Beiträge von Nayouk24

    So wie Sue es beschrieben hat, halte ich es auch.
    Diese Unruhe ist ein psychisches Entzugssymptom.
    Du aktivierst jedesmal dein Suchthirn, wenn du "Alkoholfreies" trinkst. Du wirst getriggert, durch alle Sinne, nicht nur durch die geringen Mengen Alkohol.
    Was noch hinzu kommen kann, wenn ich alkoholfrei trinke, ist die ausbleibende Wirkung des Alkohols. Mein Suchthirn sieht sich fast am Ziel, aber die Wirkung bleibt aus und dann geht es erst richtig los.

    Du befindest dich ein einem inneren Konflikt, da du keinen Alkohol trinken willst, andererseits werden dadurch alte Muster aktiviert. Das erzeugt Stress und die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, welches für die Unruhe und eventuellem Suchtdruck verantwortlich ist und noch andere unerwünschte Prozesse können in Gang gesetzt werden. Das ist die biochemische Erklärung;)
    Bin ich zusätzlich noch psychisch labil oder angeschlagen, steigt das Risiko, dass ich dem Druck nachgebe und doch irgendwann ein "normales" Glas trinke.

    Wie du selbst festgestellt hast, sind die Begleiterscheinungen unangenehm. Ich möchte das nicht mehr. Diese unangenehmen Gefühle hatte ich lange genug und konnte dem ausser Alkohol nichts entgegensetzen. Heute kann ich etwas dagegen tun, weil ich weiss, was mich triggern kann und deshalb lasse ich es einfach.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Es wird immer eine Gegenmeinung geben, die vorgibt wissenschaftlich belegt zu sein.

    Fakt ist aber auch, dass mit diesem „Programm“ sehr viel Geld verdient werden kann, denn es gibt viele Menschen, die gerne daran glauben möchten.

    Ich habe es über 10 Jahre probiert, immer und immer wieder. Bei mir ging es nicht.

    Wie gesagt, mir hat es geholfen, es ist ein Weg von vielen, aber kein Muss.
    Mir hat es viele Fragen beantwortet, die Psyche wieder aufzubauen, dazu braucht es etwas anderes.

    Habe ja heute angefangen mehr Ruhe und Zeit in mein Leben zu bringen, Atemübungen und habe begonnen meditieren zu üben.

    Das ist in jedem Fall ein guter Anfang. Zeit, sich mit mir selbst zu beschäftigen, nehme ich mir regelmäßig.
    Hier im Forum habe ich gerade am Anfang viel geschrieben und auch viele Rückmeldungen bekommen, die mich weiter gebracht haben. Je offener und ehrlicher ich war, desto besser konnte ich mir dadurch selber helfen.

    Nun ergründe ich, wie es dazu gekommen ist und warum.

    Dazu möchte ich dir etwas mitgeben.
    So wie wie du habe ich über lange Zeit regelmäßig und zuviel getrunken. Wann der Übergang von Missbrauch zur Sucht war, kann ich nicht mehr richtig fest machen. Tatsache ist, ich bin alkoholkrank.

    Ich wollte es auch ergründen, um daraus abzuleiten, wie ich meine Abstinenz weiter stabilisieren kann.
    Heute habe ich akzeptiert, dass ich Alkoholiker bin und nie wieder Alkohol trinken will und kann.
    Mir hat geholfen, genau zu verstehen, warum das so ist, dabei ging es mir um die biochemischen Prozesse in meinem Körper und meiner Psyche, weniger um die Ursachen, warum ich getrunken habe.
    Mit der Akzeptanz konnte ich bis heute die Suche nach den Ursachen in den Hintergrund stellen, da mich diese Suche am Anfang eher blockiert hat. Es ist eine Option, die ich habe, sollte ich merken, dass es für mich wichtig ist.
    Die Akzeptanz ist ein Prozess der Zeit braucht und sie ist Grundvorraussetzung für eine stabile Abstinenz.
    Dies ist mein Weg und du wirst deinen finden.

    viele Grüße

    Nayouk

    Was Dorothea beschrieben hat, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Die Unsicherheit ist in Deinem Kopf, die Ärzte machen das nicht zum ersten Mal.
    Du kannst Dir helfen, indem Du offen und ehrlich bist, zu den Ärzten und dir selbst.
    Je nachdem wo Du landest und mit wem, wird es Ablenkungen geben, die für Dich nicht hilfreich sind.
    Konzentriere Dich auf Dich selbst.
    Alles Gute.

    Hallo Bono,

    Ich habe festgestellt, je offener und unverstellter ich bin, desto mehr Rückmeldung habe ich bekommen,
    die ich für mich in Erkenntnisse und Selbsthilfe umsetzen konnte.
    Du provozierst ja kein Shitstorm ( by the way, ich hab keinen gelesen) sondern du schreibst was du denkst und die Erfahrenen erkennen sofort, wo Risiken aufgemacht werden. Sie erkennen aber auch, wenn Du Dir selbst was vormachst, etwas verharmlost oder schön redest und wenn Du nicht authentisch bist.
    Schreibe was Du denkst und was Dich beschäftigt. Daraus entstehen Rückmeldungen, die Du verarbeiten kannst und dann kann es zur Selbsthilfe werden.
    Und - gib dir Zeit, dein Unterbewusstsein verarbeitet die Informationen und Tage oder Wochen später macht es plötzlich „Klick“. Das sind dann die Früchte deiner Trockenarbeit.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Daher rate ich heute Anfängern dazu, im Zweifel lieber den Empfehlungen der Grundbausteine zu folgen. Sei Dir bei Deiner Entschließung bitte der geschilderten abstrakten Gefahr bewusst.

    Da stimme ich zu. Es geht um den kurzen Moment, der unkontrolliert enden könnte, wenn du plötzlich Suchtdruck bekommst gibst du dir die Chance, dass er vorbei ist, bevor du die Tanke erreicht hast. Darum geht es.
    Es verhindert nicht, wenn du wieder trinken willst, das wirst du schaffen auch bei alkoholfreiem Zuhause.

    Herzlich willkommen, Perdita, gut dass du hierher gefunden hast.

    Dein Plan für den Notfallkoffer ist wichtig….

    und bei akutem Suchtdruck ist nicht die Zeit, darüber nachzudenken, was das nochmal war.

    und wie es geht. Was auch immer Du in Deinem Koffer hast, bei meinem habe ich ein paar Dinge geübt, damit das dann auch klappt, wenn ich sie brauche.

    Hallo Bono,

    Ich habe es bei dir schon mal geschrieben und ich glaube, Du weißt sehr gut, dass Deine Bewährungsprobe noch kommen kann, als Quartalstrinker.
    Und deshalb finde ich gut, dass Du hier im Alkoholiker-Forum so aktiv bist. Damit stellst Du den ständigen Kontakt zu Deiner Krankheit sicher.
    Du bist bald einen Monat abstinent und das verdient Anerkennung. Aber mal ehrlich, wie oft in den letzten Jahren warst Du schon ein Monat abstinent? So wie ich bei Dir gelesen habe, schon oft und sogar länger als ein Monat.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will deine Erfolge auf gar keinen Fall klein reden. Du bekennst Dich dazu, dass du Alkoholiker bist und ab jetzt dein Leben abstinent verbringen willst. Das ist der entscheidende erste wichtige Schritt und den bist Du gegangen. Und ich würde mich für dich riesig freuen, wenn Du mit Deiner Selbstfürsorge, auch mit Hilfe dieses Forums, irgendwann sagen kannst, ich habe die Bewährungsprobe bestanden, auch wenn „die harte Prüfung“ für dich gar nicht anstand. So oder so, es wäre ein weiterer großer Erfolg.

    Warum schreibe ich Dir das? Weil ich bei Dir einfach befürchte, dass die erste Zeit der Abstinenz trügerischer sein kann, als sie bei mir war.

    Vlt. habe ich jetzt auch großen Mist geschrieben aber ich sende Dir meine Gedanken trotzdem.

    Pass auf Dich auf.

    Viele Grüße

    Nayouk