Beiträge von Zabou54

    Hi sorrowful,

    Ich habe gerade alles gelesen . Ich kann deine Sorgen nachvollziehen, aber egal ob sie alkoholikerin ist oder nicht , es stört dich oder ?
    Als ich meinen Partner kennengelernt habe , hat er nur bis zu einem gewissen Pegel in meiner Gegenwart getrunken. So das es für mich nicht unangenehm wurde.
    Mittlerweile kann er das nicht mehr .
    Und wenn es dich jetzt schon stört oder du dich nicht wohl fühlst wenn sie Alkohol trinkt dann habt ihr ein Problem.
    Vielleicht ist sie Alkoholikerin, vielleicht wird sie es irgendwann, vielleicht auch nicht . Das kann dir hier niemand beantworten. Du solltest auf dein Bauchgefühl achten .

    LG

    Zabou

    Aber die Vorstellung, er wäre gar nicht mehr da, beängstigt mich sehr. Die Angst ist anscheinend so groß, dass sie mich lähmt. Ich komme da alleine nicht raus.

    Hi Vayana,

    Das Gefühl kenne ich . Was genau macht dir denn Angst ? Bei mir war es eher so, dass ich Angst hatte , alleine zu sein, alleine zu wohnen etc. Ich habe mir Hilfe bei der Suchtberatung geholt , die coachen mich auch immer noch . Allerdings muss ich dazu sagen , mein Partner und ich sind bis jetzt nur räumlich getrennt. Aber ich habe meinen Rückzugsort , und das hilft mir sehr. Krass ausgedrückt, wenn er sich nicht benimmt oder zu viel getrunken hat, gehe ich in meine Wohnung und kann mich distanzieren. Seitdem wird mir auch schneller bewusst wenn er versucht mich zu manipulieren und kann dagegen arbeiten. Vielleicht würde euch so ein Mittelweg ja auch helfen . Mir hilft es sehr.
    VG

    Zabou

    Ich finde das schon krass , da sollte sich niemand einmischen . Denke doch einfach an die schlimmen Dinge die passiert sind. Einnässen , betrunken fahren, sein Verhalten dir gegenüber .
    Vielleicht fällt es dir dann ja auch leichter , solchen Menschen die Stirn zu bieten. So mache ich das immer , wenn mein Partner das große Opfer spielt.

    LG

    Zabou

    Oh ich habe auch mächtig gezweifelt und sogar jetzt schwächel ich manchmal noch. Aber ich habe gemerkt dass ich in meiner Wohnung abschalten kann. Dann ist alles ganz weit weg und ich komme zur Ruhe. Ich bin heilfroh das ich da standhaft geblieben bin und das durchgezogen habe. Er hat jahrelang null Rücksicht genommen, da muss er jetzt durch.

    Zu Hause geht es harmonisch zu und her. Fast schon zu harmonisch. Von außen betrachtet würde man vermutlich meinen; warum trennen sich die überhaupt. Aber eben wenn einer von beiden nicht mehr gross redet/reklamiert gibt es auch keine Streitpunkte.

    Ja das kenne ich . Mein Partner kann das leider erst, seit dem ich mir eine Wohnung gesucht habe . Ich bin aber auch davon überzeugt das er in sein altes Verhalten zurück fällt wenn alles wieder für ihn läuft.
    Und dann habe ich den luxus und bin in meinen eigenen vier Wänden und nicht mehr in dieser angespannten Atmosphäre.
    LG

    Zabou

    Ich könnte mich selber auf den Mond befördern weil ich unfähig bin meine Gefühle zu zeigen und meinen Ärger meinem Partner gegenüber auszudrucken. Ich glaube das habe ich verlernt, weil einfach nie etwas zurückkam. Ich hoffe es ist "nur" das. Vielleicht bin ich einfach auch nur erschöpft.

    Hey Silberstreifen ,

    Ich kenne das auch , ganz ausgeprägt in meiner Beziehung. Ich habe soviel versucht mit ihm zu sprechen ohne zu streiten weil ich Streit nicht mag. Es war sinnlos, Irgendwann habe ich nicht mehr gesprochen , weil alles runtergespielt wurde , mir gesagt wurde ich spinne oder übertreibe . Seitdem wir räumlich getrennt sind , gelingt mir das wieder besser und kurioserweise werde ich auf einmal ernst genommen und er hört zu. Schade das ich mir dafür erst eine Wohnung suchen musste 🤷‍♀️. Vielleicht gelingt dir das ja auch. Ich drücke die Daumen das du die Wohnung bekommst.

    LG

    Zabou

    Hi Gedankenkarussel ,

    Ich bin ja in einer ganz ähnlichen Situation , auch mein Partner ist wieder so zu mir wie am Anfang . Ich mache mir immer wieder bewusst, wenn ich die Wohnung nicht hätte, wäre schon längst wieder alles wie vorher und das will ich nicht mehr, ich habe große Zweifel das mein Partner das langfristig durchhält . Hat er sich an die neue Situation gewöhnt, wird er wieder in alte Verhaltensweisen verfallen, das ist die Sucht . Er will auch zur Suchtberatung, aber bis jetzt redet er nur. Angerufen hat er noch nicht .
    LG

    Zabou

    Hi Jump ,

    Ich habe mit meinem Coach darüber gesprochen und sie meinte , das darf mich nicht ärgern oder beeinflussen, ich kann ihn von meiner Wohnung aus nicht sehen und er umgekehrt mich auch nicht.
    Auf der anderen Seite bin ich relaxter weil er nun auch eine Wohnung hat , das Haus kann leer geräumt werden und für uns beide beginnt ein neues Kapitel mit getrennten Wohnungen . Ob er seine Versprechen hält - suchtberatung etc.- wird sich dann ja zeigen .
    Beim derzeitigen Wohnungsmarkt war es wohl eher Zufall das er für diese Wohnung die Zusage bekommt , er hatte sich auf mehrere gemeldet .
    LG

    Zabou

    Das Schlimme dabei ist, das so eine Veränderung nicht nur Zeit benötigt, sie ist auch sehr anstrengend und vorallem auch schmerzlich, da man in so einem Prozess auch loslassen muss von Dingen, die einen doch viel bedeuten bzw einem nahezu lebenswichtig erscheinen. Emotional sind das ganz neue Hürden und neue Erfahrungen.

    Ja das stimmt , so habe ich das anfangs gar nicht gesehen . Ich finds Mega anstrengend , aber ich will diesen Zappeltanz nicht mehr .

    Er hat jetzt auch eine Wohnung gefunden , direkt bei mir um die Ecke.
    Ich finds nicht so toll , hätte mir eine größere Entfernung gewünscht , aber das ist wohl Schicksal .
    LG

    Zabou

    Hi zusammen ,

    Ich war heute nochmal bei der Suchtberatung für Angehörige und mein Coach hat sich ähnlich geäußert wie ihr , sie meinte , ich muss mir mehr Zeit geben .Es gibt bei mir auch ein Muster seit meiner Kindheit. Das muss ich jetzt durchbrechen und das fällt mir sehr schwer.
    Danke für eure Unterstützung ❤️

    LG

    Zabou

    Plötzlich kam der Tag an dem ich mich nicht mehr schwach gegen ihn fühlte und aktiv was gegen seine ekelhafte Manipulation tat - es wurde mir immer unwichtiger, was er "labberte". Ich wusste und spürte für mich immer mehr "lass ihn reden, lass ihn machen", ich mach mein Ding, ich lebe mein Leben, weil er mich runter zieht, sein Leben mich kaputt macht und er kein Recht hat mir meine Lebzeit zu stehlen. Ich hatte noch Gefühle für ihn, aber sein Leben war nicht mehr meins und ein gemeinsames Leben konnte nicht mehr wachsen.

    🙏 danke Lila 77 .
    Das hilft mir sehr , ich hoffe, dass ich das eines Tages auch sagen kann .
    Ich weiß das ich auf dem richtigen Weg bin , aber ich komme immer wieder von ab , das ärgert mich .
    Ich sehe das er leidet , aber ich bin mir nicht sicher ob er wegen der „räumlichen „ Trennung leidet oder weil sein bequemes Leben vorbei ist .

    Andere Frauen können sich einfach so trennen und leben ihr Leben weiter. Ich wünschte , ich könnte das auch .
    LG

    Zabou

    Hi zusammen ,

    Ich schwächel immer noch mächtig bezüglich meiner Co Abhängigkeit und das macht mich wütend auf mich selbst .
    Warum kriege ich es nicht hin , warum muss ich immer wieder helfen und unterstützen, mit dem Wissen das es falsch ist 🙈

    Warum muss ich immer wieder dafür sorgen dass es ihm gut geht. Warum kann ich das nicht für mich. Ich liebe meine neue Wohnung , habe aber auch Angst, dass er durchdreht , wenn ich mich noch weiter zurückziehe. Ist das vielleicht die Ursache warum ich immer wieder springe wie ein dressiertes Pferd ? Kennt das jemand ? Ich merke wie er mich manipuliert und lasse es zu 🙈 und bin sauer auf mich .

    Wenn ich den Faden von Mine lese dann sind meine Probleme echt Luxusprobleme.😢 das ist so schlimm alles .
    LG

    Zabou

    Hi zusammen,

    ich habe mal eine Frage an euch. Mir geht es momentan psychisch nicht gut und ich merke immer wieder meine Co Abhängigkeit. Ich kann es einfach nicht lassen, helfen zu wollen, obwohl meine Vernunft mir sagt, dass das falsch ist.

    Ich habe mittlerweile immer den Wunsch, mir den Finger in den Hals zu stecken und mich zu übergeben. Mache ich nicht, aber der Wunsch oder das Bedürfnis ist da. Ebenso kommen böse Gedanken, wo ich darüber nachdenke, dass alles einfacher wäre, wenn ihm etwas passiert ( Unfall ,Krankheit etc. ) und er für längere Zeit ins Krankenhaus muss. Oder ich wünsche mir, ich wäre im Krankenhaus auf der Isolierstation wo keiner hindarf.

    Das ist doch nicht normal, was ist denn los mit mir. Kennt ihr solche Gedanken ?

    LG

    Zabou

    Hi API ,

    Mein Fall ist ähnlich , allerdings habe ich bereits eine Wohnung , in die ich gerade einziehe. Mein Partner ist regelrecht verzweifelt und verspricht mir alles mögliche , damit es bei einer räumlichen Trennung bleibt. Mit dieser Reaktion hatte ich nicht gerechnet. Er muss sich jetzt eine Wohnung suchen und ich habe ihm gesagt, wenn er nicht an seinem Alkoholproblem arbeitet bin ich ganz weg.
    Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber je stärker ich werde, umso kleiner wird er.
    Jeden Tag versucht er an meiner neuen stärke zu kratzen, aber ich lasse mich da nicht drauf ein. Und auf einmal geht all das , was ich mir jahrelang so sehr gewünscht habe. Ich weis das das jeden Tag kippen kann, rechne sogar damit. Ich verschwinde ja nicht aus seinem Leben , ich wohne nur woanders. Säuft er weiter wie in den letzten Jahren bin ich weg. Aber auch er hat mich jahrelang nicht ernst genommen, ich hätte mich genau so gut mit einer Straßenlaterne unterhalten können. Unfreundlich bin ich nicht , das bringt nichts . Aber möglichst konsequent in meinen Handlungen , weil ich einfach von diesem Zappeltanz die Schnauze voll habe, und er merkt das ich es ernst meine , das macht ihm Angst.
    LG

    Zabou

    Er trinkt jeden Tag sein Feierabend Bier, meist bleibt es nicht bei einem Bier. Oftmals trinkt er kurz 4-5 Bier in 1-3 Stunden. Danach ist er angetrunken und meist auch richtig betrunken. Manchmal denke ich, er merkt garnicht wie es einfach so runter läuft bei ihm. Es ist so selbstverständlich für ihn.

    Am Wochenende eskaliert es dann gerne. Er kann nach 3 Bier garnicht aufhören. Es muss bis zur vollständigen Eskalation getrunken werden.

    Hi martha126

    Ich habe nochmal alles von dir gelesen. Wie oft kann er denn 1-3 Wochen ohne Alkohol ? Das hört sich in deinem ersten Beitrag anders an.

    Ich finde nicht das du zu empfindlich bist, es stört dich . Nimmt er Rücksicht ? Mein Partner hat da nie Rücksicht drauf genommen bis ich ihm gesagt habe das ich ausziehe. Im Nachhinein war ich viel zu lange defensiv .
    LG

    Zabou

    Hi Jump , mir gehts genauso, bei mir ist ja erstmal nur ne räumliche Trennung, aber ich gebe ja mein zu Hause und auch viele Gewohnheiten auf. Ein Teil von mir ist erleichtert, das ich mich abgrenzen kann, der andere Teil ist sehr skeptisch, ob es mir dann wirklich so gut gefällt, wie ich es mir erhoffe. Aber diese Notbremse war nötig . Für mich in erster Linie aber auch für meinen Partner .
    Wir schaffen das 💪

    LG

    Zabou

    Hi Berliner,

    Wie bekommt man das hin, ohne das man sich im Nachgang Vorwürfe macht? Ich will irgendwie nicht glauben, dass ich überhaupt keinen Einfluss auf die Entwicklung habe.

    Vielleicht in kleinen Schritten ? Ich habe Monate, wenn nicht sogar Jahre - gebraucht, um eine erstmal "räumliche" Trennung hinzubekommen ( die findet gerade statt ). Ich kann nur für mich sprechen, ich habe immer so gehandelt, dass es für mich ok war. Manchmal instinktiv, manchmal bewusst. Ich lese viel über Alkoholismus ( u.a. hier im Forum) und ich werde gecoacht von der Suchtberatung. Alleine ist es sehr schwierig. Die räumliche Trennung ist jetzt die Notbremse, ich bin noch für ihn da - sofern er an seinem Alkoholproblem arbeitet - trinkt er weiter, bin ich raus. Und ich kann mich zurückziehen in mein eigenes Reich, Abstand nehmen, wenn alles zuviel wird. Jetzt liegt es in seinen Händen, wie es mit uns weiter geht. Gefällt ihm natürlich überhaupt nicht, er muss aus seiner Komfortzone raus, kann nicht mehr sein Alkoholikerleben führen wie er es gewohnt ist, muss sich um Dinge kümmern etc. Auf der anderen Seite wird ihm gerade bewusst, wie sehr der Alkohol ihm geschadet hat. Vielleicht wird er jetzt wach, vielleicht macht er schon morgen oder in ein paar Wochen weiter wie gewohnt.... Man weiss es nicht... auf jeden Fall weiß er aber, dass ich dann weg bin.

    LG

    Zabou

    Guten Morgen ,

    Ich würde so gerne mit seiner Mutter reden, sie würde ihn zur Vernunft bringen. Dass ich mit unserer Tochter vorübergehen hier wohnen bleiben könnte. Ich habe einen guten Draht zu ihr. Er möchte aber nicht, dass ich über unsere Trennung spreche. Noch nicht...

    Warum machst du das nicht ?

    Ich kenne deinen Mann nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass er das nicht möchte weil er dich entweder nicht ganz ernst nimmt oder weil es dann noch unbequemer wird für ihn.
    Ich würde an deiner Stelle mit seiner Mutter reden, es sei denn , es gibt noch einen anderen Grund, der dagegen spricht.

    LG

    Zabou