Also....
Was soll ich sagen, ein wenig Schamgefühl ist auch mit dabei, wenn ich das jetzt so schreibe. Nach meinem letzten sehr optimistischen Post im September 24, bin ich Ende September, in eine emotionale Phase gekommen und natürlich an einem Samstag Abend, ich war alleine zu Hause und habe mich alleine gefühlt, hat mich mein Ex-Partner über Email erreicht. Ich dachte, ich hätte ihn dort auch blockiert. Es entstand dann wieder ein starker Sog, wir haben uns wieder getroffen und sind wieder zusammen gekommen. Davor hatte ich ja ein Coaching bzgl. Co Abhängigkeit gemacht und ich bin dann direkt im November in ein anderes Coaching gegangen, weil ich wieder dachte, ich wäre das Problem. Das er doch der richtige Partner für mich ist und ich, wenn ich mich nur genug anstrenge, mein Kindheitstrauma aufarbeiten könnte...Also Feuer mit Feuer löschen. Ich lag so daneben....
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Das Jahr 2025 hatte viele Höhen und Tiefen, es gab wieder Ballermann, Karneval, Schlagermove, eine Fussballfahrt, bei der ich mit dabei war (es wurde soviel dort gesoffen....), Oktoberfest etc., rausgehen mit seinen Freunden.
Im Sommer waren wir im Urlaub, und erst wollte er diese Zeit mal ohne "Bierchen" auskommen, letztendlich war aber das Bier abends seine Begleitung. Wir haben sowas wie einer 3er Beziehung geführt. Ich, er und sein Bier. Nie so, dass er betrunken war, aber so 1,5-2 Liter waren es abends bestimmt (ohne, dass man ihm groß was angesehen hatte)...
Nach den Herbstferien wurde wieder meine innere Stimme lauter, dass das alles so nicht richtig ist, sich nicht richtig und gesund anfühlt. Ich mir eine Beziehung und Liebe anders vorstelle. Ich habe dann ab Weihnachten den Schwerpunkt auf meine Wohnungseinrichtung gelegt, habe neu dekoriert, mir ein neues Sofa gekauft und ich habe mir ab da unseren Beziehungsalltag "bewusst" angesehen. Nicht, das was ich mir wünsche oder was für ein Potenzial ich in ihm sehen, sondern das was an Realität da ist, wie die letzten 4 Jahre waren und wie wohl die Zukunft aussehen würde, wenn sich nichts ändern würde. Er hat mir weiterhin ausgeredet, dass er ein Problem mit Alkohol hat, er hat alles im Griff, wäre ja nicht aggressiv mir gegenüber und würde seinen Alltag gut hinbekommen. Er sagte, dass ich so empfindlich wäre, würde an meiner Kindheit liegen. Er lässt sich sein Bierchen nicht verbieten, er will sich nicht erziehen lassen, ich wäre missgünstig.
Dann jetzt Mitte April hatten wir wieder mal so eine Diskussion, über seinen Konsum etc. Er hat dann abends aus Protest Wein und Bier getrunken und dann hat es "Klick" bei mir gemacht. Mir ist klar geworden, dass er noch nicht mal einen Hauch von Verantwortungsübernahme hat, er sieht kein Problem oder will es nicht sehen. Ich hatte einfach keine Kraft mehr auf weitere fruchtlose Diskussionen, ich habe keine Hoffnung mehr für das stabile Gelingen dieser Beziehung.
Für ihn ist meine Einstellung das Problem und nicht sein Bierkonsum. Ich habe mich dann Mitte April, nach diesmal 1,5 Jahren Beziehung, getrennt. Das ist nun alles fast 6 Wochen her und ich merke, die Trennung ist der erste Schritt, jetzt geht es darum es zu festigen. Mir ist soviel klar geworden und nun möchte ich es vertiefen. Er ist nun überall blockiert, hat aber bereits versucht über meine Schwester mit mir Kontakt aufzunehmen. Vielleicht wird er nochmal vor meiner Tür stehen, keine Ahnung.
Weiterhin trinke ich seit August 2024 selbst konsequent keinen Alkohol mehr und weiterhin treibe ich Sport (Yoga und Spinning). Das alles hält mich sehr stabil und tut mir gut. Meine Wohnung ist nun ein Safe Space und Wohlfühlort für mich geworden. Ich habe aktuell einen reduzierten und strukturierten Alltag um mein Nervensystem zu regulieren, um von diesem Auf und Ab und der Drama-Sucht runterzukommen. Ich mache irgendwie auch einen Entzug durch. Von einem Menschen und dieser kranken Dynamik. Ich schlafe besser und komme innerlich zur Ruhe. Aber noch bin ich nicht über den Berg und heile noch. Das alles hat in den letzten 4 Jahren doch sehr viel Kraft und Energie gekostet.
Ja, soviel dazu. Ich war in den letzten 1,5 Jahren hier im Forum fast jeden Tag als stille Leserin und habe mir immer die anderen Co Berichte durchgelesen und gerade bei den Neuen festgestellt, dass so viel ähnliches in den Berichten steht. Auch das hat mich immer mehr bestärkt, dass ich mir das alles nicht nur einbilde. Und auch wenn er kein Problem mit seinem Alkoholkonsum hat, so habe ich ein sehr großes Problem damit und das reicht für eine Trennung.