Für mich ist es so normal nicht zu trinken, dass ich wahrscheinlich so selbstverständlich "nein danke" sage, dass da kaum mal jemand nachfragt. Familie und Freunde sowieso nicht, manchmal irgendwelche Bekannte "wirklich nicht?" und ich dann "nein, wirklich nicht". Aber ich habe vielleicht auch Glück, weil ich ein Umfeld hab, wo relativ wenig getrunken wird, deshalb ists einfacher. Und ausgerechnet ich muss an jemanden geraten, der Alkoholiker ist. Ich glaube ich hatte meinen letzten Alkohol an Weihnachten 2021, da hat mein Sohn einen Eierlikör aus Straußeneiern mitgebracht von einer Straußenfarm. Ich bin froh, dass das keines meiner Probleme ist. Habe mal geraucht und fand das sehr schwer aufzuhören, aber das ist nichts gegen eine Alkoholsucht.
Das Umfeld meines Mannes ist da ganz anders, da wird recht viel getrunken, sowohl Familie als auch Bekanntenkreis, aber auch da hab ich nie mitgetrunken. Sagen jetzt wahrscheinlich alle, sei froh, dass du die antialkoholische Langweilerin los bist.
Insgesamt finde ich aber auch, dass der Umgang mit Alkohol sehr locker gehandhabt wird, grade das Bier gehört hier so selbstverständlich zur "Kultur", und es kein Wunder ist, wenn viele in eine Suchtfalle geraten. Ich mach mir da ein bisschen Sorgen um meinen Sohn, er trinkt zwar nur am Wochenende beim Ausgehen, aber bin da jetzt halt ein bissel sensibilisiert....
Bierchen und Sektchen hört man hier in Österreich nicht. Nicht weil es hier nicht verharmlost wird, sondern, weils nicht in den Sprachgebrauch passt
das mit dem Schnuller in den Schnaps tauchen kennt man hier aus früheren Zeiten auch. Schrecklich. Als Kind "durfte" ich den Schaum von Papas Bier trinken. Auch furchtbar. Zum Glück hat sich zumindest hier etwas verändert.