Beiträge von Jana

    Ich habe auch einige klärende Gespräche geführt

    bin auch immer wieder am überlegen, ob ich zumindest meiner Schwiegermutter sagen sollte, dass das mit dem Fremdgehen einfach nicht stimmt. Ansonsten gibt es nicht viele, denen ich das erklären würde wollen. er hat ja nicht wirklich Freunde, nur seine Arbeitskollegen und die sind mir egal. In seiner Familie wäre es auch nur seine Mutter, der ich es sagen würde. Zum Vater hat er ja keinen Kontakt mehr, seit er die Mutter einfach sitzen gelassen hat (interessant wie sich die Geschichte wiederholt) und ansonsten gibt es da nicht viel Kontakt. Mit meinem Stiefsohn habe ich Kontakt aufgenommen, nicht versucht, ihn in was reinzuziehen, aber es war mir wichtig ihm zu sagen, dass er mir wichtig ist und dass ich für ihn da bin, wenn er was braucht oder auch nur einfach so. Aber da kam nix zurück.

    Es gibt immer noch Tage, da bin ich sehr traurig, grade der kürzliche Hochzeitstag hat mir recht zugesetzt, dann wieder gibts Tage, an denen mache ich 3 Kreuzzeichen aus Dankbarkeit, dass er gegangen ist. Weil ohne Entzug hätte ich das wohl nicht mehr ewig geschafft. Aber ich wäre sicher länger geblieben als es gut für mich gewesen wäre, da ich immer wieder die Hoffnung gehabt hätte, dass das noch wird. Aber es wäre nix mehr geworden...

    Das war mutig von dir Cat-Mom, dass du dich bei der neuen Frau vorgestellt hast - Hut ab!

    Hallo Cat-Mom,

    danke für deine Nachricht! Das ist ja wirklich heftig, man kann sowas ja echt kaum glauben, dass sich jemand so derart die Wahrheit "zurechtrücken" kann. Ja, du hast recht, ich würde mir sehr wünschen, dass er das irgendwann zugibt, was er für einen Blödsinn über mich erzählt, aber es wird wohl nicht passieren. Er wird das sicher auch genauso herum erzählen, da er diesbezüglich recht ungehemmt ist und jedem x beliebigen immer seine ganze Lebensgeschichte erzählt.

    Ja, es kränkt mich und vom Kopf her weiß ich, dass du Recht hast damit, dass ich wissen muss wer ich bin und was wahr ist, aber gefühlsmäßig komme ich doch noch schwer damit zurecht. Auch damit, dass er diese Ehe ganz alleine auf dem Gewissen hat und mir die Schuld in die Schuhe schiebt.

    Am besten ist ja echt die Geschichte mit der lesbischen Beziehung, die er dem Mann deiner Freundin einreden wollte. Das ist ja schon Kabarett. Aber anfangs kann man das halt so gar nicht lustig finden. Toll, dass du inzwischen drüber lachen kannst. Ich wünsche mir sehr, dass ich da auch noch hinkomme.

    Wie lange hat es denn bei dir gedauert, bis du dich ausreichend davon abgrenzen konntest?

    Liebe Grüße

    Jana

    Ich habe der Sozialarbeiterin die Situation erklärt.

    Bravo! Das war sehr mutig und ganz wichtig für dich und deine Tochter. Auch für dich zu sehen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn du es sagst, sondern, dass es jemanden gibt, der unterstützend für dich und die Kleine sein kann. Finde es auch toll, dass du das Thema Jugendamt gleich angesprochen hast und jetzt beruhigt sein kannst, dass es für dich keine unerwarteten Konsequenzen hat!

    Sowieso hat er das Gefühl(seine Worte) ich seie naiv und Falle vielleicht auf den "falschen" rein.

    Ach du liebe Güte!

    Ich verstehe, dass es dir schwer fällt. Leider haben wir keinen Knopf zum Ausschalten unserer Gefühle. Ich suche selbst auch immer noch. Obwohl mein Kopf echt weiß, dass es so besser ist, aber die Gefühle sind da halt echt langsam.

    Überleg dir doch mal, was positiv sein kann am Umzug. Gibts Dinge, auf die du dich freust in der neuen Wohnung, in der neuen Umgebung? Wen möchtest du einladen in dein neues Reich? Wie möchtest du die Wohnung gestalten? Welche Vorteile hat das alleine leben für dich und für dein Kind? Usw.

    "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben." (Hermann Hesse) Ich wünsche dir, dass du den Zauber ganz bald findest!

    ... und so bequem ist der alte Schuh ja gar nicht, liebe Reike, du bist nur lediglich an das Drücken und Zwicken gewöhnt, das er verursacht. Der neue Schuh drückt an anderen Stellen und das kennst du einfach noch nicht... jetzt mal durch die schwere Zeit durch, da drückts sicher noch, aber dann, wenn du so weit bist, kaufst du dir neue Schuhe, die nicht mehr drücken ;)

    Hallo Reike,

    ich verstehe dich und deine Rede-Versuche nur zu gut. Ich weiß noch wie oft ich versucht habe, meinem Mann zu erklären, wie ich das sehe und, dass ich mir Sorgen mache und, dass er seine Gesundheit aufs Spiel setzt. Für ihn alles kein Problem. Weder die Gichtanfälle noch die Magenschmerzen kamen für ihn vom Alkohol. Man möchte die Wahrheit in ihn "reinprügeln" aber, aus meiner Erfahrung, vergebene Liebesmüh. Ich habe mir die letzten 3 Jahre den Mund fusselig geredet. Gebeten, gefleht, an seine Vernunft appelliert, an seine Liebe zu mir appeliert, an die Ehe und und und. Mich hat das fast in den Wahnsinn getrieben. Wie andere hier schon geschrieben haben, die Einsicht kommt oder sie kommt nicht, du hast dabei wenig Einfluss. Ich wollte das auch nicht wahrhaben bzw will ich es genau genommen immer noch nicht, aber es entspricht wohl leider der Realität!

    Alles Liebe für dich

    Jana

    Liebe Lolli,

    schön von dir zu hören, auch wenn die Nachrichten immer noch nicht so toll sind. Auch für deine Kinder tut es mir sehr leid, da sie ihren Papa mehr oder weniger verloren haben. Mein Sohn knabbert schon genug dran, dass sein Stiefvater ihn einfach gleichzeitig mit mir aus seinem Leben geworfen hat. Und auch wenn er schon erwachsen ist, so schmerzts ihn, und die Mama halt gleich mit. Ich habe meinen Stiefsohn kontaktiert, ihm geschrieben, dass er mir wichtig ist und, dass er sich jederzeit an mich wenden kann, wenn er was braucht oder auch einfach so. Aber keine Antwort. Nehme mal an, er darf nicht, aber das ist nur eine Vermutung, wissen tu ich es nicht. Allerdings hatten wir alle ein gutes Einvernehmen, sodass ich mir keinen anderen Grund erklären kann.

    Das ist gut, dass du bei den Kindern nicht schlecht über den Vater redest, ist sicher nicht immer einfach. Aber sie sind alt genug, sich ein eigenes Bild zu machen und erkennen das ganz richtig.

    Finde das unglaublich, dass dein Mann sogar noch nach einem Jahr jegliches Gespräch verweigert. Und das nach über 30 Jahren. Frage mich immer wieder, wie so etwas passieren kann.

    Mir tut es ja um jeden Euro leid, den ich dem Anwalt bezahle, weil ich finde, man kann das unter Erwachsenen gut selbst regeln. Das könnte eine ganz einfach Scheidung sein, keine gemeinsamen Kinder, kein gemeinsames Vermögen. Brauchst normal gar keinen Anwalt. Außer einer ist so überhaupt nicht zugänglich. Alternative wäre halt, einfach verheiratet zu bleiben, habe laut Anwalt nicht wirklich Nachteile und eine dritte Heirat kann ich mir echt nicht mehr vorstellen. Wobei ich schon ganz gerne wieder eine Beziehung hätte - mit einem ruhigen Mann, der nicht trinkt, der nett ist und freundlich und zudem handwerklich begabt, uuuund in den ich mich natürlich unsterblich verliebe - träumen wird man ja noch dürfen ;)

    Dir, liebe Lolli, von Herzen alles Gute - ich hoffe sehr, dass bald alles ruhiger wird und die Anwälte da eine Einigung für euch finden, mit der du gut leben kannst!

    Alles Liebe

    Jana

    Hallo Silberstreifen

    natürlich kannst du dein Kind nicht ruhigstellen und das wird wohl auch keiner erwarten. Menschen mit Nachtschicht sind es normalerweise gewöhnt, dass sie sich selbst um die notwendige Ruhe kümmern müssen, Verdunkelung, Oropax o.ä.

    Es wird keine Reklamationen geben, wenn man die Nachbarn tagsüber hört. Das ist überall so. Sonst müsste der betreffende Nachbar wohl in ein Blockhaus im Wald ziehen, wenn er absolute Ruhe braucht. Mach dir nicht zu viele Gedanken, es ist ja ohnehin aktuell alternativlos. Dann stellst du dich bei den Nachbarn vor und es wird sich alles klären!

    Wie du schreibst, die Nachbarin hat selbst Kinder und Kinder sind erwünscht - das wird klappen!

    Auf der einen Seite tut es mir weh, ihn so zu sehen und auch ich trauere um die verlorene Beziehung. Auf der anderen Seite, weiss ich, dass mich keine Schuld trifft und es besser wird, wenn er weg ist.

    Das kann ich sehr gut verstehen, dass du um die Beziehung trauerst. Man hatte ja so viele Hoffnungen, Wünsche Träume,... war mal verliebt... und das Ende ist dann nie schön. Hätte man sich anders gewünscht.

    Aber wenn du schreibst, du hast schon körperliche Symptome aufgrund der Beziehung, dann war es höchste Zeit. Und gut, dass du es erkannt hast. Denn ebenso, wie sich sein Trinken nicht bessert, hätten sich wohl auch die Symptome bei dir nicht gebessert, solange du in dieser Situation bist.

    Hoffe sehr, dass die letzten Tage mit ihm noch friedlich vonstatten gehen. Falls nicht, handeln. Auch wenn man da Hemmungen hat, die Polizei einzuschalten, bitte tu es!

    Ich wünsche dir, dass es dir sehr bald besser geht!

    Alles Liebe, Jana

    Hallo,

    bei mir tut sich grade nicht viel, außer, dass ich sinnloserweise immer noch versuche zu verstehen, was da in meinem Leben passiert ist. ich weiß, dass quasi alles erklärbar ist, wenn man die Variable Alkohol mit einbezieht, trotzdem finde ich es echt heftig, dass er nicht sowas wie lichte Momente hat, in denen er mal zu sich kommt und sieht was er da angerichtet hat, insbesondere in SEINEM Leben. Ich kann auch nicht fassen, dass er immer noch glaubt, ich hätte ihn betrogen. Dachte, auch seine Wahnvorstellungen würden sich irgendwann legen. 15 jahre zusammen, 10 Jahre Ehe und er läuft im Suff davon aufgrund meiner angeblichen Affäre und kommt einfach nicht wieder. Nicht falsch verstehen, ich will ihn definitiv nicht zurück haben, aber eine Einsicht würde ich mir nach wie vor wünschen, dass er es verbockt hat und nicht ich. Auch würde ich gerne immer noch die Scheidung im Einvernehmen lösen. Muss wohl aber auch hier zu der Erkenntnis kommen, dass das nix wird. Mein Anwalt ist ab nächster Woche im Urlaub, aber wenn er mich weiter auf allen Kanälen blockiert, werde ich wohl den Weg über Anwalt und Gericht gehen müssen.

    Aber nein, keine Sorge, er ist nicht mehr abend- oder tagesfüllendes Thema. Ich bin gut abgelenkt, hatte die letzten beiden Wochen frei, das war wirklich sehr fein und habe ich auch gebraucht. Seine Sachen habe ich inzwischen in den Keller geräumt. Nächste Woche gehts wieder los mit arbeiten, ist auch ok und auch sonst bin ich gut beschäftigt. Merke aber, dass ich nicht sehr belastbar bin und mir alles sehr schnell zu viel ist. Die kleinste Kleinigkeit bringt bei mir das Fass zum überlaufen, daran merke ich, dass ich von meiner Mitte noch ziemlich entfernt bin.

    Habe das Gefühl, dass ich Hauptperson einer Serie bin und die Drehbuchautoren sich immer die irrwitzigsten Sachen einfallen lassen, damits nicht langweilig wird ;)

    Ich wünsche euch allen ein schönes und alkoholfreies Wochenende :)

    Hallo sorrowful,

    ich kann das Problem noch nicht ganz fassen. Du schreibst, sie ist ein wundervoller Mensch und du liebst sie. Sie scheint auch nicht ungut zu werden, wenn sie getrunken hat und auch nur defensiv, wenn du sie auf den Alkohol ansprichst. Bei vielen hier, und auch bei mir, ist es ja so, dass einen das Verhalten des Partners stört, wenn er getrunken hat, das Lügen, das Verstecken, das Leugnen, das aggressiv werden, die Wahnvorstellungen, die Wesensveränderungen, das nicht ansprechbar sein, die gesundheitlichen Auswirkungen, etc. Natürlich ist Alkohol ein Nervengift und deshalb schon mal prinzipiell keine gute Idee. Dh es ist durchaus legitim, wenn es dich aus Prinzip stört. Aber sie macht das seit 30 Jahren, scheinbar unverändert - was hat sich bei dir verändert, dass es dich jetzt stört? Oder hat es dich immer schon gestört? Oder ist das Heiraten ein Thema, dass es für dich verstärkt ein Sorgen-Thema ist? Oder ist es die Sorge, dass das alles schlimmer werden könnte? Fühlst du dich unglücklich wegen ihres Konsums? Verursacht der Alkohol Probleme in eurer Beziehung? Hat es Auswirkungen auf ihre Gesundheit? Und welche Auswirkungen hat ihr Konsum auf dich?

    Nicht falsch verstehen, möchte das Problem sicher nicht klein reden - ich kann es nur noch nicht ganz fassen.

    Liebe Grüße

    Jana

    Super, das geht echt schnell bei dir! Toll, dass du jetzt schon sagen kannst, dass du dich befreiter fühlst! Also das erste Monat war schon wirklich sehr schlimm für mich, auch wegen der Art und Weise und der Unterstellungen, bin jetzt fast am Ende vom 2 Monat, jetzt wirds eindeutig besser. Hab mich gestern mit einer Freundin getroffen, ein sehr langes Treffen und wir haben vielleicht so 5 Minuten über ihn gesprochen, bin begeistert :)

    Wieder ein kleiner Schritt in Richtung Unabhängigkeit: habe einen kleinen Garten, das war die Aufgabe meines Mannes. Dieser Aufgabe fühle ich mich selbst nicht gewachsen - Hecken/Bäume schneiden etc. also habe ich heute jemanden dafür bezahlt, dass er es macht. Und ich bin stolz auf mich, dass ich das in die Hand genommen hab und das erledigen hab lassen! Bingo!

    Ich kenne das auch. Als ich mich von meinem ersten Mann getrennt habe, da war mein Sohn 10. Und nach der Trennung hat er angefangen zu trinken, das war schon sehr ungut. Ich war dann beruhigt als ihm der Führerschein abgenommen wurde, denn dann wusste ich meinen Sohn in Sicherheit, wenn er dort war. Aber mein Ex Mann hat bei unserem Sohn immer wahnsinnig über mich hergezogen, was ich für eine schlechte Ehefrau war und schlechte Mutter. Mich hats gekränkt und bei meinem Sohn hat es einen großen Loyalitätskonflikt ausgelöst. Er hat mich dann immer beim Ex verteidigt, was wirklich total lieb von ihm war, aber ich hab meinen Sohn gebeten, das nicht mehr zu tun, weil er dann immer Ärger mit seinem Papa bekommen hat und es nicht seine Verantwortung ist mich zu verteidigen. Hab ihm gesagt, er soll den Papa reden lassen und wir 2 wissen, wie es wirklich ist und das ist genug. Mein erster Mann lästert bis heute über mich ab und mein Sohn hat seinen Umgang damit gefunden. Im Gegenzug hab ich nie ein schlechtes Wort über seinen Papa bei ihm verloren, dass er sieht, dass man auch anders damit umgehen kann. Man kann immer nur mit den Kindern reden und versuchen ihnen zu erklären, dass wir Eltern auch nur Menschen sind und verletzt sind und dann Fehler machen.

    Vielleicht hilft dir auch ein offenes Gespräch mit deiner Tochter, in dem man ihr versucht die unterschiedlichen Gefühlswelten zu erklären und auch versucht zu eruieren, warum sie sich so auf Papas Seite schlägt. und ihr die eigene Sichtweise darzulegen ohne ihren Papa schlecht zu machen.

    Ich hoffe, ihr findet einen guten Weg :)

    Liebe Sunshine,

    auch von mir herzlichstes Beileid! Ich kann mir gar nicht vorstellen, was du in den letzten Wochen durchmachen musstest und durch welch schwere Zeit du immer noch gehst! Es ist wirklich unglaublich, was der Alkohol bei so einem jungen Menschen schon anrichten kann. Es tut mir sehr leid für dich! Hoffe du hast ein gutes soziales Umfeld und wirst getröstet und gehalten!

    Fühl dich umarmt!

    Jana

    Für mich hat das, genau wie für dich, auch eine große Bedeutung.

    Ob Couch oder Ring ist ja egal, hauptsache es hat für uns Bedeutung und unterstützt uns beim Neustart :)

    Interessant ist ja dass mein xy noch kurz vor der Trennung unbedingt eine neue Couch wollte, die alte wollte ich verkaufen, ist mir aber noch nicht gelungen - jetzt stehen die beide da und ich kann mich kaum bewegen im Wohnzimmer...naja, wird sich auch noch lösen...