Ich finde nicht, dass man das eine mit dem anderen vergleichen kann.
Mir ging es zuerst um die Frage, ob die Dauer der Sucht die Chance mindert sie zu stoppen. Weil es ja Nervengift ist, welches hier in sich rein geschüttet wird. Also ob ein Alkoholiker, der zum 4. Mal eine Reha macht die gleichen Chancen hat seine Sucht zu stoppen, wie einer, der seine erste Reha macht.
Also der Vergleich war ein anderer.
Dann habe ich gemerkt, dass mich diese Frage nicht weiter bringt. Und habe sie stattdessen mir selbst gestellt: Kann ich selbst, trotz der langen Zeit, raus aus meiner Spirale? Und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für mich selbst die Chance vermutlich eher erhöht. Weil mein inneres Fass nun übergelaufen ist.
Und das hat mich dann an den Tiefpunkt beim Alkoholiker erinnert. Der ja unter Umständen auch erst nach einer langen Zeit eintritt.
Oder habe ich dich missverstanden Elly?
Ich wollte keinen intoxinierten Süchtigen mit einer Co-abhängigen vergleichen. Im Gegenteil: gerade wegen der nervenschädigenden Wirkung des Alkohols fällt es mir ja so schwer die volle Verantwortung trotzdem an meinen Mann zu geben.
Ich finde den Hinweis von sorrowful aber auch sehr wertvoll. Alles was wir tun, alles was wir denken, hinterlässt ja immer eine neuronale Spur im Gehirn. Also auch ohne stoffliche Schädigung. Und ich muss sagen, dass in meiner "Co-Krisenzeit" der Realitätsbezug vermutlich auch eingeschränkt war, ich quasi "besessen" war. Bestimmt nicht vergleichbar mit einem fast komatösen Vollsuff, aber dennoch "entrückt".
Aber wie gesagt: darum ging es mir eigentlich gar nicht.