaub in dieser Form gibt, weil du deine Abstinenz absichern willst. Rede mit ihr. Oder ist das ein Problem? Willst du jetzt nach allem was war nicht auch noch den Familienurlaub vermasseln?
Nach über 5 Monaten bin ich zum ersten Mal wieder in Urlaub gegangen. Ferienwohnung nur mit meiner Frau. Dadurch waren wir komplett autark und ich konnte mich langsam vortasten. Rückwirkend sage ich, mehr wäre nicht gegangen, denn dann hätte ich mich extrem unwohl gefühlt, durch ständigen Kampf und hätte den Urlaub nicht genießen können.
Meine heftigstes Craving hatte ich so um die 8 Monate Abstinenz, da war ich zwar außer Haus aber in der Heimat.
Ich frage mich, woher du die 150%tige Sicherheit nimmst?
Viele Grüße
Nayouk
Danke für deine ausführliche Antwort, Murmel
Du wirst hier auch mit langjährigen trockenen Alkoholikern in den Austausch kommen können.
Ich habe in meiner Anfangszeit hier gelernt, je ehrlicher ich mir gegenüber bin und je mehr ich mich hier öffnen kann, desto mehr kann ich aus dem Austausch für mich und meine Selbsthilfe mitnehmen.
Du wirst sehr bald deinen Weg hier finden.
Hallo Sam,
Ich denke das wird auch noch Wochen, Monate oder auch Jahre dauern
Soweit die Theorie und die ist auch richtig. Im Moment kämpfst du mit den Verknüpfungen. Auf Dauer ist das nicht durchzuhalten auch nicht mit starkem Willen.
Deine innere Einstellung steht dir im Wege. Du willst abstinent werden und arbeitest nicht mit dir an dir sondern hauptsächlich an der Beziehung mit deiner Frau.
Es gibt hier einen Spruch, ich weiss nicht ob er bei dir schon gefallen ist: "Nur nicht trinken reicht nicht!" (um abstinent zu bleiben).
Deine Sucht ist stärker, als du dir im Moment vorstellen magst. Wenn du sie herausforderst, wird sie dich um so mehr fordern. Du stehst aber noch ganz am Anfang und kennst weder dich noch das was Suchtdruck mit dir machen kann.
Du läufst mit einem Lendenschurz bewaffnet in den Urwald und willst überleben. Da würdest du doch auch sagen, dass es wohl eher schief geht.
Stell dir mal folgende Situation vor:
Ihr habt euch in Malle gestritten, die Stimmung ist mies. Du liegst am Pool und beaufsichtigst die Kinder und hast einen anderen Vater, einen kumpelhaften Typ, kennengelernt der dich auf andere Gedanken bringt und du hast Spass mit ihm. Plötzlich steht er mit einem Glas Wein oder Bier für dich vor dir und will mit dir anstossen.... Es ist heiss und die Getränke sind kalt.....
Wird dein Wille stark genug sein, dem allem zu widerstehen?
Sam, das ist eine Situaltion von vielen, denk mal drüber nach.
Hallo Murmel,
10 Jahre trocken ist eine lange Zeit und die erreicht man nicht einfach so.
Bei mir war Corona der Brandbeschleuniger, da im Home Office 24/7 Alkohol verfügbar war.
Was hat Corona bei dir verändert?
Viele Grüsse
Nayouk
War eine riskante Situation und ab jetzt werde ich sie strickt meiden.
Du kannst auch mit deinem Mann darüber sprechen, damit er versteht, was deine Gedanken und daraus folgende Handlungen sind. Deine Kommunikation und damit deine Grenzen setzen unterstützt deinen Weg in die Abstinenz.
Hallo Murmel,
Herzlich willkommen hier im Forum.
Komme in Ruhe an. Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Nayouk
Ich kann es schwer in Worte fassen….
Es hat dich beunruhigt, es hat irgendetwas in dir ausgelöst. Allein das reicht ja schon und das gilt es gerade am Anfang zu verhindern, den du weisst nicht was daraus werden kann und ob du schon gut genug aufgestellt bist, dem entgegenzuhalten.
wenn das Ergebnis nicht das gewünschte war aber das eigentlich zu erwartende.
Es ist nicht das, was du erwartet hast, es ist aber auch nicht alles auseinandergeflogen.
Es geht nach wie vor um eine (deine) stabile Abstinenz und da würde ich dir schon empfehlen, dir den Beitrag von Whitewolf zu Gemüte zuführen und dabei deine innere Reaktion beobachten. Du musst dich nicht erklären und rechtfertigen, das erwartet hier niemand. Trete dazu einfach in den Dialog mit dir selbst.
Du hörst hier immer wieder, achte auf dich, tu dir was Gutes.
„Tu dir was Gutes“, das hört sich vielleicht banal an, ist es aber nicht.
Dein Gehirn kann wieder lernen, auch ohne Alkohol glücklich und zufrieden zu sein.
Dafür musst du was tun, damit dein Gehirn es lernen kann.
Es sind auch die kleinen Dinge. Du sitzt in einem Café und genießt einen Eisbecher oder eine
heisse Schokolade oder etwas, wobei dir schon bei dem Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenläuft.
Die Erfahrung, es war schön, es hat geschmeckt, mir hat es gefallen, ich bin zufrieden, ruft die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin hervor und der belohnt dich mit guten, zufriedenen Gefühlen.
Bisher war da nur der Alkohol, der das konnte und „andere“ Erfahrungen oder Gefühle haben ein tristes Dasein gefristet.
Der Alkohol ist weg und die „Anderen“ sind ganz erschreckt und trauen sich ganz vorsichtig auch mal wieder auf den Dopamin Knopf zu drücken. Bis sie das erreicht haben, was der Alkohol konnte, dauert es eine Zeit und das ist die schwierige Zeit, die es zu überbrücken gilt. Hier gilt, üben macht den Meister.
„Tu dir was Gutes“
Viele Grüße
Nayouk
Jetzt kannst du schon das Wort Woche nehmen und nicht nur Tage und bald kommt der Monat. Du darfst stolz sein.
Hat dich diese Situation getriggert, oder bist du sauer, dass sie das gemacht hat, was sie dir vermeintlich vorwirft? Das eine ist ja mit dem anderen nicht zu vergleichen.
Gehe mal davon aus, dass die gesamte Situation für deine Frau auch sehr belastend ist. Du sagst, dass sie wenig bis fast gar nichts trinkt, dann braucht es nicht viel, um mal zu lallen.
Wahrscheinlich wird ihr das selbst auch im Nachhinein unangenehm sein, aber jetzt ein zurecht weisendes Gespräch mit ihr führen, wird wahrscheinlich eskalieren.
Hole tief Luft, lege es erst mal beiseite und warte ab, wie ihre Reaktion ist.