Beiträge von Nayouk24

    Hallo Maeron,

    Ich beschäftige mich wieder mit Abstinenz Literatur. Ich gehe zur Gruppe. Ich bin hier.

    Ich habe viel über die Alkoholsucht gesehen, gehört und gelesen. Irgendwann wusste ich einiges, aber die Umsetzung davon musste in meinen Kopf rein.
    Durch die viele Beschäftigung mit dem Thema und die Auseinandersetzung mit mir selbst konnte ich spüren, wie die Abstinenz stabiler und die Suchtstimme leiser wurde. Wenn auch nicht in der dagewesenen Intensität, aber es wird mich mein ganzes Leben begleiten, es ist Teil meines Lebens geworden. Meine Teilnahme an diesem Forum ist ein wichtiger Baustein dazu.

    Es ist wie mit einem schönen Rasen. Wenn ich ihn pflege und regelmässig mähe, dann gedeiht er. Aber wehe ich kümmere mich nicht mehr um ihn, dann hat das Unkraut bald leichtes Spiel.

    Ich wünsche dir, dass du nur mit einem blauen Auge davon kommst. Auf jedenfall bist du um eine wertvolle Erfahrung reicher, die aber auch ihren Preis hat.

    Achte auf dich und nimm dir Zeit für DICH.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Guten Morgen 05,

    Ich konnte zuerst auch nicht sagen, dass ich Alkoholiker bin. Dass ich alleine aus der Spirale nicht mehr raus komme, habe ich tief im Innern gewusst.
    Alle Versuche sind bei mir gescheitert. Sie konnten nicht funktionieren, weil ich süchtig bin.
    Du fragst dich wo du stehst? Wenn du nicht süchtig bist, dann gehe in dich und führe dir vor Augen, was mit deinem Leben passieren wird, wenn du so weiter machst und lass den Alkohol "einfach" stehen.
    Du wirst selbst wissen oder merken ob du Alkohlikerin bist oder nicht.

    Viele Grüsse
    Nayouk

    Hallo Robyn.

    "Alkoholiker=Assi" sitzt hauptsächlich im Kopf des Alkoholikers selbst, da sein Selbstwertgefühl stark gelitten hat.
    Ich habe in meiner Reha einen Alkoholiker kennengelernt, der heute in Rente ist, er war Zahnarzt.
    Die Alkoholkrankheit kennt keine gesellschaftlichen Grenzen, sie kommt überall vor, in jedem Berufsstand, in jedem Alter.

    Auch mir hat ein Arzt zu meiner Abstinenz schon gratuliert. Die meisten Ärzte wissen die Leistung zu schätzen, wenn jemand aus der Suchtspirale ausgestiegen ist.

    Gute Besserung.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Perdita,

    es ist gut gegangen und du bist um eine wichtige Erfahrung reicher.
    Du hast es schnell erkannt und dein Suchthirn war wohl genauso überrascht.
    Aber genau das sind die gefährlichen Situationen.
    Ich bin überrumpelt und vor lauter Höflichkeit stelle ich mich selbst hinten an und trinke ein Glas mit?
    Du kannst damit rechnen, dass es dir wieder passieren wird.
    Wie willst du dich in Zukunft vor einer Affekthandlung schützen?

    Ich finde es gut, dass du es hier niedergeschrieben hast👍

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Dort erwarten Dich ganz normale Menschen wie Du und ich,

    Das stimmt. Man ist dort ein Mensch, der Hilfe braucht, ein Patient. Ärzte, Psycholgen, Psychotherapeuten und das Pflegepersonal haben schon viel in ihrem Berufsleben gesehen. Das Bild, welches Angst macht, entsteht nur im eigenen Kopf.
    Die ersten Tage nicht, aber dann bin ich schon mit der Haltung anwesend gewesen, „ hier bin ich, ich will offen und ehrlich sein und ich will mit eurer Hilfe das bestmögliche für mich mit euch erarbeiten“.
    Das hat mich auf Augenhöhe gebracht und das wurde auch wertgeschätzt.
    Es gab keinen Grund, warum ich angstvoll und mit gesengtem Haupt dort rumlaufen sollte.
    Und jeder der dort arbeitet, geht doch am Ende zufrieden mit dem Gefühl nach Hause, dass er helfen konnte und seine Arbeit sinnvoll ist.

    Hallo Sebi,

    Wenn man es sooo ernst meint, wie sie gesagt hat und ein paar Stunden später weitermacht


    wenn sie Alkoholikerin ist, dann muss sie wieder trinken. Das ist die Sucht.
    Entscheidend ist, ob sie Krankheitseinsicht hat und Konsequenzen daraus ableitet.
    Wenn sie sich in einen qualifizierten Entzug begibt, werden ihr alles weitere die Ärzte sagen.
    Sie muss von sich aus diesen Schritt machen.

    Ist es nicht der Klassiker, alles überstanden, das Leben läuft wieder normal, mir geht es gut, und dann…..alles rückt in den Hintergrund, ist nicht mehr so präsent und schleichend, unmerklich werde ich leichtsinnig, unachtsam.
    Bis eine Situation kommt, mit der ich so nicht gerechnet habe, aber was soll’s, mir geht es doch wieder gut.

    Ja den Spruch kenne ich und trotzdem...

    …. ignoriere ich seinen Hintergrund?

    Du hast hier geschrieben, weil es dir selber aufgefallen ist?
    Vlt. hast du einen Weg ohne SHG gefunden, der dich vor dem Vergessen und vor Leichtsinn schützt?

    Motivation? Ist dein abstinentes, selbstbestimmtes Leben, in dem es dir gut geht, nicht Motivation genug weiterhin achtsam zu sein, damit es auch so bleibt?
    Ich glaube, dass der Spruch, nur nicht trinken reicht nicht, für immer gilt, egal wie lange ich schon abstinent bin.

    Hallo Rennschnecke,

    Immer wieder habe ich auch abwegige Gedanken.
    Wenn ich dann drüber nachdenke, kann ich diese dem Suchthirn zuordnen.
    Im gleichen Maße, wie mein Weg stabiler wird, zieht auch das Suchthirn neue Register.
    In dem Fall will mir das Suchthirn suggerieren, dass ich doch gar keine Operation hatte, die mich zwingt abstinent zu leben und trotzdem verzichte ich „freiwillig“ auf Alkohol. „Das ist doch wirklich nicht nötig“. So oder so ähnlich.

    Ich gehe diesen Gedanken nicht weiter nach und stelle sie in die Ecke, dort wo sie hingehören.

    ist die Erkenntnis, dass der Alk tief in mir drin anscheinend immer noch mit Genuss verknüpft ist

    Bei mir ist die Erkenntnis gereift, dass das lange so bleiben wird. Aber das bin nicht ich, dass ist der für immer kranke Teil in meinem Kopf. Ich sehe ihn als autark agierenden Teil und nenne ihn für mich auch bewusst Suchthirn aus dem die Suchtstimme spricht. Ich kann akzeptieren, dass er da ist, ich weiß aber auch, dass ich ihm nicht mehr Raum geben darf, als seine Ecke.

    LG Nayouk

    Letztes Jahr, 6 Wochen nach meiner Reha, war ich auch 10 Tage alleine Zuhause.

    Ich hatte ein gutes Gefühl, aber natürlich auch ein paar Gedanken dazu.
    Aber ICH wollte abstinent bleiben, nicht wegen meiner Frau oder sonst jemanden, sondern wegen mir, für meine Gesundheit und mein zukünftiges Leben, dass ich gerade nüchtern begonnen hatte.
    Ich hatte mir auch einiges vorgenommen, umgesetzt habe ich nur einen Bruchteil.
    Ich habe mich viel mit meinen Gedanken zur Stabilisierung meiner Abstinenz beschäftigt,
    viel recherchiert, gelesen, Videos und Podcasts gehört und habe viel Zeit im Forum verbracht
    und schon waren die 10 Tage vorbei.
    Es war eine intensive Zeit mit Auseinandersetzung mit mir selbst und die hat mich enorm weiter gebracht.
    Wenn es mir zuviel wurde bin ich raus und hab mich mit Sport, Fitnessstudio, Radfahren und z.B. mit einem Tagesausflug zum Wandern beschäftigt.

    Ich habe mir die Frage gestellt, warum ich ausgerechnet in der Zeit, in der ich alleine bin wieder anfangen sollte zu trinken. Da gab es keine vernünftige Antwort, nur das Gelaber vom Suchthirn, aber das kennst du ja schon.

    LG Nayouk

    Puh, die Variante kannte ich jetzt auch noch nicht. Danke, dass du es geteilt hast.
    Du hast es mit dir alleine ausgemacht und hast es überstanden. Das ist gut.
    Warum hast du deine Gefühle nicht hier gelassen ?

    So wie du es beschreibst, war es schon kritisch, zumal es über mehrere Tage ging.
    Da kann ein Austausch darüber hilfreich sein. Du bist doch ohne eigene Schuld da rein geraten und hast sonst alles richtig gemacht.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Es war ein Fehler das ich das Tiramisu thematisiert habe

    Das war es ganz bestimmt nicht. Ich habe dir geschrieben, wie ich das sehe.
    Ziehe dich jetzt nicht in dein Schneckenhaus zurück, sondern bleibe dran.
    Es geht um dich und deine stabile Abstinenz.

    Und lass doch die Dinge, die dir mitgeteilt wurden, erst mal für dich sacken,
    damit du sie sortieren kannst. Niemand erwartet, dass du sofort auf alles antwortest.

    Hallo Topfmann,

    Es ist schon alles gesagt und ich finde es stark von Dir, dass Du Dich hier gleich mitgeteilt hast, für Dich!
    Jetzt habe ich nochmal drastisch beschrieben bekommen, was das mit einem abstinenten Alkoholiker macht.
    Danke dafür.

    Jetzt musst du sehr wachsam sein und mehr als sonst in dich reinhören damit du frühzeitig erkennst, ob sich da was anbahnt. Ich wünsche Dir, dass Du in Ruhe gelassen wirst.