Beiträge von Jana

    es gibt einen Song von Wolfgang Ambros (Ö Musiker) - da lautet der TExt: "der Weg zu dir selber hört nie auf, hinter dir gehts abwärts und vor dir steil bergauf" - deine Worte erinnern mich gerade dran...

    Ich frage mich auch, ob es leichter gewesen wäre, wenn ich gegangen wäre - ich glaube ja, aber das hätte noch gedauert, weil ich noch nicht so weit bin war. Wenn ich gegangen wäre, wäre es abgeschlossen gewesen, der Prozess, in den ich jetzt reingeworfen wurde, den hätte ich dann halt langsamer durchlaufen können. Oder ich hätte einfach ewig so weitergemacht....

    Also, wo hast du dich selbst in dieser Beziehung verletzt, wo hast Du nicht auf dich aufgepasst?

    Dort wo ich mir viel zu viel habe gefallen lassen. Wo ich zwar rote Linien verbal klar definiert habe, er immer wieder über diese roten Linien drübergestiegen ist und ich es, zwar jammernd und beschwerend, aber dennoch hingenommen habe. Ich hab ihm diese Eskapaden durchgehen lassen, weil das einzige, was ich hätte tun können um das zu beenden, wäre eine Trennung gewesen und dazu war ich nicht bereit.

    Danke, Lütte, für die Frage!

    Ich habe irgendwann wohl ganz aufgehört auf mich aufzupassen bzw habe meinen Weg dazu gefunden, der aber ungesund war. Nach diesen Eskapaden ahbe ich zwar eine Entschuldigung eingefordert, aber Konsequenzen habe ich keine gezogen. Wenn er getrunken hatte, habe ich mich ins Schlafzimmer zurückgezogen, also quasi vor ihm versteckt. Das kanns einfach nicht sein und wenn ich mir selbst zuhöre, dann frage ich mich echt: Was ist mit dir????

    In einer suchtbelasteten Beziehung weißt du nie, was als Nächstes passiert. Immer auf der Hut sein, immer ausgeliefert sein

    ja, das stimmt, das ist das Schlimmste - nicht zu wissen, wie er nach Hause kommt, auf rohen Eiern zu laufen, wenn du merkst er hat getrunken, und das ewige Lügen!

    Und ja, du hast recht, es sagt mehr über ihn aus als über mich. Und ich sollte echt froh sein, dass er gegangen ist.

    Vorgestern abend als ich so wehmütig war und ihm geschrieben hatte, da hab ich mich kurz der Illusion hingegeben, was wäre wenn er zurückschriebe mit der Erkenntnis ich wäre seine große Liebe und er für mich einen Entzug machte und alles wieder so würde wie es mal war, bevor wir in dieser Ehe zu dritt waren - er, der Alkohol und ich. Im nächsten Moment war mir durchaus klar, dass das einfach nur dumme Träumereien sind und sah ein anderes Bild vor mir, er kommt zurück und er hat weiter diese Eskapaden und dann säuft er sich noch krank, wird zum Pflegefall und ich muss ihn pflegen als Ehefrau, weil er sich kaputt gesoffen hat...

    Ich wünschte immer noch es gäbe diesen Knopf zum Loslassen der Gefühle für ihn und zum Loslassen der Träumereien. Und ich wünschte ich würde einsehen, dass er nie wieder der Mann sein wird, der er mal war.

    ...oder nicht loslassen will. Bevor ich ihm geschrieben habe, war ich ja bei dem Therapeuten und war dadurch einfach zu nah dran an ihm, und beim nach Hause fahren lief dann noch das Hochzeitslied im Radio. Das hat mich Mega sentimental gemacht und echt zurückgeworfen. Aber heute ists schon wieder besser und werde versuchen wieder nach vorne zu schauen.

    Liebe Momo,

    ja du hast recht, ich muss mehr bei mir bleiben - aber ich hab einen Fortschritt gemacht, es war mir beim Schreiben schon bewusst, dass ich nicht bei mir war, ich konnte es nur (noch) nicht ändern. Oder wollte nicht.

    Ehrlich gesagt, glaube ich auch, dass ich keine so schlechte Partie bin, aber derzeit ist es für mich unvorstellbar, mich am Gebrauchtwagenmarkt "anzubieten". ;) aber ist wohl noch ein bissel früh!

    Ich muss auch aufhören darüber nachzudenken, warum er nicht zurückschreibt. So wie Whitewolf sagte, die Herausforderung kommt erst mit dem warten auf Antwort, aber immerhin kann das Drama nicht wieder von vorne losgehen, wenn er nicht antwortet.

    Man möchte so gerne in seinen Kopf reinschauen und sehen, was da vorgeht, dann könnte ich das alles besser einordnen und vielleicht besser damit umgehen, aber ja ich weiß, ich muss bei mir bleiben und in meinem Kopf suchen, warum ich jemanden, der mich so Scheiße behandelt einfach nicht loslassen kann.

    Aber eine Beziehung mit einem Suchtkranken besteht aus Hoffnung … Enttäuschung … Hoffnung … Enttäuschung… ein Kreislauf.

    Ja, das trifft es leider. Die Hoffnung hat man wohl, weil man den Menschen ja auch anders kennt. Nett und freundlich, wenn er nichts trinkt, aber eben ganz anders wenn doch. Und man hofft halt dass irgendwann der "Gute" bleibt, aber leider kommt der "Trinker" immer öfter zum Vorschein. Es ist ein Tanz auf rohen Eiern.

    Hallo Whitewolf,

    willst du demnächst an Dr. Sommers Stuhl sägen ^^

    Über den Vergleich mit dem Neuwagen musste ich sehr schmunzeln ;) Der Unterschied ist halt der, dass du weißt, dass ein Neuwagen, der dir gefällt, zur Verfügung steht, zumindest nach einer gewissen Lieferzeit, das weiß man bei einem neuen Exemplar Mann halt nicht.

    Ich wünschte die <3 würde keine Rolle mehr spielen, glaube dann wäre es durchaus einfacher, aber ja, natürlich ist es auch hilfreich einen Mann im Haus zu haben, der gewisse Dinge erledigt (wenn auch ungern) und man nicht für alles alleine verantwortlich ist.

    Ist halt so, als ich wieder geheiratet habe, da dachte ich, dass es diesmal für immer wäre und dass einer so davon läuft wie er ist einfach so letztklassig. Auch dass er jetzt nicht antwortet, Mit respektvollem Umgang hat das halt herzlich wenig zu tun. Zudem es mich wahnsinnig macht, dass er sich verhält als hätte ich ihm irgendwas getan und das ist einfach nicht der Fall. Ich hab mir nichts zu Schulden kommen lassen.

    Es ist so kränkend die ganze Situation.

    ch meine mich wage daran zu erinnern, das bei einer neuen Liebe eh wieder alles auf Anfang gestellt wird. Das machen die Schmetterlinge :wink:

    Stimmt, da war was.... aber dazu muss man erst jemanden finden, der die Schmetterlinge auslöst. Und ich bin ja auch kein Neuwagen mehr ;)

    Ja, ich weiß es ist eine komplizierte Konstellation und echt suboptimal. Hab auch gesehen, dass es mir danach echt nicht gut ging, weil ich so das GEfühl hatte, so nah an meinem Mann dran zu sein... bin seither echt das heulende Elend...

    Auf die Nachricht die ich letzte Nacht geschrieben hab, hat mein Mann (oder soll ich sagen zukünftiger Ex Mann) nicht mal reagiert. Ich hatte gehofft, dass ich damit den Kommunikationskanal öffne, denn ich würde das gerne unter Erwachsenen über die Bühne bringen. Aber scheint nicht möglich zu sein.

    Hast du dir schon überlegt, ob du nochmal zum selben Therapeuten gehst wie dein Mann?

    Ja, das ist eine blöde Sache - das ist eigentlich mein Therapeut - seit Jahrzehnten, immer wenns eine Krise gibt, dann geh ich ein paar Stunden zu ihm und dann komm ich wieder selbst auf die Beine. Zuletzt war ich bei ihm nach meiner Krebserkrankung, also seit Jahren nicht mehr, habe ihn aber gebeten, meinen Mann zu übernehmen, als er mal ein Problem in der Arbeit hatte und vor 3 Monaten als er aufhören wollte zu trinken, war es klar, dass er nur zu ihm wollte. Und so schnell kriegst halt nur einen Termin bei jemandem wo du schon warst, außerdem glaube ich, dass ich ihm bewusst Infos aus der Nase kitzeln wollte und das Ergebnis hat mir nicht sonderlich gefallen. Mir gehts seit dem Termin wahnsinnig schlecht, deshalb auch die Nachricht an meinen Mann udn das Geheule heute den ganzen Tag. Ich habe in 2 Wochen einen Folge Termin vereinbart, aber werde nochmal nachdenken.

    Eigentlich sollte er meinen Mann rausschmeißen, weil ich die älteren Rechte habe ;)

    Habe auch festgestellt, dass mein Mann einfach sämtliche Zahlungen eingestellt hat. DIe Fixkosten gehen von meinem Konto weg, aber er hat mir seinen Anteil per Dauerauftrag überwiesen, den hat er zur Gänze storniert. Da sind auch Dinge dabei, die Ausschließlich er nutzt. Bestimmte Zeitungen, Kabel TV, ...

    angenommen er würde antworten, dass Du ja so Recht hast und er ja sich ja so bescheuert verhalten hat und Du seine einzig große Liebe bist etc. pp. Und dann?

    Echt eine gute Frage - die habe ich mir letzte Nacht auch gestellt und bin kurzzeitig in Träumereien verfallen, dass alles so werden könnte wie es mal war... dann ist mir aber wieder eingefallen, dass es eben viel wahrscheinlicher ist, dass er das nicht in den Griff bekommt und dass er dann zum Pflegefall wird und ich ihn pflegen kann etc