Er wird auch nicht an einen Tiefpunkt kommen, wenn du es „aushältst“.
Was soll ich dann tun, wenn er weitertrinkt, obwohl er schon betrunken ist?
Er wird auch nicht an einen Tiefpunkt kommen, wenn du es „aushältst“.
Was soll ich dann tun, wenn er weitertrinkt, obwohl er schon betrunken ist?
Ich arbeite an mir, dass ich es aushalte ihn trinken zu lassen, auch wenn es eskaliert.
Wenn ich ihn immer schütze, wird er an keinen Tiefpunkt kommen.
Vielen Dank an euch, ich fühle mich nicht mehr so allein.
Am Freitag war ich beim Hausarzt und hab mich krank schreiben lassen, bis morgen. Ich hab mit ihm gesprochen, und er schreibt mich auch noch länger krank wenn nötig.
Er kennt meine Probleme, da mein Freund und meine Mutter auch bei ihm sind.
Meine Mutter hat keinen Pflegegrad, da sie körperlich noch recht fit ist für über 90. Ihre Demenz ist auch noch nicht ausgeprägt, sie ist aber sehr fordernd, da muss ich auch täglich um Abgrenzung kämpfen.
Ich hab gerade überlegt, dass ich gestern wieder eingegriffen hab war sicher falsch, oder? Wahrscheinlich sollte ich ihn eskalieren lassen, und im Notfall die Polizei rufen.
Das ich mich hier angemeldet hab, war das erste das ich geschafft hab.
In einer Gruppe bin ich noch nicht, ich hatte noch nicht die Kraft dazu.
Ich bin chronisch krank, pflege meine Mutter hier im Haus, arbeite 80%, und heute ist meine Energie auf dem Nullpunkt.
Ich habe das Gefühl er sieht es jetzt als Freifahrtschein zum hemmungslosen Trinken, dass er sich zur Entgiftung angemeldet hat.
Vorgestern nacht wurde er von der Polizei heim gebracht, weil er schlingernd mit dem Fahrrad zur Tankstelle zum Schnaps kaufen war.
Wo kann ich den Rat bekommen, wegen Auszug, falls die Entgiftung nichts bringt?
Er ist ja arbeitslos, und hat keine Familie bei der er unterkommen könnte, ich kann ihn ja schlecht auf die Straße setzen.
Er wird nicht handgreiflich, so dass ich die Polizei anrufen könnte, dass hab ich mir schon manchmal gewünscht. (Was für ein kranker Gedanke von mir!)
Er schreit und weint laut, und wirft Sachen rum.
Heute geht es mir nicht gut.
Gestern abend war er so betrunken, dass ich Angst bekam, ich hab ihm dann wieder mal den Alkohol weg genommen.
Ich bin so erschöpft gerade.
Bisher war er noch nie länger als einige Wochen trocken.
Nach jeder Entgiftung und auch nach einer langen Reha hielt es immer nur kurz an, bevor die alten Muster da waren. Die letzten, etwa 10 Jahre, war er ein "funktionierender" Alkoholiker, er hatte seinen Spiegel, aber ist nicht eskaliert.
In den Jahren davor hab ich mehrmals versucht ihn rauszuwerfen, allerdings halbherzig. Was ich meinen Kindern dadurch angetan habe, dass ich nicht konsequent war, ist sehr schlimm. Sie sind jetzt aus dem Haus, stehen mir aber zur Seite.
Wenn ich bei ihm wohnen würde, wäre ich vielleicht gegangen, aber er wohnt in meinem Haus, und hat sich immer geweigert zu gehen.
Der Arzt und die Entgiftung sind ja nur erstmal wichtige erste Schritte um eine Basis, bzw. Ihn nüchtern zu bekommen. Interessant wird es erst danach. Was verändert er für sich, SHG, evtl. Anschlusstherapie ?
Keine Zeit sich zurückzulehnen, weder für Ihn noch für Dich, nur weil eine Entgiftung erfolgt ist.
lG WW
Er sagt, er geht danach in eine Selbsthilfegruppe, er hat tatsächlich schon Kontakt aufgenommen.
Das mit der Entgiftung weiß ich leider aus leidvoller Erfahrung, ist nicht seine erste.
Hallo Cat-Mom,
Hast Du konkrete Vorstellungen wie das aussehen könnte?
lG WW
Leider bin ich noch unsicher, erste Maßnahmen sind:
Ich hab mich die letzten Tage mit Freundinnen getroffen, ohne zu überlegen was er solange zu Hause treibt.
Ich hab mein Geld für mich ausgegeben (für ein Tattoo), ohne zu überlegen dass er arbeitslos ist und ich ihn finanziell unterstützen muss.
Wenn er anfängt zu diskutieren, oder rumschreit weil irgendwas nicht klappt wie er will, gehe ich einfach weg.
Seine Post vom Arbeitsamt lasse ich liegen.
Falls das mit der Entgiftung nicht klappt, bzw. nichts bewirkt, muss ich einen Plan machen, das macht mir Kopfzerbrechen.
Vielen Dank für eure Antworten. ❤
Ich bin noch ein bißchen skeptisch, aber ich hoffe sehr er zieht es durch.
Selber trinke ich kaum Alkohol, zu Hause nie, maximal alle paar Monate ein kleines Glas Sekt wenn ich irgendwo eingeladen bin. Ich habe das Glück für Alkohol und Drogen nicht empfänglich zu sein. Als Teenager war ich einmal sehr betrunken, das hat mich nachhaltig beeindruckt, da mir der Kontrollverlust große Angst gemacht hat.
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag.
Mein Freund hat vom Arzt eine Einweisung zur Entgiftung bekommen, er will morgen in der Klinik anrufen für einen Termin.
Ich hoffe er bleibt dabei, zumindest spricht er schon davon welche Bücher er einpacken soll.
Hallo Momo,
mein erster Schritt ist, dass ich seine Angelegenheiten nicht mehr erledige.
Er hat gerade alkoholbedingt seine Arbeit verloren, und ist, wie er es ausdrückt "handlungsunfähig". Ich hab noch dafür gesorgt, dass er sich arbeitslos meldet, wegen der Krankenversicherung. Aber den Rest überlasse ich jetzt ihm, auch wenn es mir in den Fingern juckt.
Anscheinend strahle ich jetzt mehr Entschlossenheit aus, er hat sich heute morgen entschlossen eine Entgiftung zu machen, und war beim Arzt.
Liebe Grüße
Cat-Mom
Vielen Dank!
Im Augenblick bin ich noch unsicher was ich tun kann, ich will jedenfalls definitiv mein Leben zurück.
Es dreht sich immer alles um ihn, ich habe ihm immer alles abgenommen.
Das will ich ändern.
Vielen Dank für die Aufnahme.
Ich lebe seit über 20 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen, mit vielem Auf und Ab über die Jahre.
Endlich bin ich soweit, dass ich dieses Leben nicht mehr will, und suche Hilfe durch den Austausch mit anderen Betroffenen.
Liebe Grüße an alle hier. ![]()