KaDett - Nüchternheit als Lebenseinstellung

  • Ach, da ist mir gerade noch was eingefallen. Ich schaue immer in die "Ungelesenen" Diese Seite bekommst Du zur Auswahl, wenn Du oben auf "Forum" klickst.

    Ich weiß nicht mehr, wie das jetzt ganz am Anfang war. Ggfs. gibt es auch einen Button dort, um erstmal alle alten zu löschen. Falls Dir da ein paar hundert angezeigt werden.

    Vielen Dank, hier fühle ich mich sehr gut aufgehoben. Glaube, dass ich zum Jahreswechsel hier mit euch einen tollen Weg gefunden habe um schön stabil zu werden. Ihr wisst wovon ihr redet und ich kann viel aufnehmen von euren Erfahrungen und Tipps. Mir ist bewusst, dass ich noch am Anfang stehe und eine gewisse Vorsicht nicht schadet.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Dieses Jahr als vor wenigen Tagen hat mich der ganze Alk auf Weihnachtsmärkten getriggert. Bin deshalb wieder weg. Aber ich hoffe, dass mich nächstes Jahr Glühwein einfach kalt lässt und ich stattdessen einfach Tee trinke oder so.

    Also. Ich starte jetzt ins vierte trockene Jahr. Ich kann Dir sagen, wie das bei mir ist. Das ist aber sehr verschieden.

    Ich kann z. B. auf eine Feier, wenn sie nicht zu alkohollastig ist. Wichtig ist, dass ich immer die Möglichkeit habe zu gehen.

    Aber, das ist auch nicht immer gleich. Wie Du ja auch schon festgestellt hast.

    Weihnachtsmarkt am Tag geht gut, abends wird es schon kniffliger. Das erinnert sehr an die nasse Zeit und der Glühweingeruch ist schon recht heftig. Das ist mir unangenehm.

    Es ist so, dass ich auch einfach keinen Bock auf so einen Stress dort habe. Denn es macht mir auch keinen Spaß, wenn alles um mich herum am bechern ist und die Leute "komisch" werden. Das erinnert mich, an mich selbst und stößt mich deswegen ab.

    Alles wo ich früher Wein oder Sekt getrunken habe, möchte ich wieder machen, werde dann eben aber Wasser oder etwas alkoholfreies trinken.

    Phu. "Alles" ist schon recht viel. Ich hatte mir da nicht so viele Gedanken gemacht und dann wurde es so, dass ich gar nicht mehr "alles" machen wollte. Und will. Ich fühle mich da nicht mehr wohl. Z. B. rumsitzen und trinken, habe ich ja genug in meinem Leben gemacht. Da gibt es Besseres. Außerdem ist es immernoch gefährlich.

    So wie Du das jetzt handhabst, ist recht gut. So wie ich das lese. Wegen später, schau einfach mal wie es wird. Das ergibt sich ganz von selbst.

    Es würde mich doch sehr wundern, wenn Du später mit einem Wasserglas bei einem Stammtisch dabei sitzen möchtest.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Das kann stimmen, denn ich merke jetzt schon, dass ich manche Sachen gar nicht mehr machen will. z.B. wenn es heißt: was trinken gehen, da fängst schon an, denn da habe ich früher Wein getrunken. Wenn ich dann mit nem Spezi da sitze und sehe wie Leute ein Glas Wein trinken, das kann ich mir noch nicht antun. zuviel Suchtdruck und macht Verzichtsgedanken.

    In einem Restaurant ist das schon einfacher, da esse ich was leckeres, das ist dann das Ding. Da sind Getränke Nebensache.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ganz genau so ist es. Es gibt viele Dinge, bei denen Alkohol nicht im Mittelpunkt steht. Die gehen bei mir dann recht gut.

    Aber ich brauche immer eine Hintertür. Meistens beruhigt mich dann, dass sie da ist.

    Auf einem Betriebsfest habe ich mal erlebt, dass es die ersten knapp zwei Stunden ok war. Dann "kippte" die Stimmung. Es wurde laut und es wurde immer mehr gebechert. Da habe ich mich dann auf französisch verabschiedet. Das stört keinen Menschen, auf so nem Ding.

    Keiner hat es gemerkt. Kaum zu glauben. Wo ich doch immer der wichtigste Feierer war. Dachte ich jedenfalls. ^^ Und wenn, wäre es mir natürlich auch egal gewesen. Da geht es um mich und mein Leben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • was trinken gehen, da fängst schon an,

    Wenn trinken Programm ist und nebenher ein bisschen unterhalten, dann passt das für mich nicht mehr. Um Kontakte zu pflegen gehe ich gerne tagsüber einen Kaffee trinken.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Frohes und gesundes neues Jahr an alle. Ich freue mich, dass ich hier her gefunden habe und denke, dass mich der Austausch weiterbringen wird. Auch das Aufarbeiten, mich sober neu entdecken und vor allem diese Freiheit zu genießen.

    In diesem Sinne sage ich gute Nacht 💤

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Frohes neues Jahr euch allen. Vor allem Gesundheit und Nüchternheit.

    Ich bin gut und sober ins neue Jahr gerutscht und fühle mich heute munter und fit. Bin auch vom Kurzurlaub wieder daheim und morgen beginnt der Alltag wieder.

    Ich werde zusehen, nicht direkt in alte Muster zurückzukehren. Irgendwie möchte ich mein Leben etwas umgestalten und sozusagen aufräumen. Betrifft alle möglichen Bereiche und Themen. Andere Routinen und Abläufe einbringen. Natürlich auch Änderungen an den Situationen wo ich früher getrunken habe. Zuhause ausmisten und gleichzeitig eine Innenreinigung bei mir gehört ebenso dazu. Meine freie Zeit mit anderen Dingen füllen wie z.B. Meditation und Sport. Dafür im Gegenzug die Zeit am Handy und Pad reduzieren. Das sind erstmal so meine Vorhaben für die nächsten Wochen. Hier diese Selbsthilfegruppe wird eine größere Rolle für mich spielen und Bedeutung bekommen, um diese Heimlichtuerei während der ganzen nassen Jahre abzulegen und mit mir selbst wieder ins Reine zu kommen. Ich möchte in den Spiegel schauen und ehrlich mit mir sein. Alte Muster haben einen unschönen Beigeschmack hinterlassen. Meine Gesundheit hat ziemlich unter dem Alkohol gelitten, da möchte ich mir Gutes tun und Verbesserungen erzielen. Also ich habe einiges vor. Werde mir am Besten meine Ideen schriftlich fixieren und einen Plan erstellen wie ich alles am Sinnvollsten umsetzen kann. Ich komme mit einer strukturierten Herangehensweise besser zurecht meine Ziele zu verfolgen und zu erreichen, als mit planloser Aktivität.

    Nun möchte ich mich bei euch für die nette Aufnahme und Begrüßung hier im Forum bedanken. Ich habe hier ein richtig gutes und positives Bauchgefühl. Das war ein wichtiger Schritt zum dauerhaften FÜR IMMER. :)

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hallo KaDett,

    schön von dir zu lesen. Das, was du schreibst, hört sich richtig gut an. Ich hoffe, dass du auch alles so umsetzen kannst, wie du es dir vorgenommen hast.

    Ich habe mich sehr auf den Sport fokussiert und beschäftige mich jetzt wieder viel mit Meditation und Aufmerksamkeitstechniken. Insgesamt gehe ich jetzt viel sorgsamer mit mir um und aufmerksamer durchs Leben.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Kurswechsel, das hört sich sehr gut an. Das sind solche Dinge, die ich auch anstrebe. Dazu Gelassenheit, Dankbarkeit und Demut. Mich haben die vielen Jahre mit Alkohol irgendwie verändert, ich habe mich verloren, nun möchte ich meine wirkliche Persönlichkeit wieder hervorbringen. Dieses durchs Leben hetzen und mich selbst zu vergessen sind Punkte, die ich so nicht mehr möchte. Das Trinken war so ne Art Pause machen vom Alltag. Unzufriedenheit möchte ich in Zufriedenheit umwandeln. Hektik soll zur Ruhe werden, und Zeit für mich nehmen soll den Wein ersetzen.

    Am wichtigsten ist jedoch in allen Situationen sober zu bleiben, Verlockungen wieder einen Schluck oder Glas zu trinken im Keim zu ersticken und unbedingt zu widerstehen. Meine Abstinenz sehe ich als etwas Kostbares. Die ersten Tage ohne Alk waren alles andere als einfach. Möchte ich keinesfalls nochmals wiederholen müssen, deshalb ist ein Rückfall keine Option für mich. Es tut mir gut das hier so nieder zu schreiben. So werden meine Gedanken sortiert, sind schwarz auf weiß formuliert.

    Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich noch nie eine Therapie gemacht habe, hier habe ich schon gelesen, dass nach dem Entzug eine Therapie zur Aufarbeitung empfohlen wird. Diese Aufarbeitung möchte ich auch ohne Therapie machen. Vermutlich werde ich hier auch einige Inspirationen diesbezüglich finden.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Verlockungen wieder einen Schluck oder Glas zu trinken im Keim zu ersticken und unbedingt zu widerstehen

    Das hört sich für mich noch zu sehr nach „Kampf“ an. Den wirst du aber nicht durchhalten, jedenfalls nicht auf Dauer. Die Sucht ist definitiv stärker - du wirst dich damit aufreiben.

    Hier im Forum habe ich gelernt, die Sucht zu akzeptieren. Sie ist ein Teil von mir und wird es immer bleiben. Ich bin aber auf den besten Weg mich damit zu arrangieren und unnötige „Gefahrensituationen“ zu vermeiden.

    Deshalb war ich letztens auch so hellhörig, als du geschrieben hattest „meide ich noch gefährliche Situationen wo ich früher immer getrunken hatte“.

    Es ist und bleibt stetige Arbeit - eben Trockenarbeit. Dieses Forum hilft mir sehr dabei und ich bin sehr dankbar für die Unterstützung hier.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Ok ich verstehe was du meinst. Womöglich liegt es daran, dass ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich stabil fühle. Nicht mehr trinken dürfen und nicht mehr trinken müssen ist der gravierende Unterschied. Deshalb steht für mich diese Trockenarbeit an. Das habe ich noch nicht gemacht. War hauptsächlich damit beschäftigt trocken zu bleiben. Ich weiß nicht mal wie man diese Trockenarbeit am besten und effektivsten angeht. Ich habe ja geschrieben das ich im neuen Jahr einiges verändern möchte, das betrifft Verhaltensweisen und Gedankengänge aber auch Abläufe im Alltag. Mehr Pausen einzulegen ebenso. Ich weiß, dass es nicht genügt einfach keinen Alkohol zu trinken. Den körperlichen Entzug habe ich ja gemeistert. Nun geht’s um den inneren Entzug. Dazu sind Veränderungen notwendig. Aber wie ich das am Besten anstelle weiß ich ehrlich gesagt nicht. Da erhoffe ich mir hier im Forum Hilfe. Das ich von den vielen Erfahrungen das für mich passende finde. Ich finde, das können nur Menschen, die selbst getrunken haben und alles selbst erlebt haben.

    Es kann gut sein, dass ich andere Interessen entwickele. Unternehmungen, die ich früher gerne gemacht habe und dabei auch getrunken habe, nicht mehr mag, eben weil trinken nicht mehr bei mir im Vordergrund steht.

    Ich erhoffe mir, dass ich Nüchtern zu sein nicht als Verzicht sehe, sondern als Bereicherung. Das es mir egal sein wird, wenn andere Leute ein Glas Wein vor sich auf dem Tisch stehen haben und ich ein Glas Wasser.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ich erhoffe mir, dass ich Nüchtern zu sein nicht als Verzicht sehe, sondern als Bereicherung. Das es mir egal sein wird, wenn andere Leute ein Glas Wein vor sich auf dem Tisch stehen haben und ich ein Glas Wasser.

    Das sind für mich zwei absolut verschiedene Dinge.

    Die Nüchternheit ist die absolute Bereicherung für mich. Inzwischen wäre es ein Alptraum für mich, wenn mein Hirn nicht richtig funktionieren würde. Und das macht es nicht mehr, wenn ich getrunken habe. Ich liebe mich nüchtern.

    Wenn mir jemand gegenüber sitzt und dabei trinkt. Dann ist mir das unangenehm. Ich will keinen Alkohol in meinem Leben. Und wenn jemand mir gegenüber sitzt und trinkt, ist das in diesem Augenblick in meinem Leben.

    Wenn ein, oder zwei, in einer größeren Gruppe etwas trinken, wäre das wieder etwas anderes. Dann ist das nicht mehr so im Fokus für mich.

    Aber nun speziell zu Dir. Ich lese aus Deinem Wunsch folgendes heraus. Du möchtest derzeit noch gerne in einer Gruppe von trinkenden Leuten sitzen, ohne dass es Dich stört. Dich in nassem Umfeld aufhalten können und "dazugehören".

    Das würde ich noch nasses Denken nennen. Sich verhalten, wie Leute, die trinken, aber mit einem Wasser. So funktioniert das aber nicht. In so ein Umfeld gehöre ich nicht. Und das spüre ich und fühle mich da auch nicht mehr wohl.

    Und mit der Zeit wirst Du immer mehr zu Dir finden und das auch spüren. Dann ergibt sich vieles von selbst. Achte auf Deine Gefühle. Du musst nichts aushalten. Und Du kannst auch nicht trainieren, indem Du Dich dort dazusetzt. Da kochst Du Dich nur weich.

    Meide so etwas und es wird sich vieles mit der Zeit von selbst entwickeln. Es dauert, bis der Kopf wirklich "richtig" nüchtern ist.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Nicht mehr trinken dürfen und nicht mehr trinken müssen ist der gravierende Unterschied.

    Ich finde es echt gut, dass du dir gegenüber so ehrlich bist. Da steht bei dir aktuell noch das „müssen“ und der Verzicht im Vordergrund.

    Ich weiß nicht mal wie man diese Trockenarbeit am besten und effektivsten angeht.

    Dazu halte ich mich jetzt lieber zurück, weil ich selber noch relativ am Beginn meines Weges stehe.

    Aber eines kann ich dir aus vollem Herzen garantieren: Hier im Forum wirst du eine ganze Schatzkiste an Tipps, Inspirationen und Aha-Momenten finden – vor allem von den „alten Hasen“.

    Das Wichtigste hast du schon mal wiedergegeben: „Nur nicht Trinken reicht nicht!“ Ich habe bewusst „wiedergegeben“ geschrieben, weil ich ehrlich gesagt zu Beginn nicht viel damit anfangen konnte - und mit der Zeit erst verstanden habe, wie wahr diese Aussage ist und was alles dahinter steckt.

    Es geht eben nicht nur darum, die Flasche stehen zu lassen, sondern du brauchst Veränderung – in Gedanken, im Alltag und in der Art, wie du dir selbst begegnest.

    Mit der Zeit wird aus „Verzicht“ Freiheit. Du entdeckst Seiten an dir, Interessen und Hobbys, die zu deinen Trinkzeiten untergegangen sind.

    Und du bist nicht allein – hier findest du immer Leute, die dich verstehen und dir Tipps geben. Schließlich wirst du merken: Nüchtern sein ist das Beste, was dir passieren konnte.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Aber nun speziell zu Dir. Ich lese aus Deinem Wunsch folgendes heraus. Du möchtest derzeit noch gerne in einer Gruppe von trinkenden Leuten sitzen, ohne dass es Dich stört. Dich in nassem Umfeld aufhalten können und "dazugehören".

    Ums „dazugehören“ gehts überhaupt nicht, aus dem Alter bin ich raus. Ich gehöre im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis ja sowieso dazu. Ich habe zuhause allein für mich heimlich getrunken. Ich vermute im Nachhinein, dass es für mich ne Pause war um abzuschalten. Ich war nicht in Kneipen oder Bars unterwegs.

    Nein mir geht’s darum wenn ich z.B. in einer Pizzeria sitze und andere Gäste ein schönes Glas Rotwein vor sich stehen haben und ich habe ne Cola oder Wasser. Oder im Sommer man sitzt draußen und die Leute trinken ein Glas Weißwein oder Aperol und ich sitze mit Wasser da. Das sind fremde Menschen, da muss ich ja nicht dazugehören. Mich triggert es eher ein bisschen die Gläser von den Leuten zu sehen. So hatte ich früher auch in der Pizzeria gesessen mit Rotwein. Ich schaue dann bewusst nicht hin und freue mich auf mein Essen. Da versuche ich seit ich abstinent bin eben den Fokus auf das leckere Essen zu legen, statt auf Getränke. Ansonsten gehe ich ja wenig aus. Weder Clubs oder Bars usw. Bei uns gibt’s überall Gutsschänken wo man isst und trinkt. Sowas meide ich jedoch, weil da fast jeder Wein vor sich stehen hat. Aber in ein normales Restaurant, Pizzeria oder Café möchte ich gerne ab und zu gehen.

    Trockenarbeit habe ich heute angefangen. Bin früher aufgestanden und habe in meine Morgenroutine einen bewussten Blick aus dem Fenster, eine kleine Atemübung mit erstem Üben von Meditation und etwas Gymnastik eingebaut, bevor ich zum Job gefahren bin.

    Ich achte auf Achtsamkeit und kleine Pausen. Und ich arbeite mit positiven Affirmationen. Das ist mal der Anfang. Werde hier verstärkt reinlesen und schöne Tipps auch umsetzen.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

    2 Mal editiert, zuletzt von KaDett (2. Januar 2025 um 14:28)

  • Das hört sich für mich noch zu sehr nach „Kampf“ an. Den wirst du aber nicht durchhalten, jedenfalls nicht auf Dauer. Die Sucht ist definitiv stärker - du wirst dich damit aufreiben.

    Es ist nicht direkt ein Kampf, auch reibe ich mich nicht auf. Bin ja schon mehrere Monate trocken und habe das ohne Hilfe von außen geschafft. Die neu gewonnene Freiheit liebe ich und meine Gesundheit verbessert sich auch. Ich bin sehr glücklich, dass ich nicht mehr trinke. Bis jetzt habe ich ja noch nicht begonnen mich innerlich zu festigen. Der körperliche Entzug ist geschafft und mehrere Monate an Zeit ist inzwischen auch vergangen. Nun ist es eben an der Zeit auch Verhaltensweisen zu verändern und mich mental zu festigen. Dann wird nach und nach sicher meine Abstinenz stabil werden und sich immer mehr festigen. Ich stehe voll und ganz hinter meiner Abstinenz und riskiere nichts. Habe das ja schon 7 Monate gut hinbekommen. Aber jetzt geht’s in die nächste Runde. Habe mir dieses Forum, Selbsthilfegruppe gesucht, und Veränderungen stehen an. Ich schaue da sehr optimistisch und positiv in die Zukunft.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ich habe nun nochmal die Grundbausteine durchgelesen und auch den Notfallkoffer. Das sind alles Themen die mir wichtig sind. Ich habe das große Glück, dass in meinem Umfeld kaum Alkohol getrunken wird. Ich bin auch in keinen Gruppen, Stammtisch oder dergleichen wo viel getrunken wird. Da habe ich schon mal gute Voraussetzungen. Auch gehe ich abends nicht groß aus. An Wochenenden mal in die Stadt oder in ein Restaurant. Feierlichkeiten sind nur im Familienkreis, da wird generell wenig Alkohol getrunken.

    Auch im Job passt es gut. Da gibt’s keine großen Feiern und dauern auch nicht lange. Die meisten müssen dann ja Auto fahren, von daher wird da kaum was getrunken.

    Ich bin die, die getrunken hat. Abends vorm TV mal 1 Glas oder zum Essen. Ich habe meinen richtigen Konsum immer heimlich und alleine getrunken. Das schlimme war die Fahne zu vertuschen. Nun gut das ist Vergangenheit und ich hab’s geschafft den Alkohol aus meinem Leben zu bekommen.

    Nun ergründe ich, wie es dazu gekommen ist und warum. Ich wurde von niemandem angestiftet, im Gegenteil. Irgendwie bin ich in den Konsum reingeschlittert und nicht mehr rausgekommen. Es wurde mehr und mehr und das über Jahre hinweg. Nun ist das Aufarbeiten dran. Freue mich darauf.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Nun ergründe ich, wie es dazu gekommen ist und warum.

    Dazu möchte ich dir etwas mitgeben.
    So wie wie du habe ich über lange Zeit regelmäßig und zuviel getrunken. Wann der Übergang von Missbrauch zur Sucht war, kann ich nicht mehr richtig fest machen. Tatsache ist, ich bin alkoholkrank.

    Ich wollte es auch ergründen, um daraus abzuleiten, wie ich meine Abstinenz weiter stabilisieren kann.
    Heute habe ich akzeptiert, dass ich Alkoholiker bin und nie wieder Alkohol trinken will und kann.
    Mir hat geholfen, genau zu verstehen, warum das so ist, dabei ging es mir um die biochemischen Prozesse in meinem Körper und meiner Psyche, weniger um die Ursachen, warum ich getrunken habe.
    Mit der Akzeptanz konnte ich bis heute die Suche nach den Ursachen in den Hintergrund stellen, da mich diese Suche am Anfang eher blockiert hat. Es ist eine Option, die ich habe, sollte ich merken, dass es für mich wichtig ist.
    Die Akzeptanz ist ein Prozess der Zeit braucht und sie ist Grundvorraussetzung für eine stabile Abstinenz.
    Dies ist mein Weg und du wirst deinen finden.

    viele Grüße

    Nayouk

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Nayouk24 danke dir für die Inspiration. Über die biochemischen Prozesse im Körper und der Psyche die Alkohol verursacht, müsste ich mich erst belesen. Mein Körper hat gelitten, da tue ich schon viel um meinen Körper zu unterstützen. Was nun die Psyche betrifft, habe ich keine Ahnung. Weiß auch nicht wo ich mich darüber gut informieren kann. Habe keinen Plan wie ich meine Psyche unterstützen und mir da Gutes tun kann. Habe ja heute angefangen mehr Ruhe und Zeit in mein Leben zu bringen, Atemübungen und habe begonnen meditieren zu üben. Vielleicht ist Schreiben eine Option. Eine Art Tagebuch zu schreiben könnte befreiend wirken. So könnte ich auch meine Gedanken sortieren. Werde ich mir überlegen ob ich das mache. Werde auf jeden Fall mal im Internet bisschen stöbern um über die biochemischen Prozesse mehr zu erfahren und wie ich meine Psyche unterstützen kann. Etwas Selbstfürsorge tut ganz bestimmt gut.

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Wie gesagt, mir hat es geholfen, es ist ein Weg von vielen, aber kein Muss.
    Mir hat es viele Fragen beantwortet, die Psyche wieder aufzubauen, dazu braucht es etwas anderes.

    Habe ja heute angefangen mehr Ruhe und Zeit in mein Leben zu bringen, Atemübungen und habe begonnen meditieren zu üben.

    Das ist in jedem Fall ein guter Anfang. Zeit, sich mit mir selbst zu beschäftigen, nehme ich mir regelmäßig.
    Hier im Forum habe ich gerade am Anfang viel geschrieben und auch viele Rückmeldungen bekommen, die mich weiter gebracht haben. Je offener und ehrlicher ich war, desto besser konnte ich mir dadurch selber helfen.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!