Beiträge von 123

    Also für mich klingt es so, als wenn sie dir zuliebe eine kurze Trinkpause eingelegt hat und sie jetzt mit deiner Erlaubnis kontrolliert versucht zu trinken.... du klingt für mich sehr dominant und die Beziehung scheint nicht wirklich auf Augenhöhe zu sein. Und mal ganz ehrlich, ein Abend in der Stammkneipe ohne Alkohol, wenn dort sonst immer getrunken wurde.... entschuldige bitte, aber dass klingt nicht gut und dir scheint der Ernst der Lage dann auch nicht wirklich bewusst, wenn du sie dazu noch animierst.

    Ich möchte so nicht enden, ich bin 33, ich möchte ein glückliches, unbeschwertes Leben mit und für meine Kinder leben. und ich möchte in 30 Jahren meinen Kindern nicht das Gefühl vermitteln, dass sie der Grund dafür sind, dass ich so unglücklich gelebt habe.

    This! Jetzt mal völlig losgelöst vom Alkohol: wenn ich in einer Beziehung nicht mehr glücklich bin, dann darf und vor allem muss ich gehen! Wenn die Eltern glücklich sind, sind es in der Regel auch die Kinder, unabhängig davon, ob die Eltern noch zusammenleben oder nicht.

    er geht zur nächsten Entgiftung und macht im Anschluss die Langzeittherapie.. das verspricht er uns... Ich glaube nicht wirklich dran, das er das durchhält, aber er kann uns gerne was anderes zeigen, das wäre mal was, aber natürlich nicht ohne die Bedingung( für ihn ist es eine Bitte) dass ich nicht während seiner Entgiftung Schluss machen sollte.. weil ich ja dann laut ihm Schuld wäre, dass er die Behandlung abbrechen muss..

    Er gibt dir also schon im Vorfeld die "Schuld", falls er die Behandlung abbricht.... wie fühlst du dich damit?


    Was hast du vor in Bezug auf die anonyme Meldung beim Jugendamt?

    Liebe Matrix ,

    Du musst jetzt dringend ins Handeln kommen, wartest du weiter ab, werden andere für dich ins handeln kommen- dass wäre in dem Fall wohl das Jugendamt. Und das zurecht, dein Kind ist Alkohol, Drogen und Gewalt ausgesetzt, außerdem scheint du immer mehr auszubrennen, sodass du dich nicht mehr um ihn kümmern kannst. Jedenfalls nicht so, wie du es eigentlich möchtest und er es benötigt.

    Dein erster Schritt sollte am Montag zum Jugendamt gehen, um zu klären, wie du xy aus DEINER (!!!) Wohnung bekommst, außerdem, wie dicht dein Sohn vor einer Inobhutnahme aufgrund von Kindeswohlgefährdung steht und was du jetzt tun musst.

    Hol dir und deinem Sohn Hilfe, so geht es doch nicht weiter!

    Liebe Myla, akzeptiere es, dass du nicht verstehen wirst, welche Macht eine Sucht haben kann, solange du nicht selber süchtig bist. Willst du es unbedingt verstehen, dann setz dich damit auseinander, wie das Gehirn funktioniert.

    Wobei, wenn ich grade so schreibe, denke ich, dass du ja auch eine Sucht hast. Er ist deine Sucht, du bist süchtig danach ihn retten zu wollen und kannst es trotz allem besseren Wissens nicht lassen. Und damit ist doch deine Frage beantwortet, warum er nicht "einfach" aufhören kann. Du kannst doch auch nicht "einfach" aufhören, ihn retten zu wollen, an ihn zu denken und so weiter.. . Und dass, obwohl du es doch besser wissen müsstest, immerhin hat dir dieser Mann massive Gewalt angetan. Also ganz ehrlich, erwarte doch nicht von deinem "Partner", dass er aufhört zu saufen und etwas ändert, solange du selber auch nicht im Ansatz bereit bist, an deinem Suchtverhalten zu arbeiten.

    Liebe wieweiter ,

    Ich würde den RTW rufen, grade unter dem Aspekt, dass der Hausarzt es dir empfohlen hat. Dann musst du dich nicht hinterher mit Schuldgefühlen plagen, falls er jetzt im schlimmsten Fall stirbt. Und externe (in diesem Fall die Besatzung des RTW) haben ja manchmal doch einen anderen Einfluss auf unkooperative Patienten.

    Wenn du einen RTW rufst, gibst du die (gefühlte) Verantwortung für seinen Zustand ab, dass ist immer hilfreich.

    Liebe Grüße

    123

    Liebe Micaela162 , ob es Co-Abhängiges Denken ist, kann ich dir nicht beantworten. Aber losgelöst vom Alkohol denke ich, dass zwei Monate Trauerzeit nach einer vierjährigen Beziehung nicht viel Zeit sind. Hast du mal versucht, dich ganz bewusst von der Beziehung zu verabschieden? Bilder weggeworfen und aussortiert, deine Wohnung frei gemacht von seinen Sachen, all sowas? Den Liebeskummer so richtig angenommen und ausgelebt?

    Auch wenn die Beziehung ungesund war, hast du trotzdem das Recht traurig zu sein, sei achtsam mit dir und deinen Gefühlen, sie haben eine Daseinsberechtigung.

    Vielleicht hilft es dir auch, dass ganze mit professioneller Unterstützung aufzuarbeiten.

    Liebe Grüße und ganz viel Kraft

    123

    Liebe Myla, du befindest dich grade in einer extrem lebensgefährlichen Situation, es sterben so viele Frauen täglich durch die Hand ihres "Partners" und in einer Trennungssituation ist es noch viel gefährlicher als ohnehin schon.

    Dein Partner manipuliert dich, völlig unabhängig vom Alkohol. Mein Ex-Mann hat nicht getrunken und mich auch nicht geschlagen, aber er war emotional massiv missbräuchlich mir gegenüber, ich habe hinterher so sehr an meiner Wahrnehmung gezweifelt, dachte, mit mir wäre was nicht in Ordnung. Nach viel Therapie stellte sich heraus, dass mit mir alles in Ordnung ist und ich Opfer von häuslicher Gewalt war, wenn auch nicht körperlich. Die Wunden trage ich noch heute mit mir herum.

    Wende dich bitte an eine Beratungsstelle und flieg vorerst unter dem Radar. Mach dir einen Ausstiegsplan und erst wenn alles sicher ist und du Schutz hast, dann geh.


    Alkohol verstärkt auch immer nur dass, was ohnehin irgendwo in der Person schlummert. Selbst wenn dein Partner tatsächlich trocken wird, bleibt immer noch das aggressive Verhalten, dass wird auch nicht weggehen, und wenn, dann nur wieder mit Therapie. Dieser Prozess wird Jahre dauern, willst du wirklich in so einer Situatuon verharren? Jahrelang in Angst leben, dass er dich umbringt? Das Vertrauen wird auch nicht wieder kommen, dass bleibt zerstört.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass du wach werden kannst und siehst, was dir da grade passiert und wie sehr du in Gefahr bist.


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