Beiträge von Nayouk24

    Hallo Lebenskünstler,

    eine Darmspiegelung ist bei weitem nicht so schlimm, wie ihr Ruf.
    Meine erste habe ich ohne Narkose erlebt und mich dabei mit dem Arzt unterhalten.
    Er hat mir alles erklärt, was auf dem Bildschirm zu sehen war.
    Beim zweiten Mal war es ein anderer Arzt. Er wollte mich unbedingt zu einer
    Narkose überreden, habe ich abgelehnt. Ich glaube den Ärzten ist es generell lieber,
    wenn sie während der Untersuchung ihre Ruhe haben.
    Dann hat er mich bei der Untersuchung ein bisschen gequält, so nach dem Motto: Beim nächsten Mal möchtest du wieder eine Narkose!

    Also, selbst wenn die Narkose nicht richtig wirkt, ist es kein Problem, wenn der Arzt behutsam vorgeht.
    Dass ich trockener Alkoholiker bin, teile ich in jedem Fall mit.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Blendi,
    gehe davon aus, dass das Suchthirn Wege sucht, um dich wieder zum Trinken zu bringen.
    Die Alkoholkrankheit ist eine psychische Störung, wie eine Depression auch.
    Wenn sie beide aufeinandertreffen, macht es die ganze Geschichte sicher nicht einfacher.
    Was dein Suchthirn kann oder versucht, kann dir niemand beantworten.

    Du weißt aber, dass er kommen kann und darauf kannst du dich vorbereiten.

    Wichtig ist, dass du ihn als solchen erkennst um frühzeitig dagegen steuern zu können.
    Du bist sehr aufmerksam, was dein Befinden bzgl. Alkohol angeht und genau damit erkennst du die Muster,
    die zu Suchtdruck führen. Diese Muster gilt es zu verändern, damit du sie nicht mehr wiederholst, oder sie anders besetzt werden, also eben nicht mit Alkohol.

    Kaffee? Dass ein abstinenter Alkoholiker keinen Kaffee trinken darf, habe ich noch nicht gehört.
    Kaffee kann Unruhe und Nervosität durch Suchtdruck noch verstärken und auch wenn du Schlafprobleme hast, ist er kontraproduktiv.
    Auch um eine Suchtverlagerung zu vermeiden, ist ein maßvoller Umgang angesagt.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo m3i,

    Klingt wie der Name eines neu entdeckten Sterns.
    Herzlich willkommen auch von mir.
    Ich wünsche dir einen guten Austausch. Der Austausch kommt in Gang, wenn du schreibst, wie es dir geht, was du machst, wo du Unterstützung bekommst etc.
    Dadurch bekommst du neue Impulse, mit denen du deine Selbstfürsorge für deine Abstinenz stabilisieren kannst.
    Du bist jetzt vermutlich körperlich entgiftet.
    Kennst du schon die Grundbausteine, die hier schon vielen in der Anfangszeit geholfen haben ?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Deshalb, bescheuertes Suchtgedächtnis, kannst du mir den Buckel runterrutschen!

    Hallo Paul,

    Genau! Eigentlich weiss ich, dass das Suchtgedächtnis mich nie mehr verlässt. Es meldet sich nur noch sehr selten, aber wenn es sich meldet, bin ich immer wieder überrascht.
    Wenn ich mich dann hinterfrage, sind es meistens Situationen, bei denen der neue Pfad noch nicht richtig fest getrampelt ist. Situationen, die noch nicht so oft vorkamen.
    Die alte Verknüpfung hängt noch an ein paar Fäden. Bei machen Situationen werde ich es wohl nie ganz wegbekommen, aber es ist dann nur noch eine unwillkommene Erinnerung.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Wir hatten zwar oft Streit in den letzten Jahren aber der Alkohol hat uns immer wieder zusammen geführt und jetzt ist das weg weil ich nicht mehr trinke.

    Ich lass deinen Satz mal so stehen und ich denke, da steckt viel Wahrheit drin. Nur, was folgt daraus. Alkohol als Beziehungsklebstoff taugt nichts und für dich ist er sowieso tabu. Gibt es etwas anderes, was euch wieder zusammenführen könnte, was ihr euch vlt. erst gemeinsam erarbeiten könnt. Mir fällt aus meiner Ehe dazu „Tanzen“ ein. Wir haben mehrere Tanzkurse besucht, 1x die Woche, regelmäßig, ist zwar etwas eingeschlafen, aber es war etwas Gemeinsames und kann wieder aktiviert werden. Auch haben wir darüber neue Bekanntschaften zu anderen Paaren bekommen.

    Sonst fällt mir nur noch ein klärendes Gespräch ein, indem du klar aufzeigst, welches deine Bedingungen für eine gemeinsame Zukunft sind und in dem du ihr nochmal klar machst, was ihr Verhalten dir gegenüber, als Süchtigem, bedeutet. Daraus leiten sich Bedingungen ab, die für dich nicht verhandelbar sind um deine Gesundheit und am Ende dein Leben zu schützen. Wenn du diesen Schritt gehst, solltest du dir über dein konsequentes Handeln, welches darauf folgt, im Klaren sein.

    über meine Sucht gesprochen und zweimal davon war sie beschwippst.

    dabei stört es sie ja eher das ich nicht trinke.

    Es scheint sie nicht nur zu stören, es scheint ihr regelrecht unangenehm zu sein. Meine Frau stand Jahrelang unter dem Einfluss meiner Trinkerei und sie sucht heute nicht gerade das Gespräch darüber, sie ist froh, dass es vorbei ist.
    Am Ende meiner Reha hatte sie mit mir und meinem Therapeuten ein langes Gespräch. Ich habe nicht viel gesagt, aber sie hat viel gefragt und bekam auch Antworten. Ich denke, das hat ihr viel Einblick gegeben.
    Am Ende muss Deine Frau genauso wie Du akzeptieren, dass Du alkoholkrank bist und was das für Eure Beziehung bedeutet.

    Das klingt sehr verfahren.
    Bei dir lese ich heraus, dass du trotz deiner Alkoholkrankheit vieles unternimmst, damit ihr wieder zusammenfindet.
    Hast du eine Ahnung, was deine Frau möchte, was sie stört, wo sie hin will?

    Es hört sich jedenfalls sehr belastend für dich an und du musst jetzt in erster Linie für dich da sein.
    Kannst du etwas heute Abend machen, was deins ist, denn reden scheint ja im Moment nicht zu gehen.

    Ich frage mich gerade, ob es sinnvoll ist, ihm in nüchternem Zustand zu sagen, dass er Alkoholiker ist. Er wird es natürlich verleugnen....

    Hallo Sonnenblume1972,
    ich melde mich bei dir als abstinenter Alkoholiker.
    Was erwartest du durch solch eine Aussage?
    Du weisst es und er wahrscheinlich auch. Zugeben wird er es nicht, dann müsste er sich ja mit den daraus folgenden Konsequenzen auseinandersetzen.
    Wenn er Alkoholiker ist, dann muss er trinken, weil er abhängig ist.
    Nur er kann sich helfen, wenn er zur Krankheitseinsicht gelangt. Dann kann er sich Hilfe suchen. Das ist seine Verantwortung .
    Erste Anlaufstelle ist sein Arzt.

    Du kannst für ihn gar nichts tun, da stimme ich Marie04 zu, aber du kannst etwas für dich tun.
    Deine Grenzen festlegen und setzen. Was bist du bereit zu tolerieren und was nicht, damit es dir gut geht, und was folgt daraus.
    Eines solltest du dabei wissen, in der Sucht gibt es nur eine Richtung und die zeigt nach unten,
    es wird über die Zeit wahrscheinlich schlimmer werden.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Traurig war falsch ausgedrückt, es hat mich berührt, dass du dir die Mühe gemacht hast meinen Faden zu lesen.

    Wenn ich jemanden etwas ausführlicher schreibe, will ich sicher sein, über was ich schreibe.

    Dein Schreiben hat mich grad sehr berührt und hat irgendwas in mir ausgelöst. Aber es ist eher eine Traurigkeit, weil ich weiss, das du Recht hast

    Es hat dich berührt und es hat was ausgelöst, aber du fühlst eine Traurigkeit, weil du etwas für dich erkennst, was ich geschrieben habe?

    Ich denke, die Dinge über die du traurig sein könntest, sind Dinge, die du ändern kannst. Wenn du genau da mal genauer hinschaust eröffnet sich vlt. ein weiteres Stück deines Weges.

    Dein Schreiben hat mich grad sehr berührt und hat irgendwas in mir ausgelöst. Aber es ist eher eine Traurigkeit, weil ich weiss, das du Recht hast

    Traurigkeit? Traurigkeit, dass du keinen Alkohol mehr trinken kannst, kann es nicht sein, das wusstest du vorher schon.
    Was macht dich , von dem was ich geschrieben habe, traurig?

    Hallo Heuel,

    "für immer" hat mir nur ganz am Anfang Angst gemacht, weil ich nicht wusste, wie ich es erreichen kann.
    Später war es die Angst, dass ich schwach werde und einen Rückfall erleide.
    Mit der Zeit wurde meine Haltung zur Abstinenz immer klarer und das gab mir Sicherheit.

    Du hast mal geschrieben, dass du dich als "Belohnungstrinker" siehst.
    Heute habe ich was geleistet und es hat super geklappt, da belohne ich mich mit einem Glas.
    Das sind Muster, an denen ich zuerst hart arbeiten musste. Heute kann ich mich ohne Alkohol belohnen.

    Dir wird hier ein grosser Erfahrungsschatz offeriert, den du nutzen kannst indem du dich hier mitteilst.
    Ich habe gerade deinen Faden nochmal quer gelesen. Oft lese ich einsilbige Antworten. Ich lese wenig Reflektion bei dir.
    Wenn sie bei dir stattfindet ist das auch ok, aber es macht den Eindruck, dass du "kurz" schreibst, um Deine Ruhe zu haben.

    Meine Arbeit war, an meiner inneren Haltung zu arbeiten, sie zu hinterfragen und auch hier hinterfragen zu lassen.
    Dann habe ich oft neue Ansatzpunkte gefunden und es ging weiter und ich wurde stabiler und sicherer, Angst habe ich keine mehr.
    Das ist die Hilfe zur Selbsthilfe und die bekomme ich, wenn ich mich öffne und ehrlich zu mir selbst bin und mich immer und immer wieder hinterfrage,
    auch mit Hilfe des Forums, denn das Forum sagt mir, ob ich auf dem richtigen Weg bin, oder ob ich mich verrenne, mich selbst täusche oder auch vernachlässige.

    Überlege, ob das in Zukunft, ab jetzt ein Weg für dich sein kann. KaDett hat dich gefragt, wie es dir geht, so kam der Dialog zustande.
    Gehe nicht das Risiko ein, alles mit dir selbst auszumachen, dann ist das Forum für dich wertlos. Nutze es und es wird dir helfen, dir selbst zu helfen.

    Liebe Grüsse

    Nayouk