Beiträge von Cat-Mom

    Balsamico und Trockenpflaumen klingen interessant und auch lecker.

    Aber will ja eigentlich schon auch diese herbe holzige Note mitbekommen...

    Ich hab noch nie mit Wein gekocht, darum bin ich nicht ganz sicher welche holzige Note du meinst. :)

    Aber ich koche am liebsten mit gutem Curry, da gibt es total interessante Mischungen.

    Mein Lieblings-Curry ist thailändisches Curry, in dem Geschäft in dem ich es kaufe kann man sich durch die verschiedenen Curry-Mischungen durchschnuppern.

    Das sehe ich auch so. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt, "Paar-Therapien in der Gruppe".
    Dem hätte ich mich definitiv verweigert und meine Frau auch.

    Da wurde zum Beispiel zusammen gemalt, also jedes Paar malte ein Bild gemeinsam.

    Hörte sich nett an, bis dann gemeinsam die Bilder besprochen wurden.

    Da kamen dann Aussagen wie: "Deine Sonne ist ja ganz schön rot, sieht heiß aus, die Strahlen verbrennen ja richtig sein schön gemaltes Haus!"

    Du entscheidest, ob Du dabei sein willst.
    In meiner Reha wurde das angeboten, wenn ich und meine Frau es wollten. Wir haben dann mit meinem Einzel-Therapeuten ein FaceTime Gespräch gehabt, was sehr gut war.

    Es ist seine Therapie. Die Problematik, wie Du damit fertig wirst, wenn er wieder zurück ist, klärst Du für Dich, u.U. auch mit einer psychotherapeutischen Hilfe für Dich oder
    in Gruppe.
    Ich war 4 Wochen in ReHa. Meine Frau wollte mich nach 2 Wochen besuchen. Ich habe das dankend abgelehnt, erstens, weil ich selbst noch mit mir nicht soweit war und zweitens, weil ich ihr keine 800km für Hin- und Rückfahrt zumuten wollte.

    Vor Jahren war die erste Reha, ging drei Monate, und ich bin jedes Wochenende zwei Stunden hin und zwei Stunden zurück gefahren. Und hab meine Kinder bei meinen Eltern gelassen, nur einmal waren sie dabei zum Familien-Wochenende.

    Ich hab die Paar-Therapien in der Gruppe schlimm in Erinnerung, das war ein regelrechter Wettbewerb, wer ist die tollste Co-Partnerin.

    Und immer diese Anschuldigungen, was die Partner alles falsch machen.

    Tatsächlich glaub ich dass auch die Alkoholiker da keinen Nutzen davon hatten.

    Würde mich mal am Rande interessieren was er da angestellt hat?

    Ist hier nicht Thema, hier gehts ja um dich. Bin nur neugierig.

    lG WW

    Meiner Meinung nach nichts. Denn ich hatte ihn ja extra noch zum Arbeitsamt gefahren, damit er sich meldet, und war mit ihm zusammen bei der Krankenkasse.

    Er bekommt auch Stellenvorschläge per Post, und hat einen Online-Account bekommen, also ist eindeutig gemeldet.

    Ich glaube nach meinen Recherchen heute, die Klinik blickt das nicht.

    Denn er ist erst seit 1.Juli arbeitslos, und man ist doch immer noch 4 Wochen nachversichert zum Übergang. Also denke ich das Arbeitsamt hat ihn noch nicht angemeldet deshalb.

    Ja,erstmal um mich selbst zu schützen, aber auch weil ich denke dass er es allein in der Hand hat aufzuhören.

    Ich habe das Haus von leeren Flaschen und Dosen befreit, und mit meiner Mutter gesprochen, dass sie auch keinen Alkohol mehr in der Wohnung haben darf. Mehr kann ich nicht tun denke ich.

    Bei den früheren Therapien und in der Selbsthilfegruppe wurde immer gesagt, ich soll dabei sein. Das möchte ich eigentlich nicht mehr.

    Heute ist ein schwieriger Tag.

    Ich will mich eigentlich raushalten, stecke aber schon wieder mitten drin. Anstatt mich um mich selbst zu kümmern, bin ich mit seinen Angelegenheiten beschäftigt.

    In der Klinik hat man gesagt, er wäre nicht krankenversichert, also hab ich rumtelefoniert beim Arbeitsamt und Krankenkasse. Er hat es selbst versucht, kam aber mit dem Handy und vollgepumpt mit Distras nicht weiter.


    Ich werde auch gerade wieder an vergangene Erlebnisse aus seinen Therapien und Selbsthilfegruppen erinnert, die ich schon verdrängt hatte.

    Eine Mitpatientin hat ihn gefragt, warum ich nur kurz Sachen in die Klinik gebracht hab, und nicht länger da war.

    Wieder diese Schiene, die böse Angehörige die sich nicht richtig um den armen Süchtigen kümmert. Davon gab es in der Therapie damals jede Menge. Ich will mir diesen Schuh nicht wieder anziehen!

    Eigentlich musst Du das nicht tun. Das kann man heutzutage alles online machen ( Veränderungsmitteilung ), Einfach registrieren, die Daten eingeben und das Amt holt sich die Krankmeldung auf digitalem Weg von der Kasse. Papier war gestern. Lässt sich alles mit Smartphone machen, Zeit genug hätte er ja.

    Du wirkst so getrieben, wie lange ist er denn in der Entgiftung? Wisst Ihr das schon? Gibt es evtl. eine Anschlussbehandlung?

    lG WW

    Auf der Krankmeldung steht: bis auf weiteres

    Ich denke mal 3 Wochen wird das sicher dauern, keine Ahnung was dann.

    Das klappt leider noch nicht, er hat gerade angerufen und gebeten ob ich ihm ein paar Sachen bringen kann, die er vergessen hat. Und ob ich die Krankmeldung dann ans Arbeitsamt schicken könnte.

    Und meine Mutter fragt was ich ihr zum Mittagessen mache.

    Und heute nachmittag fahre ich mit ihr zu meiner Schwester zum Kaffee.

    Zumindest fahre ich erst auf dem Weg zu meiner Schwester in der Klinik vorbei, mein erster Impuls war gleich zu fahren, damit meine Mutter dann nicht im Auto warten muss.

    Ich stecke wirklich tief drin, das wird noch eine riesige Arbeit an mir um mich zu befreien.:?

    Und wenn ich das jetzt nicht alles geschrieben hätte, wäre es mir gar nicht aufgefallen!

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende :)

    Ich versuche immer noch zur Ruhe zu kommen, es gelingt mir nicht wirklich.

    Meine Zweifel sind so groß, dass er tatsächlich etwas ändern kann, auch wenn der Wille gerade da ist.

    Ich finde beim Aufräumen immer noch kleine Flaschen an den unmöglichsten Stellen. Ich frage mich warum er die versteckt hat, er hat ja sein Bier offen vor mir getrunken, nur die Cognac-Fläschchen heimlich.

    Kann ich noch etwas tun, außer das Haus alkoholfrei und ordentlich zu machen?

    Aber er ist vom Ausweis her schon erwachsen? Das empfinde ich in meinen Co-Mustern nämlich oft bei mir als negativen Zug an. Ich spreche oder besser gesagt, ich habe anderen Leuten ihre Verantwortung bzw Ihres erwachsene Sein abgesprochen.

    Für mich habe ich beschlossen, dass Mutter Theresa schon mal gelebt hat.

    LG Momo

    Na ja, er ist über 60! :D

    Du hast das gut ausgedrückt, so hab ich das noch nie betrachtet.

    Mein Gefühl hatte mir ja in letzter Zeit schon gesagt, ich muss ihn seine Angelegenheiten selbst erledigen lassen, bzw. ich will nicht mehr alles für ihn machen.

    Aber wenn ich drüber nachdenke, ich behandle ihn tatsächlich nicht wie einen Erwachsenen. Meinen Töchtern hab ich schon im Kindesalter weit mehr Verantwortung für sich selbst zugetraut.

    Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl für ihn verantwortlich zu sein.

    Ich hab ihn durch meine Freundin kennen gelernt, sie kannte ihn schon sehr lange. Als sie mitbekam dass wir zusammen waren, sagte sie: Willst du dir wirklich noch ein drittes Kind anschaffen? Ich hab damals gelacht, inzwischen weiß ich was sie gemeint hat.

    Als seine Mutter gestorben ist sagte seine Tante bei der Beerdigung zu mir: Bitte pass du jetzt gut auf ihn auf.

    Das hab ich wohl zu gut verinnerlicht.

    Schämst Du Dich für Ihn, für Dich oder gar für Euch? Kannst Du Dich in der Umwelt gut behaupten oder versuchst Du so klein wie möglich überall durchzuschlüpfen?

    Ich schäme mich für ihn, weil er immer ungepflegter wird, und oft laut und aggressiv, auch in der Öffentlichkeit. Darum vermeide ich es irgendwo mit ihm hinzugehen.

    Ansonsten bin ich eher selbstbewusst, lerne auch leicht Menschen kennen, und habe ein gutes Verhältnis mit meinen Kollegen und Kolleginnen. Mit meinen Töchtern habe ich ein enges Verhältnis, sie sind wundervoll.

    Jetzt hab ich meinen zweiten Kaffee, und mein Hirn arbeitet besser. :)


    Ich bin 63 und wohne in meinem eigenen Haus. Ich bin geschieden, meine beiden Töchter aus meiner Ehe sind erwachsen. Die Scheidung ging damals von mir aus, mein Ex-Mann war fremd gegangen. Nach zwei Jahren als Single lernte ich meinen Freund kennen, er zog dann nach ein paar Monaten bei mir ein.

    Meine Mutter hat eine kleine Wohnung mit im Haus, da meine Töchter aus dem Haus sind habe ich reichlich Platz. Eines der Kinderzimmer habe ich gemütlich für mich eingerichtet, ich schlafe dort auch seit einiger Zeit.

    Wenn mein Freund unangenehm wird, gehe ich in mein Zimmer, und überlasse ihm das Wohnzimmer.

    Was mich nervt ist, dass er nichts im Haushalt macht, und überall seine Bierdosen rumstehen lässt, außerdem richtig Dreck macht der mir zusätzlich Arbeit macht.

    PS: Es gibt auch Übergangswohnheime für Männer wie ihn, die bei der Wohnungssuche unterstützen. Da kann Dir die Suchtberatung für Angehörige sicher auch Tipps geben, wie Du vorgehen kannst. Und wg. Deiner Mutter würde ich mich trotzdem unbedingt beraten lassen, und wenns nur für eine Haushaltshilfe reicht oder stundenweise Betreuung in Altengrupoen ( inkl. Abholung). Hast Du selbst denn einen Grad der Behinderung wg. Deiner chronischen Krankheiten? Steht dir da keine Hilfe zu?

    Ich habe einen Grad der Behinderung von 40, da hab ich lediglich einen Steuerfreibetrag. Allerdings hab ich einen Hausarzt der mich im Notfall jederzeit krank schreibt. Er kennt mich und weiß dass ich gerne arbeite, und das nur nutze wenn es mir schlecht geht.

    An ein Wohnheim habe ich heute auch schon gedacht, da er ja jetzt arbeitslos ist, und dann keine Wohnung bekommt. Wenn es sowas hier irgendwo gibt.

    Was würdest Du denn gerne tun? Du hast doch vermutlich schon alles durch. Wenn Du was wegnimmst wird es neu besorgt oder irgendwo gibt es noch versteckte Vorräte. Das hält einen Alkoholiker nicht vom trinken ab. Es ist ein sinnloser Kampf, hilfloser Aktionismus.

    Ja, über die Jahre hab ich alles mögliche versucht.

    Als es vor Jahren richtig schlimm war, hab ich Flaschen gesucht und entsorgt, ihn ständig überwacht und ständig diskutiert. Da sein Konto total überzogen war für Drogen und Alkohol hab ich ihm die Karte abgenommen, dachte ich kann ihn kontrollieren. Er hat dann in meiner Tasche nach Geld gesucht, dann die Kinder und meine Mutter bestohlen.

    Dann wurde ihm klar dass er professionelle Hilfe braucht, eine lange stationäre Reha und Suchtberatung, sowie Selbsthilfegruppe folgte.

    Als er dann rückfällig wurde hab ich meine Taktik geändert.

    Ich wollte nicht mehr kontrollieren, und tatsächlich lief es so besser. Er trank, aber nicht bis zum Kontrollverlust, und nicht bei der Arbeit, also er funktionierte.