Beiträge von Nayouk24

    Hallo Perdita,
    Das hört sich doch gut an.

    Das Schreiben hat ja zwei Funktionen, einmal möchte ich mich mitteilen, dadurch kann ich Reaktionen bekommen, die ich so nicht in meinen Gedanken berücksichtigt habe und ich kann sie für mich weiterdenken. Zweitens kann ich durch das Niederschreiben meine eigene Reflektion vertiefen und auch dabei kann ich feststellen, ob das alles schlüssig ist, was ich mir zurechtgelegt habe.
    Du bist gerade dabei, dein Inneres stärker wahrzunehmen und handelst danach, das finde ich gut.
    Ich habe mich im ersten Jahr intensiv mit mir auseinandergesetzt und es gab intensivere und weniger intensive Phasen.
    Du bestimmst, was du schreibst und wie oft du schreibst und so wie Elly angemerkt hat, wenn ich spüre, dass sich etwas entwickelt, was mich unruhig oder unsicher macht, dann gehe ich dem nach und dabei hilft mir der Austausch hier.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Laura,

    ich weiß aber genau das das nicht passieren wird.

    Die Wahrscheinlichkeit ist gering und vor allem muss er für sich die Entscheidung treffen und nicht nur, um dich zu halten.

    Ich habe zu ihm gesagt ich möchte meine Ruhe „beziehungspause“

    Damit zeigst du deine Bedürfnisse und setzt Grenzen um dich zu schützen.
    Du kannst ihn nicht „trocken legen“ und das weißt du ja auch.
    Du kannst ihm allenfalls deine Unterstützung anbieten, wenn du das möchtest, für den Fall, dass er sich selbst FREMDE Hilfe holt.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Kazik,

    Glückwunsch zu 3️⃣ Monaten Abstinenz und damit selbstbestimmtes Leben.
    Ich empfinde dich als sehr reflektiert, mit einem Radius, der über die Alkoholthematik hinausgeht.
    Dabei kann ich oft für mich etwas mitnehmen.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Ist es wirklich so schwer aufzuhören selbst wenn man in vollem Bewusstsein (meistens) ist , das man den Partner den man wirklich liebt sonst verliert.

    Ja. Man nennt es Sucht. Als Alkoholiker musste ich trinken. Partner, Familie waren dem untergeordnet.

    Ich hatte das Glück, dass ich meinen Tiefpunkt vorher erreicht hatte, bevor meine Frau mich verlassen hätte. Ich wusste, dass sie mich irgendwann verlassen wird, wenn ich weiter trinke und es konnte mich trotzdem nicht dazu bewegen aufzuhören. Aufgehört habe ich, weil ich physisch und psychisch meine Grenze erreicht hatte.
    Meine Frau hat mir dadurch geholfen, dass sie sich vor der Co-Rolle schützen konnte.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Bono,

    Kann eh nicht die ellenlangen Diskussionen verstehen, sich hier im Forum als Alkoholiker zu outen!

    Ich weiß, was du meinst aber das ist ein Forum von Alkoholikern für Alkoholiker.
    Als ich mich hier angemeldet habe, da war ich schon auf dem Weg. Ich wusste, dass ich Alkoholiker bin und was es für mich bedeutet.
    Es gibt aber auch User, die wenden sich das allererste Mal an jemanden Dritten um ihr „Problem“ mit Alkohol anzugehen.
    Ich kann es nachvollziehen, wenn sich am Anfang jemand schwer damit tut, sich selbst als Alkoholiker zu sehen und Verantwortung darüber zu übernehmen, was das mit sich bringt.
    Genau das ist aber der Schritt zur Krankheitseinsicht und zur notwendigen Akzeptanz.
    Das Forum definiert sich als Selbsthilfeplattform für Alkoholiker mit dem festen Willen eine stabile Abstinenz zu erreichen. Den Schritt muss jeder machen, der hier Hilfe zur Selbsthilfe erfahren möchte.
    Deswegen denke ich, dass auch diese anfänglichen „Diskussionen“ notwendig und auch hilfreich sind.
    Das sollten wir als Forum aushalten können.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Stef,

    Du hörst dich mit dir im Reinen an.🙂

    Ein Glas in die Hand drücken lassen, das mache ich nicht. Das wäre mir zu viel.
    Was machst du denn, wenn derjenige gleich danach mit dir anstoßen will?

    In so einer Situation, sage ich „Nein, danke für mich ein Wasser oder O-Saft“. Das sollte doch immer möglich sein.

    Wenn es mir gut geht, auch mental gut geht , dann habe ich die Stärke, das Glas Alkohol in der Hand weg zu stellen. Was ist aber an Tagen, wo ich gestresst, enttäuscht oder traurig bin? Habe ich sie dann immer noch?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Topfmann,

    Du hattest bei Lebenskünstler nach Neuropathie gefragt.
    Ich weiß jetzt nicht mehr genau, welche Beschwerden du hast.
    Bei mir ist Polyneuropathie bedingt durch Alkoholabusus, so nennt sich das, diagnostiziert.
    Der Neurologe hat Diabetes als Ursache ausgeschlossen.

    Symptome sind eingeschränktes Druck- und Temperaturempfinden und Taubheitsgefühle an den Fußsohlen.
    Machen kann man nicht viel, das wichtigste tue ich seit einem Jahr, kein Alkohol. Je nach Schädigung der sensorischen Nerven kann sich das System regenerieren.
    Es kann auch eine gewisse Gangunsicherheit entstehen, da die Rückmeldung über die Nervenzellen eingeschränkt und verlangsamt ist, da reichen schon 20- 30us die es länger dauert.
    Mir wurde ein Vitamin-B5 Präparat verschrieben.
    Manchmal habe ich schon gedacht, es wird besser, aber es ist eher so ein Auf und Ab.

    Ich kann damit leben, das einzigste ist eine erhöhte Verletzungsgefahr beim Barfußlaufen,
    weil man es nicht merkt, wenn’s weh tun soll.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Jeder findet seinen Weg, wie er mit der Suchtstimme umgeht.
    Meiner war deinem ähnlich. Ich habe da etwas rumprobiert und kam am Ende dazu,
    dass ich aufkommende Gedanken ruhig aber bestimmt beendet habe und vor allem eine
    gedankliche Diskussion nicht zugelassen habe.
    „Du schon wieder, du nervst….“, „Geh in deine Ecke, du siehst doch, dass ich beschäftigt bin“.

    vor allem wenn ich hungrig bin,

    Es gibt ein paar Dinge, auf die du achten solltest um Suchtdruck nicht zu befördern.
    Kennst du die H-A-L-T-Regel? Hungry, angry, lonely, tired. Das gilt es zu vermeiden.
    Zum Hunger gehört auch Durst.
    Ich habe mir angewöhnt, dass ich immer eine kleine Wasserflasche bei mir habe, wenn ich unterwegs bin.